Mittwoch, 1. Dezember 2010

Weihnachtliches, mal anders

oder der Kein-Weihnachtskalender!

viel Spass mit vielen kleinen Kurzstories und Ausschnittchen und vielen verschiedenen Paaren!



I'M A DOCTOR...


Das Geräusch war ärgerlich und nervenaufreibend.

Sch-piep-sch-piep-sch-piep-piep-piep-piiiep

Piep, piep, PIIIEP?!

Dr. Leonard McCoys Blick flog von seinem PADD zu den Anzeigen über Spocks Bett, der PADD seinerseits auf den Boden als der Chefarzt der USS Enterprise aufsprang und an die Seite seines derzeit einzigen Patienten stürzte.

Pille knurrte auf als auch der Tricorder ein sehr unvorteilhaftes Geräusch äusserte:

„Kannst du idiotisches Spitzohr nicht wie sonst auch immer einfach nur in Heiltrance verfallen, anstelle hier den...“ der Arzt presste seine Hände fest gegen die rechte Seite seines Patienten. Rechts, auf dessen Herz und begann mit einer improvisierten Reanimation.

„... Nun komm schon...“ und er wünschte sich nicht zum Ersten mal, dass er zumindest eines seiner technischen Spielzeuge benutzen könnte. Nur leider lief der ganze Kasten der sich Enterprise nannte auf Not-not-not-energie, wie Scotty es vor gut zwei vermaledeiten Stunden genannt hatte und er war auf diesen einen Bildschirm und den Tricorder angewiesen...

Spock,“ knurrte Leonard McCoy, „es ist schon unlogisch genug nicht in Heiltrance zu verfallen...“ seine Hände arbeiteten weiter, „... wenn Sie jetzt auch noch in einen Schock fallen...“ der Halbvulkanier sah nach Pilles dafürhalten ganz danach aus: Noch blasser als sonst und nicht einen Hauch von Grün im Gesicht.

Pilles Gedanken rasten. Ein Schock, ein unerwarteter Schmerz, oder ein weiterer Schock brachte unter Umständen einen Menschen wieder zu sich. Aber wie schockte man einen logischen Sturschädel?

Zumal er noch nicht mal die Hände frei hatte um diesem besagten Sturschädel eins über zu braten?

Seine Hände und Arme taten weiterhin das was er rein instinktiv als richtig erachtete um dafür zu sorgen, dass das Spitzohr weiteratmete und auch der Herzschlag nicht noch schwächer wurde, als Pille sich nach vorne beugte, noch während er in Gedanken alle empfindlichen Punkte der vulkanischen Physiologie durch ratterte.


Schmerz.

Leuchtend hell und von seinem rechten Ohr ausgehend.

Pi... Doktor McCoys Stimme, laut und ebenfalls schmerzhaft: „Na los Elfenkönig,“ diesmal gelang es Spock den auf diese Worte folgenden Schmerz einzuordnen, „tu mir ausnahmsweise einen Gefallen und atme... Spock.“

Hatte McCoy ihn etwa ins Ohr gebissen?

Der Halbvulkanier hob eine gedankliche Augenbraue und tat dann das einzige was ihm als logisch erschien: Er machte zu Pilles grosser Erleichterung einen tiefen Atemzug und konzentrierte sich darauf sein Herz wieder normal schlagen zu lassen.


Pille alias Leonard McCoy, tat einen erleichterten Seufzer als Spock geräuschvoll die Luft einsog und sackte da zusammen wo er so oder so schon beinahe lag: auf Spocks Brust.

„Du verdammter, grüner, spitzohriger, ausserirdischer Elfenkönig...“

Spock hob schwach eine Hand und drückte den Arzt sachte noch ein wenig fester an sich und murmelte beinahe unhörbar: „Entschuldige, T'hy'la...“

„Das wird teuer...“ lächelte McCoy an Spocks Ohr und biss noch einmal sanft zu, entlockte dem Halbvulkanier ein leises Seufzen.


Jim stand in der Tür zu der Krankenstation und war sich völlig sicher, sollte einer der beiden auf dem Krankenbett liegenden nun aufwachen, würde der ihm glaubwürdig zu versichern suchen, dass die Tatsache, dass beide – der Vulkanier und der Doktor – nackt waren und sich mehr als nur ein wenig zusammengekuschelt hatten, nur dazu diente Wärme auszutauschen und nichts als eine logische Konsequenz auf das ausgefallene Wärmesystem war...


Captain Kirk verriegelte die Krankenstation mit seinem Captains-Code als er sie verliess und freute sich schon auf darauf die beiden „Streithähne“ bei ihrer nächsten „Vorstellung“ für die Öffentlichkeit zu beobachten.



Nächstes Paar:

Iris aka Cathy/Future aka Curtis



MISTELZWEIG


Roses Smalltalk:

Vergesst nicht:

Cathy hat ihren Namen und ihr Schiff wieder:

Iris Bellmonte und ihr Raumschiff: Comet 2 liebevoll C2 genannt...



