Dies, wird ein Crossover Mighty Ducks und BraveStarr... auch, weiss ich noch nicht, wo mich die Geschichte hintragen wird und, ich werde hier auch erstmals ein paar Chara-Sheets einstellen. Oder noch besser: Guckt in Wikipedia.
Die Rechte an den Ducks, liegen bei Disney, nur Catherine Wonder, gehört MEINER WENIGKEIT!
Dann mal viel Spass!

HOW TO KISS A DUCK
BACK TO WORK
Da standen wir.
Uns gegenüber.
Er ist so gross. Gross, mutig und stark.
All diese Federn, Daunen und Flaum, alle Abstufungen von Grau. Hellgrau, Dunkelgrau, Silbergrau, Blaugrau und wie ich nun weiss: Anthrazit.
Darunter diese breite Brust, dieses verlockende Sixpack, all die Muskeln und Sehnen.
Dieser funkelnde Blick, die Augenklappe, diese Kerbe in seinem Schnabel, all das, lässt ihn so verwegen aussehen. Begehrenswert.
Meine Hand verschwand wie von selbst in seinem Nacken, strich durch diese langen weichen Federn, die bis vor einer Sekunde noch zu einem Pferdeschwanz gebunden waren, meine Finger vergruben sich in all dieser köstlichen Weichheit. So tief, bis ich auf seine Haut stiess. Zogen ihn näher zu mir und mit zitternder Stimme, formulierte ich meine dringendste Frage:
„Wie küsst man eine Ente?“
Sein Auge weitete sich erstaunt: „Wir küssen uns nicht...“ und sein Schnabel berührte meinen Hals, strich daran entlang, schob mein Haar beiseite, ich krallte mich an ihm fest, als ein wohliger Schauer mich packte und seine dunkle Stimme tropfte in meine Ohren, „... wir schnäbeln.“ Und wieder strich er mit seinem Schnabel über meinen empfindlichen Hals. Entlockte mir ein leises Keuchen.
Und als ich den Abstand einer einzigen Schnabellänge, der uns nun wieder trennte, überwand und mich dicht an seine Brust in all diese weichen Federn schmiegte, gurrte ich: „Keine Küsse? Nicht SO etwas?“ Und meine Lippen, legten sich genau auf die Stelle, wo der Schnabel in diese grauen, weichen Federn übergeht. Seine Hände krallten sich in meinen Rücken, meine Taille und als ich sanft zu knabbern begann, fiepste Duke leise auf.
Erschrocken liess ich von ihm ab, wollte etwas zurückweichen und stammelte eine hastige Entschuldigung, nur um noch fester gegen ihn gepresst zu werden.
Leise, heiser verlangte Duke: „Nicht aufhören...“
Und ich tat ihm den Gefallen mit mehr als nur einem bisschen Vergnügen.
Ich liess meine Zähne sanft um den Schnabel wandern, leckte mit meiner Zunge über diese verlockende Kerbe und er begann zu erzittern. Und als ich auf der gegenüberliegenden Seite anlangte, schob ich ihn meine Zunge entschieden zwischen die Zähne, nur um da zum aller ersten Mal auf seine zu treffen.
Und als wir uns nach Atem ringend, zitternd aneinander klammernd lösten, unsere Blicke sich trafen und ich sah, dass er wortlos um mehr bat, nickte ich nur schwach; schmiegte mich wenn möglich noch dichter in diese silbergrauen Federn und machte mich daran, überaus neugierig, ihn möglichst schnell aus dem Rest seiner Kleidung zu befreien.
Und ich entdeckte, dass sich Ducks, an gewissen Stellen anatomisch nicht sonderlich von Menschen unterscheiden. Wenn man denn von dem anthrazitfarbenen Federnest absah...
Wie wir auf dem Bett landeten, wusste ich damals schon nicht. Und noch viel weniger, wie lange wir uns gegenseitig erkundeten.
Ich weiss nur, dass ich mich damals entschied, meinen gut bezahlten „Job“ als Raumzeitagentin an den Nagel zu hängen.
Und genau aus diesem Grund, kam die Anfrage heute Morgen aus heiterem Himmel und völlig unerwartet.
Und nun stehen wir uns wieder gegenüber.
Duke l'Orange und ich.
Dukes Stimme reisst mich aus meinen Gedanken: „Willst du gehen, Cathy?“
Ich schüttle zaghaft den Kopf, erwidere zögernd: „Ich will dich nicht verlassen, Duke...“
Er nickt und unterbricht mich: „Ich weiss. Aber, er ist dein Freund.“
Mein Blick löst sich von seinem, wandert zu dem Steckbrief, von dem mir einer meiner ältesten Freunde entgegen grinst und ich nicke zustimmend: „Ja, ist er. Du jedoch, bist mein Partner.“
Dukes eine Hand legt sich unter mein Kinn, drückt es sanft nach oben, die andere, spielt mit meiner Haarsträhne in der drei seiner Federn, eine silbergraue, eine blaugraue und eine der ganz dunklen, eingeflochten sind; und er bestimmt: „Der bleib ich auch. Immer. Was auch geschieht.“
Meine Lippen kurven sich ganz von alleine zu einem Lächeln und als mein Erpel auch noch mit seinem Schnabel zärtlich über meinen Hals streicht, schmiege ich mich an ihn, schliesse ihn ganz fest in die Arme und hauche: „Danke Duke l'Orange!“
Und wieder einmal lasse ich meine Finger durch seine Frisur streichen, löse das Band, das seine Federmähne bändigt, wühle mich hinein und ziehe ihn noch dichter an mich und lasse meine Lippen und Zähne über seinen ausserordentlich empfindlichen Schnabel wandern.
„Duke,“ flüstere ich andächtig nach diesem Kuss, „ich komme wieder.“
Langsam entlässt er mich aus seinen Armen, schiebt mich genau soweit von sich, dass er mir in die Augen sehen kann und nickt: „Ich weiss!“
TO BREAK THE RULES
Raumzeitagent zu sein bedeutet, sich tausenden von Regeln zu beugen.
Geschriebenen und ungeschriebenen.
Eine davon, vielleicht die wichtigste von allen, lautet:
Verliebe dich NIE bei, während einem und in deinen Auftrag.
Ganz besonders nicht, fernab von deinem Heimatuniversum.
Nun, ICH war schon immer gut darin die Regeln zu umgehen, für mich auszulegen oder gar, ganz offen zu brechen.
Und, dass ich damals abgestellt wurde um Dragaunus im Auge zu behalten, lag wirklich nur an einem gewissen anderen psychotischen Pseudo-Reptil, mit dem ich mehr als genug – nennen wir es mal: Umgang hatte.
Meine hiesige Identität, hier im Anaheim der Mighty Ducks – unsere gefiederten Helden, im Hockey wie im Kampf gegen die Saurian-Overlords (das ich nicht über diesen Titel lache) – Reporterin, war zu meinem „Leidwesen“ bestens geeignet einem gewissen Erpel zu begegnen.
Duke l'Orange, ehemaliger Juwelendieb, der beste und gesuchteste auf seinem Planeten Puckworld.
Und ich fiel.
Fiel im wahrsten Sinne des Wortes, direkt vor seine Füsse.
Ich kann eine Menge.
Aber, Schlittschuh laufen, gehörte bis dahin, nicht dazu.
Und mein persönlicher Held, half mir auf und bot mir sehr spontan an, es mir beizubringen.
Nun, mittlerweile kann ich es beinahe so gut, wie jeder andere Duck.
Und ich begann die Regeln zu brechen.
Erst die wichtigste von allen; und dann die zweit wichtigste:
Erzähle nichts von, über dich oder deine Arbeit.
Nun, mein Duke, mein PARTNER, weiss so gut wie alles.
Und ausgerechnet jetzt, kurz vor Saisonbeginn, flattert mir diese Anfrage, dieser AUFTRAG ins Haus.
Ich hasse es nicht hier zu sein, wenn er spielt. Ich sehe ihm so gerne dabei zu.
Und ein Spiel ist dafür verantwortlich, dass er nun nicht hier ist. Ein Auswärtsspiel.
Mit einem wehmütigen Lächeln stopfe ich den Rest meiner, bereits an den Auftrag angepassten, Kleidung in meinen alten Seesack, lege meine Puckkanone – wieder eine gebrochene Regel – obenauf und dann zu oberst dieses eine Bild, wo wir alle darauf sind. Das ganze Team und Phil, Duke und ich; unser einjähriges Jubiläum.
Ich blicke mich ein letztes Mal hier um:
Dukes Zimmer im HQ der Mighty Ducks.
Auf dem Nachttisch steht das selbe Foto, wie ich eben einpackte. Daneben liegt ein Museumsführer und meine Haarbürste, in der ein paar graue Federfläumchen hängen. Er hatte es heute wohl ein wenig eilig. Nun, unsere letzte Nacht, war ja auch erst zu ende, als der Wecker klingelte. Um genau zu sein, erst als Wing uns beinahe die Tür einschlug. Ein leises Kichern entwischt mir und ich stecke den Brief für meinen Erpel, zwischen die Borsten der Haarbürste.
„Ready to jump!“ es ist das erste mal, dass ich diesen Befehl nicht wirklich erfreut gebe, ebenso, wie die folgenden Worte, die die Startsequenz endgültig einleiten:
„Ready to dimension-transfer. Destination: New Texas!“
Und mit einem kaum merklichen Ruck, setzt sich mein Dimension-Time-Transporter in Bewegung.
„Bey Duky...“
SAND, FIRE AN' A LOT OF TROUBLES
„WIE KOMMST DU AUF EINEN STECKBRIEF DER TIME-AGENCY?!“ Meine Stimme hallt um ein vielfaches verstärkt durch diese glühende Luft. Ich sagte doch, ich kann ne Menge...
Er starrt mich mit grossen Augen an und will mir etwas erwidern. Ich jedoch, schneide ihm das Wort mit einer magischen Geste ab. Ich WILL nichts von ihm hören.
Ich bin, um es vorsichtig auszudrücken, stinkwütend. Meine ersten Zehn – ZEHN verdammte Stunden – nach der Ankunft hier, gingen drauf mit dem sichten seiner Akten.
„GAR REIN NICHTS! VERSTANDEN?!“ donnere ich und er zieht den Kopf ein. Wutschnaubend fahre ich fort, wenn auch in etwas gedrosselter Lautstärke: „Halt die Schnauze! Ich WEISS wie du drauf kamst UND weshalb. ABER, ich VERSTEHE verdammt noch mal NICHT, was dich geritten hat, es auch zu TUN.“
Ich hole kurz Luft, sie versengt mir beinahe die Atemwege – ich hasse solch heisse Orte.
Und dann stehe ich wieder in diesem roten Sand.
Sand, soweit das Auge reicht.
Ich HASSE Sand.
Und ich will auf der Stelle einen Starblazer.
Mit einem leisen Zosch materialisiere ich hinter dem hiesigen Saloon, klopfe mir den Staub von den Hosen, drücke mir den Hut tiefer ins Gesicht und wünsche mir nichts sehnlicher, als meinen Duke her.
Verdammt DUMME Idee, bei meinen Fähigkeiten...
Wie ich nur wenige Augenblicke später feststellen muss, als ein dunkles Donnern die mehr oder weniger stille Nacht durchdringt.
„Blitzschnack!“ fluche ich derweil ich dem Feuerstreif hinterher blicke – der in die Richtung hin verläuft, aus der ich gerade komme – und dem eindeutigen dunklen Umriss in dessen „Kielwasser“.
Es gibt VIER Raumschiffe, die würde ich noch im Delirium erkennen: Futures Comet, Harlocks Arcadia, Dragaunus' The Raptor und die Aerowing der Mighty Ducks.
Zwei Fragen hätte ich da noch:
Wie VIEL Zeit ist im Universum der Ducks vergangen?
Und
Was, bei allen Göttern Arkons, tun die SAURIER hier?
Soweit ich mich erinnern kann, hab ICH mir eben nur meinen Duke herbeigewünscht.
VERDAMMT! Ich hab echt das unglaubliche Talent, alles noch komplizierter zu machen als es eh schon ist.
Seufzend, zücke ich meine Puckkanone und entmaterialisiere mit einem leisen Ploff und gehe Empfangskomitee spielen.
Manchmal, ist es wirklich eine Zumutung Raumzeitagent zu sein.
Hm, wird Zeit euch mal Catherine ein wenig näher zu bringen.
Ich machs kurz, deshalb nur ne grobe Akte:
Alter: unbekannt
Grösse: 1.60
Gewicht: ca.60kg
Augenfarbe: grün
Haare: Schwarz, bis unterhalb der Schultern
Beruf: Raumzeitagent a. D., spezialisiert auf harte Fälle und besondere Umstände
Fähigkeiten: „ne Menge“
HELLO AGAIN
Uhhh, Kopfschmerz... Zu viele Teleportationen; und vor allem zu WEITE...
Zu allem Elend, schein ich nicht die einzige zu sein die die beiden Schiffe sah. Denn unweit von mir tauchen hinter einer der Felsnasen ein paar Fahrzeuge auf, Skullwalker an der Spitze. „Hi, Tex...“ brummle ich. Noch so ein verkappter Regelbrecher.
Ich stehe also hier auf dieser Felsnadel, mitten im Nirgendwo und sehe dabei zu, wie sich die Raptor, Nase voraus in den roten Sand bohrt. „Au, DAS tut weh...“
Ich kann sehen wie aus dem grossen Flaggschiff der Saurier ein paar Flammen schlagen und sämtliche Aussenlichter hysterisch zu blinken beginnen.
Und dann donnert es ein weiteres mal und mein Blick fährt hoch zum Himmel.
Was ich sehe verschlägt mir glatt den Atem und lässt mein Herz zu einem angstvollen Rasen ansetzen. Meine Enten, scheinen auch nicht gerade vom Glück gesegnet zu sein, so, wie das aussieht, scheint ihr Antrieb sich eben in den Urlaub zu verabschieden...
Und sie rasen GENAU auf die Raptor zu.
Teleportieren – und zwar sofort – mich kurz umsehen, nur um festzustellen, dass auch hier nicht mal mehr die Energieversorgung funktioniert und dann bellen: „Duke linksseitig abdrehen... die Raptor...“ Wieso, fliegt nicht Wildwing? Und mein Liebster gehorcht, reisst das Ruder herum, schrammt um Federbreite an der Raptor vorbei, nur um danach zu grummeln: „Stelle fest: Wir schmieren ab!“
Nicht, wenn ich's verhindern kann. „Duke, leg sie flach und abtauchen... Schlucht. Lang genug!“
Noch während ich diese Worte von mir gebe, stehe ich auch schon neben Tanya, die verzweifelt am Notgenerator herum hantiert und schiebe sie sanft zur Seite: „Lass mich mal ein bisschen Energie rein stecken...“ und schon lege ich meine Hände an das Modul. Bey, bey magic... See you later.
Das letzte, was ich noch bewusst höre ist ein „Coole Aktion!“ von Nosedive, welches mir ein schwaches Grinsen ins Gesicht zaubert.
Mühsam, lege ich den Weg durch die verworrenen Gänge meiner Erinnerung zurück.
Hier herrscht das grösste Chaos, seit ich denken kann. Die Erinnerungen von mindestens fünf Missionen – Leben – wirbeln um mich herum und ich versuche verzweifelt mich zu entsinnen, welche davon die neuste ist.
Ich sollte solche „Coole Aktionen“... – Nosedive! DUKE! Oh den Göttern sei Dank. Ich WEISS welches die EINZIG richtige Erinnerung ist.
Ich packe diese Erinnerung, ziehe mich daran zurück in die Wirklichkeit und stopfe auf dem Weg dahin, alle anderen in den alten ausgeleierten Aktenschrank, der hier rumsteht.
„Sie kommt wieder zu sich...“ schwach dringen die Worte durch die nicht vorhandene, aber sehr präsente Watte in meinen Gehörgängen, „Gut! Jetzt soll sich Wing mal ein Beispiel dran nehmen...“ Tanya.
„Duke...“ uffa, soll DAS meine Stimme sein? Eine sanfte Hand drückt etwas fester die meine, die mittlerweile in einer dicken Bandage steckt und die Stimme meines Partners bestätigt: „Bin da. Wir sind ALLE noch da...“
„Wie viel Zeit?“ und dank meinem letzten Brief, weiss er, was ich wissen will.
„Sechs Monate, Cathy...“ und dann streicht sein Schnabel über meine Wange, „Liebe dich. Danke!“
Ich bin so dermassen erleichtert, dass ich mir noch nicht mal mehr die Mühe mache meine Tränen zurück zuhalten. Einen Augenblick später, hänge ich in Dukes starken Armen, klammere mich verzweifelt fest und stammle eine Entschuldigung nach der anderen.
Er lässt mich zwar weinen, hält mir aber entschieden den Mund zu: „Nicht entschuldigen... Wofür denn auch?“
Vielleicht dafür, dass ich euch her brachte?!
Und die dämlichen Echsen.
FRIEND OF MINE
„Da draussen steht nen Cowboy, samt Pferd und Hut!“ Dives Stimme klingt richtig begeistert und als er dann mit der Aussenkamera, den Neuankömmling näher heranzoomt ist er hell auf ausser sich: „Das, ist KEIN Cowboy, das ist ein SHERIFF!“
„Marshall!“ Korrigiere ich hinter ihn tretend, „Marshall Brave Starr...“ Wo steckt Tex? Saurier? Bitte nich...
Ich muss mein Gesicht verzogen haben, denn Duke erkundigt sich besorgt: „Nicht gut? Bekommen wir Probleme?“
„Wir nicht...“ aber ich kenne jemanden, der sie kriegen wird. „Leute, ich muss weg!“ alle Ducks, bis auf deren Leader – der liegt immer noch ausgenockt im hinteren Teil der Aerowing, ist aber zum Glück nicht ernsthaft lädiert – starren mich fragend an.
Ich drücke Duke einen kurzen Kuss auf die Schnabelspitze und teleportiere mich dann nach draussen. Ausgepeilt auf meinen „Arbeitskollegen“.
Das Mighty Ducks Powerteam wird auch alleine mit Brave Starr und Thirty-Thirty zu Rande kommen.
Eigentlich schade. Ich hätte zu gerne Nosedives Blick gesehen, wenn der Deputy sich in seine humanoide Form verwandelte. Nicht zu vergessen Mallorys Reaktion bei Sarah-Janes Anblick...
Arme Mal Mal, jemand mit ner grösseren Kanone als die ihre...
Zosch und ich stehe vor der Raptor... „Mist! Also doch...“ ich hole Luft und setze zum rufen an. Es soll nicht dazu kommen, denn eine Hand legt sich schwer auf meine Schulter und ich finde mich in einem seltsamen Zwischenraum – einer Zeitblase, ausserhalb jeglicher Zeit und jedweden Raums.
„CATHERINE WONDER!“
Ich Depp halte mir die Ohren zu, obwohl das bei telepathischer Kommunikation überhaupt rein gar nichts taugt, wende mich meinem „Entführer“ zu und zische: „Schrei nich so!“
Ein Spürchen leiser, erkundigt sich mein Gegenüber: „WAS machst DU hier?“
„Arbeiten!“ schnappe ich.
Er nickt und wedelt mit der Hand in eine unbestimmte Richtung: „Und die da draussen?“
„Wenn ich das wüsste, wär ich schlauer...“ und ich kratze mich am Kopf.
Mit einem schiefen Grinsen erkundige ich mich nun meinerseits: „Und du, was tust du NOCH hier?“
Seine Gesichtszüge entgleisen kurz, dann grinst er verlegen und zuckt mit den Schultern: „Regel Nummer Eins brechen?“
Und mir fällt es wie Schuppen von den Augen, WIESO er all das, was ich bei unserer kurzen geistigen Verbindung aufschnappte mit sich anstellen lässt. Ich sollte wohl die Agency darauf hinweisen, dass ihre Akten nicht vollständig sind.
Ich seufze und erkläre mit einem Nicken: „Keine Sorge, ich bin NICHT wegen DIR hier...“ meine Hand landet auf seiner Schulter, „... selbst wenn: Du WEISST, ich stelle meine FREUNDE immer über die Regeln.“
Er nickt bestätigend, und mit einem kurzen Zwinkern, löse ich die Raumzeitblase auf und knurre: „Back to work!“
Und erst als ich mich schon wieder auf eine der Felsnadeln zurück ziehe, wird mir bewusst, dass ich zwischen den Stühlen stehe.
„MIST!“
Und das nicht zu knapp.
„Soviel zu: Es wird für sie nur ein Routineauftrag werden, Miss Wonder...“
Ja, allerdings, die REINSTE Routine.
TIME OUT
Ich sitze immer noch hier oben auf dieser Felsnadel, wälze noch mehr Akten, ergänze sie und mach mir meine Gedanken zum Gelesenen und Geschehenen.
Was mach ich denn nun?
Irgendwann, werde ich mich wohl der Realität stellen müssen, die da lautet:
Saurians in DIESEM Universum.
