sollte wer Lust zum colorieren haben, einfach fragen!
Freitag, 27. November 2009
DRAGONSLAYER
sollte wer Lust zum colorieren haben, einfach fragen!
Donnerstag, 26. November 2009
WEIHNACHTSKALENDER
... spielt irgendwann, lange nach Kleiner Ärger...
SILENT NIGHT
oder
ADVENT, ADVENT, EIN LICHTLEIN BRENNT
Das Hexagon, lag in friedliche Stille gehüllt da, einzig die Weihnachtsbeleuchtung, erhellte die stockfinstere Nacht, liess den eigentlich grotesken Bau, schimmern und auch für Aussenstehende beinahe heimelig erscheinen.
Es war der erste Advent und wie immer seit vielen Jahren, hatten es sich Brave Starr und Tex Hex nicht nehmen lassen, das GESAMTE Gebäude vom tiefsten Keller bis zur Spitze der grossen Funkantenne mit Weihnachtsdekoration förmlich zu ÜBERLADEN.
Und eben diese beiden sassen nun zusammengekuschelt in eine weiche, lila Decke gehüllt vor dem Kamin, der seit ein paar Jahren das Wohnzimmer des Hexagons zierte und grillten über dem munter flackernden Feuer Marshmallows.
Tex' keriumrote Augen, fixierten die leuchtenden, vor Wärme strahlenden seines Mannes und er kuschelte sich noch etwas dichter an. Und zog dann den Spiess mit dem Marshmallow aus dem Feuer, blies sachte kühle Luft über die golden schimmernde Süssigkeit, zupfte mit spitzen Fingern die kleine Kugel ab und hielt sie dann Brave Starr vor den Mund. Der, schnappte spielerisch danach, fing nicht nur die kleine Köstlichkeit mit den Zähnen ein, sondern auch gleich die Finger, die sie ihm anboten.
Tex kicherte leise, schloss geniesserisch die Augen und raunte: „Du wirst dich nie ändern, oder Darling?“
„Natürlich nicht...“ lachte dieser leise, „... du dich hoffentlich auch nicht mein Schamane...“
Tex lachte ebenso leise auf, wie zuvor sein Mann: „Oh nein, bestimmt nicht. Versprochen,mein Häuptling!“
Und seine lavendelfarbene Hand strich zärtlich über Brave Starrs silberne Schläfe. Er mochte dieses Silber, fast genauso weiss, wie sein eigenes Haar. Das einzige äusserlich sichtbare Zeichen, dass sein Liebster nicht mehr so jung war wie früher.
Mit einem glücklichen Lächeln, griff er nach einer weiteren Schaumzuckerkugel, piekste sie auf den Spiess und streckte den dann in das Feuer.
Brave Starr lachte leise, derweil er seinen Liebsten dabei beobachtete und schliesslich hinter ihn rutschte, ihn mit beiden Armen umfasste und dann eine Spur aus sanften Küssen auf Tex' Nackenlinie setzte. Tex erschauerte und schmiegte sich an die breite Brust seines Mannes und raunte dann mit leiser Wehmut in der Stimme: „Shaman, hatte wie immer recht, als er uns damals sagte:“ und hier wurde er ernst, „Dieses heilige Feuer, ist wirklich nicht nur gut um euch jung zu halten, meine Lieben...“
„Oh ja...“ nickte Brave Starr dicht am Hals seines Liebsten und widmete sich dieser lavendelfarbenen Versuchung, ausgiebig mit Zähnen und Zunge, ehe er hinzufügte: „Da, hast du ja so recht, alter Mann. MEIN alter Mann.“ Und mit der Geschwindigkeit des Pumas klaute er sich den Spiess samt Marshmallow, nur um diesen dann achtlos zur Seite zu legen. Er hatte etwas viel besseres als heisse Marshmallows...
Tex, grummelte amüsiert und selig, als sein Mann ihn sanft in den weichen Teppich drückte und sich auf ihn rollte: „Wie wahr, DU, wirst dich nie ändern...“ und den Rest schickte er seinem Brave über ihre Seelen-Verbindung, da sein Mund mit ganz etwas anderem beschäftigt war, „... seit FÜNFZEHN Jahren, bekommst einen Marshmallow und ich nicht, Darling.“
„Oh,“ kam es liebevoll zurück, „dafür, bekommst du auch jedes Jahr, eine ANGEMESSENE Entschädigung, Texie...“
UND AB HIER....
VIEL SPASS mit meiner sehr speziellen, nicht wirklich weihnachtlichen, Weihnachtsgeschichte:
I.
Geschlossene Augen, ein raues Keuchen, lavendelfarbene Haut, auf der Schweissperlen glitzerten, Hände die sich in schwarze Laken krallten...
Mit einem erstickten Lustschrei, schreckte Marshall Brave Starr hoch, stürzte zurück aus seiner Traumwelt.
Er wollte sich mit der Hand über die Augen fahren, als er sich des klebrigen Gefühls an seinen Fingern bewusst wurde.
DAS, war jetzt aber doch NICHT mehr normal. Wirklich nicht. Angewidert schüttelte er den Kopf.
Nicht genug, dass er in seinen Träumen immer und immer wieder, über Tex Hex, TEX HEX, seinen ERZFEIND, den SKULLHEAD herfiel. NEIN, er musste sich dabei im Schlaf – Brave Starr schüttelte vehement den Kopf – im SCHLAF, auch noch einen runter holen.
Erschöpft, rollte er sich aus dem Bett, verschwand im angrenzenden Bad und stellte sich erstmal unter die Dusche.
Eine kalte Dusche.
II.
Tex Hex riss mit einem gequälten Keuchen die Augen auf und starrte in die Dunkelheit. Lauschte angestrengt seinem eigenen fliegenden Atem, fühlte der seltsamen, sich plötzlich in seinem Inneren ausbreitenden Leere nach und seiner fürchterlich schnell nachlassenden Erregung.
Verzweifelt schlug er sich die Hände vor die Augen, krampfte sich zu einer kleinen Kugel zusammen, schlang die Arme dann um seine angezogenen Knie und wimmerte leise: „Nur ein TRAUM, Tex alter Junge...“ holte tief Luft und wiederholte, diesmal energischer: „Nur ein Traum...“ Aber, es fühlte sich IMMER so ECHT an. „Ausgerechnet DER...“ knurrte er abschätzig.
III.
Die beiden Kontrahenten taxierten sich, überschlugen die nächsten Züge ihres Gegners und stürzten dann wieder auf einander los.
Elegant, mit einer halben Drehung, liess der Desperado Brave Starr, ins Leere laufen. Pumageschwindigkeit hin oder her.
Der Marshall seinerseits, wich mit einem eleganten Sprung auf einen der nahe gelegenen Felsen, einem Schuss aus dem Hexmaker aus.
Der Sprung war wohl etwas zu heftig für den Felsen, denn mit einem unheilverkündenden Knirschen, stürzte er in die Tiefe, riss Brave Starr mit sich, begrub ihn und Tex Hex unter sich.
Eine lavendelfarbene Hand packte eine behandschuhte, braune; zwischen den fallenden, stürzenden Felsmassen und ein leises Ploff verklang ungehört in der Gerölllawine.
IV.
Schmerzen. Schmerzen, Dunkelheit und Kälte. Die ersten verworrenen Gedanken, die sich träge in Brave Starrs Bewusstsein drängten. Das reissende Geräusch von Stoff und eine nur zu wohlbekannte Stimme, die vor sich hin zeterte und fluchte: „Verdammt, du dämlicher Angeber! Nun komm endlich in die Puschen! ATME!“ ein heftiger Schmerz zuckte durch seine Rippen und seinen rechten Arm; und dann fluchte der Desperado wieder: „DAS, grenzt schon fast an Dummheit: Ich beatme dich und geb dir, sozusagen mein letztes Hemd und, ich wette, du eingebildeter Macho, wirst dir auch im nächsten Traum, wieder nur DEIN Vergnügen gönnen...“
Der Marshall, kämpfte sich etwas aus der Dunkelheit nach oben. WAS, hatte Hex da eben gesagt?
Er fühlte wie er herum gedreht wurde, auf die Seite. Stabile Seitenlage.
Hatte ihn der Felssturz den er ausgelöst hatte, wirklich so böse erwischt?
Und noch während diesem Gedanken, dämmerte Brave Starr erneut weg.
Das fünfte "Türchen" is etwas kurz, deshalb, hier ne kleine Frage an meine treusten Leser:
Was im Brave Starr Universum, is blau, rot und flauschig und kommt nur einmal im Jahr vorbei?
V.
Tex schnaubte verächtlich, griff nach dem Headset des ohnmächtigen Mannes und funkte dessen Deputys an; erklärte ihnen, wo sie ihren bekloppten Chef abholen konnten. Dann machte er sich, mit einem letzten Blick auf den unbeweglich daliegenden Marshall, davon.
Dieser Fussmarsch, würde ein ziemlich langer Spaziergang werden. Zumal er eben seine letzte magische Energie verschwendet hatte, diesen Hornochsen, von einem New Cheyenne zu verarzten, dessen Blutungen zu stoppen und ihn auf den Weg der Heilung zu schicken.
VI.
Man hatte Marshall Brave Starr zu Doc Clayton gebracht, wo er nun mühsam versuchte, NICHT auf dieser harten Untersuchungsliege einzudämmen, gar zu SCHLAFEN.
Der junge Mann, wollte unter KEINEN Umständen hier einschlafen. Nicht, wo ihn unzählige Geräte und ein sehr neugieriger Arzt überwachten.
Denn das, könnte SEHR peinlich für ihn werden.
Und es gelang im hervorragend wach zu bleiben. Alleine der Gedanke, an den letzten Traum und seine schlafwandlerischen Handlungen, hielten ihn wach.
Und als er dann endlich entlassen wurde – viel mehr: Sich selbst entliess – wurde das schlichte Bedürfnis, seiner Erschöpfung nachzugeben beinahe schon übermächtig.
Auch wenn das hiess erneut im Traumland, auf seinen Erzfeind zu treffen.
Und wieder schlichen sich diese Worte zurück in seine rastlosen Gedanken. Diese seltsame Schimpftirade des Desperados:
Macho... Traum... nur DEIN Vergnügen...
Das, KONNTE einfach nicht wahr sein.
Nicht genug, das er sich seiner Träume so schon geschämt hatte.
NEIN, nun schämte sich Brave Starr AUCH noch DAFÜR, dass er versuchte, ES jedes Mal so schnell als nur irgend möglich, hinter SICH zu bringen.
VII.
„Tex, BOSS, du MUSST schlafen.“ Skuzz drängte den Desperado nun zum wiederholten Male. Als auch dies nichts nutzte, verlegte sich Tex' persönliches Fusselbällchen, aufs Betteln: „Bitte, Teeex, du musst doch Kräfte sammeln...“ Skuzz, setzte dabei seinen patentierten Welpenblick auf.
„Ich will nicht. KANN nicht...“ Tex murmelte es erschöpft, „... will nicht schon wieder träumen.“
„Oh!“ machte Skuzz betroffen, das, war es also: Diese ewigen Alpträume. Er legte seinem Boss die Hand aufs Knie: „Soll ich hier bleiben und dich wecken, wenn...“
Tex Hex, winkte entsetzt ab. Alles, nur das nicht! Wenn Skuzz mitbekam, wie sehr ihn DIESE Träume verwirrten, ja geradezu VERSTÖRTEN... und zugegeben, auch ein wenig erregten.
Der lavendelfarbene Anführer der Carrion Bunch schüttelte entschieden den Kopf: „Danke, lieb von dir Skuzzie. Aber, lass nur. Ich werde es wohl noch alleine hinkriegen, etwas zu schlafen.“ Nach einer kurzen Pause, fügte Tex an: „Ich verspreche, wenn was schlimmes ist: Ich ruf dich...“ und er tätschelte seinem besten Freund kurz den Kopf.
VIII.
Brave Starr seufzte, rollte sich unter seiner Decke zusammen und traf für sich eine Entscheidung.
Blieb nur zu hoffen, dass sein Unterbewusstsein auch darauf hörte. Also, wiederholte er sie einmal halblaut, im feierlichen Klang einer Beschwörungsformel:
„Ich. Werde. Mir. Zeit. Lassen. Sollte ich von dir träumen Tex...“ er fuhr sich über eine der unzähligen, tiefen Schrammen die er bei dem Felssturz davon getragen hatte und die, als ihn Thirty und Fuzz einsammelten, genau wie alle anderen mit einem Fetzen grünen Stoffes behelfsmässig verbunden gewesen war und flüsterte, schon halb eingeschlafen: „... schulde es dir, du Gauner.“
Langsam, driftete er in die Traumwelt davon.
IX.
Sanfte, raue Hände, die gefühlvoll über lavendelfarbene Haut glitten. Keine Handschuhe, keine Eile, keine Hatz.
Tex seufzte auf, tief in seinem Traum. DAS, war anders. Anders und viel angenehmer... schöner, als in jedem Traum zuvor.
Und da sich Tex Hex vollkommen bewusst war, dass dies NUR ein Traum war, liess er sich einfach in eben diesen Traum hineinfallen.
Und er hob sich den braunen, grossen Händen entgegen. Schmiegte sich an diesen wundervollen, starken Körper und seufzte erneut.
X.
Eine weitere Narbe, die der Aufmerksamkeit seiner Finger bedurfte. Ein weiterer Kratzer, der von scharfen Steinsplittern herrührte.
In seinem Traum, kurz ganz nah am Wach-Sein, dachte der Marshall: Seltsam, was einem das Unterbewusstsein doch so für Streiche spielt. Schrammen? Von HEUTE?!...
Und sein Traum-Ich, tat etwas was es sich nie zuvor gewagt hätte:
Ein sanfter Kuss, wurde auf eine kleine Abschürfung gesetzt.