MISTELZWEIG


„Ken,“ es ist albern, aber ich liebe es, „komm her und hilf mir mal eben mit den Stechpalmenzweigen...“

„Aye, Captain Iris!“

„... und; Computer: X-Mas die Vierte!“ und schon schallt ziemlich kitschige, wundervolle, wunderbare, romantische Weihnachtsmusik durch die C2...

„Captain,“ ich werfe einen Blick von meiner Leiter herunter auf den Jungen und nicke, „besorgen wir uns auch einen Baum?“

Ich nicke nur lachend: „Na, Ken Scott, was wär' denn Weihnacht ohne Baum?!“

„Vergiss die Mistelzweige nich' Cäp'n I!“ lach, mein Commander denkt auch an alles...

Ne du, Silverboy, die hab ich nich' vergessen! Die holen wir zusammen mit dem Baum!“ Ich wende mich wieder an Ken: „Den du übrigens aussuchen musst, Kennie!“ hastig füge ich an: „Und es gibt nur ein Limit: Er muss in unsere Mensa passen!“ und schon hab ich einen übermütig hüpfenden, durch die Bordküche tobenden Jungen, der fröhlich vor sich hin trällert: „Ich muss den Baum aussuchen! Ich muss den Baum aussuchen!“

Silver steht unten an meiner Leiter und blickt besorgt zu mir hoch: „Dir is schon klar, das Newton Blondie mitbringen wird, Mom?“

Ich nicke nur und wende mich wieder meinem Grünzeug zu...

Klar wird er Joan mitbringen. Besser gesagt, wird sie ihm nachlaufen... wie immer. Ich hasse dieses Weib.

Aaaber, das braucht Curt ja nicht zu wissen.

Besser nicht. Lieber die wenige Zeit geniessen, die ich ihn um mich habe. Ob nun mit Anhang oder ohne...


... der oder keiner!“ Ken deutet mit ausgestrecktem Finger auf einen recht grossen, buschigen Baum, ich nicke begeistert und klopfe ihm auf die Schulter: „Gute Wahl, Junior Commander!“

Junior Commander?!“

Ich grinse, hebe die Schultern und befinde: „Na ja, ein kleines, vorzeitiges Weihnachtsgeschenk; allerdings gilt der Rang nur an Bord der Comet 2 und unter meinem Kommando!“

Ken strahlt, nimmt Haltung an und Salutiert: „Aye Captain!“

Ich entlasse ihn mit einem Nicken und befinde: „Lassen Sie uns den Baum...“ ich male Gänsefüsschen in die Luft, „... nach Hause schaffen, Junior Commander!“


„Jingle Bells, jingle bells...“

Oi, wir singen hier ziemlich laut und falsch...

Na macht nichts! „Los,“ und ich drück dem Jungen den Stern für auf die Spitze des Baumes in die Hand, „dein Job, Junior Commander, Ken Scott!“ und ich mach ne Räubertreppe.

„Zu Befehl, Captain!“

Es kommt wie's kommen muss und – kaum sitzt der Stern oben auf der Spitze des Baumes – purzeln ich und der Junge schon auf den Boden.


Eine wilde Rangelei später grinsen wir uns beide über unsere Tassen hinweg an, nur um uns dann wieder diesem steinalten Weihnachtsfilm zu zu wenden den ich mal eben aus einer anderen Zeit mitgebracht habe...


„Du, Captain I,“ Ken blickt mich fragend an und ich nicke, „was schenkst du eigentlich Captain F?“

Future? Ihm was schenken? Dem hab ich schon genug geschenkt... mein Herz zum Beispiel...

„Na komm...“ bettelt Ken weiter, „... ich verrat's ihm auch nicht!“

Ich seufze lautlos, lächle etwas verunglückt und erkläre: „Ich habe ihm nur eine Flasche seines Lieblingsweines besorgt und diese Cookies gebacken...“ ich zucke erschrocken zusammen als mein neuestes Mannschaftsmitglied aufspringt, mich mit handtellergrossen Augen anstarrt und los rattert: „DUHASTIHMDIESEKEKSEGEBACKEN?!“

Ich hebe nur meine Schultern und lächle, nonchalant gen Decke zeigend: „Ich habe auch Mistelzweige aufgehängt...“

Ken seufzt einmal und erklärt dann kategorisch: „Ich bin auf deiner Seite Captain I!“

Ich nicke und erwidere ernst: „Glaub mir, mein Freund, das weiss ich sehr zu schätzen!“ und zwinkernd schiebe ich hinterher: „Dennoch ist jetzt Bettzeit! Los, ich bring dir noch nen Kakao, Ken...“ manchmal hab ich das Gefühl ich bin hier Kindermädchen... aber der Junge hat mir und Curt wirklich oft genug den Hintern gerettet...


Gut, Ken steckt unter Decke, alle anderen sind ausgeflogen um den Weihnachtsabend wo anders zu verbringen...

Kurz, ich kann es mir auch endlich mit einer Kuscheldecke, einem Buch – in diesem Falle „A Christmas Carol“ – heisser Schokolade mit Sahnehäubchen, Marshmallow und Schuss, und Weihnachtsmusik gemütlich machen...