Zwei meiner Freunde, die sich gegenseitig das Leben schwer machen. Wobei ich erstmal raus zu finden gedenke, WAS den einen DAZU bewegte... Vom anderen, weiss ich's nun zumindest
Und nicht zu vergessen ein Schamane, der sein „bestes“ tut um die „böse“ Macht zurück zu drängen. Und zum allgemeinen Leidwesen auch noch erfolgreich ist.
Dabei, müsste nur ein Ausgleich her.
Wie heisst es doch so schön:
Das Gleichgewicht bewahren, schützt vor drohenden Gefahren.
Aber erst mal gönn ich mir was ganz besonderes...
Mit einem leisen Zosch erscheine ich hinter Duke, schlinge meine Arme um ihn und drücke mein Gesicht in all die weichen Federn, raune ein „Hallo Schatz...“ und puste sachte in das silberne Grau zwischen seinen Schulterblättern, er erschauert. Die Federn meines geliebten Erpels sind noch ganz feucht: „Warst du duschen, Duke?“ frage ich das offensichtliche und meine Hände rutschen zu dem Tuch um seine Hüfte. Wo wir sind? Keine Ahnung. Interessiert mich nicht die Bohne. Alles was mich interessiert ist: Wir sind alleine und mein Süsser schon fast nackt.
Duke nickt schwach und fiepst leise auf, wendet sich in dem Moment in meinen Armen um, wo das Tuch endgültig von der Schwerkraft besiegt wird und raunt dicht an meinem Ohr: „Hmhm...“ seine Arme legen sich um mich, drücken mich fest an ihn und ein leiser, seliger Seufzer entwischt mir, „... Catherine...“ und er vergräbt seinen Schnabel sein Gesicht an meiner Schulter, in meinem Haar. Und ich muss gestehen, dass mir dieses eine Wort – mein Name – so dunkel geraunt, eine wahrhaft köstliche Gänsehaut beschert.
Ich schicke meine Finger auf Erkundung: Erst sachte über seine Hüfte, zu seinen Seiten dann langsam nach oben – berühre ihn kaum, streife aller höchstens seine Federspitzen; und er seufzt genüsslich auf.
Mit einem sanften Kuss auf die Seite seines Schnabels, lege ich meine Hände auf seine Schultern und streiche zu seinem Nacken, kraule ihn da sanft. Und Duke schmiegt sich mir entgegen, schickt nun seine Hände über meinen Körper, unter dieses Flanellhemd und ich presse mich aufseufzend gegen ihn.
Unbewusst krallen sich meine Finger tief in die Federn auf seiner Brust – wann... WIE sind wir auf dieses schmale Bett gekommen? – seine Hände ziehen mich noch fester an ihn und mein Herzrasen legt noch ein paar Takte zu; ebenso, wie unser gemeinsamer Rhythmus.
„Duke...“ ich kuschle mich fest in seine Umarmung, fahre mit meinem Finger sanft den Konturen seines Schnabels nach und er brummt zufrieden ein fragendes „Hm?“
„Ich... der Brief...“ Hilfe, ich stottere...
„Schtt...“ und sein Finger legt sich sanft auf meine Lippen, „... Ich war froh es zu wissen.“
Meine Lippen kurven sich unter seinem Finger zu einem Lächeln. „Ich MUSSTE dir das mit der Zeitlinie sagen...“ mein Finger zieht immer noch sanfte Bahnen auf diesem hübschen Schnabel mit der Kerbe, „Duke, WO sind wir eigentlich?“
Mein Erpel lacht beinahe lautlos auf, ich fühle nur das Vibrieren seiner breiten Brust an meiner.
„Saloon...“ seine Stimme erstirbt in einem dieser Fiepser die er nur bei höchster Erregung von sich gibt, als ich meinen Finger durch Lippen und Zunge ersetze.
„Und Wingster?“ erkundige ich mich nach unserem ersten richtigen Kuss, seit wir uns wieder haben.
„Hatte der Marshall zusammen mit Tanya beim hiesigen Doc abgeladen. Nur eine leichte Gehirnerschütterung und er war nach einer halben Stunde wieder bei uns.“
Dukes Hand in meinem Rücken presst mich wieder enger an ihn und ich bemerke was ich mit meinem Kuss eben angerichtet habe.
Mit einem seligen Lächeln und mit einem weiteren Kuss mache ich mich eifrig daran diesen Zustand noch zu fördern.
Heiser, begleitet von einem Keuchen, raunt Duke in mein Ohr: „Haben wir denn noch Zeit, Cathy?“
„DIE, nehm ich mir...“ und meine Hände zausen seine Federn.
„Duke ich liebe dich.“
BREAKFAST UNDER FIRE
Ich sitze eingequetscht zwischen Duke und Tanya. Tanya Vanderflock, das technische Genie der Ducks und so ganz nebenbei meine beste Freundin, ist schon wieder damit beschäftigt Wildwing an zu himmeln. Mir gegenüber, sitzt Dive mit dem Schnabel in nem Comic – woher er den wohl hat?
Und neben seinem kleinen Bruder, sitzt Wing, immer noch mit einer Bandage um den Kopf, aber bereits wieder mit Maske. Scheint, als würde er der ganzen Sache hier nicht so ganz trauen.
Grin alias Check Hardwing sitzt, wie so oft und als wären sie nicht seit gestern in einem anderen Universum, neben unserem Tisch auf dem Boden und meditiert.
Ich blicke mich suchend in dem Saloon, der zu dieser frühen Stunde – es ist gerade mal halb sieben Uhr früh – bis auf den Besitzer des Etablissements, der hinter dem Tresen steht, uns beim Frühstücken zusieht und dabei ein Glas poliert – leer ist, um und erkundige mich dann, Tanya in die Seite stupsend: „Wo steckt Mal Mal?“
„Oh, ich denke, glaube sie ist joggen... trainieren...“
Ich nicke und lehne mich gerade wieder gemütlich an Dukes Schulter, greife nach meinem Kaffee als draussen eindeutig Mallorys Pucklauncher abgefeuert wird.
Wir alle reagieren rein instinktiv und binnen Sekunden stehen wir vor dem Saloon auf der beinahe noch leeren Mainstreet.
Und noch ehe einer von und auch nur den Schnabel aufmachen kann um nach Mallory zu rufen, ertönt ihre Stimme von hinter dem Marshallsoffice: „Cool nicht, Deputy Thirty-Thirty?“
So schnell wie die Mehrheit von uns die Rollerskates aktiviert, kann man gar nicht gucken.
Ich packe nur Dukes Arm und teleportiere uns zwei direkt zu Mallory. Die steht mit dem breitesten Grinsen seit ich sie kenne, neben dem Hippodroiden und feuert eben dessen Sarah-Jane auf eine Mülltonne ab, nickt danach anerkennend und beide tauschen ihre Waffen zurück.
„Grossartige Waffe, Thirty-Thirty. Wirklich grossartig!“ Mallory Mc Mallard, sieht wirklich zu tiefst beeindruckt aus – und regelrecht glücklich, als der Hippodroide entgegnet: „Ebenso Miss Mc Mallard. Ebenso!“
Und das ist der Moment, wo ein sehr verschlafener, zerzauster Marshall Brave Starr den Kopf zur Hintertür des Office raus streckt und ich – und nur ich – die kurze Verschiebung der Dimension bemerke, die mit jeder Teleportation einhergeht und ihren Ausgangspunkt irgendwo in dem Gebäude hinter dem Marshall zu haben scheint. Tex.
„Thirty was soll der Blödsinn?“
„Mallory was soll der Blödsinn?“
Na zumindest, sind sich die Beiden Chefs einig und ich kann mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
Die beiden schiesswütigen blicken mehr oder weniger schuldbewusst zu ihrem jeweiligen Chef und brechen dann nach wenigen Sekunden in Gelächter aus.
Nosedives Stimme erklingt: „Also, MIR is es egal, was ihr macht... Ich geh fertig Frühstücken!“
„Gute Idee...“ pflichte ich dem jüngsten der Mighty Ducks bei und lege ihm den Arm um die Schultern, ziehe ihn und Duke mit mir, „... Kommt ihr mit?“ Ich werfe den anderen einen Blick über die Schultern zu.
Mal Mal übernimmt die Aufgabe den Hippodroiden einzuladen in dem sie ihm einen so festen Schlag auf die Schulter verpasst, dass der beinahe vorn überkippt.
Irgend wie, hab ich es geschafft nun zwischen dem Marshall und Duke zu sitzen.
Ich weiss, ich starre ihn gerade unverhohlen an – den Marshall, nicht Duke – mustere ihn von oben nach unten und zurück. Und je länger ich das tue, an meinem Kaffee nippe und dem Gespräch zwischen Duke, Wing und Brave Starr zuhöre, desto besser, verstehe ich Tex. Doch ein leiser Zweifel bleibt.
Und als die digitale Anzeige meines Omnitools – ein Geschenk von Tanya – auf halb zehn springt, verabschiede ich mich mit einem Kuss von Duke und mit einem Knuddeln, von Dive und Tanya.
So, wie ich das sehe, sind meine Enten, beim Marshall in besten Händen.
Mal sehen, was bei meinem nächsten „Termin“ so herauskommt.
AT YOUR OWN RISK
Ich habe mir ein Turbomuli „geborgt“. Was lassen die diese Dinger auch überall herumstehen?
Und nun, bin ich auf dem Weg zurück in die sogenannten Badlands um mich mit dem Grund meiner Anwesenheit zu treffen. Ich denke, dass ich ihm zumindest die Chance einer Erklärung geben sollte.
Und mitten in dieser Einöde steht Skullwalker.
Ein verlassener Skullwalker.
WO ist Tex?
Ich stoppe neben dem bevorzugten Fortbewegungsmittel unseres lila Helden und umrunde es danach einmal zu Fuss, suche die nähere Umgebung mit den Augen und dann, nach wenigen Minuten mit meinen Psi-Fähigkeiten ab.
Eine Welle, gemischt aus Schmerz, Wut und einer gehörigen Portion Grössenwahnsinn trifft mich.
Ich teleportiere und stehe binnen eines Augenblickes vor dem Grund meiner Anwesenheit: „Hi!“
Goldene Augen blinzeln mich verschlafen an, nur um dann erschrocken aufgerissen zu werden und er schnaubt mir hastig entgegen: „Ich war's nich... hab ihn in Ruhe gelassen.“
Ich grinse – da, hab ich wohl Eindruck hinterlassen. „Dragaunus hat dein Spielzeug geklaut...“
Die Worte zeigen die gewünschte Wirkung, zwanzig Meter wütender Drache richten sich auf und knurren: „Dieser Winzling wagt es?! WIR haben den Deal...“
Aha! Ein Deal? „Was für ein Deal?“
Verwirrt mustert er mich, senkt dann seinen Kopf und schnaubt: „Er ist der Katalysator. UND, ja, ich weiss WAS er ist...“
Oh, DAS ändert die Lage ein wenig zu Gunsten „Stampedes“. Ich mag seinen neuen Namen nicht... Wirklich nicht. „Was gedenkst du zu unternehmen?“ erkundige ich mich einen Schritt zurücktretend.
„Zurückholen?“
Ich seufze auf und erkläre: „Geht nicht: Deren Magie, stammt aus einem andren Universum...“
„Wie kamen die eigentlich her?“
Wow! Der kann ja sogar normale Fragen stellen. Zum Glück, hab ich mir die Geschichte letzte Nacht doch noch erzählen lassen. Ich lasse mich mit untergeschlagenen Beinen vor seinen Nüstern nieder – Tex kann auf sich selbst aufpassen und sich wehren, so er denn will – und er schielt um mich im Auge zu behalten.
„Also,“ ich lehne mich an die grosse Klaue, die plötzlich hinter mir liegt, „Dragaunus ist es gelungen seinen Gateway-Generator wieder in Gang zu setzen und wollte eigentlich nach Puckworld – muss es hier so heiss sein Roarach? – und...“
„Er ist falsch abgebogen. Und, JA es muss so heiss sein. Will ja nicht an den Hintern frieren...“
Grinsend trete ich gegen seine Nase und er schnaubt nur amüsiert.
„Your turn!“ kommandiere ich, „Ich will jetzt endlich wissen, WAS dich dazu brachte, deine „beinahe Unsterblichkeit“ für einen Zeitsprung nach hinten zu nutzen und dann hier so ein „Reich des Schreckens“ aufzubauen.“
Er grunzt: „Hast du nicht die Akten?“
„Unvollständig! Und zudem, würde ich gerne DEINE Version hören...“
Roarach alias Stampede verdreht die Augen, stemmt seinen Kopf in die freie Klaue und erkundigt sich: „Ist ne lange Geschichte: Kaffee?“
Ich nicke und keine halbe Sekunde später halte ich eine dampfende Tasse Kaffe in den Händen und höre mir seine Geschichte an, nur um an deren Ende zum Schluss zu kommen, dass er wohl doch nicht so verrückt ist, wie alle denken. Und auch Tex scheint zu wissen was er hier tut.
Apropos: „Du weisst Stampi, dass Tex dich jederzeit in die Pfanne hauen könnte? Immerhin wurde er dazu hierher beordert.“
Er nickt nur und murrt dann: „Und du? Was machst du nun?“
Ich grinse: „Das selbe wie immer: Schadensbegrenzung?“
„Kann ich helfen?“
Hab ich mich grad verhört? Hat er mir gerade seine HILFE angeboten?
... so, ein etwas kürzeres Kapitel...
TEAM UP
„Hast du mir gerade angeboten zu HELFEN, Roarach?!“ Sein grosser Schädel deutet ein Nicken an und ich grinse: „So wie in den uralten Zeiten?“
Er grinst, entblösst dabei riesengrosse, scharfe Zähne und korrigiert mich: „Ur-ur-uralten Zeiten Catherine...“
„Ich denke, du kannst nicht aus deiner Lavapfütze raus?“
Er verzieht seine Miene zu einer Art Schmollen und grummelt so laut, dass ich mir die Ohren zuhalte: „Nicht wollen, ist nicht gleich nicht können...“ und er beginnt doch tatsächlich sich aus dem flüssigen Gestein zu stemmen.
Ich gehe etwas auf Abstand und frage mich, weshalb er dann nicht einfach nach Starr Peak marschiert und sich das zurückholt, wo ihm eigentlich sowieso zusteht. Aber, anstelle das ich ihn das frage, erkundige ich mich: „Frierst du dir da draussen nicht deinen kostbaren Hintern ab, Roarach?“
Sein schallendes Lachen bringt sogar die Felswände zum erzittern und ich, ich halte mir schon wieder die Ohren zu.
Oh, mein Omnitool vibriert. Ich teleportiere mich vor die Höhle, wo es zwar nur leicht ruhiger ist, aber immerhin, hab ich hier den Hauch einer Chance zu verstehen, was meine Enten von mir wollen. „Catherine hier. Ich höre!“
„Echsen und Hunter Drones! In der Stadt! Hunderte Hunter Drones!“
„WAS?!“ ich erschrecke mich wirklich. Scheint so, als hätte Dragaunus keine Zeit verschwendet und mobil gemacht. Und, ich weiss, dass nicht einmal der Marshall mit seinen Tierkräften, zusammen mit den Ducks, mit so VIELEN fertig wird. „Wir kommen Wildwing!“
In eben dem Moment schwingt hinter mir das Portal zu Stampedes Höhle auf und er steht – immer noch zur Hälfte mit flüssigem Gestein überzogen – auf allen Vieren da, senkt seinen Kopf und beäugt mich argwöhnisch: „WAS ist los?“
„Dragaunus will den Planeten erobern...“
Er pustet mir seinen heissen Atem ins Gesicht und knurrt: „MEIN Planet...“
Ich nicke: „Dann lass uns ihm den Arsch versohlen...“
Roarachs grosser Schädel ruckt etwas nach oben und er grollt: „Mit Vergnügen! Aber, erst holen wir Tex!“
Da kann ich ihm nur in ganzer Linie zustimmen.
„Catherine,“ er mustert mich einen kurzen Augenblick, legt dann seinen riesigen Schädel vor mir auf den Boden, „worauf wartest du noch? Brauchst du eine Einladung?“
Ich grinse von einem Ohr zum anderen als ich mich hinter diesen seltsamen, künstlichen Hörnern auf seinen Rücken – besser gesagt Nacken – schwinge. An das rechte Horn klopfend frage ich: „Was sollen diese Dinger?“
Ehe er mir antwortet setzt sich mein „Reittier“ mit zwar noch etwas wackeligen, aber durchaus kräftigen Sätzen in Bewegung. „Die Hörner? Sollten dazumal zur Verstärkung der Telepathie dienen...“
Manchmal, hat der gute echt seltsame Ideen...
„Die braven Bürger Fort Keriums und Shaman, werden ihren Augen nicht trauen und vor Angst in die Hosen machen...“ er lacht und legt noch ein wenig an Geschwindigkeit zu, da er wieder sicherer auf den Beinen zu sein scheint.
Und ich, halte mich fest.
PROPRIETARY
„Wieso hat unser kleiner Marshall eigentlich nicht dieses grosse Schiff untersucht? Der steckt doch sonst, zusammen mit dem nervigen Alten, immer seine Nase in Dinge, die ihn nichts angehen...“
Roarachs Stimme dröhnt zu mir hoch und wieder frage ich mich, weshalb er nicht schon lange einfach nach Starr Peak marschiert ist. Bestimmt nicht, wegen des läppischen Bannkreises. Und für Tex sollte der ja wohl auch kaum ein Problem darstellen...
„Der war mit den Mighty Ducks beschäftigt...“ ich brülle gegen den Wind an bis mir einfällt das die alte Echse ja auch der Telepathie mächtig ist und klopfe erstmal bei seinem Geist an. Er öffnet augenblicklich – ich sehe das Bild einer grossen Holzpforte, die sich öffnet vor meinem inneren Auge. Ich fahre fort: „Zu dem, hat der Dino einen Schutzschirm, der allem hier weit voraus ist... und er wird ihn gleich nach der Bruchlandung aktiviert haben...“ hier zucke ich in meiner Vorstellung mit den Schultern.
„Und,“ er klingt sehr vorwurfsvoll und vor meinem geistigen Auge, sehe ich ihn, wie er früher war, auf mich hinunterblicken „weshalb, hast DU ihn nicht aufgehalten?“
Ich ziehe in unserer bildhaften Unterhaltung den Kopf ein und gestehe: „Ich war mit EINEM Mighty Duck beschäftigt. Zudem, war Tex schon vor Ort...“
„Aha... Aber er ist MEIN Katalysator...“
„Du weisst, dass das gegen JEDES Gesetz ist. Oder?“ Ich seufze innerlich auf, denn ich weiss genauso gut wie Stampede, dass sie, nach dem was alles geschehen ist, nicht die geringste Wahl hatten. Weder er noch Tex.
Die geistige Projektion in meinem Kopf – ein grosser, wuchtiger Drache mit Lederschwingen und breiten Pranken – senkt betreten das Haupt, entgegnet jedoch nichts.
Ich tätschel seinen Kopf.
Manchmal, ist alles anders als es nach aussen hin erscheint. Wenn man keine Wahl...
„Ich will nach Hause...“ es ist nur ein Wispern und ich weiss nicht, ob er mir diese Worte bewusst geschickt hat.
Und dann liegt die Raptor vor uns.
„Kannst DU Tex orten?“
Ich schliesse die Augen und versuche mein Glück, nur um zu versagen. „Sorry Roarach, soweit reichen meine Psi-Kräfte nicht, er schirmt sich zu gut ab...“ knurre ich leise und frustriert und trommle mit den Fingern meiner linken Hand ein nervöses Stakato auf seinem Horn. HORN? „Du, kann man mit den Dingern auch andere Psi-Kräfte verstärken als nur Telepathie?“
Er nickt und ich werde durchgeschüttelt: „Lass das!“ zische ich, „Oder willst du mich abwerfen?“
„Sorry...“
„Dann bring ich uns rein...“ und ich peile mich auf einen der Laderäume für die Hunter Drones aus und teleportiere, beide Hände an diese grossen Metallhörner gelegt. Dieses Kribbeln, diese Verschiebung ist grösser als ich es bisher kannte. „WOW! Roarach, coool...“
„Sag ich doch...“
„EINDRINGLINGE!“
Oh, ein Alarm... Wo ist unser Ziel? Ich stehe neben einem auf Pferdegrösse geschrumpften, teilbionischen Drachen der seine Nüstern nach oben reckt und schnuppert. „Da lang...“ knurrt er leise und marschiert auch schon los. Ich versuche mit ihm Schritt zu halte und aktiviere, als es mir nicht gelingt meine Rollerskates. Nett, solche Regelbrüche... zum Glück, hab ich meinen Mighty Ducks Battle-Dress angezogen heute Morgen.