Beinahe Augenblicklich fuhren lange, lavendelfarbene, mit gefährlich scharfen Krallen bewehrte Finger, unendlich sanft durch blauschwarzes, weiches Haar und ein dunkler Seufzer wehte durch die Traumwelt Brave Starrs.
XI.
Skuzz schlich sich in das Zimmer seines Boss'.
Er hatte nur nachsehen wollen, ob Tex wieder Alpträume hatte.
Aber, so wie sich dessen Gesicht zu einem Ausdruck des absoluten Genusses verzog, hatte sich das Präriewesen wohl umsonst gesorgt. Mit einem lautlosen Seufzer der Erleichterung, zog Skuzz das schwarze, verrutschte Federbett wieder richtig über Tex, deckte ihn achtsam zu.
Und genau da, gab dieser einen Laut puren Entzückens von sich und schmiegte sich in und an die Bettdecke.
Skuzz lächelte und ebenso lautlos, wie er es betreten hatte, verliess er das dämmrige, von einer einzelnen, kleinen Notlampe, flackernd erhellte Zimmer wieder.
... gute Besserung MariLuna!
Und tausend mal danke für deine Treue!
XII.
Brave Starr lächelte in seinem Traum, dicht an weicher, samtiger Lavendelhaut, und erneut wurde ein Küsschen auf eine weitere Schramme gesetzt, leckte eine sanfte Zunge über eine neu entdeckte Narbe. Und wieder erschauerte der lavendelfarbene, schlanke Körper unter dieser Zärtlichkeit.
Vorsichtig tasteten sich raue, starke Finger über diesen Körper. Erkundeten ihn. Fuhren über erzitternde Muskeln, Sehnen die sich anspannten und wieder entspannten und verweilten auf einer weiteren Narbe um jene zu kosen.
Und wieder schmiegte der Desperado in Brave Starrs Traum,sich in diese Berührungen.
XIII.
Tex Hex lächelte, verwundert und selig.
Dieser Traum war EINDEUTIG anders als alle anderen dieser Art zuvor.
Dieser Traum-Marshall, hatte so sanfte Finger, so weiche Lippen; und, er war so VORSICHTIG.
Und als diese wundervollen Finger wieder eine seiner Verspannungen weg strichen, seufzte Tex erneut und räkelte sich genüsslich, strich über seidenweiches Haar und feste Muskeln unter brauner Haut.
Träume, waren etwas wunderbares.
XIV.
Marshall Brave Starr streckte sich, gähnte genüsslich und schlug dann seine braunen Augen auf.
Leicht beduselt hob er die Hand, hielt kurz vor seinen Augen inne – nicht, dass ihn wieder eine unangenehme Überraschung erwartete – aber, da war nichts.
Auf dem Gesicht des jungen Mannes, breitete sich ein Lächeln aus. Gut, dann war er wirklich, wirklich BRAV gewesen, letzte Nacht.
Und nicht nur brav; Brave Starr, war in seinem letzten Traum, auch erheblich netter, zärtlicher und sanfter gewesen. Sein Lächeln, wuchs in die Breite.
Und, er hatte, Tex Hex diesem sündigen, lavendelhäutigen Ganoven, dessen Augen strahlten wie Kerium im Mondschein, dessen VERGNÜGEN gegönnt.
Und auf seines „verzichtet“ und es genossen..
Seltsam, was das Unterbewusstsein mit einem, im Schlaf so alles anstellen konnte.
Abwesend, leckte der Marshall sich über die Lippen.
XV.
Dieser Traum, war nicht nur von Beginn an anders gewesen als alle anderen zuvor, er hatte auch anders geendet, sehr viel anders.
Tex Hex erwachte von seinem eigenen, kehligen Knurren und starrte einen Moment lang, desorientiert in die dämmrige Dunkelheit seines Zimmers nur um sich dann, immer noch am ganzen Körper bebend, zurück in sein Kissen fallen zu lassen, einen tiefen Seufzer aus zu stossen und mit beissendem Sarkasmus festzustellen: „Danke, liebes Unterbewusstsein...“
Angewidert, wischte er sich seine Finger an der Bettdecke sauber.
Anmerkung der Autorin:
Es sind einige Nächte rum bei den Jungs... NATÜRLICH, mit netten Träumen...
Sarah Jane, konnte bissig sein. Sehr bissig. Wie Tex Hex zu seinem Leidwesen wieder einmal feststellen musste.
Und zu beschäftigt damit, dem Marshall auszuweichen, hatte er heute nicht einmal genug Zeit gehabt, seinen Schutzzauber zu wirken.
Diese KLEINE Brandwunde, würde er wohl mit zurück ins Hexagon nehmen.
Sozusagen, ein kleines Souvenir.
XVII.
Brave Starrs Augen, wurden weit vor Schrecken.
Er hatte nicht realisiert, dass Thirty-Thirty Sarah Jane auf den Desperado angelegt hatte. Und dann war der gefürchtete Tex Hex, sein ganz persönlicher „Alptraum“, urplötzlich, mit schmerzverzerrtem Gesicht, in die Knie gebrochen und hatte sich in Rauch aufgelöst.
Der Marshall schluckte, eine Narbe mehr, für seinen Nächsten Traum. Und, er lachte zynisch auf.
IIXX.
„Boss, das muss verarztet werden...“ und Skuzz, trug vorsichtig das Heilgel auf die grosse Brandwunde, mitten auf Tex' Brust auf. Tex Hex, zog zischend die Luft ein und knurrte beinahe tonlos: „Wehe, du verdammtes Unterbewusstsein, betatschst DIE heute Nacht...“
Skuzz, hob kurz den Blick zu den roten Augen seines Bosses. Langsam, begann er sich wirklich Sorgen um ihn zu machen. Tex, war seltsam in letzter Zeit, besonders am Morgen – und nach Begegnungen mit dem Marshall.
IXX.
Unruhig seufzend, rollte sich der Marshall Fort Keriums in seinem kalten Bett herum.
Lange war es her, seit er es mit jemandem geteilt hatte.
Im Moment, teilte er nur seine Träume. Und in denen, war es nie SEIN Bett. Er hatte rote Bettwäsche, nicht nachtschwarze. Und schon gar nicht so viele Kissen.
Wenn er dahingehend, zumindest EINEM seiner unterbewussten Wünschen entgegenkommen wollte, sollte er sich wohl demnächst mal, ein gutes Duzend dieser kleinen, weichen Kuschelkissen anschaffen.
Nun, jetzt war Schlafenszeit.
XX.
Tex Hex, öffnete seine Augen und war sich von einer Sekunde auf die andere bewusst, dass er nicht nur schlief, sondern auch wieder träumte.
Da waren ein Paar dunkler, glühender Augen, vor denen eine freche, nachtschwarze Haarsträhne hing und warme, raue Finger, tasteten sich wieder einmal über seine Rippen, während die feuchten Lippen des jungen Mannes zärtlich seinen Hals erkundeten.
Hatte denn das Unterbewusstsein des Desperados, immer noch nicht genug?
Genug Hiervon?
Wohl eher nicht.
Und freudig, sich in die Zärtlichkeiten schmiegend, hiess er seinen Traum willkommen.
mal wieder ein klitzekleiner Zeitsprung, von ein paar Nächten...
XXI.
Der Marshall und der Desperado standen sich in einer Seitengasse, nahe der Bank gegenüber und musterten sich. Ihre Augen, bedachten den jeweils anderen mit wahrhaft durchbohrenden Blicken.
„Hex!“ bellte Brave Starr
„Brave Starr!“ knurrte Tex Hex zurück.
Beide stürzten sich ins ein nicht ganz so ernstzunehmendes Handgemenge.
Fäuste flogen, Stoff riss und der Kampf stockte. Hielt inne. Der Marshall starrte fassungslos auf entblösste Lavendelhaut.
XXII.
„Du... Du HAST da WIRKLICH eine Narbe!“ Und der Finger des Marshalls stupste vorwurfsvoll gegen die Brust Tex Hex', blieb ein wenig länger als nötig, auf der sich dunkel abzeichnenden Narbe.
Tex erschauerte und knurrte: „Finger weg Marshall, aber plötzlich!“
Der Desperado hielt sich sein Hemd zusammen und brachte sich mit einem raschen Rückwärtsschritt aus der unmittelbaren Reichweite Brave Starrs. Bevor sein Unterbewusstsein noch das Kommando übernahm; und er einen fatalen Fehler beging. DIES hier, war ganz bestimmt KEIN Traum.
Brave Starr starrte nur weiterhin auf die Brust des Desperados, schien fieberhaft zu überlegen. WIE, konnte es sein, dass nicht nur die Stelle, nein auch die FORM der Narbe mit der in seinen Träumen übereinstimmte?
Dann fasste er sich an seinen eigenen Oberschenkel und erkundigte sich mit dunkler, leiser Stimme: „Du hast da auch eine, nicht wahr Tex?“
XXIII.
„Und DU, hast hier NOCH eine ...“ die Stimme des Desperados, war im Verlaufe der letzten Minuten, bei der gegenseitigen Aufzählung der Narben, Schrammen und weiteren nicht offensichtlichen Körpermerkmale des jeweils anderen, immer tiefer, dunkler geworden.
Brave Starr erschauerte, als Tex ihm die Hand bei seiner letzten Feststellung, in den Nacken unter seinen Zopf geschoben hatte, und nickte.
Dann griff er nach der Hand, zog Tex zu sich heran und drückte ohne jedwede Vorwarnung seine Lippen auf dessen Fingerspitzen und raunte: „Und hier, liebst du es ganz besonders, Tex...“ leckte sanft über eine lavendelfarbene Fingerkuppe.
Ein unterdrücktes Seufzen seitens Tex Hex' und ein seltsames, substanzloses Gefühl beim Marshall.
Und beide sassen nur Sekunden später inmitten von duzenden, kleiner schwarzer Kuschelkissen, auf einem ebenso schwarz bezogenen Bett.
Der Desperado, streifte sich das Hemd von seiner rechten Schulter: „Und, DU hast mich HIER gebissen...“ Tex' dunkle, beinahe schnurrende Stimme hinterliess ein köstliches Kribbeln, auf der braunen Haut des Marshalls.
XXIV.
Langsam, zaghaft und unendlich sanft strichen diese braunen Finger erkundend über lavendelfarbene, samtweiche Haut.
Lange, sehnige Finger mit Krallen, fuhren zart durch rabenschwarzes Haar.
Tief sog Marshall Brave Starr, seine Nase an Tex Hex' Hals vergrabend, dessen Geruch in die Lungen.
Oh nein, KEIN Traum, dazu, roch der Mann unter ihm viel zu köstlich.
Ob der Desperado, wohl auch so gut schmeckte?
Und Brave Starr leckte einmal langsam, kostend, über die rastlos pochende Schlagader. Beide Männer seufzten genüsslich auf.
Und als sich warme, weiche Lippen über einen leicht geöffneten Mund legten, sich eine grosse braune Hand in weissem, seidigem Haar vergrub und sich eine lavendelfarbene in nachtschwarzes wühlte, da entspann sich ein sanfter, leidenschaftlicher, traumhafter Kuss.
Atemlos, lagen sie da, hielten einander fest, und völlig zugleich, unisono, raunten sich die beiden Männer zu: „Besser, als jeder Traum, Geliebter...“ und ein weiterer zärtlicher Kuss wurde getauscht. Körper schmiegten sich gegeneinander, lavendelfarbene und braune Haut wurde liebkost und sanfte Seufzer wehten durch den dämmrigen Raum, als endlich alle ihre gemeinsamen Träume Erfüllung fanden.
HAPPY X-MAS AT ALL!!!
Montag, 23. November 2009
Jahrmarkt
NEUES PITEL HINTEN... *gg*
JAHRMARKT
eins
Brave Starr seufzte leise, entnervt. Diese ganze Sache, ging ihm gewaltig gegen den Strich.
Nur leider war Deringer von dieser Idee zum Stimmenfang, einfach nur völlig überzeugt:
Ein Jahrmarkt.
Nicht genug: Es sollte ein Jahrmarkt für JEDERMANN werden.
Alle Desperados, Verbrecher, Gauner, genossen für einen GANZEN Tag Amnestie...
Das würde ja was werden...
Nun, zum Glück, Brave Starrs Glück, bestand der Bürgermeister darauf, dass sämtliche Gesetzeshüter, an diesem Tag auch einen Freitag ein schoben.
Diese Nachricht kam eben rein. Und schlagartig besserte sich die Laune des Marshalls, sein Grinsen näherte sich dem einer Grinsekatze.
NATÜRLICH, würde der Bürgermeister, samt Senator Chambers, nicht sehr erfreut sein. Nur, Marshall Brave Starr, war das herzlich egal.
Er würde FREI haben und ein ganz gewisser lavendelfarbener Desperado, würde sich FREI in der Stadt bewegen dürfen.
Fröhlich vor sich hin pfeifend schloss der Marshall an diesem Abend, der Abend vor dem Jahrmarkt, sein Office ab. Und als er sich eine halbe Stunde später bei Handlebar ein Sweetwater genehmigte, Seite an Seite mit Tex Hex, der sich zur Abwechslung mal wieder auf das Saloonrecht berief, strahlte er regelrecht fröhlich vor sich hin.
„Was grinst du denn so, du Grinsekater?“ Tex Hex, konnte sich selbst ein kleines Grinsen nicht verkneifen, so fröhlich, wie sein Marshall vor sich hin strahlte.