Ich gestehe, es ist nicht gerade der üblichste Platz in diesem Schiff um sich einzukuscheln, diese Ecke hier in der Bordküche, aber mit all den Kissen, die ich hier schon für morgen ausgelegt habe...


Hm... sooo schön warm... warm und geborgen. Gestohlene Zeit.

Gestohlene Zeit?

„Mmm...“ ich räkle mich ohne gross nachzudenken an die wohlriechende Wärmequelle, vergrabe meine Nase noch etwas tiefer in einem weichen Kaschmirpullover und verdränge gekonnt das Wissen darum das der Mann an den ich mich da kuschle nicht meiner ist...

Doch ich... „Currrt...“ dunkel, langgezogen, mehr ein Schnurren, „... solltest du nicht in Aldebaran sein? Bei...“ und da, wo ich eigentlich ihren Namen einfügen sollte, entschliesse ich mich ganz bewusst es nicht zu tun und raune leise: „Guck mal nach oben, Curt...“ ich brauche meine Augen nicht zu öffnen um zu wissen, dass seine, bei dem Anblick des Mistelzweiges der sich da oben gerade glitzernd zurechtformt, von Dunkelbraun zu Nachtschwarz verfärben...

Und wenig später ist mir so ziemlich alles egal ausser er.

Er, die Liebe meines Lebens die ich vorübergehend Joan Landorn – in solchen Momenten verspüre ich noch nicht mal Abneigung gegen sie – ausgeborgt habe...

Jetzt fehlt eigentlich nur noch Schnee zu meinem Glück.

Ich liebe weisse Weihnacht.


Mitternacht ist längst vorüber, doch ich bin nicht müde. Ich betrachte Curtis viel zu gerne wenn er schläft – und mir als Kissen und Kuscheltierchen dient.

Ich schrecke auf wo eine sanfte Hand mir eine Haarsträhne hinters rechte Ohr schiebt und Curtis mich mit einem sehr verschlafenen Lächeln mustert: „Tut mir leid...“ er ist niedlich, wenn er rot wird, wirklich, „... ich sollte dich nicht küssen...“ Ach, bereuen wir es nun? „... und dann einfach einschlafen, Iris!“ Nun, wenn das alles ist was er bereut...

„Na, macht nichts...“ und dann hab ich eine Idee. Bin gespannt ob er sich darauf einlässt: „Sind Grag und Otho hier an Bord oder bei dir?“

Meine Finger folgen abwesend dem Muster seines Pullovers, als er leise erklärt: „Noch bei mir...“

„Joan?“

„Ezella hat sie zum arbeiten eingeteilt...“

Meine Augenbraue rutscht in ungeahnte Höhen: „Wie?“

„Nun, er meinte, ich soll mal wieder ein Weihnacht mit der Familie feiern...“

Hm, wenn ich Ezella das nächste mal sehe, muss ich mich bedanken für mein Weihnachtsgeschenk. Unbedingt!

„Soll ich Grag und Otho...“

„Morgen...“ murmle ich nur, dicht an seinem Hals ehe ich mich sanft darüber küsse... irgendwo da oben hängt immer noch ein Mistelzweig...


4 Kommentare:

  1. "I'm a doctor..."
    ... not a not-not-not-lover" oder wie? *kicher* Herrlich! Auch wenn ich schon mit Scotty schimpfen will, denn vor allem die Krankenstation sollte 100%ig funktionstüchtig bleiben ... is aber wieder eine so süße Story, die so recht neutral anfängt, dramatisch wird und in Fluffy-Slash endet ... einfach nur niedlich.
    Danke für diese schöne Story :-) Und das Pairing is - finde ich - auch besser als das übliche Kirk/Spock ...
    *knuddel* ML

    AntwortenLöschen
  2. I'M A DOCTOR...
    Die scheinen doch recht gut zusammen zu passen *g*
    Tolle Geschichte schon packend und die Sichtwechsel machen es noch lebendiger.
    *kiss* Meg

    AntwortenLöschen
  3. "mistelzweig":
    na, ezella sei Dank, sag ich da nur. Das is ja mal wieder so flauschig-schön, richtig zum reinkuscheln -was bei dem Wetter hier auch nötig is :-)
    Da kann man Iris nur Frohe Weihnachten wünschen.
    und die für diesen schönen OS danken
    *knuddel* ML

    AntwortenLöschen
  4. MISTELZWEIG
    Wirklich tolle Geschicht und schöne "Geschenke" die sie alle erhalten. Und Ezella ist wirlich toll. Das hat er mal gut eingefädelt.
    Hoffe die Feiern auch die Restlichen Feiertage so schön. Die ganze Geschichte vermittelt so eine warme atmosphäre, da möcht ich am liebsten gleich reinhüpfen. Keine Sorge, ich würd Irischen nicht stören... *überlegt* Ob Silver wohl gerne kuschelt?!
    *kiss* deine Meg

    AntwortenLöschen