Die ersten uns entgegenkommenden Roboter, werden von einem Prankenhieb meines Begleiters einfach mal eben so aus der Luft gefegt und ich spüre die gewaltige Energieentladung dahinter und sein erleichtertes „Uff, na endlich...“ macht mir wieder bewusst, wie VIEL Energie in ihm steckt.
„Hast du deshalb den Pakt mit Tex geschlossen? Damit du nicht gleich den Planeten leer fegst?“
„Hm Hm...“ er brummt es nur, packt einen weiteren Roboter und zerfetzt ihn in der Luft. Ich gehe hinter ihm in Deckung.
Nach der nächsten Biegung, lässt er sich vor einer Tür auf die Hinterpranken nieder und blickt mich mit goldfunkelnden Augen an: „Könntest du? Ich bin zu geladen... Und wir brauchen Tex ganz.“
Natürlich kann ich. Einen Schuss aus meiner Puckkanone, mit einem explosiven Geschoss, später steht uns die Tür offen und ein ziemlich mitgenommener, an die Wand geketteter, Tex starrt uns aus roten, verwirrten Augen an: „Stampede, Cathy?“
Ich haste auf ihn zu, mache mich an seinen Energieketten zu schaffen machen, als plötzlich
Wraith hinter mir steht und mich unheilverkündend an knurrt „Jetzt Catherine Wonder, hab ich dich! Dies ist das letzte Mal das du meinem Herrn in die Quere kommst!“ und er funkelt mich böse an. „Da, hilft dir auch dein Schosstierchen nicht...“ und eine seiner Feuerkugeln rast auf den hinter mir stehenden Roarach zu.
Sie kommt nie bei ihm an, denn er reisst nur sein Maul auf und donnert: „DU HAST MEINEN KATALYSATOR GESTOHLEN!“ und eine Feuerkugel, die mindestens dreimal so gross wie die des Saurian-Magiers ist, fliegt dem um die Ohren, grillt ihn förmlich, „Nun LEBE mit den Folgen!“ fügt Stampede schon fast süffisant hinzu, wendet sich dann zum gehen und holt auch gleich wieder ein paar weitere Robo-Dronen aus der Luft.
„Tex...“ zetere ich los, seinen Arm auf meiner Schulter platzierend „WIESO, lässt ausgerechnet DU, diese dämlichen Echsen so was mit dir machen?“
„Wollt rauskriegen was sie wollen...“ er macht eine kurze Pause, fährt kleinlaut fort, „und sie von Brave Starr fernhalten...“
Ich verpasse ihm erst eine Kopfnuss und schimpfe: „Blödmann!“ dann lege ich den Arm um seine Taille und ziehe ihn hinter dem, uns den Weg bahnenden, Stampede her.
Wir können erst draussen teleportieren. Dämlicher Schutzschirm.
„Roarach kannst du ein Loch in die Aussenwand...“
Sein Feuerstoss ist gewaltig und die Magie die mitschwingt noch grösser – aber, in der Wand direkt vor uns ist ein riesiges Loch entstanden.
„Danke!“
Hm,wie kommen wir denn nun zurück auf den Boden? Das sind an die zwanzig Meter, senkrecht nach unten.
„Gute Idee...“ grinse ich und blicke zu dem nun wieder gigantischen Drachenschädel empor.
Tex zuckt kurz zusammen als eine kleine magische Entladung aus einer der grossen Krallen schiesst, nur um dann erstaunt zu „Stampede“ aufzublicken: „Danke...“
„Keine Ursache. Wir brauchen dich ganz. Diese Eidechschen wollen sich MEINEN Planeten unter den Nagel reissen...“
THE ENEMY AT YOUR SIDE
Wir reiten nach Fort Kerium. Teleportieren ist nicht, denn wir – Tex und ich – werden all unsere Kräfte brauchen um gegen diese dämlichen, möchte-gern Eroberer anzukommen.
Irgendwo in der Wüste, sind wir über Skullwalker und dieses Turbomuli gestolpert. Soll heissen Roarach ist gestolpert.
Wir sind dann von seinem Nacken geklettert und haben unsere Fahrzeuge wieder angeeignet. Und nun reiten wir neben ihm her. Wobei ich mir einen Spass daraus mache ihm zwischen den Beinen herum zu kurven; nur um mich an dieses Fahrzeug zu gewöhnen. Er knurrt laut vernehmlich: „Catherine... Lass das! Bist ja noch genauso lebensmüde wie früher...“
„Ihr KENNT euch?!“
„Ja,“ ich lenke das Turbomuli neben Skullwalker, „wenn man die Zeitverschiebungen der verschiedenen Aufträge zusammen nimmt, sogar schon einige Jahrhunderte...“
Tex nickt und murmelt: „Geht mir mit dir ja auch so...“ und beinahe synchron treffen wir die Feststellung: „Raumzeitagenten!“
Und dann liegt Fort Kerium in der Abenddämmerung vor uns.
Rauchschwaden und Feuerschein, die für die Puckkanonen der Ducks so typischen Geräusche, mischen sich mit den Entladungen von Sarah-Jane und den Laser der Hunter-Drones.
Ich aktiviere wieder meinen Battle-Dress und gebe den anderen beiden durch ein Nicken zu verstehen, dass ich verschwinde: „Wir sehen uns da unten...“
Ich teleportiere aus der Fahrt heraus und entwische so um eine Zehntelsekunde einem Feuerstoss; materialisiere neben einem verängstigten Bürger, der dennoch versucht ein altmodisches, offensichtlich klemmendes, Lasergewehr auf die ihn angreifende Drone abzufeuern – verdammt, seit wann bitte hat Dragaunus so VIELE davon? – mit einem schnellen Stoss, befördere ich ihn aus der Schusslinie und hole die Drone mit einem Kick aus der Luft. Dive sei dank, weiss ich, wo ich zu treten muss...
„Wo, habt ihr euch verbarrikadiert?!“ herrsche ich ihn an.
„Bank!“
Gute Idee. Die hält sogar den Drones und Siege eine ganze Weile stand...
„Hau ab!“ Ich knurre es dem armen Kerl entgegen und er macht sich, auf und davon.
Wo, stecken die anderen?
Soviel Rauch... gar nicht gut... ich kann nicht wirklich viel sehen; und anfunken, will ich keinen – die kleinste Ablenkung kann in so einem Kampf die letzte sein.
Jede Deckung ausnutzend, schlittere ich auf meinen Blades auf das grösste Feuergefecht zu, das ich ausmachen kann, hole auf dem Weg dahin ein weitere Drone von den Füssen und bringe es irgendwie zustande dieses Gewehr zu entklemmen. GUT... ich kann wirklich jede Waffe gebrauchen.
Irgendwo hinter mir höre ich ein lautes, wütendes Brüllen: „MEIN Planet! MEINE Stadt! Und MEIN Spielzeug!“ und ich weiss ganz genau das mit jedem MEIN, eine dieser neuen grossen, FLIEGENDEN Dronen das Zeitliche segnet.
Ich bleibe einen kurzen Augenblick stehen um die Lage zu sondieren und stelle fest, dass Dragaunus wohl nicht damit gerechnet hatte, auch von hinten angegriffen zu werden, denn mir kommt ein ganzer Schwadron von Dronen entgegen. Mit einer raschen Teleportation, bringe ich mich aus deren Bahn und erscheine direkt bei der Bank.
Sieht aus, als hätte ich meine Enten gefunden. Und nicht nur die.
Aus der Deckung einiger umgekippter Wagen heraus feuern Wildwing, Mallory und Thirty-Thirty was ihre Kanonen hergeben und nicht weit hinter ihnen an den Flanken der behelfsmässigen Barrikade stehen auf der einen Seite Grin, auf der anderen der Marshall und beide sind mittlerweile auf Muskelkraft umgestiegen. Der eine schwingt seinen Tomahawk, der andere seinen Karbon, Titan und sonst-wie verstärkten Torwartschläger und jeder von ihnen landet einen Treffer nach dem anderen. Gute Jungs – und so schön synchron...
Direkt vor der Haupttür stehen Richterin J.B. Mc Bride und Tanya und – ich traue meinen Augen kaum, laden eben einen Raketenwerfer nach. Taffe Mädels – nicht, dass ich je an Miss Vanderflock gezweifelt hätte.
Ich überfliege kurz die Lage und schiele zu Dragaunus hoch, der knapp über dem eigentlichen Schlachtfeld – mittlerweile, kann man es wohl getrost so nennen – auf einer seiner Antigravplattformen schwebt und überlege ernsthaft, ob ich es riskieren kann, ihn da runter zu holen als HINTER der Bank eine überlaute Explosion ertönt und dann ein lautes gebrülltes „DUCKS ROCK'S!“ Verdammt, Nosedive, KEINE Heldentaten...
Ohne auch nur eine weitere Sekunde zu verschwenden teleportiere ich nach hinten.
Ich muss feststellen, dass Dive nicht versucht hat AUS der Bank zu kommen, sonder hinein will – mit einem Kind unter dem Arm...
Ich überlege noch nicht mal und stehe schon mit dem jungen Erpel UND dem Kind in der Bank...
„Catherine, wieder raus!“ Ich blicke kurz zu Dive und stelle mit Schrecken fest, dass sich ein tiefer Kratzer über seine rechte Wange zieht, „Duke hält den Hintereingang all...“
Ich hab uns mitten im Wort teleportiert, materialisiere direkt neben Duke und drücke ihm das Lasergewehr in die Hand.
„Wir müssen Dragaunus...“ er feuert und ich höre nur das Zischen, gefolgt von einer Explosion, aber ich weiss auch so, was er mir sagen will.
„Siege und Chameleon?“ Erkundige ich mich, selbst mit der Puckkanone feuernd.
Er schüttelt den Kopf und grinst schief. Also auch keine Ahnung.
Einen weiteren Schuss abgeben und: „Meinst du, wenn ich Dragaunus runterhole, geben die Dronen Ruhe?“
Er zuckt die Schultern und holt wieder eine der Dronen von den Füssen.
„Ich brauch deinen Ducksaber...“ ich fasse nach der Waffe an seiner Schulter, „... danke. Und vergiss nicht: Ich liebe dich, also bringe ich ihn dir zurück.“
„PERSÖNLICH...“ knurrt mein geliebter Erpel nur.
CLIFFHANGER!!!
*Zunge raus streckt, irre lacht*
FINAL STRIKE
Persönlich... Oh ja, NICHTS wünsch ich mir mehr als das...
Mit einem entschiedenen Schnauben, schiebe ich diesen und alle folgenden, höchst unanständigen Gedanken weit, weit weg. Später!
Und mit einem leisen Zosch stehe ich hinter der roten Echse, die im Vergleich zu Roarach winzig, im Vergleich zu mir jedoch sehr gross ist, schlage ihm den Strahler aus der Kralle und halte ihm die flirrende Klinge von Dukes Waffe an den Hals: „Zieh deine Drones zurück... Alle; und SOFORT.“
„Entchen...“ er knurrt es abschätzig und böse, „... Ich weiss, dass ihr nicht töt...“
Ich unterbreche den lieben Saurier, in dem ich die golden leuchtende Klinge ein wenig IN seinen Hals senke und hauche in seinen Nacken: „Sorry Dragy I'm not a Ducky... I'm Wonder...“ und einen kurzen Augenblick, spiele ich wirklich damit, die einzige Regel, die ich bisher NIE gebrochen habe, auch noch zu brechen. Nun, ich lasse es.
Und Dragaunus nutzt die Gelegenheit, meines kurzen Zögerns und langt nach seinem Teleporter – ich, trete ihm auf den Schwanz.
„AUUUU!“
Nettes Jaulen, so schön melodramatisch...
„Benimm dich du Eidechschen... Sonst filetier ich dich!“ einen kurzen Schwung mit Dukes Klinge und schon liegt Dragaunus Teleporter im Schlachtfeld unter uns. „Pfeiff die Dronen zurück!“ fordere ich erneut. Mit etwas mehr Nachdruck seitens der Klinge.
Dragaunus gibt ein leises Ächzen von sich: „Wir wissen BEIDE, dass du mich nicht umbringen wirst Catherine,“ oh, mein Name?! Hat der Saurier etwa Angst? „dazu, bist du viel zu sehr mit den Ducks...“ er bricht ab weil uns ein paar zerfetzte Dronen um die Ohren fliegen.
Ich muss mich nicht umdrehen um zu wissen, dass Roarach in der inneren Kampfzone angelangt ist. Mein Blick, fällt kurz hinunter in das Kampfgetümmel und ich sehe, wie die Bank plötzlich in einen magischen Schutzschirm gehüllt ist. Der Schamane?! Ist der also doch noch aufgekreuzt?
Und dann ist unser Drache heran, baut sich vor Dragaunus und mir auf, setzt diesem eine Kralle auf die Brust und dröhnt über den ganzen Kampflärm hinweg: „MEIN Planet! MEINE Stadt! Und MEIN Spielzeug!“
Dragaunus in meinem Griff erschlafft regelrecht. Kein Wunder, ist doch allein Roarachs Schädel, so gross wie der Saurier...
„Darf ich?“ Freundlich grinst der teilbionische Drache mir zu.
„Ich bitte darum...“ und der Saurian-Overlord, wechselt von meinem Griff in den einer grossen Klaue die ihn am Kragen hoch hebt.
„Dürfte ich dich freundlichst bitten...“ Roarach pustet Dragaunus einen Feuerschwall entgegen und der steht – Verzeihung, HÄNGT nun leicht angekokelt in der Klaue und quietscht schon fast: „Dronen ZURÜCK!“
„Geht ja! Bin ja beinahe stolz auf dich Eidechse...“ lobt Roarach sarkastisch; wendet dann den Schädel nach hinten und den Blick nach unten: „Alles klar bei dir Tex?“
Ich blicke auch nach unten und sehe wie Tex und der Marshall gemeinsam Siege in einem festen Griff halten – fehlt nur noch Chameleon – und Tex hebt den Daumen und brüllt zurück: „Nur nen paar Kratzer sonst ist noch alles dran...“
„Gut..“ rumpelt es aus der Brust des teilbionischen Drachen und ich bemerke so neben her, wie die Dronen sich aus Fort Kerium zurückziehen.
Scheint alles so zu laufen, wie es sollte... Also Augen schliessen einzig und alleine auf das altbekannte Hirnmuster von Chameleon konzentrieren und – GEFUNDEN!
Ich teleportiere und schon wieder liegt Dukes Klinge an einem Saurianhals und ich zische: „Waffe weg, Chameleon du bist verhaftet...“
„Weswegen?!“
„...verstoss gegen Paragraph Elf Strich Neun Raumzeitgesetz!“ da, fällt mir ein, dass ich Roarach wohl darauf hinweisen sollte...
„Du bist verhaftet, Eidechschen: Paragraph Elf Strich Neun Raumzeitgesetz!“
Scheint sich erledigt zu haben mit dem darauf hinweisen...
Und gleich darauf höre ich von Tex die selben Worte an Siege gerichtet.
Der Marshall starrt ihn nur entgeistert von Tex zu „Stampede“ und zurück, reicht Tex aber die Handschellen um die der ihn wohl eben gebeten hat.
Ich scheuche Chameleon vor mir her aus dieser Seitengasse und kaum hab ich den Platz vor der Bank betreten, als auch schon Roarachs Schädel mit mir auf Augenhöhe ist: „Willst du die wo haben?“
„Hm,“ mache ich und überlege kurz, nicke dann jedoch, „kannst du auf die vier aufpassen, wenn wir sie zurück auf die Raptor verfrachten?“
Er nickt.
„Gut, dann bring sie dahin, leg sie lahm und am besten auch gleich das Kontrollprogramm für die Dronen...“ er blickt mich betreten an, „... Was ist, Roarach?“
Er zuckt mit den Schultern – Dragaunus in seiner Klaue wird durchgeschüttelt – und gesteht, mit einem verlegenen Zwinkern: „Du weisst Catherine, ich habe keine Ahnung von Technik...“
Ich nicke und suche in meinem Hirn nach einer adäquaten Lösung.
„Ich geh mit...“
Mein Blick pendelt sich auf Tex aus und ich kann nicht verhindern, dass sich Besorgnis hinein schleicht.
Natürlich bemerkt mein „Arbeitskollege“ es.
„Keine Sorge. Ich KANN auf mich aufpassen!“
Ich nicke: „Gut!“
Tex erwidert das Nicken und erkundigt sich: „Soll ich den Gateway-Generator neu justieren?“
Wieder nicke ich nur.
Und in genau diesem Augenblick, fällt mir auf, dass der Schutzschild um die Bank immer noch steht. Ich grinse, mobilisiere noch einmal meine Magie und dann steht Shaman äusserst verwirrt neben seinem Ziehsohn und ich erkläre, langsam auf ihn zugehend, Chameleon zu Wildwing schubsend, der ihn auch gleich in einem sicheren Griff festhält: „Es gibt KEINEN Grund mehr, den Schild zu halten...“
„Aber Stampede...“
Ich winke ab und erkundige mich nach hinten deutend: „Sieht er so aus als ob er gleich alle auffressen will?“ Und beinahe breche ich in Lachen aus, als ich Roarachs „Bemühungen“ sehe, möglichst unschuldig auszusehen.
Aus den Augenwinkeln bemerke ich, wie sich die Mighty Ducks neu formieren und auch wieder vollzählig sind.
„ICH gehe...“ laut und unüberhörbar, „... kommst du Tex? Dann können sich diese braven Bürger auch wieder aus der Bank trauen...“ gewürzt mit einer gehörigen Priese Spott.
Tex nickt, drückt zu Shamans Schrecken dem Marshall einen Kuss auf, packt dann Chameleon und Siege und teleportiert sich beinahe zeitgleich mit Roarach davon.
Dann bin ich wohl mal wieder an der Reihe mit dem was ich am besten kann:
Schadensbegrenzung.
Aber erst: „Duke...“ und ich schmiege mich auch schon an ihn, befestige den Ducksaber wieder an der Schulterhalterung und gönne mir einen kurzen Moment der Entspannung in seinen starken Armen.
...so, was eher kurzes, dafür recht kuscheliges...
AFTER FIGHT
Ich bin nicht im geringsten darüber erbaut, hier so viel preis zugeben und in Gedanken spielte ich damit den Imprint zu benutzen. Die geistige Hundemarke eines jeden Raumzeitagenten. Einfach, effektive und eine Manipulierung am Erinnerungsvermögen meiner Zuhörer. Ergo, nichts wo für mich in Frage käme.
Wir sitzen mittlerweile im Saloon, der das Scharmützel mehr oder weniger intakt überstanden hat und jeder hat ein Glas vor sich stehen. Die Mehrheit Starblazer, Grin und Dive, der sich von Tanya verarzten, lässt je ein alkoholfreies Sweetwater.
Mittlerweile ist es tiefste Nacht und ich zaudere immer noch.
Dukes Griff um meine Hand wird etwas fester und er stupst kurz und sehr sanft seinen Schnabel an meine Wange, nur um diesen dann zärtlich über meinen Hals gleiten zu lassen.
Mein Blick versinkt kurz in seinem und dann wende ich mich wieder dem Marshall und dessen Ziehvater zu.
Der arme Shaman hat heute ziemlich viel zu schlucken:
Erst die Beichte von Brave Starr, dass er und Tex schon länger zusammen sind – was mich dazu bringt, mich zu erkundigen, ob Brave Starr denn wisse WAS sein lila Held sei und ich ein Nicken kassiere. DAS beruhigt mich ungemein. Ehrlich!
Und jetzt komm noch ich daher, mit der Eröffnung, dass Stampede alias Roarach, nicht halb so böse sei, wie alle hier denken, sondern nur ein wenig fehlgeleitet und unkontrollierbar, weil ihn ein Vorfahre des ehrwürdigen Schamanen hintergangen hat.
„Wie wurde er denn hintergangen?“
Ich seufze tief auf und erkläre: „Das, sollte Roarach euch besser selbst erzählen, Shaman...“ müde lehne ich mich gegen meinen Erpel, lege den Kopf an seine Schulter und ich weiss, dass man mir noch Fragen stellt derweil mir schon die Augen zu fallen.
Reiss dich zusammen Cathy! Wach bleiben. Auf diese zehn Minuten, kommts nun auch nich mehr an... Und ich beginne mit einer etwas ausgreifenderen Erklärung, was GENAU ich denn nun hier eigentlich mache.
Ich dämmere langsam aus der wohligen, warmen Dunkelheit des Schlafes hinüber in die Wirklichkeit, nur um festzustellen, dass es hier ebenso wohlig warm ist.
SCHLAF?
Au verdammt!
Ich bin doch nicht wirklich einfach am Tisch eingeschlafen? Mitten während des Gespräches? Wie absolut unprofessionell.
Aber, zum Glück ist hier es viel, viel zu angenehm, um sich darum Sorgen zu machen... Dukes wunderbares Gefieder ist so flauschig an meiner Haut, unter meiner Hand, zwischen meinen Fingern.