Brave Starr hob den Blick von seinem Glas, nur um auf den seines privaten Lieblingsdesperados zu treffen: „DU, hast morgen Tages-Amnestie, Tex,“ trällerte er beinahe schon, „und ICH, hab FREI!“ Er schnappte sich die Hand des Desperados, versank einen Moment in deren Anblick und fragte dann den Besitzer der lavendelfarbenen Hand, beinahe schüchtern: „Gehst du mit mir ZUSAMMEN hin? Achterbahn fahren, Texie?“
Tex Hex lächelte und erkundigte sich: „Was glaubst du, was die hiesigen Würdenträger dazu sagen werden?“
„Ist mir sooooo was von egal. Schnurzpiepwurst...“ und das ohne Tex' Hand loszulassen.
„Also gut, gehn wir die Leute schocken, Tiger!“ Tex Hex, grinste bei seinen Worten fast so breit wie der Marshall zuvor.
„Aber, unter folgender Bedingung:“ Brave Starr verzog beinahe ängstlich sein Gesicht,bei Tex' Worten, „DU, spendierst MIR ne Zuckerwatte!“
„Alles, was du willst Tex. Alles was du willst...“ bestätigte der junge, schwarzhaarige Mann, warf einen kurzen Blick zur Uhr und GURRTE dann, seinen Mund nah an Tex' Ohr bringend: „Ausserdem, kannst du gleich MIT mir zu mir kommen...“ niemand konnte es sehen, aber Brave Starrs Lippen berührten kurz das Ohr des Desperados, dieser erschauerte, „... Mitternacht ist gleich vorüber Texie...“
Tex Hex, grinste, brachte ein wenig Abstand zwischen sein sehr empfindliches Ohr und die Lippen seines Marshalls und erwiderte nachdenklich: „WILLST du das wirklich? Mit mir GEMEINSAM, den Saloon verlassen, die GANZE Mainstreet hinunter gehen UND mich dann in deine Wohnung einladen?“
Marshall Brave Starr nickte nur, zog die Hand die er immer noch hielt, an seine Lippen und raunte: „Der Kandidat erhält für seine herausragende Kombinationsgabe, wahlweise einen Kuss, oder Hundert Punkte...“
„Du trägst immer noch deinen Stern; und es ist schon EINE Minute NACH Mitternacht...“ Herausforderung schwang in der dunklen Stimme des Desperados mit.
Brave Starrs Grinsen wurde – sollte es denn noch möglich sein – noch etwas breiter und der Stern verschwand in der Hosentasche seiner Uniform: „Besser?“
„Oh ja, viel besser...“ und der Desperado, beugte sich nach einem kurzen, sichernden Blick in die Runde zu seinem Marshall hinüber und holte sich seinen Kuss. Sanft und innig.
Ein Räuspern liess sie auseinander fahren.
„Bevor,“ Handlebar schmunzelte breit, „ihr euch mal wieder dezent in Rauch auflöst...“
Er wurde vom Marshall unterbrochen: „Lass uns weiter knutschen... KEINER löst sich hier HEUTE in Rauch auf...“ Brave Starr zog Tex dichter an sich heran, legte seinen Arm um dessen Hüfte – und Handlebar war froh, dass heute so wenig Kundschaft anwesend war; und die wenige, die es war zu betrunken um etwas zu kapieren – Brave Starr fuhr fort: „HEUTE, geniesst der sexy Schurke hier Amnestie! Und die Rechnung geht auf mich...“
Kopfschüttelnd trollte sich der Rigelaner zurück hinter seinen Tresen.
Und als nur wenige Minuten später, der Desperado und der Marshall, bei einander eingehakt, seinen Saloon verliessen, schüttelte er nur ergeben noch einmal den Kopf.
„Das wird morgen, besser gesagt HEUTE, wohl noch ein interessanter Tag...“ und er griff grinsend nach einem Glas und begann es zu polieren.
Zwei
Tex Hex grummelte unwillig. Was auch immer ihn da an der Nase kitzelte, war verdammt hartnäckig – und lebte gefährlich.
Er schnappte, zu müde die Hand auch nur zu heben, mit den Zähnen danach. Was auch immer es war, es war SEHR viel schneller als er. Ein leises Kichern, holte den Desperado noch etwas mehr aus dem Land der schönen Träume – von Marshall Brave Starr und einer Dose Schokosprühsahne.
Und wieder, war da dieses lästige Kitzeln an seiner Nase, eine sehr, sehr sachte Berührung unterhalb seiner Gürtellinie und eine Stimme die sich leise, leicht anzüglich, erkundigte: „Morgen Texie. Na, süss geträumt?“
Tex Hex, seufzte leise, sehr genüsslich, als mit der Frage endlich das lästige Kitzeln endete und statt dessen eine sanfte Hand über seine Hüfte strich. Er schmiegte sich der Hand entgegen und beantworte endlich die Frage: „Jaaaa,“ oh, so tief und dunkel, nur ein Raunen, „von dir... und einer Menge Schokosahne...“
„So?“ kicherte Brave Starr leise, liess dabei seine Hand weiterhin sachte über die weiche, lavendelfarbene Haut seines Privat-Desperados streichen.
„Ja,“ kam es wieder geraunt, „hast du zufällig welche da, mein Süsser?“
Brave Starr seufzte auf, da der Desperado sich bei diesen Worten dichter an ihn schmiegte und verneinte dann dessen Frage.
„Schade...“
„Stimmt,“ und ein Kuss wurde auf die Stirn des Desperados gedrückt, „aber, du bekommst ja bald deine Zuckerwatte...“
„Ich hätte aber viel lieber dich, Marshall...“
„Oh, ein unsittliches Angebot, schon in den frühen Morgenstunden?“
„Worauf du wetten kannst Süsser!“ und Tex Hex rollte sich auf seinen Marshall, raubte ihm einen tiefen, begehrlichen Kuss.
Handlebar stand auf der Veranda vor seinem Saloon, den er eben abgeschlossen hatte, streckte sich ausgiebig in der ersten vormittäglichen Wärmewelle und blickte den beiden Männern hinter her, die dicht nebeneinander die Mainstreet hinunter gingen.
Schwarzes, offen über breite Schultern fallendes Haar, braune Haut und ein GRÜNER ärmelloser Kapuzen-Sweater... Er schüttelte den Kopf amüsiert und grinste dann ziemlich breit, als er sich auch den Desperado näher betrachtete:
Ein SONNENGELBES Sweatshirt, ebenfalls mit Kapuze, die Ärmel zurückgekrempelt – und beide Männer trugen dunkelblaue Jeans.
Und, sie zogen nicht nur seine Blicke auf sich, wie sie da so friedlich nebeneinander hergingen.
„Brave Starr...“
„Ja Tex?“
„Nimm die Hand da weg!“
Der Marshall murrte, zog unwillig den Arm hinter seinem Desperado vor und hängte sich statt dessen bei diesem ein: „Besser?“
Tex Hex grinste breit und antwortete leise: „Nicht wirklich... Aber weitaus schicklicher...“
Brave Starr grinste zurück: „Na, ich weiss ja nicht, ob DAS noch was ausmacht. Bei DEM...“ er zupfte an seinem Oberteil, „...Statement!“
Mittlerweile hatten sie das Festgelände erreicht, auf dem sich noch verhältnismässig wenig Leute tummelten, dennoch konnten sie bereits jetzt so einige unfreundliche Blicke in ihrem Rücken fühlen.
Und das erste, was Brave Starr und Tex Hex zu hören bekamen, war sehr lautes: „MARSHALL!“
Eben der, fuhr herum, ohne sich bei dem Desperado aus zu haken und betrachtete sich den Schreihals. „Oh, Morgen Skuzz...“ begleitete von einem sehr breiten Grinsen.
Das Präriewesen grinste zurück, kratzte sich verlegen am Kopf: „Ah, bei dir is unser Boss versumpft...“ hier schob er ein „Morgen Boss“ dazwischen, „...sorry, dass ich eben so laut war,“ er hustete, zog dennoch noch mal an seiner Zigarre, „ich hoffe, dass nicht gleich ALLE hinter euch her sind... sonst sind wir ja da... Bey, viel Spass!“ Dann trollte sich der Kleine zurück zu ein paar weiteren Carrion Bunch Mitgliedern, die freundlich grüssend nickten.
„Puh, wenigstens, mussten wir uns vor DEINEN Freunden nicht verstecken Texie...“ Brave Starrs Arm, schlich sich wieder um Tex' Schultern, „... aber ab heute, wird eh ein Grossteil des Versteckspiels vorbei sein.“
Der Desperado grummelte unwillig, als sich der Arm um seine Schulter legte, als er jedoch die dazugehörigen Worte vernahm, war er das erste Mal seit langem sprachlos. Seine einzige Reaktion, bestand darin, dass er sich etwas dichter an die Seite des Marshalls schmiegte und diesem den Arm um die Hüfte legte. Wenn sein Tiger denn unbedingt die braven Leute schocken wollte – wer, war er denn, ihn dieses Vergnügen nicht zu gönnen?
Und, es war doch wirklich angenehm, so nah bei seinem Liebsten zu sein. Einfach nur gemütlich mit ihm über das Festgelände zu bummeln.
„Können wir damit fahren?“
Tex Hex, folgte Brave Starrs ausgestrecktem Arm und grinste unwillkürlich. Manchmal, hatte sein Marshall romantische Ideen: Ausgerechnet ein Riesenrad. „Bekomm ich dazu meine Zuckerwatte, Tiger?“
Brave Starr grinste, dass war seinem Schurken bestimmt nur raus gerutscht das Tiger. Aber, er nickte und zog Tex hinter sich her. Das er dabei dessen Hand fasste, war IHM bestimmt NICHT unabsichtlich unterlaufen.
Und als sie wenige Minuten später in der Schlange vor dem Riesenrad standen und sich die Zuckerwatte teilten, war der Rest von New Texas so oder so vergessen.
Der grosse Rigelaner hatte einen guten Blick, über die Menge, er suchte zwei ganz bestimmte Personen und er fand sie auch. Gelb, lavendel und grün, braun in der Schlange vor dem Riesenrad. Und eben schob Tex Hex, dem Marshall ein Fitzelchen rosa Zuckerwatte in den Mund, dass der dabei die Augen geschlossen hatte, verstärkte nur noch den vertrauten Eindruck, den die beiden Männer sowieso schon abgaben. Handlebars Blick schweifte über die nähere Umgebung der beiden und er kam nicht umhin, zu grinsen. Die meisten Anwesenden starrten einfach nur völlig entgeistert auf den Marshall und den Desperado, die sich immer noch gegenseitig mit der rosa Zuckerwatte fütterten. Zum Glück, wagte sich keiner etwas zu sagen.
„Hm, Tex...“ der Marshall leckte sich die Lippen, „... ich muss sagen, dieses Zucker-Zeugs, hat mir noch nie zuvor so gut geschmeckt...“
Der Desperado lachte, hielt seinem Marshall den letzten Rest der flaumigen Süssigkeit vor den Mund, der diesen dann auch genüsslich von den lavendelfarbenen Fingern leckte und deutete dann mit dem Holzspiesschen nach unten auf den Rummel: „Da guck, da ist J.B. samt ihrem Papi!“
...DAS, sollten höchstens ZWEI Teile werden... nun, es hat sich als länger herausgestellt. Da es in meinem Kopf bereits fertig ist, versuche ichs möglichst schnell runter zu tippen... tut mir Leid, dass Kleiner Ärger deshalb etwas zurück stecken muss. Na dann mal viel Spass damit!
Drei
Als Brave Starr und Tex Hex das Riesenrad verliessen, tauchte er unmittelbar vor ihnen auf: Angus Mc Bride, in voller Lebensgrösse. An seiner Seite, J.B. die Richterin Fort Keriums.
„Guten Morgen Marshall Brave Starr,“ der Reporter, nickte ihm freundlich zu, „das, ist ja mal sehr vorbildlich: Behältst diesen ruchlosen Oberschurken im Auge,“ Angus Mc Bride schoss einen bösen Blick zu Tex Hex, „obwohl du frei hast! SO eine Einstellung, lob ich mir...“
Brave Starrs Augen, hatten sich bei Angus' Aussage, immer mehr und mehr geweitet, er hatte alle Mühe eine ernste Miene zu wahren. Guter Gott, war der Mann denn farbenblind? Oder überhaupt mit Blindheit geschlagen? Das dies hier KEINE Überwachung war, konnte man ja wohl sehen!
Und als Tex direkt hinter ihm auch noch murrte: „Ja, der guuuute Ma'shall Brave Starr. Unser böser Tiger,“ hier verbiss sich Brave Starr gewaltsam ein Auflachen, „hat mir angedroht, mich heute nicht eine Sekunde aus den Augen zu lassen...“ die Finger seines Desperados, schlossen sich um Brave Starrs Handgelenk, „... deshalb gehn WIR jetzt Karussell fahren...“ und Tex zog den Marshall gerade noch rechtzeitig mit sich, bevor der in Gelächter ausbrach.
„Gott, ist der doof...“ japste der Marshall und wurde, in der Deckung eines Verkaufsstandes, sich an Tex klammernd, von einem weiteren Lachanfall geschüttelt.
„Stimmt, Tiger!“ pflichtete Tex ihm voller Elan bei und strich ihm sachte über den Rücken. „Voll doof.“ Mit einem Nicken bestätigend.
Nach einigen weiteren Japsern und Lachern, richtete Brave Starr sich auf, streckte sich, ordnete sein Haar und befand dann: „Ich, durfte wenigstens lachen...“ sein Blick schweifte über den Platz, „aber, stell dir mal die arme J.B. vor...“
Tex lachte auf und nickte: „Ja, arme, ARME J.B.! Wir sollten ihr demnächst ein Bierchen spendieren...“
„Besser noch: Zwei Bierchen, Texie.“
„Stimmt, Tiger.“
Handlebar stand etwas am Rand des Festplatzes als plötzlich J.B. Mc Bride, mit hochrotem Gesicht, auf ihn zugeeilt kam, nur um sich dann hinter seinem Rücken zu verstecken und erstmal in mühsam unterdrücktes Gelächter auszubrechen. Zwischen den einzelnen Lachsalven, japste sie immer wieder: „Oh Gott, mein Vater...“ und: „Marshall... Tex...überwachen...“
Der Rigelaner seufzte. Er hatte doch GEWUSST, dass er was verpassen würde. Aber, er MUSSTE sich ja unbedingt ein Sweetwater holen...
Daher bot er der mittlerweile nach Luft schnappenden Richterin sein Glas an: „Magst du nen Schluck? Und bitte: WAS, hab ich verpasst?!“
Dankbar ergriff J.B. das Sweetwater und erzählte dann das eben vorgefallene, endete mit den Worten: „Wusstest DU, dass die beiden sich HEUTE outen wollten?“
Handlebar nickte und brummte: „Aber, ich weiss es auch erst seit Saloonschluss und, ich glaube, die beiden auch...“ er streckte J.B. seinen Arm hin, „... wollen wir?“
„Oh ja, Grosser! Und ob wir wollen!“ und die beiden schlenderten gemütlich zum Karussell hinüber.
Lachend sprang Tex Hex von dem schwarzen Karussellpferdchen auf dessen Rücken er die letzten paar Minuten verbracht hatte, sein Marschall, hatte das weisse direkt daneben besetzt gehabt und beide hatten sich die ganze Fahrt über angestrahlt. Und nun, landete er – einen winzigen Augenblick irritiert, bis er sich an die Tierkräfte erinnerte – in den Armen, Brave Starrs, wich jedoch beinahe augenblicklich einen halben Schritt zurück. „Wir werden angestarrt, Tiger...“ der Desperado, raunte es so leise, dass wirklich nur sein Liebster es hören konnte.
Der Marshall schenkte ihm eines seiner hinreissenden Lächeln, drehte ihn dann einmal herum, legte den Arm um Tex' Taille und führte ihn, mit den Worten: „Lass uns die Geisterbahn testen. Bin gespannt, ob die gruseliger ist als die Blicke der braven Bürger hier...“ von dem Karussell fort.
„Handlebar, schau mal die Leute...“ die Rothaarige blickte besorgt in die Runde.
Der Rigelaner nickte und stimmte ihr zu: „Ja, nicht gerade eben erfreut, diese Meute...“ sich zu der Richterin herunter beugend, ganz leise, fügte er an: „Seien wir froh, dass sie bis jetzt aufs Knutschen verzichten...“
J.B. kicherte leise, platzierte, da ihr Handlebar dazu nun – ausnahmsweise – gerade in der richtigen Höhe war, einen kurzen aber innigen Kuss auf dessen Mund, den dieser begeistert erwiderte.
„Aber, WIR verzichten doch nicht,“ kicherte die Richterin, „nicht wahr, Grosser?“
„Aber natürlich nicht, Judge...“ der Rigelaner gab ihr einen weiteren sanften Kuss.
Und sie hatten mittlerweile die UNGETEILTE Aufmerksamkeit des Publikums.
„Du, Handlebar...“
„Ja Richterin?“
„Ich glaube wir stehlen grad den Jungs die Show...“
Handlebar nickte, löste sich aus der sehr innig gewordenen Umarmung, bot J.B. erneut den Arm und meinte: „Lass uns die besser im Auge behalten...“
Die Richterin nickte zustimmend.
Sie kamen gerade recht, um Brave Starr und Tex Hex, die Geisterbahn verlassen zu sehen und dann Zeugen zu werden, wie der Desperado, vor einer Schiessbude stehen blieb und auf etwas deutete und verkündete: „DAS, ist niedlich. Schiesst du's mir, Marshall?“
Vier
Brave Starrs Blick folgte dem seines Lieblingsdesperados und er konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen: „DU, willst nen Teddy, Tex?“
Der nickte nur und erklärte: „DAS da, ist nicht irgend nen Teddy, immerhin, hat er die selbe Uniform, wie du MARSHALL!“
„Und, wieso, schiesst du nicht selbst,“ Brave Starr senkte seine Stimme etwas, „Texie?“
„Weil, Tiger, wenn ich hier eine Waffe – und sei es nur eine Spielzeugknarre – in die Hand nehme, du mich am Ende noch verhaften müsstest...“ Tex holte Luft und versank für einige kostbare Sekunden in Brave Starrs Augen, „... und das, würde MIR den Tag ruinieren...“
Brave Starr grinste, zog seinen Arm hinter Tex' Schultern vor, strich dabei kurz über dessen Wange und nickte: „Nicht nur dir, du Schurke... Also gut: Einmal Teddy, kommt sofort!“
Der Anblick, war auch nicht ohne: Marshall Brave Starr, halb auf dem Tresen der Bude liegend, Spiellaser im Anschlag und hochkonzentriert auf eines der Zielfelder.
Tex Hex, der daneben stand, leicht vorgebeugt, – so, dass er ganz knapp nicht auf dem Rücken des Marshalls lag – die Hand auf der Schulter des Marshalls und offensichtlich dem Schuss entgegen fieberte, rundete das Bild perfekt ab.
„Du bist gut...“ raunte der Desperado in Brave Starrs Ohr, noch bevor der auch nur einen Schuss abgegeben hatte, „... jeder Schuss ein Treffer.“
Der Marshall errötete augenblicklich bis unter die Haarwurzeln und feixte jedoch zurück: „Du doch auch, wenn deine Waffe mal geladen ist...“
„Oh, darauf kannst du wetten, das sie das ist, Ma'shall. Nur, weil ich sie HIER nicht benutzen darf...“ Tex liess den Satz ausklingen. Brave Starr, im Gegenzug wurde noch um eine Nuance dunkler und schoss in schneller Folge auf das Zielfeld.
Nur wenige Augenblicke später hielt er einen der kleinen Marshall-Teddys in der Hand und streckte ihn Tex entgegen. Der strahlte, zum Entsetzen sämtlicher Zuschauer, von einem Ohr zum anderen, drückte den Teddy an seine Brust und verkündete: „Marshalls zum kuscheln sind mir echt lieber, als solche die mich verhaften wollen...“
Brave Starr grinste, hakte sich wieder bei ihm unter und zog Tex Hex dann mit sich, zur nächsten Attraktion, einer Achterbahn.
Handlebar grinste eben so breit wie J.B.. Die beiden Männer, hatten eben nicht nur den Teddy geschossen, sondern wohl mit ihren Sprüchen auch den Vogel. Wenn da immer noch niemand dahinter gekommen war, was da lief...
Und jetzt waren sie wohl auf dem Weg zur Achterbahn, legten jedoch unterwegs eine Pause ein um sich einen Liebesapfel zu erstehen, von dem sie nun abwechselnd ab bissen.
„Also, ICH, find die beiden niedlich...“ murmelte J.B. Mc Bride abwesend, derweil sie die beiden beim Apfelteilen beobachtete.
Handlebars Grinsen, wuchs noch etwas in die Breite: „Lass sie das nur nicht hören. Insbesondere nicht Tex...“
„Tex, darf ich deine Hand halten? Ich könnt ja Angst kriegen auf dem Ding...“ Brave Starr grinste von einem Ohr zum anderen, derweil sich der Sicherheitsbügel der Achterbahn schloss. Tex Hex griff nach der Hand des Marshalls und drückte sie sachte, konterte: „Na, dafür hast du ja mich... Ich pass schon auf dich auf Marshall!“
Der atmete erleichtert auf, verstand er doch auch das Versprechen dahinter.
Und bevor der Wagen los fuhr, hob Tex kurz seinen Teddy an den Mund und drückte dem ein Küsschen auf die Nase, ohne dabei seinen flammenden Blick von dem SEINES Marshall zu lösen.
Brave Starrs Lippen formten stumm ein „Ich liebe Dich“ zur Antwort.
„Tex, wart auf mich, mir is ganz schwindelig...“ Brave Starr versuchte zu dem Desperado aufzuschliessen, der bereits einige Schritte weiter war.
War das denn zu fassen? Von einem Flug mit was auch immer, wurde ihm nicht das geringste bisschen schwindelig, aber eine Runde Achterbahn, warf den Marshall völlig aus dem Konzept.
Tex Hex, blieb stehen, sah wie sein Marshall strauchelte und stand binnen eines Sekundenbruchteils bei ihm, fing ihn elegant auf und raunte: „Na na, wer wird denn gleich... Ich sagte doch, dass ich auf dich aufpasse, Tiger!“
Für die Allgemeinheit, klang es äusserst spöttisch, aber Brave Starr hörte augenblicklich die Besorgnis heraus. „Keine Sorge, du Gauner, geht schon wieder... nur etwas aus der Übung. Fahren wir gleich noch mal?“
„Können wir nicht lieber damit fahren, Brave Starr?“
„Mit DEM Ding?! Bist du verrückt?!“
„Nicht verrückter als du!“
„Aber...“
„Nun hab dich nicht so MARSHALL...“
„Nicht JETZT, Tex!“ entschied der Marshall mit einem Augenzwinkern.
„Nicht JETZT?!“ horchte der Desperado auf und schenkte seinem Liebsten ein strahlendes Lächeln.
Brave Starr, lächelte verschmitzt zurück und bestätigte: „Nicht JETZT, Tex.“
Tex Hex nickte, zeigte auf den Autoskooter : „Wie wär's dann mit diesem antiken Teil?“
„Uff!“ J.B. und Handlebar atmeten zugleich erleichtert auf, als sich die beiden Männer, von der Attraktion, der sie sich zuerst zugewandt hatten – nach einem kurzen Wortwechsel – auch gleich wieder abgewandt hatten und auf den Autoskooter zu schlenderten.
„DAS, hätte einen ziemlichen Aufstand gegeben...“ stellte Handlebar fest.
„Na, na, Grosser, du weisst ja: Aufgeschoben, ist nicht gleich aufgehoben...“ grinste die Frau an seiner Seite.
Aufgeschreckt erwiderte der Rigelaner: „Meinst du?!“
„Ich WETTE darauf!“
Fünf
Einen Hot Dog vor sich, sassen die beiden Männer auf einem der Festbänke, die vor einer der kleinen Buden aufgestellt worden waren; und sie hatten nur Augen für sich.
„Tex, magst du noch mal beissen?“
Der grinste verdorben und erkundigte sich im Tone absoluter Unschuld: „Hm, ich soll an deinem Würstchen knabbern, Marshall?“
Brave Starr wurde mal wieder um eine Stufe dunkler und senkte seine Stimme: „Du meinst wohl Wurst. Und nein, nicht an meinem – zumindest nicht hier... Ich rede von dem Hot Dog.“
Tex Hex grinste und langte nach dem Handgelenk des Marshalls, umschloss es mit seinen langen Krallen und zog es samt dem Hot Dog zu seinem Mund, senkte den Kopf und biss am unteren Ende des Würstchens, nicht ohne kurz mit seiner Zunge über die braune Haut seines Marshalls zu lecken, ab.
Handlebar grinste, zog J.B. etwas näher zu sich und raunte ihr zu, vage mit dem Kinn in Richtung des Marshalls und des Oberschurken deutend: „Gleich passierts, gleich vergessen sie wo sich befinden...“
Seine rothaarige Richterin kicherte und erwiderte: „Wäre das denn SO schlimm? WIR sind da und die da auch...“ ihre schlanke Hand vollführte einen kurzen Wink in Richtung der Carrion Bunch, die sich in einiger Entfernung positioniert hatte um, so wie es schien, ebenfalls ein Auge auf die beiden Männer zu haben.
Handlebar nickte nur und wandte sich wieder seinen Pommes zu, nur um J.B. damit zu füttern.
Und er hoffte, das er dabei, nicht allzu offensichtlich zu den beiden Männern hinüber schielte, um deren Bank, sich mittlerweile ein schon fast beängstigend grosses, starrendes Publikum angesammelt hatte.
Der Desperado, verschlang den Wurstzipfel und den letzten traurigen Rest des Brötchens, nach dem er die Essiggurke rausgeklaubt hatte und diese seinem Liebsten abgegeben hatte.
„Danke Texsch...“ nuschelte der Marshall, genüsslich darauf herum kauend und strahlte seinen Lavendel-Schurken an.
„Bitte, Brave Starr!“ erwiderte Tex Hex lächelnd und leckte sich dann die Finger sauber, derweil der Blick, eines dunkelbraunen Augenpaares gebannt an dieser feuchten, rosa Zunge hing.
„Holen wir uns ein Eis zur Nachspeise, Tex...“
„Schokokaramell mit Marshmallow-Sauce?“
„Nur, wenn du dir die Sauce für später aufhebst.“
„Nur, weil du es bist Marshall...“
Richterin Mc Bride folgte dem Marshall und dessen geliebten Schurken, mit den Blicken und hielt die Luft an, als die beiden Männer sich einer ganz bestimmten Attraktion näherten.
Erleichtert atmete sie auf, als Brave Starr Tex Hex, an der Hand fasste und ihn weiter zog, zu einem Eisstand.
Dann, fielen ihr die Blicke der Umstehenden auf, die mit zum Teil weit aufgerissenen Augen und offenen Mündern, dabei zu sahen, wie sich schlanke, lavendelfarbene Finger, mit braunen, kräftigen verschlangen und augenscheinlich, keiner der beiden die Absicht hegte in absehbarer Zeit, den anderen wieder los zulassen.
J.B. kicherte leise: „Eigentlich, könnten einem unsere – ach so brave Bürger, beinahe leid tun!“
Tex Hex mit Eis zu füttern, in dem er ihm die Eiswaffel vor den Mund hielt, wurde für die nächsten Minuten zu der Lieblingsbeschäftigung, des jungen, schwarz haarigen Mannes; und natürlich, dabei zu zusehen, wie sich der Desperado immer neue Arten einfallen liess, wie man denn noch, an einem Eis¨lecken könnte.