Und sein grosser Körper ist so schön aufgewärmt vom schlafen. Ich kuschle mich noch dichter an ihn, vergrabe auch meine Nase in seinem weichen Flaum. Er riecht immer noch nach diesem Kampf, der hinter uns liegt. Nach dem Sand dieses Planeten.
Meine Finger wühlen sich sanft in sein Rückengefieder, hier sind die Federn – wie fast überall an seinem Körper – kürzer, als die, an seinem Kopf; aber, genauso weich. Sachte glätte ich sie wieder, verschlinge eines meiner Beine mit seinen und stelle – mit reichlicher Verspätung fest, dass ich nur noch Unterwäsche trage. Was Wunder, dass dieses Federn-auf-Haut-Gefühl so intensiv ist...
Und meine Hände wandern weiter; von seinem Rücken zu seinem knackigen Hintern. Hmmmm, wirklich sehr knackig. Zum rein beissen. Oder, zum rein kneifen.
„Au!“
Ich beruhige meinen Erpel in dem ich meine Zähne sanft an seiner Schnabelspitze schaben lasse und zugleich sehr sanft die Federn an seinem Hintern zause.
„Morgen mein Dieb...“
„Ex-Dieb. Und es ist immer noch mitten in der Nacht...“ und seine Finger tanzen über meinen Rücken.
Ich verabschiede mich von meinem Verstand, stopfe alle meine kreisenden Gedanken in die nächstbeste Schublade...
EARLY IN THE MORNING
Es ist viel zu früh am Morgen... Wie konnt ich letzte Nacht nur... Wie konnt ich mich so gehen lassen?
Ich bin hier um zu ARBEITEN! Verdammt noch eins.
Hastig kippe ich den Kaffee hinunter, den Duke eben dem Saloonbesitzer – Handlebar – abgeluchst hat und schliesse ganz nebenher die letzten Verschlüsse an meinem Kragen.
Mein Blick aufs Omnitool sagt mir, dass wir genau Fünf Uhr dreissig haben und ich eigentlich schon bei Roarach und Tex sein sollte. Bevor... Ja, bevor was? Bevor unser verzweifelter Drache wieder seine überschüssige Energie an Tex austobt? Ich kann nur hoffen, dass er sich lieber an Dragaunus hält...
„Duke,“ ein hastiger Kuss, „sagts du den anderen, dass sie zur Raptor kommen? Der Marshall soll Shaman mitbringen!“ Mein tapferer Enterich – der wohl unter seinen Federn, nach gestern noch viel mehr blaue Flecken spazieren trägt, als ich letzte Nacht gefunden habe – nickt und zieht mich dann doch noch mal kurz an seine Brust. „Pass auf dich auf Cathy, bitte!“
Ich nicke, gehe etwas auf Abstand und mit einem leisen Zosch stehe ich neben einem breit grinsenden Tex. „Morgen,“ begrüsst er mich, „ist das nicht ein wunderschöner Tag?“
Mein Blick fällt auf einen wieder zu Pferdegrösse geschrumpften Roarach, der alle vier Saurians mit kleinen Magie-Entladungen in dem Laderaum, an dessen Tür Tex lehnt, herum scheucht.
Grinsend verlange ich zu wissen: „Darf man mit spielen?“
„Gerne...“ rumpelt es mir zufrieden entgegen, „... morgen Catherine!“
Ich stelle mich neben den auf den Hinterpranken dasitzenden Drachen und feuere zum allgemeinen Schrecken der Saurier und Roarachs Freude, selbst ein paar Entladungen hinter den Echsen her.
Tex stösst sich von der Tür ab und tritt neben uns, lässt kurz die Finger knacken und schliesst sich dann unserem neu entdeckten Morgensport an.
Natürlich, lassen Tex und ich nur eine geringe Menge unserer Magie in dieses – zugegeben etwas makabere – Spiel fliessen und unsere Funken, jucken die Saurians allerhöchstens.
„Hast du schon gefrühstückt?“
Ich schüttle den Kopf und erkundige mich: „Wann denn?“
Tex der sich eben danach erkundigt hat erklärt: „Gut, ich teleportier kurz ins Hexagon und hol uns was...“
Roarach lässt kurz von den Sauriern ab und blickt zu Tex: „Magst du mir nen grossen Pott voll Protein mit bringen?“
Der nickt nur zur Antwort und verschwindet auch schon.
Ich lehne mich an die breite Drachenschulter neben mir und will jetzt endlich selbst noch ein paar Antworten: „Hör mal Roarach, ich hab sehr wohl Verständnis für deine damalige UND heutige Situation...“ ich hole tief Luft, „...Aber, sag mir, WESHALB hast du das was dir so oder so rechtmässig zusteht, nicht einfach GEHOLT?“
Der nickt zu den Saurians, schnippt kurz mit der Klaue und schon sind sie wieder in ihren Zellen, ausserhalb des Laderaumes. „Jetzt, können wir reden.“
Ich nicke: „Also?“
„Ganz einfach...“ und sein Blick, hält den meinigen fest, „... Shaman, kann nichts für die verlogene Hinterhältigkeit seiner Vorfahren. Er ist grund ehrlich, nur manchmal ziemlich verbohrt und es hätte ihn umgebracht...“ er seufzt einmal rasselnd auf, „... und genau da, wo ich WIRKLICH nach Starr Peak marschieren wollte...“
Ich beende den Satz für ihn: „...Kam Tex.“
„Ja.Und, er hielt mich davon ab die...“ wieder ein tiefer Seufzer, „...“heilige“ Regel zu brechen.“
„Diese Welt auszulöschen, weil du ihr ureigenes Gleichgewicht ausgelöscht hättest.“ Stelle ich fest und Roarach nickt.
„Er ist ein Held...“ der Drache und ich haben es zugleich gesagt.
„Nein, bin auch nur nen Raumzeitagent, ihr Helden.“
Wieder sind Roarach und ich uns absolut einig: „FRÜHSTÜCK!“
„Und wieso, bist du denn eigentlich in der Zeit zurück gegangen, du Quälgeist?“ Diese Frage, kann ja nur von Tex stammen.
Roarach hebt den Kopf vom Boden und glimmt ihn aus goldenen Augen warm an: „Irgendwer, MUSSTE doch dafür sorgen, dass es DEINEN Marshall gibt...“
„Ehm, DAS ist ein Zeitparadoxon...“
„Ja!“ Stimmt Tex mir zu und ein sehr verlegener teilbionischer Drache versteckt sein Gesicht hinter einer Pranke und versucht regelrecht in den Boden zu kriechen.
Tex und ich kichern nur. Als hätte nicht jeder von uns schon ein Paradoxon zu verantworten.
HISTORY
Wir haben eben unser Laderaum-Picknick beendet und den letzten Tropfen Kaffee aus der Thermokanne geschüttelt, wo mein modifiziertes Omnitool vibriert und Tex' Headset los piepst.
„Eure Freunde kommen...“ rumpelt Roarach und steht auf, um die Tür des Laderaumes zu entriegeln.
Ich und Tex wechseln einen kurzen Blick und machen uns auf den Weg, sie einzulassen.
Die Ducks sind vollzählig angetreten und auch der Marshall hat meinem Wunsch entsprechend seinen Ziehvater mitgebracht, der mich kritisch von oben bis unten mustert. Ich kann solche Blicke nicht ab...
Tex grüsst mit einem kurzen Nicken alle Anwesenden, stellt sich dann neben seinen Brave Starr und der greift sich die Hand meines lila Freundes, verschlingt ihre Finger miteinander und ich muss unwillkürlich lächeln, als ich den immer noch etwas skeptischen Blick des Schamanen bemerke. Wieder trifft mich die Nervosität. Dagegen, kam ich noch nie an: Lampenfieber.
Und dann ist plötzlich Duke an meiner Seite – mein grosser, starker Gefährte – und legt mir die Hand mit der allergrössten Selbstverständlichkeit auf den Arm und ich fühle förmlich, wie mein Mut zurück kehrt.
Ich trete der ganzen Gruppe in den Weg, hebe die Hand und erkläre: „Hier an Bord, werden weder Waffen erhoben, noch Magie zum kämpfen benutzt. Verstanden meine Freunde?“
Alle nicken nur Shaman ergänzt: „Solange es nicht notwendig...“
„NEIN!!“ meine Stimme donnert ihnen um die Ohren, „HIER obliegt es MIR die Entscheidung zu fällen OB und WANN es notwendig ist!“
Diesmal nicken alle.
Wortlos führe ich sie bis zu diesem Laderaum, nur um dann Shaman und Brave Starr den Vortritt zu überlassen. Tex, der die Hand seines Marshalls natürlich nicht loslässt, zwinkert mir kurz zu, wo er sich an mir vorbei schlängelt. DAS beruhigt mich doch ungemein.
Ich betrete, zusammen mit Duke, den Laderaum als Letzte und muss bei dem Anblick der sich mir bietet beinahe grinsen.
Roarach schafft es doch immer wieder mich zu überraschen. Da liegt der doch einfach auf der Seite, alle Viere von sich gestreckt und blickt seelenruhig seinem „Erzfeind“ entgegen.
Das heisst, mittlerweile traktieren sie sich schon fast mit Blicken.
Na, solange wie sie nicht aufeinander losgehen...
„Darf ich mich hier umsehen?“
„Meinetwegen Nosedive, aber nimm Tanya und Grin mit!“ da fällt mir gerade auf: „WO steckt denn eigentlich Mallory?“
Wing blickt kurz zu mir herüber und erklärt: „Hält zusammen mit Deputy Thirty-Thirty in Fort Kerium die Stellung. Aufräumarbeiten...“
Ich nicke und wende mich dann noch einmal zu Dive: „Wenn du die Küche findest und so was ähnliches wie Kaffee...“
„Dann bring ichs dir sofort Cathy!“ Grinst mich der junge Erpel an.
„Danke, Dive!“
Nachdem ich mich nun zu der kleinen Gruppe, die sich mehr oder weniger in der Mitte des Laderaums niedergelassen hat, geselle und mich da einfach auf den Boden setze, folgen auch die anderen meinem Beispiel.
Und, ich bin Duke unendlich dankbar, als er sich hinter mich setzt und mich an seine Brust zieht. „Danke Duke l'Orange...“
„Keine Ursache...“ und sein Schnabel liegt sanft auf meiner linken Schulter. Ich mag das.
Ich muss kurz weggetreten sein, denn eben hör ich wie Shaman sich bei Roarach – der sich mittlerweile aufgesetzt hat – erkundigt: „Catherine sagte, dass du von einem meiner Ahnen hintergangen wurdest?“
Mein grosser Freund, mit der noch grösseren Macke entblösst alle seine scharfen Zähne zu etwas, von dem ich und Tex wissen, dass es ein Lächeln sein soll und sagt dann erstmal: „Wird eine längere Geschichte: Kaffee?“
Ich und Tex, nicken beide begeistert, ebenso wie Duke und unser Wunsch wird auch prompt erfüllt.
Und dann fängt Roarach mit erzählen an. Wobei er damit beginnt das mit seinem Namen klar zu stellen. Danke. Meine Ohren werden sich freuen nicht mehr dieses dämliche Stampede hören zu müssen.
Und ich geniesse es wie Shamans und Brave Starrs Gesichtszüge immer mehr entgleisen. Das tut mir richtig gut. Ob ich es wohl riskieren kann ein wenig zu dösen?
Dukes sanfte Schultermassage nimmt mir die Entscheidung ab und mit einem lautlosen Seufzer lasse ich mich in diesen angenehm dämmrigen Zustand sinken, wo ich zwar noch alles hören kann, aber da ich die Geschichte ja kenne, mich nicht darauf konzentrieren muss.
Und dann endet der teilbionische Drache mit den Worten:
„Und daher, wäre es überaus freundlich, wenn du mir meinen eigentlichen Katalysator wieder zurückgeben würdest, verehrter Schamane.“
Der starrt ihn nur aus grossen Augen an und nickt tatsächlich erst, als Brave Starr ihn sanft an stupst.
METAMORPHOSIS
Das Nicken des Shamanen zaubert nicht nur auf Roarachs Züge ein Lächeln, sondern führt auch dazu, dass der Marshall seinen Tex in eine stürmische Umarmung und einen noch viel stürmischeren Kuss zieht.
Die beiden, haben sich wirklich gesucht und gefunden.
Ich mag es Tex von Herzen gönnen.
Und für den grossen Dickschädel freu ich mich auch. Ob er sich zurückverwandelt, wenn er seinen fehlenden Teil zurück hat?
DAS, würde mich wirklich zum heulen bringen...
Und was Tex' Aussehen anbetrifft: Ich mag ihn so.
Und der Marshall anscheinend auch.
Ich glaub, dass ist das erste mal, dass sich unser lila Held nicht verstellt.
Langsam und etwas widerwillig, löse ich mich aus Dukes Umarmung, rapple mich auf die Füsse und entscheide: „Da ihr euch dem Anschein nach einig seid: Lasst uns nach Starr Peak gehen und Nägel mit Köpfen machen...“ meine Hand vollführt einige Kreise, die alle Ducks einschliessen, „... Dann kann ich nach einer Lösung für UNS suchen...“
„Könnt ihr nicht den Gateway-Generator benutzen?“
Ich blicke zu Tex hinüber und schüttle zaghaft den Kopf: „Ich kann die Raptor nicht nach Puckworld bringen. Dimension UND Zeitverschiebung.“
Mein „Arbeitskollege“ nickt bestätigend.
„PUCKWORLD?!“ Wildwing starrt mich aus grossen Augen an – und erst jetzt fällt mir auf, dass er seine Maske nicht trägt, „DU willst uns zurück nach Puckworld bringen?“
„'Türlich,“ nicke ich bestätigend, „oder wollt ihr nicht?“
Wildwing zögert einen kurzen Augenblick ehe er mir antwortet: „Ich denke schon, dass wir das wollen...“ täusch ich mich, oder hört sich das nicht so wirklich erfreut an? Darauf, sollte ich wohl noch mal zurückkommen. Aber erst: „So, wollen wir dann?“
Ein kollektives Nicken. Da fällt mir ein: „Jemand sollte hier bleiben und auf die Saurier aufpassen...“
Wildwing und Duke wechseln einen kurzen Blick, dann nickt der Leader der Ducks und erklärt: „Das übernehm ich mit Grin zusammen! Dive und Tanya schicke ich nach Fort Kerium zum helfen, sobald sie wieder hier sind. Duke,“ mein Liebster nickt, „du gehst mit Catherine mit und sorgst für ihre Sicherheit!“ wieder nickt Duke. Ich grinse in mich rein: als ob das nötig wär... Aber, hey, ich schulde Wingster nun was!
Unsere kleine Gruppe stapft durch die Badlands, allen voran Shaman der immer noch etwas unschlüssig erscheint, ob das nun die richtige Entscheidung ist oder nicht. Dicht hinter dem Schamanen gehen Tex und dessen Marshall, Duke und ich haben uns sozusagen zu Roarach gesellt der nun mit uns zusammen das Schlusslicht bildet. Er wirkt nervös und bedrückt, unser grosser Drache.
„Was ist denn, freust du dich nicht, bald wieder ganz zu sein, Roarach?“ Ich lege den Kopf in den Nacken und starre zu ihm nach oben – er hat wieder seine Normalgrösse.
Seine leuchtenden Augen – golden wie ein Sonnenuntergang auf seiner Welt – und seine Vibrissen, sein Schnauzer, sind wirklich dass einzige was er noch von früher hat.
„Denkst du...“ grummelt es leise zu mir herunter, „... Ich werde wieder ich selbst sein?“
Ich zögere keine Sekunde mit meiner Antwort: „Natürlich, mein Grosser. Mit allen drum und dran...“ mit einem Lächeln füge ich hinzu: „Aber, dann musst du mir versprechen, wieder richtig zu essen, nicht nur dieses grässliche Protein... du bist viel zu dünn!“
Er lacht rumpelnd und laut los, so, dass alle ausser mir und Duke, erschreckt zusammen zucken; und prustet dann: „Hier ist die Essensauswahl sehr karg... kann ja nicht los ziehen und brave Bürger fressen...“ Shaman und Brave Starr die sich um wandten, blicken ihn erschrocken an als er fortfährt – immer noch mit diesem Grinsen im Gesicht: „Wobei, könnt ich schon!“ er macht eine theatralische Pause, „Aber, ich mags nun mal nicht wenn mir Fell zwischen den Zähnen hängt, oder Schuppen...“
Erst als ich, Tex und Duke in lautes Gelächter ausbrechen, erhellen sich die Minen der anderen beiden wieder.
Und dann stehen wir ausserhalb dieses albernen Bannkreises und Shaman wendet sich uns zu: „Der Bannkreis...“
„Hält keinen von uns auf!“ erklärt Tex und tut einen kleinen Schritt über diese unsichtbare Linie und wendet sich dann mit einem verlegenen Lächeln um, „Sorry!“
Shaman zuckt nur mit den Schultern, tritt dann selbst über die Linie und übernimmt wieder die Führung, geht auf den Eingang zu und bleibt davor stehen, wendet sich direkt an den Drachen: „Stam... Roarach, WIE kommst du rein?“
Der senkt den riesigen Schädel auf Augenhöhe mit dem Schamanen und rumpelt: „Schrumpfen?“
Ich grinse als der arme New Cheyenne einen Schritt zurück macht und entgeistert dabei zusieht wie der teilbionische Drachen wieder auf Pferdegrösse schrumpft.
Und dann sind wir endlich in dem Raum, wo dieses Feuer brennt und ich weiche unwillkürlich einen Schritt zurück, bei all der Magie die mir entgegen kommt.
„WOW! Wenn dir DAS fehlte, wundert mich die Tatsache, dass ihr...“ hier blicke ich zu Tex, „... auf so eine hirnverbrannte Idee kamt, kein bisschen mehr!“
Tex nickt nur knapp und Shaman guckt äusserst bedröppelt aus der Wäsche und murmelt: „Ich dachte immer, es gehöre zu der guten Seite...“
Ich hebe den Kopf und mein Blick trifft sich kurz mit dem von Tex, ehe ich erkläre: „Es gibt keine „gute“ aber auch keine „schlechte“ Seite der Magie. Die Magie, ist immer nur so gut, oder eben so schlecht, wie der der sie nutzt. Und nun, bitte...“ ich deute auf das munter vor sich hin flackernde Feuerchen, „könntet ihr endlich zur feierlichen Übergabe schreiten, die Herren?“
Roarach sieht überglücklich aus – fehlt nur noch, dass er mit seinem Schwanz wedelt und hochspringt – als ihm der Schamane mit einem skeptischen Blick das Feuer samt Behältnis übergibt und rumpelt ein seliges „Danke!“ ehe er mit der blossen Klaue eines der grösseren Kohlestücken herausklaubt und es in ein leeres Tongefäss fallen lässt, wo es nun friedlich vor sich hin glüht und immer noch eine beträchtliche Menge Magie verströmt.
„Was?“ Shaman klingt mehr als nur ein bisschen überrascht als Roarach ihm das Gefäss wortlos in die Hand drückt, nur um dann zu teleportieren.
„Wo ist er hin?“
Ich seufze und beantworte Brave Starrs Frage: „Nach draussen schätze ich...Kommt!“
Wir kommen gerade recht um zu zusehen, wie sich der grosse Drache das ganze Feuer, samt Kohlen und Glut in den Rachen kippt.
Guten Appetit! So, geht's auch...
Was nun? Passiert noch was, oder nicht?
Doch, es passiert was; was ziemlich gewaltiges.
Mit einem hellen, beinahe grellen Leuchten greift die in dem Feuer steckende Magie auf den riesigen Körper des Drachens über und mit einem gewaltigen Brüllen bäumt er sich unter ihr auf, nur um, als seine Vorderpranken wieder den Boden berühren, sich einmal heftig zu schütteln, wie eine Katze die eben aus der Regentonne geklettert ist.
Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen, wo ich Roarach dabei zu sehe wie er genüsslich – nach ein paar Schrecksekunden – seine gewaltigen Schwingen spreizt, erst die eine vor seine Augen hält, danach die andere und ebenso mit seinen Pranken verfährt und zuletzt seinen langen Schweif begutachtet.
„Na,“ brülle ich nach oben, „wieder der alte?!“
Er senkt seinen Schädel, zwinkert mich an und schnurrt ungläubig: „Da sind nicht mehr nur Knochen...“
Ich tätschle seine Nase und umarme sie dann so gut das eben geht: „Willkommen zurück!“
NOT THE SAME
Zurück nach Fort Kerium geht es an die hundert Meter über dem Boden, zumindest für Duke und mich, auf Roarachs Rücken.
Ich gebe einen lauten Freudenjauchzer von mir und Roarach brüllt laut die seine hinaus.
Die armen braven Bürger...
Duke klammert sich grinsend an mir fest und schmiegt sich so dicht an meinen Rücken, dass nicht mal mehr ne Feder dazwischen passen würde. Ich glaube, ihm ist das ganze nicht so geheuer. ABER: Ich. Hab. Es. Ja. So. Vermisst!