Leise, dunkel raunte Brave Starr seinem Schurken ins Ohr, wozu er sich sehr, sehr nahe an diesen lehnen MUSSTE: „Wenn du mit diesem verdammten Eis so weitermachst...“ er liess die „Drohung“ unvollendet ausklingen.
Tex, wandte ihm den Kopf zu, so, dass sich ihre Nasen beinahe berührten und erkundigte sich süffisant: „Ja, MARSHALL, was dann?“ Einen verruchten Augenaufschlag anfügend, fuhr er beinahe lautlos fort: „Verrätst dus mir Tiger?“
„Später!“ erwiderte Brave Starr und brachte etwas mehr Abstand zwischen sie.
Handlebar atmete hörbar auf und erntete ein Tätscheln seitens J.B. erleichtert stellte der grosse Hüne fest: „Einen Moment, dachte ich WIRKLICH, dass sie sich gleich küssen würden...“
„Noch zu früh!“ stellte die Richterin fest.
„WAS?!“ japste Handlebar auf, „Meinst du wirklich, Schatz?“
„OH JA!“
Sechs
Mittlerweile war es früher Abend geworden, die Verkaufsstände erstrahlten in ihrer bunten Beleuchtung und die beiden Männer schlenderten, daran entlang.
Tex lächelte als er beinahe mit seinem Marshall gelaufen wäre, da dieser abrupt stehen blieb, um sich einen Traumfänger an zu sehen.
„Gefällt er dir, Brave Starr?“
„Hm hm...“ nickte der nur zur Antwort und ehe er noch etwas anhängen konnte, hatte Tex Hex schon die Brieftasche gezückt und Traumfänger und Geld, hatten den Besitzer gewechselt.
„Hier,“ Tex überreichte seinem Marshall das kunstvolle, zwar mittlerweile gut verpackte, Handwerk, „damit du nur noch gute Träume hast, Tiger...“
Gerührt blickte Brave Starr seinen Oberschurken an beugte sich etwas zu ihm und raunte dann verschwörerisch: „Danke, mein liebster Schurke,“ er zwinkerte und fügte hinzu, „... Dann träum ich von heute an nur noch von dir!“
„Tust du das nicht sowieso?“
„Stimmt, mein Herz; sogar in meinen schlaflosen Nächten...“
Tex lächelte und erwiderte mit sanfter Stimme: „Wo anders, würd ich dich jetzt um den Verstand küssen...“ und ehe er sichs versah, fühlte der Desperado, sich bei der Hand gepackt und sah sich auf eine ganz BESTIMMTE Jahrmarkts-Attraktion zu gezogen, derweil sein Marshall strahlend verkündete: „Jetzt ist JETZT!“
Tex' Lächeln, wurde noch strahlender und seine keriumroten Augen begannen von innen zu leuchten und mit einem leichten Zweifel in der Stimme, erkundigte er sich: „Wirklich, Tiger? Wir fahren damit?“
Brave Starr blieb mitten auf halbem Weg stehen, wandte sich seinem liebsten Tex zu, blickte ihm in die Augen, nur um ihm dann einen beinahe scheuen Kuss auf die Wange zu hauchen und ihm dann zu zu flüstern: „Es ist mir egal, was der Rest der Welt von mir hält. Nur DU und ICH zählen heute. IMMER. Verstanden, Tex?“
Die Richterin wandte ihren Blick von dem Päärchen ab und Handlebar zu: „Grosser, ich denke es geht los!“
Der Rigelaner nickte nur und legte ihr seine Hand ins Kreuz, derweil er dem Marshall und dem Desperado hinterher blickte, wie sie langsam, immer noch mit verschlungenen Fingern, auf den Liebes-Tunnel zu schlenderten. „Das MUSS ja sein...“ brummte er mit einem Schulterzucken. Nicht genug, dass der liebe Marshall eben den ach-so-BÖSEN Desperado auf die Wange geküsst hatte, nach dem der ihm etwas GEKAUFT hatte... Nein, sie MUSSTEN jetzt auch noch mit eben diesem Ding fahren.
Und selbstverständlich, zogen sie den Rattenschwanz an Schaulustigen hinter sich her.
Manchmal, war dieser Planet wirklich zum Haare raufen.
„Wir werden verfolgt, Tiger...“
„Schon die ganze Zeit über Texie...“
„Komisch, dass noch KEINER was gesagt hat...“
Brave Starrs Antwort entfiel auf ein kleines Nicken und ein gebrummtes „Hmhm...“ und seine Hand packte die seines Desperados noch etwas fester.
Und als sie endlich nebeneinander in einem dieser kleinen Böötchen sassen, löste sich die Hand nur aus der des Desperados, um sich um dessen Schultern zu legen.
„Brave Starr. Tiger...“ in Tex Hex' Stimme, schwang nicht wenig Besorgnis mit, „... Du WEISST, dass du SO deinen Job riskierst.“
Der Marshall lächelte nur und nickte:„Und?“
„Ich will aber nicht das...“ weiter kam der Desperado nicht, da sich ein paar sehr weicher Lippen, sanft auf seinen Mund legte und eine freche Zunge energisch Einlass forderte.
„Brave Starr...“ japste Tex atemlos, als der ihn kurz zu Atem holen liess.
Der Marshall grinste seinen lavendelfarbenen Schurken nur an und raunte, seine Arme um ihn schlingend: „Sag mir, wozu, so ein Tunnel sonst da sein soll...“ und erneut stürzte er sich auf den Mund seines Liebsten und verstrickte ihn in einen noch leidenschaftlicheren Kuss.
Sieben
Dunkelheit, süsse Musik, ein schaukelndes Böötchen, die Lippen des Marshalls auf – und die Zunge eben desjenigen in seinem Mund – ganz zu schweigen von den mehr als vorwitzigen Fingern, die sich eben von hinten unter den Bund der Hose schlichen, brachten den Desperado dazu, ALLES um sich herum zu vergessen.
Den Tunnel, den Rummel, Fort Kerium, die Leute und New Texas.
Und mit einem dunklen Aufstöhnen liess er sich willig von Brave Starr auf dessen Schoss ziehen und ging in einem weiteren dieser liebestollen Küsse unter, derweil sich ihr Böötchen stetig dem Ausgang näherte.
Handlebar starrte ebenso erwartungsvoll auf den Ausgang des Liebes-Tunnels, wie die Carrion Bunch und über die Hälfte aller Anwesenden.
Und als das Böötchen endlich erschien, fiel ihm, genau wie allen anderen, erst einmal die Kinnlade herunter. DAS, war jetzt aber nicht wahr.
„Er hat ihn entführt!“ murmelte J.B. neben ihm.
„Du meinst Tex...“
„Nicht Tex – Brave Starr, hat Tex entführt...“ fiel die schöne Frau ihm ins Wort und zwinkerte ihrem Rigelaner zu, „... oder, wohl eher, ihn VERFÜHRT.“
Eine aufgebrachte Stimme aus der Menge hielt Handlebar davon ab, ihr etwas zu entgegnen: „Tex Hex hat den Marshall entführt!“
„Teeex..“ grollte Brave Starrs viel zu dunkle Stimme in dessen Ohr, rann heiss über sein Rückgrat und jagte einen erneuten Schauer durch den sehnigen Körper des Desperados, der sich haltsuchend an seinem Marshall fest klammerte, als dieser auch noch an dem lavendelfarbenen Ohr knabberte.
„Mein Schurke... mein persönlicher Sündenfall...“ und Brave Starrs Hand strich vorsichtig über Tex Hex' entblösste Brust, wanderte weiter über dessen Bauch und noch um einiges tiefer.
„... suchen.... uns...“ keuchte der Desperado atemlos und wand sich unter Brave Starrs geschickten Fingern.
Brave Starrs dunkle, beinahe schwarze Augen, bohrten sich tief in die rotglühenden seines Liebsten, als er antwortete, ebenso sehr um Atem und mehr ringend: „Lass sie... nur DU und ICH...“
„Brave Starr... ich liebe dich.“
„Und ich liebe dich!“
J.B. Mc Bride sah es nicht nur kommen, sie versuchte es auch aufzuhalten. Gemeinsam mit Handlebar, stellte sie sich der Menge an Schaulustigen, die mittlerweile schon eher einem Mob glichen, in den Weg.
Selbstverständlich, so unauffällig wie nur irgend möglich. Nun, wenn man DIESE Knutscherei, denn als unauffällig bezeichnen konnte.
Dabei, wurden sie tatkräftig von einer johlenden, sie umringenden, Carrion Bunch unterstützt.
„Wenn DIE, das nicht zu schätzen wissen...“ brummte Handlebar leise in J.B.s Ohr.
„Hm hm...“ gurrte die Richterin.
Abwesend zog sich Brave Starr den Sweater über, liess dabei seine Blicke nicht von Tex Hex, der sich eben zurück in seine Hose kämpfte.
„Was ist denn da draussen los Tiger?“
Widerwillig riss der Marshall seinen Blick von der Versuchung, in Gestalt eines in einer blauen Jeans steckenden Tex' los und wandte sich dem schmalen Fenster seines Büros zu.
„Ich vermute mal stark, dass wir nun J.B. UND Handlebar, samt deiner Truppe eine MENGE Biere schulden...“ brummte Brave Starr, legte seinem, mittlerweile angezogenen, Desperado den Arm um die Hüfte und zog ihn dann mit sich, hinaus auf die Mainstreet.
Brave Starrs Stimme schallte über die Strasse als er sich lautstark erkundigte: „Gibt es was umsonst, dass ihr hier alle rumsteht?!“
Handlebar und J.B. Mc Bride, waren beinahe die einzigen, die ihren Blick nicht augenblicklich den beiden Männer, auf der Veranda des Marshalls-Office zu wandten.
Doch als sie es dann doch taten, stöhnten sie beide beinahe zu gleich auf.
„Oh nein, bitte nicht...“ Handlebar klang richtiggehend erschöpft, „... ich bin zu alt für so was...“
„Bist du nicht, Grosser!“ entschied J.B. und drückte sich etwas fester an ihn und fügte an: „Gönnen wir ihnen den Spass....“
„Was, bleibt uns denn anderes übrig, Judge?“
„Nichts!“
Acht
Dem Desperado fielen die wissenden Blicke ihrer FREUNDE, als erstes auf und er wandte den Kopf, blickte seinen Privat-Marshall an und begann diesen unauffällig, mit seinen Augen nach sichtbaren Spuren ihrer Leidenschaft abzusuchen. Ein breites Grinsen huschte über sein Gesicht und er zupfte sachte am Ärmel seines sonnengelben Sweaters.
Augenblicklich, wandte Brave Starr den Blick zu Tex, als dieser ihn am langen Ärmel zupfte: „Ja Tex?“
Der Schurke grinste ihn an und reklamierte in mokierendem Tonfall: „MEIN Sweater...“
Der Blick des Marshalls glitt über die drahtige Gestalt seines Liebsten und er grinste, zupfte nun seinerseits an dessen Kragen und entgegnete: „MEIN Sweater, Tex!“
„Tauschen, Tiger?“
„Später!“ raunte Brave Starr leise, „Riecht so schön nach dir...“
Handlebar zuckte sichtlich zusammen, als es sehen konnte, dass die beiden Männer sich gegenseitig an den vertauschten Oberteilen zupften. Glücklicherweise, schienen sie sich dagegen zu entscheiden, sie sich gleich hier, auf der Veranda, vor allen Leuten auszuziehen.
Doch dann, legte sich der Arm des Marshalls um Tex Hex' schmale Schultern und der rutschte etwas näher an den jungen Mann. Zusammen, schritten sie von der Veranda und plaudernd, schlugen sie den Weg zurück zum Rummel ein.
Handlebar konnte, ebenso, wie jeder andere im Umkreis von bestimmt hundert Metern, hören, wie der Desperado zu Brave Starr sagte: „Danke, dass ich das Office-Klo benutzen durfte Marshall...“ der nickte nur, „... Ich HASSE Dixie-Klos!“
Der Marshall nickte und erwiderte in verständnisvollem, nicht minder lauten Ton: „Wer nicht, du Schurke, du...“ mit einem breiten Grinsen und um etliches leiser, erkundigte er sich dann bei Tex Hex: „Was würdest du zu Zuckerwatte und Riesenrad sagen? Gleich geht der eine Mond auf...“
Handlebar seufzte lautlos und heftete sich zusammen mit J.B. an die Fersen der beiden Männer.
„Schön!“ dieses eine Wort, geraunt von einer schwarzen Samtstimme drückte genau das aus was der Marshall empfand.
Gemeinsam mit seinem Lieblingsschurken, sass er in einer der Riesenradgondeln und wieder teilten sie sich eine dieser flauschigen, rosanen Zuckerwatten, fütterten sich gegenseitig und sahen dem Mond dabei zu, wie der sich langsam über den Horizont in den Sternenhimmel hob.
J.B. Mc Bride stupste Handlebar sachte an und deutete nach oben: „Da guck...“
Der hünenhafte Rigelaner blickte zu den beiden Männern hoch, sah wie Tex dem Marshall erneut ein Zuckerwattefläumchen anbot und der nicht nur die Süssigkeit in seinem Mund verschwinden liess, als er sie entgegen nahm. „Oh nein...“ jammerte der Saloonbesitzer, als er Zeuge – wie auch sämtliche Gaffer, die zum teil erschrocken auf keuchten – wurde, wie ein Paar lavendelfarbener Finger, zwischen Brave Starrs Lippen verschwand und der dem Desperado auch noch einen Blick zu warf, den man nur als sündig bezeichnen konnte, „... langsam, wünschte ich, dass sie sich endlich küssen...“ Handlebar seufzte auf, „... dann wär die Katze wenigstens endlich offiziell aus dem Sack!“ Seine Freundin, nickte zustimmend und brummelte: „Ja, das wär schon toll. Dann hätte ich wieder deine UNGETEILTE Aufmerksamkeit...“
„WAS?“
„Eben...“
Oben auf dem Riesenrad rückten der Marshall und der Desperado noch dichter zusammen, bedachten sich gegenseitig mit sehr, sehr verliebten Blicken; und als ihre Gondel den höchsten Punkt erreicht hatte, war Brave Starr eben dabei, seine eine Hand im Nacken Tex' zu platzieren, ihn dichter an sich zu ziehen.