Und als Roarach zu einem Sturzflug mit Rolle ansetzt kralle ich nur meine Hände etwas fester in die Schuppen an seinem Hals.
Mit einem eleganten Schwung und einigen sehr, sehr geschmeidigen Schritten, landet der grosse Drache neben dem Trio, dass sich gut zwei Kilometer ausserhalb Fort Keriums materialisiert. Tex war so freundlich für eine Teleportation zu sorgen.
Den Kopf dicht über dem Boden, lässt uns Roarach nach unten klettern und grinst mich dann an: „Siehst du: Manche Dinge verlernt man nie!“ dann wendet er seinen Kopf, der nun entfernt an einen Wolf erinnert, wären da nicht diese Hörner, Tex und dem Marshall zu: „Wollt ihr auch mal ne Runde drehen?“
Brave Starr kann nicht mal antworten, da sitzt er schon, von Tex teleportiert, auf dem Nacken des Drachens, sein Liebster hinter ihm; und ab geht – sehr zu Shamans Schrecken – der wilde Ritt.
„Keine Sorge,“ versuche ich den neben mir Mann zu beruhigen, „uns, hat er auch wohlbehalten wieder auf die Erde gesetzt.“
Das Nicken des Schamanen fällt eher kläglich aus, aber immerhin versucht er sich in einem zaghaften Lächeln. Dann blickt er mir direkt in die Augen und fragt mich: „Warum, hat er mir das Stück des Feuers gelassen?“
„Vielleicht weil du die eine Hälfte des Gleichgewichtes bist? Vielleicht, wollte er aber auch nur nett sein...“ und ich wende mich Richtung der Stadt wo wie ich selbst von hier oben sehen kann, die Aufräumarbeiten in vollem Gange sind, „Wir sollten denen da unten helfen gehen!“ tue ich niemandem bestimmtes kund und stiefle los, Duke an meiner Seite – und beide verzichten wir auf die Blades, zumal Shaman sonst nicht Schritt halten könnte.
Kaum haben wir Fort Kerium betreten als vor uns jemand einen spitzen Schrei aus stösst: „D..D..Drr..DRACHE!!!“
Im Gegensatz zu den meisten anderen anwesenden, lege ich nicht den Kopf in den Nacken um nach oben zu sehen – oh nein, ICH für meinen Teil beobachte lieber ihre verstörten Gesichter, als sie feststellen: „Der MARSHALL und TEX HEX?!!“
Roarach geniesst seinen Auftritt sichtlich; und brüllt noch einmal so laut, dass die eben wieder eingesetzten Scheiben zittern, landet dann zum allgemeinen Schrecken mitten auf dem leeren Platz vor dem Marshalls-Office, wedelt theatralisch mit den Schwingen und brüllt noch einmal vergnügt, ehe er den Marshall und Tex erlaubt, in dem er den Kopf flach auf den Boden legt, von seinem Rücken zu klettern.
„Hallo Freunde!“ grüsst Brave Starr in die entgeisterte Runde und klopft dann Roarach freundschaftlich die Schulter: „Danke, für den AusFLUG!“
„Gern geschehen, Marshall Brave Starr!“ schnurrt es zur Antwort aus der Drachenkehle und: „Denkt ihr beide, wenn ich mit Kerium bezahle, darf ich ein paar Sola-Kühe fressen?“
Brave Starr und Tex grinsen und erwidern wie aus einem Munde: „Darüber, lässt sich sicher reden!“
Und keiner der Drei schenkt dem sich nähernden Mob auch nur die geringste Beachtung; DAS kommt nicht gut...
Mit einem kurzen Blick zu Duke aktiviere ich meinen Battle-Dress und die Blades. Gemeinsam sausen wir zwischen die ersten angelegten Waffen und Roarach, halten die Hände nach oben und ich versuche es erstmal mit Worten: „Er tut euch nichts!“ und an den Marshall gewandt: „MARSHALL, BITTE!“ Brave Starr wird aus seiner Turtelei mit Tex gerissen und hat die Situation innerhalb eines Augenblickes erfasst.
Und keine halbe Minute später steht er auf einer von Roarachs Pranken hoch über den Leuten und erklärt der Menge, dass das hier nicht mehr – er verschluckt das mehr beinahe, ich bin mir absolut sicher, dass keiner ausser der mutigsten, die dicht neben uns stehen, es hört – Stampede sei sondern der Drache der Fort Kerium, gegen die Ausserirdischen Angreifer verteidigt habe; und BEFIEHLT ihnen dann, sich gefälligst wieder an die Aufräumarbeiten zu machen. Und Roarach lässt ihn erst mal wieder runter.
Seine Zuhörer sehen alle noch sehr ungläubig und skeptisch aus. Keiner, scheint ihm so recht zu glauben.
Plötzlich geht ein Zischen durch die Menge, ich fahre herum und – das breiteste Grinsen seit ich Duke kennen lernte erscheint ungebeten auf meinem Gesicht. Und nicht nur ich grinse. Duke, Tex, Brave Starr und Roarach ebenfalls.
Roarach der eben mit seiner Daumenklaue einem etwa fünf jährigen Kind – es ist das selbe, dass Dive gerettet hat – die Hand schüttelt.
„Drachi lieb!“
Jawoll! Drachi ganz lieb!
Und wehe, wenn nicht.
...wie der Titel verspricht: Fluff am laufenden Band...
HOME IS WHERE THE HEART IS
Ich sitze hier oben auf diesen Baugerüst und – ich gebe es zu – träume vor mich hin.
Zwei ganze Tage, sind wir nun schon dabei hier aufzuräumen, Fort Kerium wieder in einen wirklich lebenswerten Zustand zurück zu versetzen und alle packen an.
Ich habe mich davon geschlichen um nachzudenken; und nun sitze ich hier oben, an die zehn Meter über dem Boden und blicke auf diese kleine, beschauliche Stadt hinunter.
Roarach hat sich, seit er sich zurückverwandelt hat nicht mehr ins Hexagon begeben, sondern sich mehr oder wenig, vorübergehend, am Fusse Starr Peaks häuslich niedergelassen. Der Marshall ist geradezu bei Tex im Hexagon eingezogen und alle meine Entchen – schwimmen auf dem See... NEIN! – haben sich im Saloon einquartiert. Und, sich immer noch nicht entschieden, ob sie nun nach Hause wollen, oder nicht.
Und DAS, ist eines meiner vorrangigsten Probleme – und das da unten:
Mallory, die eben versucht Thirty-Thirty Rollerbladen beizubringen.
Nicht genug, dass sie schon die ganzen zwei Tage zusammenarbeiten, nein; sie verbringen auch noch ihre karge Freizeit miteinander. „Selbst ein Blinder kann es sehen...“ ich murmle es leise vor mich hin und just da, kippt der grosse Hippodroide vorn über und wird von einer kichernden – seit WANN bitte KICHERT Mallory? – aufgefangen. Ein tiefer Seufzer entringt sich mir und mein Blick verliert sich wieder in der Ferne. Ich starre auf den Untergang der ersten Sonne, ohne ihn auch nur wahrzunehmen.
Ein leises Geräusch neben mir lässt mich den Kopf wenden. Ich lächle als ich den kleinen Enterhaken sehe der sich um die Gerüststrebe gewickelt hat auf der ich sitze und strecke Duke meine Hand entgegen. „Hallo mein Schatz...“ meine Stimme klingt so fern, so verloren.
Anstelle einer Antwort – wobei, eigentlich ist auch das eine Antwort – reibt mein Erpel seinen Schnabel an meiner Wange, setzt sich ganz dicht neben mich und schlingt mir den Arm um die Taille. Ich lehne mich gegen seinen warmen Körper, kuschle mich förmlich in seine Präsenz und gemeinsam, wortlos, betrachten wir den Untergang aller drei Sonnen.
Und erst als die letzte der Sonnen einem fahlen Mond platz gemacht hat und von unten wieder ein Kichern, diesmal gefolgt von einem leisen Prusten, herauf schwebt, ergreift Duke das Wort: „Ich für meinen Teil habe mich entschieden, wo ich zu Hause bin.“
Seine Hand spielt mit der Haarsträhne, in der seine Federn im Mondlicht schimmern.
Er klingt sehr entschlossen, als er fort fährt: „Wildwing, will das wir abstimmen... Das Team, die Familie soll zusammen bleiben.“
Ich nicke an seiner Schulter... natürlich verstehe ich es wenn er ihnen folgen will. Ich kann jederzeit...
„Catherine, DU, bist mein zu Hause. Du entscheidest...“
Was hat er da eben gesagt?!
„Duke...“
„Ich will dich nicht verlieren...“
„Duke,“ ich löse mich von seiner Schulter, nur um den Arm um ihn zu schlingen und mit der anderen Hand sanft über seine Wange zu streichen, „wohin auch immer DU gehst: Ich FOLGE dir. Quer durch ALLE Dimensionen. Verstehst du mich?“
Er nickt. Ich fahre fort: „DU – und nur DU alleine entscheidest wo du leben möchtest!“ wieder nickt er, „MIT mir!“ setze ich bestimmt hinzu.
Erneut nickt er, raunt mir leise zu: „Danke...“
Und dann zieht er mich in eines dieser seltsamen, wundervollen und höchst erregenden Zungenduelle.
Ich fühle wie mein Verstand langsam davon schwimmt, abdriftet. Und nur noch ganz am Rande meines Bewusstseins bin ich mir der zehn Meter, gähnender Tiefe unter uns bewusst, als mein Duke mich sanft auf seine Knie zieht.
Wir betreten kichernd und uns gegenseitig die Kleider vom Leib reissend unser kleines Zimmer.
„Kannst du mir sagen, wie wir da heil runter kamen?“ kichert Duke dicht an meinem Hals und ich antworte ihm, ebenfalls mit einem nicht zu unterdrückenden Kichern: „Nein, keine Ahnung. Aber sicher ist: Wir kamen...“ und meine Hand schiebt sich in diese sündige Shorty, um da den „Faden“ wieder aufzunehmen, wo sie nur wenige Minuten zuvor aufgehört hat. Wo ich wohl seine Hose verloren hab?
Mit einem heiseren Keuchen, drängt sich Duke gegen meine Hand und mich dichter an die Wand.
Ich schnappe spielerisch nach seinem Schnabel, lasse meine Zunge sanft über diese wundervolle Kerbe gleiten, erhasche wieder die seine, die mir bereits entgegenkommt und wieder versinke ich in seinem Geschmack.
Und als ich das nächste mal heftig keuchend, nach Luft ringe, habe ich schon längst meine Beine um seine Hüfte geschlungen und kralle mich in seinen Schultern fest und mit einem heiseren Schrei, der nur noch entfernt nach seinem Namen klingt, lasse ich mich endgültig von meinen Gefühlen und meiner Leidenschaft davon tragen.
Ganz leise und ganz dicht an seine Brust geschmiegt hauche ich es: „Ich liebe dich. DU bist meine Heimat, mein Hafen, mein Ziel in der Unendlichkeit. Duke l'Orange.“
CONCLUSIONS
Mühselig und mit einem dieser Lächeln auf den Lippen die mir nur mein Duke herzaubert, kämpfe ich mich unter seinem schweren, warmen Körper hervor. Er grummelt leise im Schlaf und hält mich nur noch fester. „Duke...“ keine Reaktion, „Duke... mein Schatz...“ und ich kraule seinen Nacken. Ein leises Seufzen weht durch das dunkle Zimmer, wo mein Enterich sein Auge aufschlägt und in seiner Augenklappe der rote Punkt erglimmt. „Morgen mein Schatz...“ hauche ich sanft und setze sanfte Küsse auf seinen Schnabelwinkel.
„Guten Morgen mein Liebes...“ und vorsichtig versucht er sich von mir runter zu rollen, richtet sich etwas auf und – wird von mir wieder in die Arme gezogen. Zu mir herunter, in einen süssen, langen Kuss. Und wo er die Führung an sich reisst und ich sie ihm bereitwillig überlasse, schmiege ich mich an ihn und schmelze.
Leise raunt mir Duke ins Ohr: „Du bist so wundervoll, lieb und weich...“
„Weich...“ echoe ich fragend.
„Ja, weich. Schmusig eben...“ gibt er verlegen zurück.
Mit einem Kichern räkle ich mich unter seinen streichelnden Hände und drücke ihm einen kleinen Kuss auf die Schnabelspitze: „Ich liebe dich, Duke l'Orange!“ und wie!
Ich lasse die Haarbürste durch diese langen, grauen Federn gleiten und versuche vorsichtig sie zu entwirren, „Duke, WAS hast du nur gemacht?“
„Aufgeräumt und Sex?“
Die Haarbürste trifft sanft seinen Hinterkopf und ich stelle ernst fest: „Also werd ich mir in Zukunft Mühe geben NICHT mehr in deiner Frisur zu wühlen... Oder, wir lassen das mit dem Sex gleich ganz bleiben.“
„HE!“ und ich fühle mich gepackt, auf seinen Schoss gezogen und durch gekitzelt, „ICH bin dagegen, dass wir das mit dem Sex lassen...“ er streicht sanft mit seinem Schnabel meinen Hals entlang und aus dem Kitzeln wird ein sanftes Streicheln, „Im Gegenteil: ICH, bin dafür, dass wir...“
Ich seufze: „Gleich weiter machen?“
Er nickt und ich zerre ihm auch schon wieder dieses schwarze Muskelshirt über den Kopf, wo er sich vorhin nach der Dusche anzog.
„Juhu! Frühstück!“ Nosedive stürmt an uns vorbei die Treppe runter und flankt über einen im Weg stehenden Tisch. Neben mir grummelt Tanya: „Wie kann man nur am frühen Morgen so fit sein?“
Duke und ich tauschen ein heimliches Lächeln – wir waren heute auch schon früh, sehr fit – und ich klopfe meiner Freundin tröstend auf die Schulter.
Wir kommen gerade recht an den Tisch um zu zusehen wie Wingster Dive die Kaffeetasse vor dem Schnabel weg zieht: „Du bist so schon zu aufgedreht Baby Bro'...“
Ich stehe hinter Wildwing, grinse breit, zwinkere Dive zu und lange nach der Tasse in Wings Hand; und ehe er es auch nur begreift hält Nosedive sie auch schon wieder in seiner. „Morgen zusammen!“ trällere ich fröhlich und lasse mich neben ihm auf die Bank fallen, warte bis Duke sich neben mich gesetzt hat und lehne mich dann an dessen Seite.
Das Frühstück verläuft in einer ungewöhnlichen Stille. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Und ich fürchte, ich weiss auch was das ist.
Puckworld... Meine Enten, machen mir Sorgen.
„Es REICHT!“ und Nosedive springt auf, „Wir können NICHT abstimmen.“ Und dann stemmt er die Hände in die Hüfte und beginnt mit nur leicht gesenkter Stimme zu reden.
„Ich weiss, dass du nur,“ er blickt zu Wing und malt Gänsefüsschen in die Luft, „das Team, die Familie zusammen halten willst.“ Er holt kurz Luft gestikuliert und fährt fort, ehe einer der Ducks etwas dazwischen werfen kann: „ABER, was passiert denn, wenn wir ALLE nach Puckworld zurück gehen?“ Die Enten blicken ihn erwartungsvoll und erstaunt an; und ICH, für meinen Teil, bin verdammt stolz auf ihn. Hatte ich doch diese Gedanken auch schon...
„Ich sags euch, was passieren wird: Der einzige der wirklich glücklich sein wird, ist Duke. Denn er hat seine Partnerin. Und bevor jetzt wer sagt, du hast ja deinen Bruder... Genau den, werd ich eben nicht mehr haben: Ich geh zur Uni und Wing arbeiten. Grin geht irgendwo in ein „Kloster“...“ wieder Gänsefüsschen und mein Stolz auf den „Kleinen“ steigt noch um ne Stufe, „...Mallory,“ er blickt hinüber zu MalMal und hebt entschuldigend die Schultern, „wird es in irgendeine Spezialeinheit verschlagen und Tanya, die in einem Labor arbeiten wird, hat keine Möglichkeit mehr meinen grossen Bruder an zu himmeln!“ und mit einem letzten Blick in die Runde hastet er auch schon durch die Tür.
Ich mache das ich ihm hinter herkomme, werde aber an der Tür von Wildwing aufgehalten – zum Glück. Er hats verbockt, er solls auch wieder richten.
Duke, der sich ebenfalls erhoben hat tritt hinter mich und stellt fest: „Die Rede war gut, und er hat mehr als nur nen bisschen recht...“
Ich nicke nur und drücke ihm einen Kuss auf die Wange.
Mal sehen, wohin der Weg uns nun führt.
Und ich habe da eine Idee, was Mal und Thirty anbetrifft. Dafür, muss ich aber erst mal mit Tex reden...
THINGS WE CAN DO
„Der bekommt was zu hören...“
Oh, oh, Tanya stammelt nicht, also, ist sie stinke sauer... Ob ich sie beruhigen kann und Dives Arsch retten?
Ich versuchs einfach mal: „Tanya,“ meine Hand landet auf ihrem Unterarm, „der Kleine, hat zufälliger Weise mal wirklich recht. Und das WEISST du!“
Sie zögert kurz denkt nach und sagt leise: „Ja, er HAT recht. Trotzdem, weiss Wildwing nun etwas zu viel...“
„Na darum, würde ich mir an deiner Stelle KEINE Gedanken machen...“ ich Grinse, „... So, wie unser grosser Anführer DICH immer ansieht, wenn DU mal grad eben NICHT ihn ansiehst.“
Ungläubig sieht sie mich an: „Er sieht wirklich... richtig, mich an?“
Ich nicke lächelnd und umarme sie ganz spontan: „Ja und NUR dich.“
„Nicht Mallory?“
Ich versetze ihr eine kleine Kopfnuss und verkünde: „Dich und nicht Mal Mal. Und wenn du mir weiter so dämliche Fragen stellst Trudi, gibts noch mehr Kopfnüsse. Komm, wir haben eine Stadt in stand zu setzen!“ und gemeinsam mit Deputy Fuzz machen wir uns auf die Verteidigungsanlage von Fort Kerium wieder in Gang und auf den neusten Stand zu bringen.
Wir betreten kaum den Kommandoraum dazu, da stolpere ich auch schon fast über ein Paar Füsse, die in schwarzen Stiefeln stecken. „Morgen Tex...“
„Morgen Cathy!“ kommt es von unter dem Aggregat, „Gibst du mir bitte den Fünfer-Schlüssel?“
Ich blicke mich um, erspähe das gewünschte zugleich mit Tanya, die es auch schon packt und mir zu wirft. Ich fange und gebe es weiter, drücke es in die lavendelfarbene Hand die sich unter der Maschine vor streckt: „Hier bitte Tex...“
„Danke!“
„... Wenn du mal Zeit hast heute, muss ich dich sprechen!“ Nach einem kurzen Moment füge ich an: „Beruflich!“
Ein zustimmendes Brummen, kommt unter dem Aggregat hervor.
„Du Tex?“ eigentlich, muss ich ihn nicht fragen, ich weiss es auch schon so, dennoch: „Hast du den Imprint benutzt?“
Mein lila Freund schiebt sich unter der Maschine hervor, blickt mit ernsten, rotfunkelden Augen zu mir auf und erwidert: „Ungern, aber ich MUSSTE. Alleine...“
Ich nicke, unterbreche ihn: „Schon gut, alles klar: Deine Vergangenheit, die Steckbriefe...“
Er nickt, grinst verlegen und meint nur: „Roarach hat ihn gepusht, den Imprint. KEINER sucht mich hier noch...“
„Gut!“ und ich schiebe mit dem Fuss das Rollbrett auf dem er liegt zurück unter das Aggregat.
„Ich glaubs ja nicht...“ Tex stöhnt es geradezu erschöpft, „... wir haben es geschafft!“
„Oh, wir sein geschafft!“
Ich und Tanya kichern beinahe zeitgleich los und sogar Tex kann sich ein Lächeln nicht verkneifen ob Fuzz' Feststellung, der wohl eher das selbe sagen wollte wie er zuvor.
Ich blicke der Reihe nach jeden hier an: Tanya hat ein wenig Öl am Schnabel, in Tex' weissen Haaren glitzert Metallstaub, Fuzz sieht zerzauster aus als je zuvor und auf meinem T-Shirt, prangt ein Fleck des selben Öls, dass an Tanyas Schnabel klebt. „Vorschlag Leute: Gehn wir in den Saloon ein Sweetwater trinken?“
Alle nicken begeistert auf meinen Vorschlag hin und Tex fügt sogar an: „Ein paar Sandwichs, wären auch nicht zu verachten. Immerhin haben wir das Mittagessen ausfallen lassen...“
Wir sitzen zu viert auf einer der Saloonbänke die wir auf auf dessen Veranda getragen haben, vor uns auf einem Stuhl, steht eine grosse Platte mit einem nicht mehr ganz vollen Duzend Sandwichs und jeder von uns hat einen Pint alkoholfreien Sweetwater vor sich.
Das einzige, was noch besser ist als das, ist meine Aussicht:
Auf eben jenem Baugerüst wo wir gestern übereinander herfielen, turnt Duke herum.
Und das ganz entgegen seiner Gewohnheiten, nur in einem schwarzen, jeden Muskel betonenden Shirt und einer ausgebleichten Jeans, die er in seine Boots gesteckt hat; und wie immer trägt er den Ducksaber am Schulterholster. Götter Arkons! Sieht er guuut aus.
Tanyas Blick geht in die selbe Richtung, was nicht weiter verwunderlich ist, da Wingster und mein Liebster, dort oben zusammen am arbeiten sind. Ich muss sagen, auch unserem Teamleader stehen T-Shirt und Jeans ausgezeichnet.
„Hm Cathy...“ Tex' dunkle Stimme reisst mich aus meinen Betrachtungen von Dukes Hintern, „... Ich würde gerne hier bleiben...“
Ich nicke und keine Sekunde später sitzen Tex und ich in einer dieser Zeitblasen.
„Das hab ich fast erwartet Tex...“ ich schenke ihm ein Lächeln und setze hinzu: „So sehr, wie du deinen Brave Starr liebst.“
„Auf die Gefahr hin kitschig zu klingen: Er ist die Liebe meines Lebens, meine Festung im Sturm, Mein Fels in der Brandung und mein Ziel in der Unendlichkeit.“ Er holt einmal tief Luft und sagt dann entschieden: „Ich kündige!“
Ich nicke zustimmend und versuche gegen die Tränen an zu blinzeln, nur um ihm dann um den Hals zu fallen und ihn heftig zu knuddeln. „Texas Mc Allister, du hast dir jeden glücklichen Moment mehr als nur verdient.“
„Wie OFT, hab ich dir schon gesagt du sollst mich nicht so nennen?!“ lacht er verlegen. Und mit einem Mal, wird seine Mine ernst: „Wie kriegen wir Roarach von dem Steckbrief? Hast du eine brauchbare Idee?“
Zugegeben, habe ich mir darüber in den letzten Tagen den Kopf mehr als nur einmal zerbrochen; und alles was mir einfiel war: „Wir schieben ihm die Verhaftung der Saurier unter UND die Rettung Fort Keriums.“
Tex nickt und ergänzt: „Zusammen mit meiner Aussage und der Tatsache, das dies sein erstes Raumzeitvergehen war – ganz abgesehen davon, dass die Saurier noch wegen dem Ärger auf Puckworld gesucht werden – sollte er mit einer Verwarnung davon kommen. Machen wir so!“ und er nickt.
Einen Handschlag später sitzen wir wieder, in der Sekunde, wo wir das hiesige Kontinuum verliessen, bei den anderen und kauen auf unseren Sandwichs.
Und selbstverständlich, saugt sich mein Blick wieder an Duke fest und ich könnt mich in den Bürzel beissen: Hab ich doch Tex das vergessen zu fragen, weshalb ich ihn eigentlich sprechen wollte.
DECISION
Ich trete aus unserem kleinen Zimmer im Saloon und will die Treppe hinunter zum gemeinsamen Abendessen. Es bleibt beim wollen. Hier auf der Treppe stehen Mal, Grin und Tanya, Dive sitzt auf den obersten Stufen.
Ich bekomme eben mit, wie Tanya zusammenfasst: „Also, wi... wi... wir sind uns ei... ei... ei... haben und entschieden, dass wir zurück nach Anaheim wollen?!“ hört sich an wie eine fragende Feststellung und alle nicken.
„Jetzt müssen wir nur wissen wo Duke hin will...“ Dive klingt so ernst – das steht ihm nicht.
„Anaheim!“ erklingt es ernst hinter mir und Dukes Arm legt sich um meine Schultern. Ich nicke zustimmend: „Wo immer Du hin willst, mein Liebster...“ und ich erkundige mich vorsichtig: „Weiss Wing von eurer Sitzung hier?“
Betretenes Schweigen ist die einzige Antwort die ich bekomme. Dacht ich mirs doch...
„Enten,“ und ich grinse sie alle an, „wartet ab, was UNSER Teamcaptain heute beim Abendessen zu sagen hat. Denn eins sag ich euch: Ich bin ein verdammt schlechter Goali!“ allgemeine Heiterkeit und Kichern folgt auf meine Worte. Denn eines, wissen alle hier genau: Das ich ein schlechter Goali bin, ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Ich bin ein SAU schlechter Goali!
„Los Ducks, Essen fassen!“ ich reiche Dive die Hand, ziehe ihn auf die Beine und ehe irgendeiner der anderen auch nur „Pieps“ sagen kann, stürmen wir beide auch schon die Treppe hinunter. Den Rest des Teams dicht auf den Fersen.
Wie angewurzelt bleiben Nosedive und ich am Ende der Treppe, da, wo sie in die Gaststube über geht stehen und – sorgen für eine kleine Massenkarambolage.
„Wingster, was'n los?!“ Dive starrt seinen grossen Bruder ebenso entgeistert an wie wir alle.
Wildwing steht nämlich da, in seiner vollen Torwartmontur, den Schläger fest auf den Boden gestemmt und Drake du Cains Maske auf dem Schnabel.
„Ich bin euer Teamcaptain, nicht?“
Ich nicke und sehe, dass Dive neben mir auch nickt, ehrlich gesagt, haut mich diese Familie heute ein bisschen aus den Socken...
„Gut,“ fährt Wildwing erfreut fort, woraus ich schliesse, dass nicht nur wir zwei genickt haben, „dann, hab ich euch was zu sagen Mighty Ducks:“ er schiebt eine kurze beredete Pause ein und hebt dann den Schläger, „ICH gehe zurück nach Anaheim, einer MUSS doch diesen Menschen zeigen, wie man Hockey spielt. Kommt ihr mit?“
Dive neben mir grinst über die ganze Schnabelbreite und dann ertönt von uns allen, wie auf ein geheimes Zeichen hin, unisono: „Lets rock the NHL Ducks!“
Nosedive hängt noch ein lautes „Wooohooohooo!“ an und dann stehen wir alle um unseren Leader gedrängt und jeder versucht ihn zu knuddeln. Ausnahmslos.
Und ich muss JETZT SOFORT mit Tex reden!
Eine Teleportation, und mit einem Zosch, stehe ich vor dem Hexagon und drücke verzweifelt auf den Klingelknopf: „TEEEX!“ keine Reaktion. Also, dann halt eben so: „TEXAS MC ALLISTER!!!“ oben fliegt ein Fenster auf und eine bekannte Stimme brüllt: „Komm schon rein Catherine; und brüll hier nicht so rum!“
Noch ein Ploff und Zosch und ich stehe im Wohnzimmer. Einen kurzen Rundumblick später, habe ich die Lage gepeilt und Brave Starr der in einem Trainingsanzug auf der Couch sitzt freundlich gegrüsst. Ich entschuldige mich bei beiden, dass ich hier so reinplatze und erkläre:
„Tex, ich brauche deine Hilfe... weisst du, ich hätte da noch ein grosses, grosses Anliegen...“ ich weiss ich druckse herum und das ist mir furchtbar peinlich, er blickt mir nur erwartungsvoll in die Augen also, bringe ich es auf den Punkt: „Ich will einen festen Gateway errichten, zwischen hier und dem Anaheim der Ducks, ich brauche deinen Sinn für Technik. Bitte...“ Gegen JEDE ALLER Regeln; ich weiss.
„Aus welchem Grund?“
„Mallory und Thirty-Thirty...“
„Ich dachte deine Enten wissen noch nicht wohin sie wollen?“ Grinst Tex mich an.
Ich lache auf und erkläre: „Seit genau Zehn Minuten schon...“ und ich spiele meinen Trumpf aus: „Der Chef weiss Bescheid – und steht hinter uns.“
„Na dann:“ und Tex reibt sich die Hände, „Lass uns ein bisschen in der alten Technikkiste kramen, Cathy!“
Ich umarme ihn spontan, bedanke mich richtig, behalte aber für mich, dass wir vielleicht, zusätzlich zu der offiziellen Genehmigung für den Gateway von der Erde nach Puckworld, auch die für den eben, noch so illegal, ausgehandelten bekommen werden.
Na, DAS wird eine Überraschung werden, für meine Mighty Ducks.
Und jetzt hab ich HUNGER!
Hallo -iria- ! *winke winke*
DIESES Pitel, widme ich GANZ DIR.... *kiss*
NIGHT OUT
and a
CONFESSION
Ich blicke noch einmal zu Duke, der zusammengerollt in diesem – eigentlich für uns beide, viel zu schmalen Bett – schläft und tatsächlich leise vor sich hin schnarcht.
Manchmal ist er einfach zu niedlich...
Ich webe einen einen dieser Zauber, die ihn traumlos – und vor allem: ohne Alpträume – schlafen lassen, und in Gedanken setze ich noch ein Küsschen auf seine Schnabelspitze, ehe ich mich aus dem Zimmer stehle.
Jetzt wird nicht teleportiert weil Wingster im Zimmer nebenan schläft und die nette Wunder-Maske sonst gleich Alarm schlägt.
Ich schaff sogar die Treppe mehr oder weniger lautlos und ohne zu stolpern.
Und vor der Tür steht tatsächlich auch noch Tex' treuer Skullie den ich mir vorhin – vor dem Essen und der darauf folgenden Party – ausgeborgt habe. Gut, ich würde es auch keinem raten Skullwalker zu klauen. In der Beziehung, versteht Tex keinen Spass! Durft ich selbst schon erfahren...
Na dann, auf zum vorletzten Treffen mit Dragaunus. DEN Spass, will ich mir heute noch gönnen. Wobei ich sagen muss, dass ich mich fast mehr auf morgen freu, wo die Saurier dann im Beisein ALLER Mighty Ducks abgeholt und für IMMER ins Gefängnis beziehungsweise die Strafkolonie im Outer-Limbo verschickt werden.
Aber DIESES...
„Catherine!“
Ich erschrecke mich zu Tode und falle fast von Skullie wo ich eben raufklettere, da ertönt Nosedives Stimme erneut: „Warte Comic-Dude, ich komm mit!“
Einmal tief seufzen und: „Wieso glaubst DU, soll ich DICH mitnehmen?“
„Weil, Comic-Dude, ich vielleicht dein Azubi bin und auch ein paar Saurierhintern kicken möchte?“
„Dive, ich nehm noch nich mal Duke mit...“
„Der is auch dein MANN und nich dein A-ZU-BI.“
Diiive, DU machst mich irre!
Aber eigentlich, hat der Kleine ja recht: Wenn man A sagt, muss man auch B sagen.
Und immerhin und schlussamente, hab ich mich vor über einem Jahr für ihn entschieden, als ich offiziell ausstieg und nen Nachfolger brauchte; und – ach, was solls: „Komm her und hoch mit dir Nosedive...“ ich klettere endlich auf Tex' Gefährt und helfe auch dem blonden Jungerpel und nachwuchs Raumzeitagenten hoch, gebe Gas und knurre so nebenher: „Du hast echt Glück, hab ich jetzt keine Lust mehr zum kabbeln...“
Mein Mit(st)reiter giggelt: „Klaro, weiss ich doch zu schätzen Comic-Dude!“
Ich kann mir ein leises Kichern nicht verkneifen denn ich mag diesen Spitznamen echt. Comic-Dude...
„Duuu, Cheeef...“
„Ja Azubi?“ wenn er mich denn schon SO nennen muss, kann ich auch...
„Ich glaub, ich bin Schuld, dass wir hier si...“
Ich falle ihm ins unsanft ins Wort: „Und wieso?!“
„Ich sollte doch Dragaunus im Auge behalten, oder?“
Ich enthalte mich einer Antwort und warte was jetzt kommt.
„Ich habe mitbekommen, dass er ein Gateway öffnen wollte; und auch, dass es zurück nach Puckworld führen sollte...“
Diesmal nicke ich, als er kurz pausiert.
„Und die haben da GAR NIEMANDEN...“ er fuchtelt wild in der Luft, fällt fast runter und krallt sich gleich fest, „... mehr vom Widerstand, wie wir beide wissen...“
Wieder nicke ich, gebe aber ein zustimmendes Grummeln von mir.
Nosedive fährt mit seinen Ausführungen fort: „Also, hab ich mich über die Regel „Raumzeitagenten in Ausbildung, ist das Teleportieren strengstens untersagt“ hinweggesetzt.“
„Nosedive, komm. Zum. Punkt.“
Er zuckt, so wie es sich anfühlt, kurz zusammen.
„Ehm... Ehm...“
„DIVE!“
„Ehm... Sorry! Ich meine: ich bin auf die Raptor teleportiert; und da ich dachte, du wüsstest Rat und da keine Zeit mehr war, hab ich einfach den Gateway-Generator auf deine letzten Koordinaten gepeilt und zugleich Drake One-Alarm ausgelöst...“
„STOPP!“ unterbreche ich ihn und stoppe Skullwalker, ziehe den Jungspund mit mir auf den Boden und da stehen wir jetzt.
Nosedive verwirrt und leicht ängstlich vor mir.
„Wa... was is, Boss?“
Diesmal ist es an mir mich zu entschuldigen: „Sorry Dive! Eine EINZIGE Frage!“ Ich blick ihm in die Augen, packe ihn an den Schultern und frage ihn mit allem Ernst den ich im Moment aufbringen kann – und das ist grad ne ganze Menge: „Nosedive Flashblade, hast du mir eben gesagt, dass du ALLEINE, einen Gateway-Generator auf die Spur eines vorangegangenen Raumzeitsprunges, der in deiner Zeit SECHS MONATE zurücklag, ausgepeilt hast?“
Er nickt und meint kleinlaut: „Und teleportiert bin ich auch...“
Und alles was mich interessiert ist: „Hattest du Wings Maske?“
Er schüttelt nur den Kopf, in Erwartung eines riesen Donnerwetters. – Leider muss ich ihn dahingehend enttäuschen – denn: „Nosedive Flashblade...“ ich schüttle ihn förmlich durch, „DU bist ein dreimal verfluchtes GENIE!“
Und das ist er wirklich.
Denn der einzige, von dem ich WEISS, dass er so etwas UNMÖGLICHES könnte, ist Tex.
Und vielleicht noch Tanya.
Aber, ganz ehrlich: Nosedive hätt ich das NIEMALS zugetraut.
„Du Dive,“ setze ich an, nach dem er sich ein wenig von meinem Gerüttel erholt hat, „WIE, hast du das gemacht?“
Er grinst – stolz wie sonst was und dennoch verlegen bis zum geht-nicht-mehr – hebt kurz seine Schultern und meint: „Weiss nich...habs irgendwie „gefühlt“!“
Oh je, DAS, ist dermassen Raumzeitagent:
Einfach der Intuition vertrauen.
Ich grinse ihn an, tätschle noch mal seine Schulter, schwinge mich wieder auf Skullie und beuge mich zu ihm runter und erkläre: „Du wirst mal nen ganz toller Agent, Dive!“
PAYBACK
„Du solltest nicht mit reinkommen Dive...“ ich versuche immer noch – wenn auch eher halbherzig – meinen Azubi ab zu wimmeln. Denn was ich hier und heute Nacht vorhabe, ist nicht legal und eigentlich meine ganz persönliche Sache.
Denn heute ist Zahltag.
Zahltag für Lord Dragaunus.
„Nichts für Raumzeitagenten in Ausbildung...“ versuch ich es noch mal.
Nosedive blickt mich einfach nur an, patscht mir die Hand auf die Schulter und erklärt: „Du willst Dragaunus die Rechnung servieren... Du wirst nen Abwascher brauchen.“
Ich kapier zwar die Logik dahinter nicht aber, wenn er denn unbedingt mit will...
„Du stehst Schmiere, Dude!“ bestimme ich zu seiner eigenen Sicherheit.
„Hi Dragy!“ Dragaunus zuckt zusammen, denn ich hab mich direkt in seine Zelle teleportiert.
Er knurrt mich an und ein paar Rauchwölkchen entsteigen seinen Nüstern. Als ob er mich damit beeindrucken könnte – lächerlich.
Und das, scheint ihm eben bewusst zu werden, denn er stürmt auf mich zu und versucht mich anzugreifen.
Meine Hand ruckt nach oben, beinahe ohne mein Zutun bannt ihn meine Magie an Ort und Stelle.
In meinem Kopf sammeln sich ALLE von Dukes Alpträumen und auch ein grosser Teil derer der anderen Ducks.
Ich nehme solche Dinge wie Träume, nicht mit Absicht telepathisch wahr; wenn ich schlafe kommen die Bilder, von den Träumen anderer die mir nahe stehen, oftmals einfach ungebeten in meinen Kopf.
Sammeln sich in meinem Unterbewusstsein. Quälen mich.
Doch gerade jetzt, gegenüber von der roten Echse, sammle ich sie bewusst in meinem Kopf, bündle sie zu einem dicken, fettigen, von dunklen Schlieren durchzogenen, unförmigen Klumpen.
Ganz langsam, hebt sich meine Hand, werden meine Augen trüb und dunkel, mache ich einen langsamen, trancegleichen Schritt. Und noch einen; und dann den letzten.
Die Fingerspitzen meiner linken Hand berühren die Stirn Dragaunus.
Die Augen des Saurian weiten sich erschrocken, als er erkennt, was ich beabsichtige.
Und ich bin so freundlich, ihn darauf hinzuweisen:
„Deine Rechnung LORD Dragaunus. BEZAHLE.“
Und die geballte Mischung, gewoben aus Schmerz, Erinnerung und Alpträumen, trifft ihn. Setzt sich in ihm fest. Lässt sich nieder zum bleiben.
Die grosse, rote Echse jault gepeinigt auf, löst sich mit der Gewalt der Verzweiflung aus meinem magischen Griff und sackt vor meinen Füssen zusammen.
Ich wende mich ab, drehe mich an der Zellentür noch einmal um, erkläre: „Deine Arbeit. Deine Bezahlung!“ und dann verlasse ich die Zelle.
Noch etwas mehr, das mein Gewissen belastet...
Dive steht vor der Zelle und wartet, starrt mich an und verkündet kaum sind wir zusammen in den Korridor getreten: „Du siehst, mit Verlaub, beschiiissen aus Dude! WAS hast du da drinnen gemacht?“
Wie soll ich ihm das nun wieder erklären?
„Du hast ihn nur berührt und Dragy fängt an zu wimmern...“ plappert er auch schon weiter.
„Nosedive, du hast doch auch Alpträume von diesen Gefangenenlager auf Puckworld?“
Er bleibt stehen, nickt geknickt und murmelt: „Das war die Hölle...“
Ich nicke, drücke ihn kurz und erkläre dann: „Dragaunus, hat nun nicht nur deine, sondern auch die Alpträume der anderen Ducks. Und die Erinnerungen an die Schmerzen...“
Er mustert mich lange, ehe er nickt und dann seinen Arm um meine Schultern platziert.
Ich lehne mich beim Gehen an seine Seite. Ein bisschen Nähe, kann ich grad sehr gut gebrauchen.
„Du musstest die Erinnerungen auch sehen, FÜHLEN. Nicht war Cathy?“
Ich nicke nur stumm, bleibe stehen und schnappe mir dann meinen Azubi um ihn einmal kräftig durchzuknuddeln: „Ich weiss nicht wer für Puckworld zuständig war. Ich hoffe nur, dass er für seine Nachlässigkeit bestraft wurde...“
Dive legt seine Arme um mich und drückt mich kurz aber fest, ehe er mich mit einem Schnabelstupser wieder etwas auf Abstand schiebt und grinst: „Wenn nicht, machen wir zwei beide das!“
„Jup!“ pflichte ich ihm bei schnappe mir seine Hand und erkläre: „Ich will zu Duke und du gehörst ins Bett!“ breit grinsend setze ich hinten dran: „Küken...“
Ich hab Dive und mich kurz ausserhalb Fort Keriums materialisiert und nun schleichen wir uns Seite an Seite die Treppe des Saloons hoch, vor dem Zimmer das sich die Brüder Flashblade teilen, verabschieden wir uns mit einem stummen Handschlag.
Lautlos schliesse ich die Tür hinter mir und bekomme den zweiten Schrecken dieser Nacht:
Zwei starke Arme schliessen sich von hinten um mich, ziehen mich an eine befiederte Brust und Duke raunt leise in mein Ohr: „Wo wart ihr denn, Liebstes?“
Ich schmiege mich in diese warme Umarmung und gestehe: „Ich war mit Dragy abrechnen...“
„Und Dive? Was hat der da...“
Ich wundere mich noch nicht mal, woher er denn nun wieder weiss, dass Nosedive mit mir unterwegs war. „Er hatte NICHTS mit meiner Aktion heute zu tun!“
„Pscht, nicht aufregen Sweetheart. Ich weiss, du würdest nie was tun, was den Kleinen in Gefahr bringt...“ und dabei streicht er mit seinem Schnabel sachte über mein Ohr.