Und Tex Hex, der Oberschurke von New Texas, liess seine Augen halb zu fallen und öffnete erwartungsvoll seinen Mund.
Und SÄMTLICHE Zuschauer hielten den Atem an.
Der Marshall, wollte doch nicht etwa WIRKLICH seinen Erzfeind küssen?
Und ob dieser wollte.
Sanft legten sich Brave Starrs Lippen auf den Mund des Desperados und seine Zunge tauchte augenblicklich, nach der seines Geliebten.
Und keine drei Sekunden später, fiel eine halbe, abgeknabberte Zuckerwatte aus nicht zu unterschätzender Höhe, ausgerechnet Angus Mc Bride auf den Kopf, als sich zwei lavendelfarbene Hände, je in schwarzem Haar und gelbem Stoff vergruben.
„Mist!“ fluchten J.B. und Handlebar im Chor, als sie den wenig gloriosen Absturz der rosa Wolke beobachteten und sich gewahr wurden, wo dieser endete.
... hab mich entschieden, hier mal was ANDERS zu machen....
Neun
Angus Mc Bride, zuckte erschrocken zusammen, als ihm etwas auf den Kopf fiel und verwackelte auch prompt das Bild, welches er von seiner Tochter und ihrem, so offensichtlich Auserkorenen, hatte schiessen wollen. Mit einem mürrischen Knurren klaubte er das was ihm da in seinen Haaren klebte herunter und erblickte einen Rest Zuckerwatte.
„Na danke!“ und sein Blick wanderte nach oben, um heraus zu finden, welche der Rotzgören von New Texas, ausgerechnet IHM, eine ZUCKERWATTE auf den Kopf fallen liess.
Erschrocken, entgeistert und nicht wenig überrascht, erkannte er, dass das dort oben, BESTIMMT keine Mutter mit ihrem Kind war und geistesgegenwärtig schaltete er seine Kamera auf Nachtsicht um. Gleich darauf, konnte man ihn ein weiteres mal knurren hören. „Und ICH, bemühe mich derart, mir nichts anmerken zu lassen...Hab mich zum Volldeppen gemacht...“ und Angus Mc Bride, Cheffredaktor, Herausgeber, Starreporter und einziger Mitarbeiter an der Druckpresse der Fort Kerium Gazette, liess nach kurzer Zeit seinen Fotoapparat sinken, OHNE auch nur ein EINZIGES Bild der beiden, sich nach wie vor leidenschaftlich abknutschenden Männer zu schiessen und murrte dabei: „Ob das so gut ist Kinder? Hier so in aller Öffentlichkeit...“
Nun, es war eigentlich abzusehen gewesen.
Wenn Angus da nur an die Farben der Oberteile dachte, an das gegenseitige Teilen der Speisen – das zärtliche Füttern nicht zu vergessen – und zu guter Letzt das kleine Intermezzo im Marshalls-Office, welches mit VERTAUSCHTEN Oberteilen geendet hatte.
Nun, nicht das ihn, den Starreporter, dass noch aus der Bahn werfen würde. Nicht, nach einem ganz bestimmten Abend, vor etwa einem halben Jahr, an dem er EINDEUTIG zu viel gesehen hatte; UND er seine Ansichten, betreffs einer ganz BESTIMMTEN Persona non grata gründlich geändert und von Grund auf revidiert hatte.
Nun gut, er hatte damals gefilmt – Tex Hex' wirklich bedauerlichen Zustand (diesen zerfetzten Rücken, würde er nie wieder vergessen können), die Erklärung für selbigen, die sich aus den wenigen Worten, die der Desperado mit dem Marshall wechselte ergab und die anschliessenden liebevollen Bezeugungen der gegenseitigen Verbundenheit.
UND, er hatte diesen Speicher Chip, zu Hause aus der Kamera genommen und in seinen ganz privaten Safe gesperrt und nie wieder angefasst.
Denn er hatte es nicht für eine wirklich gute Idee gehalten, den alten Stampede, darauf aufmerksam zu machen, dass ausgerechnet, sein erster Mann ihn hinter ging; und öfters mal – nur um nicht zu sagen mit schöner Regelmässigkeit – mal eben einen seiner Aufträge in den Sand setzte, sich eine von seinem Liebsten verpassen liess und dann zurück ins Hexagon schlich, um sich da dann auch noch Prügel von seinem Boss ab zu holen.
Und nun, sassen die beiden da oben in einer Gondel, küssten sich als gäbe es kein Morgen und liessen ihm eine Zuckerwatte auf den Kopf fallen.
Na danke!
J.B. Mac Bride und Handlebars Blicke hingen an dem Vater der Richterin und beide starrten ihn fassungslos an. Sie konnten sehen, wie sich der ältere Herr die Zuckerwatte aus den Haaren zog und die Kamera nach oben richtete. Hier, erkundigte sich Handlebar: „Können wir den Skandal noch abwenden, Schatz?“
J.B. schüttelte den Kopf und murmelte abwesend: „Ich versteh das nicht...“
„Was? Den Skandal?“
„Nein. Er filmt NICHT Schiesst auch KEINE Fotos...“
Handlebars Kinnlade fiel nach unten und sein Blick, glitt wieder zu dem Reporter hinüber, doch von diesem, fehlte jede Spur: „WO, ist er?!“
Zehn
Karen Mc Bride, blickte – wie die meisten hier – nach oben, folgte mit den Blicken der Riesenradgondel, in der der Marshall und Tex Hex sich gegenseitig mit wahrhaft sinnlichen, liebevollen und leidenschaftlichen Küssen bedachten, als neben ihr die Stimme ihres Mannes erklang: „Karen, Liebling...“ Sie starrte ihn an. WANN, hatte Angus sie zum letzten mal mit Namen UND Kosenamen angesprochen?
„Ja Angus?“
Er strahlte sie breit an, fasste ihre Hand und nickte zu dem Fahrgeschäft hinüber, auf dem die beiden Männer nun schon die zweite Runde fuhren: „Darf ich dich zu einer Fahrt einladen?“
Karen konnte nur nicken.
Und als sie dann neben Angus, der hatte schlicht den Betreiber genötigt, ihn vom Turbomuli in die Gondel zu setzen, sass und der ihre Hand hielt, fiel es ihr erst auf:
Ihr Mann, Angus Mc Bride der IMMER seine Kamera mit sich herum schleppte, damit ihm auch ja keine Schlagzeile entging, liess den Marshall und Tex links liegen, nur um mit ihr eine Runde Riesenrad zu fahren?!
Also, erkundigte sich Karen vorsichtig: „Angus, stimmt etwas nicht?“
Er kicherte leise: „Du meinst, ausser, dass ich mir gerade die Schlagzeile des Jahres entgehen lasse?“
Seine Frau nickte schwach und erntete ein Kichern gefolgt von den ernsten Worten: „Ich zeig dir zu Hause was. Aber nur, wenn du mir schwörst es keiner Seele zu verraten, mein Liebling.“
Karen nickte und drückte ihrem Mann einen Kuss auf die Wange. Das hiess, sie wollte ihn auf die Wange küssen, stattdessen, erwischte sie seine Lippen.
Handlebar starrte gebannt zu dem Riesenrad hinüber und hauchte fassungslos: „Ich hab ihn gefunden...“
„Wen?“
„Deinen Pa, samt deiner Stiefmutter...“ und er deutete mit ausgestrecktem Arm auf das zweite knutschende Paar auf dem Riesenrad.
„Ich glaub mich knutscht nen Elch!“ stammelte J.B. fassungslos.
„Darfs auch ein Rigelaner sein? Wenn ich denn schon nicht aufs Riesenrad kann...“ und schon fand sich die Richterin in einer innigen Umarmung und einen Sanften Kuss verstrickt.
Elf
Brave Starr und Tex Hex verliessen das Riesenrad einige Umdrehungen später und fanden sich mit Angus Mc Bride und dessen Frau konfrontiert. Doch anstelle der zu erwartenden Tirade, grinste der Fotograf ihnen nur kurz zu und zog dann Karen mit sich, von den beiden Männern weg, wobei er dem Marshall noch einen ernsten Blick zuwarf und knurrte: „Passen sie gut auf diesen Schurken auf, Marshall!“
„Brave Starr, WAS war das eben?!“
„Ich VERMUTE, das war Angus Mc Bride...“ verwirrt blickte Brave Starr dem sich entfernenden Paar hinterher und wandte sich dann, nach einem schnellen Blick zur Uhr, an Tex Hex: „Wir dürfen uns noch genau vier Stunden und achtundfünfzig Minuten hemmungslos in der Öffentlichkeit abschlecken!“ und er liess seinen Worten Taten folgen, legte seinem Liebsten die Arme um die Taille, zog ihn an sich und in einen zärtlichen, verliebten Kuss.
Mit einem leisen, glücklichen aufseufzen schlang im dieser im Gegenzug, die Arme um den Nacken.
Handlebar starrte eben so entgeistert wie J.B. deren Eltern hinterher, versuchte zu verstehen, was
ihm seine Augen meldeten.
„Nicht wirklich,“ keuchte seine Freundin neben ihm ebenso verwirrt, „oder?“
„Doch,“ erwiderte der Rigelaner ihr mit Verzögerung, „sieht ganz so aus, als gäbe es zumindest von DIESER Seite her heute keinen Eklat...“
„DIESER?!“
Handlebar nickte und vermeldete: „Deringer im Anmarsch...“
Angus hielt sein Turbomuli an und wandte den Kopf nach hinten.
Hatte ihn die Spiegelung in seiner Sonnenblende also doch nicht getäuscht:
Der dickleibige Bürgermeister Fort Keriums, steuerte tatsächlich auf das, sich schon wieder abschleckende, Paar zu.
Der Reporter setzte seiner Frau einen Handkuss auf den Handrücken, drehte dann sein Turbomuli um und fuhr entschieden auf den Bürgermeister zu.
Er erreichte Deringer kurz bevor dieser bei dem Marshall und dem Desperado anlangte und noch knapper vor seiner Tochter.
Entschlossen rief Mc Bride: „Aaah! Herr Büüürgermeister...“ dieser blieb stehen und wandte sich ihm zu, Angus fuhr – immer noch eine Stufe zu laut, wodurch auch endlich Brave Starrs und Tex' Aufmerksamkeit geweckt wurde und die beiden sich aus dem Staub machten – fort: „Bürgermeister Deringer, es wäre mir eine Ehre, ein Interview mit dem Gönner dieser Veranstaltung zu Führen...“ Gott und Karen wussten, dass er das BESTIMMT nicht vorgehabt hatte...
„Handlebar, kneif mich...“ forderte J.B. Mc Bride, „... Pa, hat nicht eben Deringer davon abgehalten auf die Jungs los zugehen?“
Mit tellergrossen Augen nickte der Rigelaner lediglich, keines Wortes mehr fähig.
Waren denn heute hier ALLE verrückt geworden?
Drei Marktstände weiter, an einem Stand der Süssigkeiten verkaufte, stand der Marshall und hängte seinem Lieblingsschurken, zum Schrecken sämtlicher Gaffer, ein Lebkuchenherz um den Hals.
Sonntag, 22. November 2009
TRIO
Viel Spass damit!
TRIO
Da steh ich nun, auf der Veranda vor meinem Büro und warte auf meinen Deputy und Molly.
Langsam, beginne ich mir wirklich Sorgen zu machen, denn eben senkt sich auch die letzte der drei Sonnen hinter den Horizont.
Klar, war ich nach Sandys Funkspruch einigermassen beruhigt. Aber, dass die beiden nun so lange haben?
Kurz entschlossen, verwandle ich mich in mein vierbeiniges Selbst und stiebe aus der Stadt, mich immer schön auf der Stratokutschenroute haltend. Und tatsächlich, knappe drei Meilen ausserhalb Fort Keriums, kommen mir meine beiden Lieben auch schon entgegen gestapft. Molly, sieht ziemlich abgekämpft aus und Sandy nicht minder. Zumal letzterer die grosse Geldkassette hinter sich her schleppt.
Ich bleibe vor den beiden stehen und geniesse erstmal eine feste Umarmung von Mollys Seite, nur um gleich darauf eine nicht weniger feste von meinem Deputy zu kassieren. „Na ihr zwei Hübschen,“ pruste ich besorgt, „was, war denn los?“
Molly schüttelt sich und erklärt dann: „Dumm gelaufen: Erst wurde ich überfallen,“ ich nicke, deshalb hatte ich ja Sandstorm losgeschickt, „dann fiel das Turbomuli aus...“ mit einem leisen Seufzer schliesst sie den Bericht.
Ich zögere und erkundige mich dann doch noch bei Sandy: „Und wieso, habt ihr mich nicht nochmal an gefunkt?“
Sandy streckt mir, mit einem deprimierten Blick, entschuldigend ihre beiden völlig kaputten Headsets entgegen: „Der Kampf mit den Dingos, ging nicht ohne Verluste über die Bühne...“
Und mir, bleibt tatsächlich für einen kurzen Moment das Herz stehen. So NAH, kamen die Dingos ihnen?! „Ist euch beiden was geschehen?!“ und ich kann die leichte Furcht nicht aus meiner Stimme verdrängen. Zum Glück und bei allen Hohen, schütteln beide den Kopf. Ich schnaube erleichtert und grinse dann: „Sandy, da hängt nen Lasso am Sattel. Bind doch bitte die Geldkassette am Sattelhorn fest, ehe ihr aufsteigt...“
Der grosse rote, fällt mir ins Wort: „Ich werd sicher nicht auf dir reiten, wenn du auch noch die Geldkassette ziehst, Sheriff!“
Molly stimmt ihm entschieden zu.