Oh jaaa, ich will mehr davon. Viel mehr.
„Du riechst nach Wüste...“ und Dukes Zunge leckt über meinen Hals, „... musste nur schauen, ob du auch so schmeckst...“ und wieder leckt er über meinen Hals, entlockt mir ein raues Keuchen.
Als er damit weitermacht erkundige ich mich, mittlerweile am ganzen Körper bebend: „Nicht genug getestet, Schatz?“ und suche mit meinen Lippen diesen einen, ganz bestimmten Punkt an seinem Schnabel. Ein leises, keuchendes Fiepen sagt mir, dass ich erfolgreich war, beim suchen.
Hm, er schmeckt so köstlich, gerade im Moment schmeckt er nach Schokolade – Kakao, um präzise zu sein. Kakao und Duke, ich schiebe meine Zunge zwischen seine Zähne, versuche mehr von dieser sündig köstlichen Mischung zu bekommen und dränge meinen Erpel sanft zum Bett.
Vor dem Bett stehend versuche ich zugleich mich von meinen Kleidern zu befreien, Duke von seinem T-Shirt und der Shorts, und die Decke vom zu schmalen Bett zu ziehen.
Duke lächelt in meinen hungrigen Kuss, packt meine Weste, schiebt sie mir über die Schulter und dann seine Hände unter mein Shirt, um es mir gleich darauf über den Kopf zu ziehen.
Sehr zu meinem Bedauern, muss ich dazu den Kuss lösen und meine Plünderung in seinem Schnabel unterbrechen.
Die Decke liegt mittlerweile auf dem Boden, und wir zwei darauf.
Und zu meiner grossen Freude ist mein sexy Erpel damit beschäftigt meine Hose von meinen Beinen zu zerren, Stiefel und Socken schickt er auch gleich mit in eine der Zimmerecken.
Endlich kann ich uns wieder herum rollen, mich wieder auf seine Zunge stürzen und mehr von diesem köstlichen Geschmack haben.
Ich strecke mich der Länge nach auf ihm aus, schmiege mich dicht an seinen wundervollen Körper und fest in seine Federn, geniesse das Gefühl, von ihm festgehalten zu werden, gestreichelt.
Mit einem leisen, seligen Stöhnen, lasse ich mich auf ihn gleiten, nehme ihn tief in mir auf.
Oh Götter... So was schönes gehört schon fast verboten...
In meinem Inneren breitet sich diese glühende Hitze aus und in meinem Kopf explodieren kleine Blitze und Dukes Hände an meinen Hüften machen mich verrückt.
Ich reisse die Augen auf, kralle mich in seine Unterarme und unsere Blicke treffen sich.
Mein letzter Rest Kontrolle geht, mit einem leisen Aufjapsen von Duke, über Bord.
Jetzt, wo ich wieder denken kann, schmiegen wir uns fest aneinander, kuscheln auf dem schmalen Bett und haben uns dicht in der Decke eingemummelt; und der Schlaf nimmt mich sanft mit sich auf eine Reise ins Traumland.
TO WAKE UP
Gähn und streck...
Wie spät is es denn?
Uhh, schon halb Sieben...
Ich könnte noch gut und gerne zwei Stunden weiter ratzen.
Und Duke offensichtlich auch, so wie mein Süsser vor sich hin schnarcht.
Aber, wir haben heute noch so einiges vor.
Saurians verschicken zum Beispiel!
Ich lehne mich zu ihm hinüber, beuge mich etwas herunter und knabbere sachte an seinem Schnabel. Götter, ich kann und will nicht genug bekommen...
„Hmmm...“ grummelt mein Erpel und reckt sich mir entgegen.
Ich schnurre, weiterhin mit den Lippen an seinem Schnabel: „Morgen mein Schatz...“ und zur Bestätigung meiner Worte, lecke ich wieder über die Kerbe an der linken Seite.
Ein erneutes Grummeln, gepaart mit einem Seufzer und eine sanfte Hand legt sich an meinen Hinterkopf, wühlt sich in mein Haar und drückt meinen Kopf sachte in die richtige Position.
Und als sich Dukes Zunge sich in meinen Mund schiebt, sich an meiner reibt und meine Geschmacksnerven explodieren, ist es an mir zu keuchen.
Er zieht sich langsam aus dem Kuss zurück, blickt mich liebevoll an und raunt: „Morgen Liebstes...“ und schon wieder finde ich mich in einen Kuss gezogen.
„Weisst du, dass ich es LIEBE so geweckt zu werden, Cathy?“
Ich lächle, krabble auf ihn, beuge mich nach vorn und hauche dicht an seinem Ohr: „Ich weiss etwas, was du noch viel mehr liebst...“ und sehr sachte, streiche ich durch die Federn auf seiner Brust, derweil sich mein Mund schon wieder an dem Punkt festsaugt, wo Federn und Schnabel zusammenkommen.
Ein erneuter leiser Seufzer, ein Fiepser und die Hand in meinem Haar krallt sich fest, ein sehniger, starker Körper, bedeckt mit den flauschigsten, erregendsten Federn, die ich kenne hebt sich mir entgegen.
Meine Hände vergraben sich tiefer in dem flauschigen Grau, berühren die Haut unter den Daunen, kratzen sacht darüber und meinem Liebsten entringt sich ein atemloses Stöhnen.
Ich nutze die Gelegenheit, mit meiner Zunge zwischen seine Zähne zu gleiten, nach seiner zu tauchen und sie zu einem heissen Duell zu fordern.
Götter, er schmeckt so guuut... Und ich stöhne leise in den Kuss.
Dukes Hände haben ihre Umklammerung gelöst, gleiten über meine erhitzte Haut und bringen mich zum erbeben. Ich presse mich fester an ihn, fühle seine pochende, stahlharte Erregung sich gegen meinen Bauch drücken und knurre unwillkürlich lüstern auf: „Nie genug...“ lange und gedehnt.
Er rollt uns herum, blickt verlangend, verschlingend auf mich herunter und keucht: „Das...“ er bewegt seine Hüfte und ich wimmere auf, hebe mich ihm entgegen, mag nicht mehr warten,
„... will ich hoffen...“
Und endlich...
Bey bey Verstand.
„Nicht...“ kichere ich leise und schiebe Dukes Hand entschieden etwas höher, „... wir sind so schon zu spät dran.“
Duke zieht eine Schmollmiene, rutscht aber brav mit dem Handtuch wieder zu meinen Schultern und murmelt leise: „Sorry... aber ich kann und will meine Finger nicht von dir lassen, Cathy.“
Ich drehe mich um, drücke ihm ein Küsschen auf und schiele zur Uhr: „Halb Acht...“ und mit einem Wink meiner Hand sind wir nicht nur beide trocken, sondern auch gleich angezogen.
„Zufrieden?“ erkundige ich mich mit einem strahlenden Lächeln bei Duke der neugierig an sich hinunter sieht.
Also, ob er nun zufrieden is oder nich, MIR, gefällt mein Werk:
Schwarze, figurbetonende Jeans, die in ebenso schwarzen Boots stecken, weisses Shirt mit hochgekrempelten Ärmel und als I Tüpfelchen ein Nietengürtel mit ner Schnalle in Form unseres Teamlogos. Selbstverständlich hängt an dem Gürtel auch sein Saber.
Duke nickt grinsend und bestätigt: „Höchst zufrieden, Cathy!“
... ein Pitelchen, wo nicht allzu viel geschieht...
LIMBO-DANCE
Wir haben das Frühstück hinter uns, sitzen alle in der Aerowing die seit gestern auch wieder flugtauglich ist und ich kann nicht aufhören zu grinsen.
Das ist einfach ZU herrlich: Mallory hat darauf bestanden Thirty-Thirty mitzunehmen.
Der gute sitzt nun in einem der Reservesessel und sieht aus, als wären Hippodroiden definitiv nicht zum fliegen geeignet, klammert sich an Sarah Jane. So, sah er schon aus, als wir auf seine Frage hin, womit wir denn zu der Raptor kämen, auf den Flieger deuteten. Das er dennoch mit fliegt, seh ich schon fast als Liebesgeständnis Mal gegenüber...
Die schmachtet ihn sowieso auch schon die ganze Zeit über an.
Also ehrlich, langsam, frage ich mich was die hier in ihr Sweetwater mischen.
Ob das wohl bei Tanya und Wing auch funzen würde? Ob ich die beiden einfach mal mit dem rosa Zeugs abfüllen soll?
Wir treffen uns vor der Raptor mit Brave Starr und Tex.
TEX! Ich reisse erschrocken die Augen auf, als mich die Erkenntnis trifft:
Oh mon dieu! Ich hab Skullie gestern nicht zurückgebracht!
Mit einem schnellen Schritt, versteck ich mich hinter Duke. Gleich gibt es hier ein Donnerwetter...
Wieder erwarten, kam ich um den ZS herum und nun stehen wir alle, inklusive Roarach der eben auch zu uns gestossen ist in dem Kontrollraum, oder wenn man denn so will, auf der Brücke der Raptor. Zusammen mit den Sauriern, wird es langsam etwas eng.
Die sechs Ducks stehen mit gezückten Waffen um die Gefangenen herum und alle – alle bis auf Dive – starren auf das ungewohnte Bild, dass Dragaunus ihnen bietet:
In sich zusammengesunken, wimmernd und immer noch leicht vor und zurück schwankend, steht der ehemalige Overlord dort und wagt es nicht seinen Blick auch nur zu heben.
Meine „Behandlung“ scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein.
Wildwing blickt mich aufmerksam an als ich ein paar Knöpfe und Regler an der Kommunikationseinheit der Raptor betätige.
Tex hat sich neben mich gestellt und sieht irgendwie nervös aus.
Und dann dämmert es mir, just in dem Augenblick, als das Signet der Time-Agency auf dem Bildschirm vor uns aufleuchtet.
„Du willst die Gelegenheit nutzen?“
Texas Mc Allister nickt entschlossen und bestätigt: „Feststationiert oder Ende...“
Roarach kommt in seiner verkleinerten Form heran und berührt kurz mit seinem Flügel Tex' Arm: „Es tut mir leid, bitte verzeih...“
Mein lila Freund ruckt zu dem Drachen herum und zischt ihn an: „Jetzt-lass-es-endlich-gut-sein...“
Ich verkneife mir ein Grinsen denn das ist nun bestimmt schon die hundertste Entschuldigung, die Roarach von sich gibt.
„Agent Catherine Wonder!“
Ich nehme unwillkürlich Haltung an und meine gesamte Aufmerksamkeit gilt dem Bildschirm vor mir und dem Bild das sich langsam klärt. Pure Erleichterung durchflutet mich als ich erkenne WELCHER unserer Vorgesetzten es ist.
„Raumzeitagent Catherine Wonder meldet sich zum Rapport und erbittet Erlaubnis zur Öffnung eines Gateway in den Outer-Limbo, Admiral Kirk, Sir!“
„Wie oft soll ich noch sagen, dass das Jim heisst, Catherine?“
Ich salutiere flapsig und entgegne mit meinem breitesten Grinsen: „Schön DICH zu sehen Jim! Wie gehts deiner besseren Hälfte?“
Er grinst zurück und erwidert: „Ich soll dich grüssen...“ und schon wird er wieder ernst, „Genehmigung zur Öffnung des Gateways erteilt! Wir sehen uns auf der anderen Seite...“ und wir stehen wieder vor einem leeren Bildschirm.
„Tex, wärst du so freundlich?“
Er nickt und hantiert an diesen fremden Instrumenten herum, als hätte er nie was anderes getan. Dann verkündet er: „Achtung, wir heben ab!“
Und tatsächlich: ein Zittern läuft durch die Raptor und vor ihr bildet sie einer dieser Dimensionswirbel.
Und keine zehn Minuten später, landen Tex und ich dieses Monstrum von einem Raumschiff auf der Landeplattform des Hochsicherheitsgefängnisses.
Admiral James Tiberius Kirk und zwei weitere hochrangige Agents warten bereits auf uns und unsere Gefangenen.
„Können wir dabei sein wenn ihr sie weg sperrt?“ Wing klingt wenig hoffnungsvoll, doch ich entscheide: „Ja. Er hat EURE Welt zerstört. Ist euer gutes Recht...“ Geht zwar weit über meine Befugnisse, aber erstens ist mir das Wurst – und wenn ich hier endlich mal zeigen muss, was ich kann, was ne menge ist – zweitens haben Wildwing und die anderen das mehr wie verdient.
So kommt es also das die vier Saurians von den Ducks, Brave Starr und Thirty-Thirty eskortiert, hinter mir und Tex die Raptor verlassen.
Kirk wirft einen kurzen fragenden Blick zu den Enten und dann zu mir, ich blicke ihn nur fordernd an, resigniert fährt sich mein Vorgesetzter einmal durch seine grauen Haare, lächelt kurz und nickt dann. Gut, steht er meist auf meiner Seite...
Ich bleibe vor ihm stehen und salutiere vorschriftsmässig und übergebe meinen Rapport. Tex neben mir tut es mir gleich. Jim winkt gelangweilt ab und wartet auf Roarach der nun wieder gross ist – Ich HOFFE wirklich, dass der sich an unsere Absprache gehalten hat – und nimmt dann auch dessen Bericht entgegen.
Dann deutet er uns an ihm zu folgen.
Da ich an der ganzen Misere Schuld habe, sorge ich dafür das ich direkt neben ihm hergehe.
„Catherine...“
„Ja Jim?“
„Dein Küken macht sich grossartig...“
„Danke!“ erwidere ich und platze beinahe vor Stolz auf Nosedive. Ein Lob von Kirk. Wenn ich ihm das erzähle...
„Und dein Verlobter ist auch nicht zu verachten...“ mit seinem typischen verschmitzten Grinsen.
„Meiner...“ knurre ich gespielt, „... du hast deine bessere Hälfte!“ Wenigstens muss ich mich hier keine Sorgen machen, von wegen Vorurteilen.
Die nächsten paar hundert Meter legen wir schweigend zurück, doch als wir unter dem grossen Gefängnisportal durch gehen ertönt ein lautes Wimmern:
„Ich will da nicht rein... bitte nicht... Ich gesteh auch alles... Ich wollte doch nur Sternchen...“
„STERNCHEN?!“
...Pitel ohne viel Inhalt, wollte aber unbedingt geschrieben werden.
STAR-INTERMEZZO
Alle starren wir Chameleon fassungslos an.
Und ich kann schwören, dass der wimmernde Saurian der da nun vor uns auf dem Boden sitzt, von allen anwesenden Raumzeitagenten und Dive empathisch gescannt wird.
„Ich wollte nur Sternchen...“ und gleich noch mal: „Ich wollte doch nur Sternchen...“
Es wird zu einem gleichmässigen, jammernden Sermon.
So lange, bis Siege der Kragen platzt und er seinen ehemaligen Mitstreiter und nun Mitgefangenen kräftig tritt.
Irgendwie sind wir alle zu langsam um es zu verhindern.
Nun, Chameleon ist kurz ruhig – und fängt dann wieder an: „Sternchen... nur ein Sternchen...“
Der bullige Siege, holt erneut aus und – diesmal sind wir schneller:
Eine sechsfache, magische Entladung trifft ihn.
Sang und klanglos kippt er um.
Ich kratze mich am Kopf murmle ein „Sorry Boss“ in Jims Richtung und mache dann das ich zu Chameleon komme, der nun zusammengekrümmt auf dem Boden liegt und immer noch vor sich hin wimmert.
MEIN empathischer Scann, hat mir deutlich gezeigt, dass das da NICHT gespielt ist.
Bei ihm, ist wirklich was in seinem Hirn durchgeschmort.
Wenn ich nur wüsste, was das mit den Sternchen soll.
„Weiss einer von euch, was das mit den Sternchen soll?!“ werfe ich einfach mal so in die Runde, an niemand bestimmtes gewandt.
Die Antwort kommt von Nosedive: „Ich hab da so ne Vermutung. Moment...“
Nur ein sehr, sehr strenger Blick von mir hält den jungen Erpel im letzten Moment davon ab zu teleportieren, statt dessen, macht er sich mit seinen Turboskates auf den Weg.
„... Bin gleich wieder da!“
Ich lege zum Schrecken aller anwesenden Ducks die Hand auf Chameleons Schulter, drücke sanft und fange an in der alten Sprache auf ihn einzureden, derweil ich mich langsam in seinem Geist versenke. Wohl eher in dem, was im Moment noch davon übrig ist.
Es dauert einen langen Augenblick, bis der Saurian merkt, dass er da nicht mehr alleine ist, dass ihm jemand in seiner Verzweiflung zur Seite steht.
„Hallo Eidechschen...“ ich strecke im Geiste die Hand aus und biete sie ihm an, „... kommst du wieder mit mir hier raus?“
Sein geistiges Abbild schüttelt den Kopf und wimmert: „... Sternchen...“
Bah, der ist ja noch verrückter als Quolon am Ende war...
Versuchen wirs anders. Ich übermittle ihm eine warme Welle und raune: „Wenn du brav mit mir mitkommst Eidechschen, bekommst du von mir persönlich ein Sternchen...“ ich hoffe nur, ich hab ihm jetzt nicht grad nen Planeten versprochen...
Die Augen seines inneren Selbst werden gross und er blickt mich hoffnungsvoll an: „Sternchen, Chameleon bekommt ein Sternchen?“
Ich nicke: „Ja, Chameleon bekommt ein Sternchen.“
Er streckt seine Hand aus und ich ergreife sie, ziehe ihn hinter mir her...
Ich öffne meine Augen, bin zurück in der wirklichen Welt und drücke noch einmal ermunternd Chameleons Schulter ehe ich etwas von ihm abrücke.
Und in dem Moment kommt Dive zurück.
Einen Papierbogen in der Hand, den er triumphierend in die Höhe hält: „Hier bitte Bo...“ ein böser Blick meinerseits, der verquasselt sich heute schon noch, „...Boys!“
Hihi, da hat der Kleine grad noch mal die Kurve gekriegt.
Ohne Aufforderung bringt er das Papier zu Kirk und übergibt es ihm dann mit sichtlichem Stolz, als dieser ihm kurz zulächelt.
„Hm, faszinierend...“ mit erhobener Augenbraue...
Oh, ob da wer auf seinen Thy' la abfärbt?
Ich trete zu Admiral Kirk und strecke die Hand aus: „Darf ich kurz, Admiral?“
Wortlos übergibt er mir den Bogen und ich staune nicht schlecht als ich die Liste darauf sehe:
Sadsmileys und Sterne... Punktevergabe, wie in der Schule.
Hinter Dragaunus' Namen, kleben ne Menge und hinter Chameleons eines.
Und genau dem, halt ich nun das Papier vor die Augen, löse eines von denen bei Draggy und klebe es hinter Chameleons Name.
„Siehst du, Eidechschen, ein Sternchen.“
Zu Kirk gewandt befinde ich: „Ich fürchte, der gehört nicht ins Gefängnis, sondern in die Klapse...“
„Chameleon hat ein Sternchen!“ jubelt unser Eidechschen und hüpft fröhlich herum.
DER hat wirklich ne Macke.
„So können wir dann weiter, Catherine?“
„'Türlich Jim!“ und wir setzen uns wieder in Bewegung.
BEY-BEY SAURIANS
„Jim, Admiral Kirk Sir...“
„WAS, willst du Catherine?!“
Mist! Aber eigentlich war s ja klar, dass er mich durchschaut.
Da kann ich ja auch gleich mit der Tür ins Haus fallen: „Ne Blanko-Erlaubnis fürn Interdimensions-Gateway!“ Hastig schieb ich ein „Bitte!“ nach.
Kirk bleibt stehen und alle anderen die uns nach wie vor ins innere des Gefängnisses folgen auch. Hastig, winkt Jim sie weiter, blickt ihnen hinterher. Ich tausche einen kurzen Blick mit Duke als er an mir vorbei geht, lächle ihm beruhigend zu.
Und dann steh ich mit Jim alleine da.
„Also Catherine, von wo nach wo? Wieso?“
„Anaheim Standardtime One, Headline B, nach New Texas Standardtime Zero, Headline B! Mallory und Thirty!“
Jim seufzt und atmet dann tief durch: „Weiss der Chef davon?“
Ich nicke nur. Klar weiss er es. Der weiss alles von mir.
„Und wieso, bekommst dus nicht von ihm?“
Diesmal seufze ich und gebe zur Antwort: „Du weisst: Er KANN nicht zweimal hintereinander dem selben Agenten ein Gateway genehmigen...“
Wieder nickt Jim, überlegt kurz und erkundigt sich dann: „Steht er hinter dem Plan?“
„Ja, tut er. Er kann...“
„Ich machs...“
Und ich häng ihm am Hals: „Danke, DANKE! Jim!“
Mir fällt ein Stein von Herzen.
Wenn wir zurück sind...
Wir haben die Anderen wieder eingeholt und ich stell mich neben Duke, der mich mit einem kurzen, sanften Blick begrüsst.
Und dann werden die Saurians dem hiesigen Sicherheitspersonal überantwortet.
Niemand von uns sagt ein Wort, bis Dragaunus und die anderen ausser Sicht sind, dann holt Wildwing tief Luft erkundigt sich, direkt an mich gewandt: „Ist es nun vorbei?“
Ich blicke ihn an erwidere ihm: „Frag mich das noch mal, wenn wir wieder zu Hause sind, Wildwing.“
Er nickt.
Wir haben das Gefängnis verlassen, stehen wieder vor der Raptor und ich frage mich, wie ich meine Begleiter zurück nach New Texas verfrachten kann. Die Raptor wird ja wohl hier bleiben müssen.
Aus den Augenwinkeln bekomme ich mit, wie Tex – seinen Marshall an der Hand – mit Kirk diskutiert.
„Die kriegen das schon hin...“ reisst mich Roarach aus meinen Betrachtungen; und Duke legt mir einen Arm um die Schultern, ergänzt: „Und sonst wir alle zusammen!“
Muss hier eigentlich jeder meine Gedanken lesen?
Oder, bin ich mittlerweile wirklich so berechenbar?
Tex kommt samt Brave Starr und Kirk zu uns herüber geschlendert und deutet auf die Raptor: „Alle an Bord ausser Catherine, aber zackig!“ grinsend fügt er an: „WIR, ich und mein Marshall wollen nach Hause...“
Duke schüttelt nur den Kopf legt mir besitzergreifend den Arm um die Taille und knurrt unmissverständlich: „Ohne Cathy, geh ich nirgendwo hin!“
So kommt es, dass nun Duke und ich einem grinsenden Jim gegenüberstehen.
„Was gibts zu grinsen, grosser Captain Jim Kirk?“
„Ich mag deinen Duke...“ und er streckt mir eine Speicherkarte hin, „... Hier, dein Blanko!“
Ich strahle ihn an und erkundige mich, nach dem ich mich bedankte, Roarachs Schweif hinterher starrend, der eben an Bord der Raptor verschwindet: „Was ist mit Tex und der Raptor?“
Admiral Kirk nickt ernst und erklärt: „Wir brauchen einen zuständiges, fest stationiertes Team für New Texas Standardtime Zero, Headline B, wenn du da...“ er schiesst einen kurzen Blick zu meinem Erpel, redet dann jedoch weiter, „... du da ein festes Gateway installieren willst. Und da Mc Allister eh da bleiben will... Kurz, er brauchte ein Schiff!“
Ich kichere und befinde: „Und Roarach?“
Kirk winkt ab: „Untersteht immer noch Tex' Aufsicht, bis ich entschieden hab...“
Wie ich Kirk kenne – und den Boss kenne – werden DIESE Berichte wohl nicht so schnell gesichtet werden, irgendwo in einer Schublade verschwinden.
„Danke, grosser Captain!“
„Jederzeit Catherine, wie immer:“ er salutiert vor mir, „At your service CW!“
Ich erwidere den Salut und ziehe Dann meinen Duke – wie Kirk vorhin so schön betonte – mit mir an Bord der Raptor.
„Dein Vorgesetzter ist seltsam...“ murmelt mein Liebster.
Ich nicke nur und stelle klar: „Wir sind eine Familie in den höheren Rängen...“
„WIR?!“
Ich dachte er sei dein Vorgesetzter?!“ Duke hat mich an den Schultern gepackt und herumgewirbelt, starrt mich ungläubig an.
„Ich bin eigentlich a.D. ...“ grinse ich, „... schon vergessen, du sexy Erpel?“
„Welchen Dienstgrad hattest du?“
Ich hebe die Schultern und anstelle einer Antwort, küsse ich ihn lieber.
ALLES, muss er nun auch nicht wissen.
... FLUFF RULES!
MY LOVE
Wir sind zurück auf New Texas.
Ich sitze inmitten meiner Freunde, meines Teams, im Saloon bei einem späten Abendessen und wundere mich immer noch, dass mich noch keiner ausgefragt hat, was ich mit der ganzen Sache zu tun habe.
Na gut. Ich weiss es ja zu schätzen.
Und ich habe ihnen damals, bevor ich wegging so einiges erzählt.
Doch im Moment, möchte ich einfach nur schlafen. Ich bin so müde...
„Cathy, Sweetheart, gehen wir zu Bett?“
Mein Liebster steht auf, legt seine Hand auf meine Schulter und hat mich mal wieder erlöst.
„Gerne Schatz...“ ich schmiege mich nach hinten gegen Duke und ehe ich protestieren kann, hebt er mich auf seine Arme, wünscht allen eine gute Nacht und trägt mich auch schon davon.
Ich winke ihnen noch kurz zu und kann schwören, dass ich wohl schon eingeschlafen bin, bevor wir auf unserem Zimmer ankommen werden.
Ein harter Schlag in meinen Magen lässt mich hochfahren und nach Luft japsen.
Ich bin augenblicklich hellwach, will aus reinem Reflex nach meiner Waffe fassen, bis ein leises, ersticktes Keuchen an meine Ohren dringt.
Mit einer einzigen magischen Geste schimmert der ganze Raum in einem warmen Dämmerlicht und ich weiche einem weiteren von Dukes verzweifelten Abwehrschlägen aus, lege meine Hand auf seine Schulter und drücke sehr sanft zu. „Duke!“ ich sage es sehr bestimmt und mit Nachdruck, „Aufwachen, du bist in Sicherheit...“ erneut, schlägt mein Liebster aus. Ich fange seine Faust auf halbem Weg zu meiner Nase ab und schwinge mich rittlings auf ihn; dann bin ich wenigstens nicht auch noch in der Gefahr getreten zu werden.
Und erneut versuche ich es: „Duke! Aufwachen!“
Mein Schatz bäumt sich noch ein letztes mal auf und reisst dann die Augen auf, starrt mich panisch an und keucht: „Ca... Cathy... hab ich dich...“
Ich lass ihn nicht ausreden, schlinge meine Arme um ihn und ziehe ihn in einen heftigen Kuss, ehe ich ihm zu raune: „Schhht, alles in Ordnung, mir geht s gut, mein Schatz...“
Wir klammern uns eine ganze Weile einfach nur gegenseitig am jeweils anderen fest, während mein Liebster versucht zu Atem zu kommen.
„Cathy?“
„Hm, mein Schatz?“
„Danke.“
„Gern geschehen...“ ich streiche sanft mit meinen Fingern durch seine Stirnlocke und ich bemerke, dass er immer noch zittert, „... ich bin für dich da, Duke.“
„Liebe dich...“
„Dich auch!“ und wieder küsse ich ihn, versuche ihn zu beruhigen.
Meine Hände streichen über seine Schulter, suchen sich eine der Narben unter diesen grauen Federn, folgen ihr, liebkosen sie.
Mein geliebter Erpel, schmiegt sich augenblicklich in die Berührung – gut so.
Ich liege auf ihm, schmiege mich an ihn und lasse meine Finger durch seine Federn, über seinen Körper streicheln – und ganz langsam, mit jeder weiteren, zärtlichen Berührung, mit jedem weiteren innigen Kuss, ebbt Dukes Zittern ab; schlägt um in Leidenschaft.
Und dann hab ich endlich meinen wundervollen Erpel zurück.
Diesmal, ist es kein Schlag, sondern ein mehr als sanftes Streicheln an meinem Bauch das mich aufweckt. Gefolgt von einem zärtlich geraunten Liebesschwur und einem sanften Knabbern an meinem Ohr.
Oh ihr Götter, SO, könnt ich jedes Mal geweckt werden.
Ich schmiege mich den sanften Händen meines Liebsten entgegen, wende den Kopf ein wenig, hauche einen sanften Kuss auf die Seite seines Schnabels und raune sachte: „My Love...“
Die Antwort dringt nur schwach in mein umnebeltes Hirn: „Ich habe dich wieder geschlagen...“
Eine kalte Dusche könnte mich nicht schneller wecken.
„NEIN!“ begehre ich auf.
Doch Duke meint nur leise, immer noch meinen Bauch streichelnd: „Da ist ein Bluterguss...“ sein Finger fährt bezeichnend darüber, „... meine Faust...“
Ich fange mir seine Hand ein und drücke sie fest gegen meinen Bauch: „Und wenn schon! Du hattest wieder einen Albtraum. Ich bin nicht aus Zucker; und du kannst nichts für deine Träume. Und jetzt...“ ich ziehe ihn zu mir hinunter auf mich, „... jetzt Duke, my Love, lass uns Liebe machen.“
... einer meiner typisch bekloppten Titel...
HEAD OVER HEELS
Ich seufze tief auf und rolle mich auf den Bauch, um über den Rand des Saloondaches nach unten in den Hinterhof zu spähen, von wo mir Mals Kichern und Tihrtys Lachen entgegen schwebt.
Duke neben mir, der sich auf seine Ellenbogen gestützt hat grinst: „Da hat sich wohl wer Hals über Kopf verliebt...“
Ich lächle schmiege mich an seine Seite und raune: „Damit, hast du ja Erfahrung, Schatz...“
Er gluckst leise, stupst mich sanft mit der Schnabelspitze an und legt mir den Arm um die Schultern, ehe wir uns wieder der Beobachtung eines balzenden Hippodroiden in freier Wildbahn widmen.
Und ich muss sagen, Thirty macht seine Sache nicht schlecht, denn Mallory Mc Mallard versetzt ihm grad als Dank für ein Sweetwater einen sanften Schnabelstupser.
„Muss doch was in diesem Gesöff sein...“
„Hm,“ Duke blickt mich fragend an, „weswegen meinst du denn, Cathy?“
„Na Tex und Brave Starr, Mallory und Thirty, Handelbar und die Richterin...“
„Du meinst wir sollten Wingster und Tawny dringend ne grosse Dosis davon verabreichen?“
Ich grinse ihn meinen Ex-Dieb unverhohlen an: „Gut, dass hier jeder Bescheid weiss, ausser den beiden...“
„Wer das nicht sieht is blinder als Trash ohne Brille!“ ertönt es von hinter uns.
„DIVE!“ Duke und ich fahren beide herum, „Was machst du hier?“
„Das selbe wie ihr...“ grinst er uns an, „... spannen!“
Und dann fliegen auch schon die Pucks und Sarah-Janes Entladungen über unsere Köpfe hinweg und ziemlich unisono tönt es zu uns hinauf: „Nicht mal in Ruhe knutschen kann man hier!!“
Ich kann nicht an mich halten, strecke vorsichtig den Kopf über die Dachkante und rufe zurück: „Also, DAS was ihr da macht, nenne ich nicht knutschen!“ Dukes Kopf ist wie auf Kommando neben meinem und ich schnappe ihn mir, nur um nach unserem sehr, sehr heissen Kuss, erneut nach unten zu brüllen: „DAS, nenn ich knutschen...“ und ich teleportiere mich und meinen Liebsten schleunigst aus der Schusslinie, nach unten, VOR den Saloon zu Dive, der unmittelbar nach meinem Statement nach unten gesprungen ist.
„Manchmal,“ und Dive hebt seine Hände zu einem doppelten High Five, den ich und Duke begeistert abklatschen, „seid ihr einfach zu cool, Dudes!“
Alle drei blicken wir den Pucks hinter her, die irgendwo über dem Saloon in der Luft verpuffen.
Ich grinse: „Wenn das mal keinen Ärger mit Wing gibt...“ und ich drehe mich zu dessen kleinem Bruder, „also, Dive, was wolltest du wirklich da oben?“
„Dich was fragen, haste kurz Zeit?“
„Meinetwegen auch lange, Nosedive...“
„Ich hol uns ein Sweetwater...“ und Duke probt nen unauffälligen Abgang.
Dive blickt meinem Liebsten aufmerksam hinterher, bis der im Saloon verschwunden ist, wendet sich dann mir zu und erkundigt sich, für seine Verhältnisse recht kleinlaut: „Du und Kirk, ihr habt über mich gesprochen?“
Ich nicke und will zu einer Antwort ansetzen, da beginnt mein Azubi auch schon zu jammern: „Ich WUSSTE es: Ich hätte nicht teleportieren dürfen...“ und er blickt mich verzweifelt an, „... muss ich aufhören Catherine?“
„Nur mit dem Jammern Dive, nur mit dem Jammern...“ ich fasse ihn sachte an den Schultern, „... Jim meinte nur, dass du dich gut machen würdest, Nosedive. Du hast also ein waschechtes Lob vom grossen Captain bekommen!“
Dives Miene erhellt sich langsam, als er begreift, was ich ihm da sage und ich setze noch eins drauf, ehe ich Duke in den Saloon folge: „Und du glaubst gar nicht, wie stolz ICH erst bin, Nosedive Flashblade!“
Drinnen im Saloon herrscht ein angenehmes Dämmerlicht und ich stelle mich zu Duke und Wildwing an den Tresen.
Unser Teamleader zögert sichtlich einen Moment, ehe er seinen Sorgen Luft macht:
„Wie ist das nun mit der Zeitverschiebung zwischen Anaheim und hier? Müssen wir damit rechnen, dass wir da ein Jahr weg waren?“
Ich schüttle den Kopf und erkläre: „Mit dem Gateway der Raptor – sobald Tex es neu justiert hat – kann man Raumzeitsprünge machen. Soll heissen: Wir können nicht nur durch die Dimensionen springen, sondern auch wieder an unseren Ausgangspunkt zurück...“
Wing nickt, denkt einen langen Augenblick nach und stellt dann diese eine Frage, die ich immer vergesse: „Werden wir uns erinnern?“
„Hmpf,“ grummle ich, „nur weil man an den Anfang zurück geht, heisst das noch lange nicht, dass man, alles gewesene vergisst Wildwing Flashblade!“
Er nickt und stellt fest: „Mallory...“
„Ich will noch nicht weg!“ Mallory ist von uns allen unbemerkt hinter uns am Tresen erschienen und starrt mich und Wildwing nun wild entschlossen an.
Ich beschliesse, dass es an der Zeit ist, die Katze aus dem Sack zu lasen. – Den Kater, lass ich vorerst noch drinn...
„Mallory,“ ich nicke ihr aufmunternd zu, „glaubst du ernsthaft, ich würde ein frisch verliebtes Paar auseinander reissen?“
Unsere rothaarige Ex-Militär schüttelt schwach den Kopf und ich erkläre: „Tex wird einen festen Gateway, von hier nach Anaheim errichten. Wir können also jederzeit hier vorbei schauen; und dein wilder Hengst, kann sich auch mal ein Spiel von dir angucken kommen...“
Wie auch immer wir das dann Phil erklären...
Als Mal Mal zur Hintertür hinaus stürzt, komm ich nicht mehr gegen ein erleichtertes Lachen an.
Ich glaube, ich habe heute nicht nur zwei Enten sehr glücklich gemacht, sondern einen Hippodroiden gleich mit.
WANNA GO HOME?
„Tex?!“ ich hab mich direkt auf die Brücke der Raptor teleportiert, immerhin, hat mein lila Freund mich herbestellt.
„Hier hinten Catherine!“
Ich folge Tex' Stimme hinter eine gelöste Wandverkleidung und zwänge mich durch den schmalen Spalt. „Hi Texas,“ er hebt kurz den Kopf funkelt mir mit glühenden Augen in diesem Halbdunkel entgegen, „WAS, tust du da Tex?“
„Hi, Cathy!“ er blickt wieder auf das Kabelgewirr vor sich und erklärt dann: „Ich muss da eine Sicherung erneuern; und ich muss noch den „Tim-traveller“ anschliessen... Vierundzwanzig Stunden, und ihr könnt nach Hause...“
Ich seufze erleichtert auf.
Ich bin zwar gerne hier, aber, ich vermisse so einiges aus Anaheim.
Und dann ist da noch das Portal nach Puckworld...
„Danke Tex, wirklich. Nicht nur dafür, dass du uns nach Hause bringst, auch dafür dass du dieses Gateway einrichtest und immer noch beim Verein mit dabei bist.“
„Lass die Dankesreden Cathy. Ich bin dabei und bleib es wohl. Ich bin nur froh, ist dieses Gateway nun auch offiziell...“
Ich nicke nur, da hat er recht.
„Du kommst uns besuchen?“
„'Türlich Tex! Ich will doch eure Hochzeit nicht verpassen...“ ich grinse breit und reiche ihm eines der Kabel, „... wir bekommen doch eine Einladung?“
Er grinst mich kurz an: „Wenn wir auch eine bekommen...“
„'Türlich Mc Allister, immer doch!“
Er lacht leise auf und erkundigt sich dann: „Gibst du deinen Enten Bescheid, dass es morgen nach Hause geht?“
Ich nicke nur und befinde: „Treffen wir uns zum Abendessen im Saloon?“
„Hexagon?“
„Oki doki Tex! Wir kommen! Bis denne!“ und mit einer kurzen herzlichen Umarmung verabschieden wir uns.
„...ist gut, wir kommen nach? Thirty verträgt das Fliegen nicht.“
Wildwing nickt Mallory zu und gesellt sich dann zum Rest von uns, der bereits an Bord der Aerowing wartet.
„Kann los gehen Baby Bro!“ und wir heben ab.
Hm, mir gefällt diese Party hier.
Alle sind gut drauf. Sogar Mal Mal die gerade ziemlich eng mit Thirty tanzt und jede Sekunde davon zu geniessen scheint.
Ich für meinen Teil, hab es mir hier auf dem Balkon bequem gemacht, sozusagen mit Roarach auf Augenhöhe und unterhalte mich mit eben jenem und Tex, über alles mögliche.
Hauptsächlich schwelgen wir in Erinnerungen an die alten Zeiten.
Duke sitzt drinnen und quatscht mit Brave Starr über Juwelendiebstahl. Was für ein Thema, für einen Marshall und nen Ex-Dieb...
Heute früh, geht es nach Hause und ich bin vor allen anderen wach, nicht mal die Tatsache, dass Duke noch schläft hielt mich im Bett.
Ich sitze also jetzt hier unten im Saloon, ganz alleine, besass die Frechheit mir eben einen Kaffee zu brühen und versuche mich etwas zu entspannen.
Und weil mir eben dies nicht gelingt, geh ich jetzt die Aerowing überprüfen und startklar machen.
Wing wird wohl darüber nicht allzu böse sein.
Hoffe ich.
Und dann heisst es schon bald:
Bey bey New Texas!
Hello Anaheim!
EPILOG
Manche Dinge sind unbezahlbar.
Ein Sonnenuntergang auf dem Dach des Pond zum Beispiel.
Am aller besten noch in Dukes Armen, seine Stimme in meinem Ohr die mir zu raunt wie sehr er mich doch liebe. So, wie genau jetzt.
„Duke, my Love...“ ich küsse ihn, er küsst mich, wir küssen uns, und alles schmeckt nach Schokoeis mit Marshmallowsauce.
Auch so etwas unbezahlbares: Das Eis aus der kleinen Gelateria, hier gleich um die Ecke.
Und ich schmelze genauso dahin wie das Eis.
Ich nestle an seinem Shirt herum, schiebe meine Hände darunter vergrabe sie in den weiche, silbergrauen Federn an seinem Rücken und hole mir einen weiteren Mund voll Duke und Eis.
Treibe auf der weichen warmen Welle dahin, die seine Wärme, Nähe und Liebe in mir auslöst.
Wir beide, sind heute ganz alleine hier; halten die Stellung, bewachen den Pond und passen auf, dass Phil keinen Blödsinn anstellt.
Das ist in letzter zeit an den spielfreien Tagen öfter mal der Fall.
Seit dem wir hier zwei Gateways haben.
Ich habe mich von der Agentur breitschlagen lassen die beiden hier zu überwachen. Und das, obwohl Dive eindeutig mehr Talent für diese Dinger hat. Nun, mein Azubi überwacht die Tore, ich meinen Azubi.
Und der ist gerade mit Trasch und Mookie irgendwo am zocken. Alles wie immer...
Und Duke zaubert mein Lächeln noch breiter, in dem er einen weiteren Löffel Eiskrem vor seinen Schnabel hält, erst genüsslich das Eis herunter leckt und mich dann auffordernd anblickt.
Ich seufze genüsslich auf und hole mir mit meiner Zunge meinen Anteil vom Eis.
Ich würde dieses cremige, zartschmelzende Zeug auch gerne noch von anderen Körperstellen meines Liebsten lecken; und da es mittlerweile doch schon dunkel ist...
Mit einem leisen Stöhnen quittiert mein geliebter Erpel die Tatsache, dass mit einem mal unter mir liegt und ich das Eis nun wirklich von einer noch viel delikateren Stelle geniesse als zuvor.
Hm, manchmal, ist mein Leben schön.
ENDE
weiter gehts im nächsten...