Ich nicke und fahre sie dann BEIDE an: „ANBINDEN und AUFSTEIGEN!“ sanfter füge ich an: „DAS, ist ein DIENSTLICHER Befehl.“
Murrend, machen die beiden sich an die Arbeit. Ich lobe gutmütig: „Brav meine Hübschen...“
Und als sie ENDLICH beide auf meinem Rücken sitzen, mache ich mich in einem leichten Jog auf dem schnellsten Weg auf nach Hause. Es tut gut, sie beide in Sicherheit zu wissen. Da, trag ich sie gerne diese drei Meilen... Wenn ich sie nur wieder hab.
Samstag, 14. November 2009
DEAL
Und gleich vorne weg: Ich mag dieses Ich-bin-Mister-Perfect-Image von Brave Starr nicht.
Und EBEN deshalb ist DAS hier, wohl etwas OOC... Dennoch viel Spass!
Ehm, Rating? P-16/18/slash oder so *schulterzuck*
ach, und ehe ihr denkt es ist auf eine Folge bezogen – is es net... sieht nur so aus! Sorry.
Teil Zwei ist hintenangefügt...
DEAL?
Er hatte ihn.
Endlich, nach all den Jahren, hatte er Tex Hex in einer der Zellen. Um genau zu sein in der Hochsicherheitszelle.
Und diesmal, würde er nicht zulassen, dass er wieder entkam. Marshall Brave Starr nickte entschieden: „Nicht noch mal...“ Wobei, wenn er ehrlich war: Wie, sollte er das denn verhindern, wenn Stampede Hex wieder seine Zauberkraft zurück geben würde?
Richtig, gar nicht.
Ein paar sanfte Arme legten sich um ihn, ein Kuss wurde in seinen Nacken gehaucht und dann erklang auch schon J.B. Mc Brides Stimme: „Du hast ihn, Brave Starr...“
Der, wandte sich in der Umarmung um und seufzte: „Ja, fragt sich nur für wie lange!“ Er vergrub seine Nase in J.B.s Haar und küsste sie auf den Hals.
„Wollen wir nach Hause gehen Brave Starr?“ Die Richterin schmiegte sich bei diesen Worten etwas dichter an den hochgewachsenen Mann und in dessen Arme.
Der Marshall schüttelte den Kopf: „Nein, ich muss hier bleiben und den da,“ hier deutete er zu der Zelle, in der Tex Hex sass, „bewachen!“
J.B. nickte verständnisvoll, küsste ihn auf die Wange und verabschiedete sich dann von ihrem Verlobten.
Der wiederum, brachte, als die Richterin gegangen war, erst mal die Kaffeemaschine zum arbeiten und setzte sich dann vor seine Überwachungsbildschirme, die ihm Tex Hex in seiner Zelle zeigten.
„Ich geh dann mal, Partner!“ Thirty-Thirty liess seinen Worten ein geräuschvolles Gähnen folgen.
Brave Starr nickte und wünschte ihm einen schönen Abend, stand dann auf um sich seine Thermotasse mit Kaffee aufzufüllen. Mit einem leisen Seufzen setze er sich wieder vor seine Bildschirme. Nichts an dem Bild hatte sich geändert: Tex Hex, sass immer noch mit von sich gestreckten Beinen, den Hut tief ins Gesicht gezogen auf der Pritsche.
Das, würde eine lange Nacht werden... so ganz alleine; und der einzige Inhaftierte, sass in der Sicherheitszelle.
Nicht, dass er grosses Interesse daran hatte sich mit Hex zu unterhalten.
Doch, wenn es schon nichts anderes zu sehen gab...
Mittlerweile, waren drei Stunden um und Marshall Brave Starr, hatte ein paar neue Erkenntnisse gewonnen, zu denen unter anderem die gehörte, dass Tex Hex sich verdammt laszive von seinem Hut, seinen Chaps und seinem Hemd befreien konnte. Und, eine weitere war, dass er, Brave Starr, diese „Show“ auch noch genossen hatte.
Eigentlich sollte er sich ja schämen... Aber, wozu?
J.B. sass zu Hause bei ihren Eltern und... er hob die Schultern und widmete sich wieder der Betrachtung seiner Bildschirme und somit auch der von Tex Hex.
Der steckte eben seinen Kopf unter den Wasserhahn und liess sich das offensichtlich kalte Wasser über den Kopf laufen. Bei der Gelegenheit konnte Brave Starr sich davon überzeugen, dass Tex Hex' Rückenmuskeln erstaunlich gut trainiert waren und nicht nur die. Eigentlich, war der ganze Desperado gut in Form.
Und als eben der, sich wieder aufrichtete, sich die nassen Haare aus dem Gesicht, zurück in den Nacken strich und einmal mit den Fingern durch seinen Schnauzer fuhr, tat der Marshall nichts anderes als begeistert auf den Bildschirm zu starren und sich über die Lippen zu lecken.
Und irgendwo, zuhinterst in den wirklich dunklen Ecken seines Verstandes, formte sich ein kleiner, unanständiger Gedanke.
Tex Hex indessen, grinste zu der Kamera empor, fuhr sich noch einmal durch Haare und Schnauzer und liess sich dann mit ausgestreckten Beinen, den Rücken an die Wand hinter sich gelehnt, wieder auf der harten Pritsche nieder.
Mit halb geschlossenen Augen döste er vor sich hin und leckte sich gedankenverloren, einen Wassertropfen weg, der aus seinem Schnurrbart gekullert war. Irgendwie, würde er schon wieder hier raus kommen. Das, tat er immer.
Brave Starr vor seinen Bildschirmen, krallte sich an seine Thermotasse und hing gebannt an dem sich bietenden Anblick. Diese freche rosa Zunge! Das, war sein Wassertropfen...
Er knallte die Tasse auf den Tisch, schob den Bürostuhl mit Schwung zurück und erhob sich.
Tex Hex, zuckte noch nicht einmal zusammen, als die Zellentür so schwungvoll aufgerissen wurde, dass sie gegen die Wand knallte. Als sie wieder zurück zu schnellen drohte, wurde sie von einer grossen, kräftigen Hand gepackt und davon abgehalten.
„Hex!“ Die Stimme des Marshalls, klang tief und knurrend, „Du willst hier raus, nicht?“
Der Angesprochene, schob sich den Hut aus den Augen, hob seine Lider ein klein wenig höher und schielte zum Marshall hinauf: „Und, was willst du als Gegenleistung, Marshall?“
Brave Starr zögerte nicht den Bruchteil einer Sekunde und knurrte: „Dich!“ sein beredeter Blick, liess keine Zweifel offen, wie diese Worte gemeint waren.
Tex Hex, zeigte keine Reaktion, nicht das geringste Zucken in seine Mine verriet, ob er verstanden hatte. Brave Starr hakte nach: „Verstanden, Hex?“
Dieser nickte und erkundigte sich: „Und, was, glaubst du, hält deine Richterin davon?“
Der Marshall winkte, untermalt von einem Schnauben ab: „Wen interessiert's?“
Tex Hex hob seine nicht vorhandenen Augenbrauen etwas an, warf dem Marshall einen abschätzenden Blick, aus dem Schatten seines Hutes zu: „Nur, damit ich das richtig verstehe: Wir, also du und ich...“ er wedelte bezeichnend mit der Hand, „... wir schieben ne Nummer; und du lässt mich dann einfach so davon spazieren?“ und er schickte noch ein besonders betontes„Marshall“ hinterher.
Der nickte und grinste dreckig: „Immer vorausgesetzt, dass du dann noch spazieren kannst, Hex!“
„Wir werden sehen. Wir werden sehen, Marshall...“ der Desperado erhob sich geschmeidig und stupste dem Marshall mit einem krallenartigen Zeigefinger vor die Brust.
Der, starrte gebannt auf die nackte kräftige Brust, die er nun, keine Armlänge von sich entfernt, vor Augen hatte und leckte sich in Gedanken die Lippen. All diese lila Haut; und dieser Geruch. So wild, so – so, gefährlich; unberechenbar.
Oh ja, genau das hier wollte er. Ihn wollte er, Tex Hex. Sofort.
„Wie hättest du's denn gern, Marshall?“ Die dunkle Stimme, beinahe ein leises Knurren, riss ihn aus seiner Betrachtung. Doch, bevor Brave Starr zu einer Erwiderung ansetzen konnte, fuhr Tex Hex auch schon fort: „Langsam und sanft, oder schnell und hart?“
Der Marshall schluckte; das, hatte er nicht erwartet, dass der andere derart bereitwillig auf diesen Deal einstieg; und dann auch noch mitspielte. Aber, hatte Tex Hex denn eine Wahl? So ganz ohne Magie?
Wenn Brave Starr es recht bedachte nicht wirklich. Er erschauerte. Er, Marshall Brave Starr, war ein ganz böser Junge. Und er genoss es in vollen Zügen.
Eine Hand an den Knöpfen seiner Uniform schreckte ihn aus seiner Selbstgefälligkeit auf und er nahm einige Dinge zugleich wahr:
Tex Hex, hatte sich nicht nur an seiner Uniform zu schaffen gemacht, nein auch dessen Hosen standen offen und der Desperado, war eben dabei, das Hemd des Marshalls über dessen breite Schultern zu zerren.
„Du kannst es wohl kaum erwarten Hex...“
Keine verbale Antwort, aber kräftige, krallenbewehrte Finger die über braune, weiche Haut strichen.
Der Marshall keuchte auf, packte die erstaunlich schmalen Handgelenke und presste den anderen rücklings an die nächstgelegene Zellenwand, knurrte in Tex' Ohr: „Ich glaube, ich wähle...“ bei diesen Worten presste er sich gegen den Desperado, „... die zweite Option.“
Tex Hex grollte auf, als sein Hinterkopf schmerzhaft mit der Wand Bekanntschaft schloss, schlang nichts desto trotz eines seiner Beine um die Hüfte des Marshalls, zog ihn dichter an sich und knurrte zurück: „Na dann komm zur Sache Marshall...“
Brave Starr grinste wölfisch, grub seine Zähne in die lila Haut, genau in den Übergang von Hals zu Schulter.
Tex wimmerte erschrocken auf, wand sich in dem festen Griff des anderen und versuchte vergeblich den scharfen Zähnen zu entkommen, die sich unerbittlich in sein Fleisch bohrten. Er schien noch nicht einmal zu bemerken, dass Brave Starr kurzzeitig eines seiner Handgelenke freigab, jedoch nur um es sogleich wieder einzufangen und beide Arme des Desperados,mit seiner Linken über dessen Kopf an die Wand zu pinnen.
Und als der Marshall seine Zähne zurück zog, einmal erstaunlich sanft über die Bisswunde leckte, da keuchte Tex Hex auf.
Brave Starr knurrte, sich den Mund leckend: „Na, Hex. Steht der Deal noch?“
Tex Hex grinste, zwang sich einen feixenden Ton ab und erwiderte, sich aufreizend an der Körpermitte des anderen reibend: „Nicht nur der Deal, Marshall. Nicht nur der...“
Brave Starr unterdrückte ein Stöhnen, nickte zufrieden und machte sich an Tex' Jeans zu schaffen, zerrte sie von dessen Körper und versank für einen winzigen Moment in dem berauschenden Anblick, von viel zu viel lila und sehnigen Muskeln.
Tex, der bemerkte, wie sein „Vertragspartner“ ihn nur anstarrte, knurrte: „Nun mach schon, ich will hier raus...“ und er schlang sein Bein erneut um die Hüfte des Mannes vor ihm, „... ich habe noch Anderes zu...“
„Ach halt die Klappe Tex!“ dunkel und sehr, sehr lüstern grollte der Marshall diese Worte in das Ohr des Desperados.
Der hielt nicht die Klappe, sondern gab einen erstickten Laut von sich, als Brave Starr ansetzte und sich endlich seinen Part des Deales gönnte.
Einige wenige, heftige Stösse, ein ersticktes Knurren und ein lautes Keuchen später, hatte Brave Starr Tex' Hände losgelassen, stützte dessen Kreuz und zugleich sie beide an der Wand ab.
Tex hingegen hatte sich förmlich um den Marshall gewickelt, krallte sich in dessen Rücken und verbiss sich in dessen Hals.
Brave Starr starrte, mit hängenden Schultern auf den Desperado der sich eben seine Kleider anzog und dann seinen Hut vom Boden klaubte, wo er bei der Sache eben gelandet war.
Tex der den schuldbeladenen Blick des Marshalls sehr wohl bemerkt hatte, griente: „Na, hast wohl ein Schlechtes Gewissen Marshall?“ Dann stülpte er sich den Hut auf den Kopf und erkundigte sich: „Na, gilt der Deal noch, Marshall Brave Starr?“
Der Angesprochene deutete zu der Zellentür: „Ist offen...“
Tex Hex grinste breit, deutete eine kleine Verbeugung an und löste sich, wortwörtlich in Rauch auf und nur das verklingende Echo seines Lachens hing noch in der Luft.
Und Marshall Brave Starr knurrte erleichtert: „Tex Hex, du elender Schuft!“
Doch dann fielen ihm die Überwachungskameras wieder ein.
„MIST!“
DEAL
II.
Brave Starr, stand da, schluckte leer und kämpfte gegen die sich anbahnende Furcht und einen gewaltigen Schock an.
Von dem kalten Stahl an seiner Stirn schienen glühend heisse Wellen auszugehen und wenn er dem Arm, der dieses Museumsstück von einem Revolver hielt folgte, traf er auf eiskalte rote Augen, die ihn anblitzten.
Wie er in diese absurde Situation geraten war, konnte der Marshall nicht mehr so genau nachvollziehen. Er schätzte zwar, dass er dummerweise, auf Tex Hex' Arsch gestarrt hatte und sich in der Erinnerung an ihren letzten „Deal“ verlor, anstelle, dass er auf dessen Kampfhandlungen geachtet hatte. Aber sicher, war er sich dessen nicht.
Wie auch immer. Die aktuelle Gleichung lautete:
Tex Hex, stinkwütend, plus einen zwar museumswürdigen, jedoch funktionstüchtigen Trommelrevolver an seinem Schädel, gleich grosses Problem für Marshall Brave Starr.
Und zu allem Übel waren seine Deputys, der restlichen Carrion Bunch hinter her.
Die Idee traf ihn wie ein Blitz – und sie sorgte erstaunlicherweise dafür, dass sich in seinem Magen augenblicklich eine grosse Portion Hitze ausbreitete.
Sehr langsam, vorsichtig hob er den Kopf, in einer leichten Drehung. So, dass die Mündung dieses vermaledeiten Revolvers, erst langsam über seine Schläfe und dann über seine Wange glitt. Der kalte Stahl, hinterliess eine Spur aus Feuer auf seiner Haut und die dunklen Augen des Marshalls, suchten die roten, verächtlich glühenden des Desperados.
Tex, starrte immer noch kalt und unbeweglich auf den vor ihm knienden Mann hinunter.
Urplötzlich, weiteten sich seine rotglühenden Augen ungläubig.
War das nun seine überbordende Fantasie oder, leckte der Marshall tatsächlich eben dem Lauf des Revolvers entlang?!
Und nicht nur das, mit einem mehr als sündigen Augenaufschlag, zog Brave Starr seinen Kopf etwas zurück, liess dann seine Zunge erneut über die Mündung des Revolvers gleiten, nur um gleich darauf deren Lauf zwischen seinen Lippen verschwinden zu lassen.
Tex, grinste breit und lüstern, schob den Revolver noch etwas weiter, so weit bis der andere anfing leicht zu würgen, in Brave Starrs Mund und erkundigte sich dann mit dunkler, rauer Stimme: „Lust auf einen Deal, Marshall?“
Dabei zog er den Schlagbolzen des Revolvers zurück.
Brave Starrs Augen bekamen, als er das Klicken nicht nur hörte, sondern zugleich auch noch fühlte, einen fiebrigen Glanz und er nickte vorsichtig, unterwürfig. Verdammt, wenn das Ding los ging, halfen ihm seine Geisterkräfte auch nichts mehr.
Tex Hex nickte, zog sehr langsam und sehr genüsslich, den Lauf der grossen Waffe zurück, strich damit erst sanft, beinahe zärtlich über die vollen Lippen des Marshalls, dann über die Kinnlinie hinauf zu dessen Schläfe, wo er kurz inne hielt, um dem Marshall eine Haarsträhne mit dem Lauf hinter das Ohr zu schieben.
Brave Starr erschauerte leicht, schloss scheinbar ergeben seine Augen, als zu guter Letzt, die Mündung des Revolvers, wieder mittig auf seiner Stirn lag.
Und er musste sich eingestehen, dass er sich wirklich etwas vor diesem Ding fürchtete.
Hoffentlich drückte der Desperado nicht ab, in der Hitze des Gefechts.
Dann drang die befehlende Stimme Hex' dunkel und rau an seine Ohren: „Ich warte...“
Der Marshall schluckte und riss seine Augen wieder auf, schielte ergeben nach oben, lächelte scheinbar gequält und erkundigte sich nach einem kleinen Räuspern, genau wie der Desperado das letzte Mal bei ihm: „Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich mach das selbe mit dir, wie mit dem Revolver.. und du lässt mich dann einfach so davon spazieren?“
Tex Hex nickte zustimmend und grollte: „Fang endlich an, Marshall!“ Breit grinsend fügte er, mit einem Stups des Revolvers gegen Brave Starrs Stirn, an: „Ich warte nicht gerne. Bin nicht eben der geduldigste...“ mitten im Satz brach der Desperado ab, denn eine grosse, starke, cappuccinobraune Hand, hatte sich eben sehr präsent in seinen Schritt gelegt.
Um Brave Starrs Mundwinkel formte sich ein leicht diabolisches Lächeln, als der lila Schurke heftig die Luft einzog und sich seiner Hand instinktiv entgegen drängte. Dumm nur, dass sich mit dieser Bewegung auch die Revolvermündung fester in gegen seine Stirn bohrte.
Das hier, würde ihm wesentlich mehr Spass bereiten, wenn diese grosskalibrige Waffe nicht da gewesen wäre. Wobei, er musste gestehen, dieser Nervenkitzel, hatte auch etwas sehr erregendes an sich.
Und mit einem innerlichen Grinsen, wandte er sich einer anderen „Waffe“ zu.
Tex Hex, keuchte auf. Verdammt, musste der Marshall dermassen gut sein?
Sein Keuchen, ging in ein kehliges Stöhnen über und er krallte die Finger der freien Hand in dieses dichte schwarze Haar.
Wo zum Teufel, hatte der brave Marshall nur etwas dermassen verdorbenes gelernt?
Brave Starrs innerliches Grinsen wurde breiter, als er mit einem weiteren Saugen und einem sanften Biss, dem Schurken ein weiteres, winselndes Keuchen entlockte. Scheinbar machte er seine Aufgabe, bei diesem Deal nicht schlecht. Wenn nur dieser Revolver nicht wäre, oder zumindest nicht auch noch der Hahn gespannt...
Mit einem entschiedenen Zerren an den schwarzen, blau schimmernden Haaren, schob sich Tex noch tiefer in diesen warmen Mund, zwischen diese gierigen Lippen.
Himmel, alleine die Vorstellung hätte schon genügt um in vor Verlangen winseln zu lassen:
Marshall, Marshall Brave Starr. Vor ihm im Staub auf den Knien und ihm den Blow Job seines Lebens verpassend.
Aber, die Realität war bei weitem besser. Viel besser. Tex stöhnte erneut dunkel auf.
Und in eben diesem Moment, biss der Marshall noch einmal zu.
Und der Desperado zog unwillkürlich, als er sich mit einem heiseren Schrei, heftig in Brave Starrs Mund entlud, den Abzug des Revolvers durch.
Der Marshall sah die Bewegung der lila Finger aus dem Augenwinkel, hörte das leise Klicken, als die Feder sich löste, schloss die Augen und – mit einem leeren Schnappen, schlug der Bolzen auf die Trommel. Er lebte noch.
Brave Starrs grenzenlose Erleichterung schlug beinahe augenblicklich in ebenso grenzenlose Wut um.
Genau bis zu dem Moment wo sein Blick auf dem ihm gegenüber im Sand knienden Desperado fiel, der aschfahl auf den Revolver, den er gut und gerne zwei Meter von sich geschleudert hatte, starrte.
Tex stammelte immer wieder die selben Worte: „Oh Gott sei Dank, Gott sei Dank, Gottseidankgottseidank...“
Das durfte ja wohl nicht war sein? Oder? Diese verdammte Waffe war wirklich...
Mit einer einzigen fliessenden Bewegung, war der Marshall bei dem Desperado und zog ihn in seine Arme. Mit einer Entschiedenheit, die ihresgleichen wohl vergeblich suchte, stellte der Marshall fest, als sich Tex' Arme um ihn schlangen und der sich verzweifelt an ihn klammerte: „Gott schützt die Liebenden und die Toren...“ und er drückte ihm entschieden einen Kuss auf den Mund, „Keine Deals mehr. Nie wieder.“
Tex Hex nickte löste sich etwas aus ihrer gegenseitigen Umklammerung, schluckte und erklärte dann: „Dann, mein Marshall, hab ich dir was zu sagen.“
Der nickte und wartete.
„Ich,“ fuhr Tex Hex fort, „bin nicht bereit das mit dir, was auch immer das krankes ist, aufzugeben.“
Brave Starr nickte nur und knurrte, bevor er die Lippen zu einem verzehrenden Kuss auf den Mund seines Desperados presste: „Dito, Hex!“
Rose: Ich hoffe, das Ende stellt einigermassen zufrieden... und die Schreibfehler sind dem leckeren Rotwein geschuldet... hoffe inständig, es sind nicht all zu viele!
*kiss* dat Rose Kätzchen...
Dienstag, 10. November 2009
Tenderness
TENDERNESS
Er schmeckt so köstlich. Göttlich.
Sein Geschmack, Karamellbonbons und Milchkaffee.
Ich ertrinke, lasse mich treiben.
In seinen Armen, an seiner Brust.
So viel Wärme. Und sein Herz schlägt, stetig und ruhig, dröhnt es in meinen Ohren.
Dieser Kuss ist, wie ein Märchenkuss.
Er, erweckt mich zu neuem Leben. Löscht meine Schmerzen aus.
Bringt mein Herz zum schlagen.
Und ich seufze in diesen süssen Kuss. In seinen Mund.
Ich hauche ihm meinen Dank, meine Liebe entgegen.
Meinem über alles geliebten Dieb.
Und er überschüttet mich mit weiteren dieser zauberhaften, magischen Küssen. Bedeckt mich mit Zärtlichkeit. Hüllt mich darin ein.
Ich halte ihn sanft in meinen Armen.
Er wirkt so zerbrechlich.
Ich küsse ihn. Wir küssen uns. Und, ich schmecke endlich wieder diese Wildheit.
Er ist zurück. Ich hab ihn wieder, meinen Gauner.
Ich will ihn bewahren und in eine warme Decke aus Liebe betten.
Sanft und vorsichtig streicheln meine Hände über seinen gequälten Körper.
Und wieder, bleibt die Zeit stehen.
Zarte Küsse auf seine verquollenen Wangen setzen. Seinen wunden Rücken sanft liebkosen.
Mich behutsam an ihn schmiegen.
Ihm zu raunen, wie sehr ich ihn doch liebe.
Ihn, meinen Wüstenwind.
...hmmm, ich werd immer fluffiger...
Sonntag, 8. November 2009
In Your Arms...
IN YOUR ARMS...
Qualvoll.
Der Weg nach oben. Aus der peinigenden Dunkelheit.
Dieses Licht. Mir entweicht ein leises, schmerzvolles Wimmern.
Und eine sanfte Hand berührt meine Schulter. Den einzigen Fleck, heiles Fleisch. Berührt mein Herz.
So zart, als wäre ich aus Glas. So ruhig, so liebevoll.
Seine Hand. Mein Dieb.
Und ich sinke zurück, zurück in die Dunkelheit.
Doch nun, ist sie mir willkommen, denn er ist bei mir. Hält mich. Spricht mit mir. Liebkost mich.
Hier, bei ihm. Irgendwo, zwischen den Zeiten. Hier, bin ich geborgen.
In seinen Armen.
Ich halte ihn sachte. Umschlungen.
Meinen geliebten Gauner.
Er ist so zerschlagen, müde, erschöpft. Mein armer Liebster.
Ihn so zu peinigen.
Langsam, fliesst die Zeit.
Alleine kann ich sie nicht anhalten. Nicht stehlen.
Meine Lippen tasten sehnsuchtsvoll nach seinem Mund. Meine Zunge taucht nach seiner. Sucht seinen Geschmack.
Doch auch hier. Nur Blut, metallisch, quälend.
Ich fasse seine Hand und raune sanfte Worte.
Schmiege mich an ihn.
Heile ihn.
Liebe ihn. Bitte, komm zu dir.
Zurück zu mir.
Nach langen dahintreibenden, angstvollen Sekunden, zäh gedehnt zu einer Ewigkeit.
Eine Hand, drückt schwach, zieht meine an deinen Mund.
Deine Zunge, Zähne, kosen sanft meine Finger.
Und endlich, endlich, bleibt sie stehen.
Die Zeit.
Vortex
VORTEX
Ich warte. Ganz alleine. Hier.
Im Jetzt.
In meinem Büro.
Eine Stunde später im Saloon.
Noch zwei Stunden später, warte ich in meinem Schlafzimmer.
Und immer geh ich auf und ab. Ziehe meine Kreise.
Und wieder drei Stunden weiter, in diesem elenden Strudel, der sich Zeit nennt.
Ich liege hier, auf dem Rücken und starre diese öde Decke an.
Kenne jeden Fleck, jede Spinnwebe und die Staubflusen; oben, in der rechten Ecke.
Wo ist er nur?
Wieder in den Klauen seines Schinders?
Bitte, komm zurück. Bitte, gib ihn mir zurück.
Ich bin so alleine. Einsam. Dieser Vortex, ist so leer ohne dich.
Ich stehe auf und wandere wieder im Kreis.
Wartend. Angstvoll hoffend. Alleine.
Liebend.
Ich leide.
Ich dulde.
Und ich hasse.
Mein Blut rinnt zu Boden, sickert in den roten Sand. Verdunstet auf dem heissen Stein.
Und so gerne, würde ich aufgeben. Alles. Selbst mein letztes Ideal.
Doch ich weiss, mein Dieb, er wartet.
Wartet auf mich.
Sorgt sich um mich.
Und ich weiss, er liebt mich.
Selbst in diesem rasenden Strudel der Zeit.
Und ich hoffe und ich liebe.
Liebe ihn.
So sehr.
Selbst in dieser Dunkelheit.
...auch eine Möglichkeit, mit meinen Schlafstörungen fertig zu werden.
Ich hab euch alle zum knuddeln lieb. Meine treuen Leser.
