Dienstag, 27. Oktober 2009

Got'cha

GOT'CHA

ANKUNFT

CAPTAIN BELLMONTE

Ich liebe diese Begleitschutz-Aufträge! So, komme ich zumindest ab und zu aus dem HQ raus!
Und so, wie ich das sehe, wird das viel eher ein Spaziergang, als ein wilder Ritt. Dieser grosse Frachter, den ich auf dem Wüstenplaneten New Texas aufgabeln soll, wird fast leer sein und das bisschen Kerium, dass sie laden werden, wird sich in den Augen der Piraten, nicht lohnen.
Zu dem kann ich endlich, meine drei Wochen Landurlaub beziehen. Ob es in Fort Kerium wohl einen guten Saloon gibt?
Ich grinse breit, als ich den Asteroidengürtel um New Texas erreiche, meine Kopilotin, verzieht ihr hübsches Gesicht. Ihre blonden Locken, ringeln sich frech unter ihren Schutzhelm hervor und ihre blauen Augen, himmelblaue Augen, blicken mich ängstlich an: „Captain, sie wollen doch nicht...“ Oh, ihre Stimme ist ja noch fiepsiger, als sonst.
„Und ob ich will!“ Und schon lasse ich meinen kleinen Raumjäger einige elegante, blitzgeschwinde Manöver um die Asteroiden fliegen. „Kümmere dich doch bitte um die Landeerlaubnis, Chanelle!“ Raunze ich ich meine kleine Bordblondine an, als sie nicht von selbst auf die Idee kommt.
„Sofort Captain!“ Und endlich bedient sie die Kommunikationseinheit.
Ich räuspere mich: „Und sag ihnen, dass ich das bin, der in ihrem Orbit rumballert!“ Und dann starte ich meine Zielübungen. „Got'cha!“ Juble ich als ich im Schnellflug, mit Leichtigkeit den kleinen Asteroiden zersplittern lasse, auf den ich eben noch frontal zu raste und dessen Staub nun glizernd um den Raumjäger wirbelt.


NEW TEXAS, FLUGSICHERHEIT

„Hey! Ist dieser Pilot verrückt?!“ J.B. Mc Bride blickte vom Radar zu Karen Mc Bride. Diese schüttelte den Kopf und verneinte: „Ich, kenne nur einen Piloten dem so etwas, auch noch Spass macht: Captain Bellmonte!“
Richterin J.B. Mc Bride, runzelte die Stirn: „Wenn der Captain, sich hier so aufführt, wie im Weltraum, seh ich schwarz, für Handlebars Saloon...“
Karen Mc Bride lachte amüsiert auf, tippte auf den Radar und sagte dann lächelnd: „Keine Sorge J.B., Captain Bellmonte, ist, was das angeht, Brave Starr recht ähnlich...“
„So, steht er auch auf lila Desperados?!“ Fragte J.B. bissig.
Karen schüttelte nur den Kopf, verbesserte: „Ex-Desperados!“
J.B. zog eine Schmollmine und tat ihrer Stiefmutter dann kund, dass sie den Captain am Raumhafen in Empfang nehmen würde und verliess die Flugsicherheit.


CAPTAIN BELLMONTE

Zut! Meine Güte, wie? Wirklich, WIE?! Konnte man ausgerechnet mir, MIR Captain Bellmonte, dieses Mädel, frisch von der Akademie anhängen? Nur, weil sie Urlaub hat und den bei ihren Verwandten auf New Texas verbringen will?! Sie QUITSCHT, als ich etwas schwungvoll in den Landeanflug gehe, aber keine Angst, meine kleine Bordblondine! Der viele Schwung sorgt nur dafür, dass die Nase oben bleibt! Und dann lasse ich meinen kleinen Jäger, meine treue Lizzy, sanft auf dem Boden, des Raumhafens aufsetzen. Hach, ich liebe es zu fliegen, es ist meine Leidenschaft.
Dann sorge ich dafür, dass sich die Kanzel öffnet und erhebe mich erst einmal, strecke mich und mein Blick fällt noch durch das Zielvisier, an meinem Helm, auf das wohl interessanteste Wesen, hier auf dem ganzen Planeten. „Got'cha!“ stelle ich fest.

RAUMHAFEN NEW TEXAS

Richterin J.B. wunderte sich nicht einmal mehr, dass der Marshall nicht anwesend war, als sie am Raumhafen eintraf, der hatte heute frei. Also, würde sie diesen verrückten Piloten, wohl oder übel alleine in Empfang nehmen müssen, diesen Captain Bellmonte.
Und dann sah sie auch schon den Raumjäger an rauschen, es war eines der älteren Modelle. Eines, dieser windschnittigen, mit spitzer Schnauze und den ausfahrbaren Flügeln, auch zum fliegen innerhalb der Atmosphäre geeignet. Ein wirklich ALTES Modell: Spaceshark 11. Aber offensichtlich, mit neuer Bewaffnung, zusätzlich zu der alten.
Und dann landete der Captain, sein Schiff, mit einer seltenen, praktischen Art: die Nase – J.B. konnte sehen, dass sich irgendwer die Mühe genommen hatte, eine Haischnauze darauf zu malen – nach oben, das Landewerk ausfahrend, als das Heck des Jägers schon fast den Boden berührte und dann sanft mit Hilfe, der Antigravs die Nase aufsetzend. J.B. Mc Bride wurde neugierig. Wer auch immer der Kerl war, fliegen, konnte er.
Dann öffnete sich die Pilotenkanzel und eine schlanke Gestalt, in einer weissen Uniform, reckte und streckte sich genüsslich, sah sich um, noch durch das Visier ihres Helms, fixierte ihren Blick offensichtlich auf die Richterin, sprang dann einfach auf den Boden des Raumhafens hinunter, wo sie sich elegant abfederte. Danach, drehte sich der Captain, die Uniform verriet ihn, kurz zu seinem Schiff, tätschelte es mit der Hand, machte dann auf dem Absatz kehrt und steuerte auf J.B. Mc Bride zu.
Als der Captain dabei seinen Helm vom Kopf zog, hob J.B. erstaunt die Augenbrauen, denn darunter, kam schulterlanges, königsblaues Haar zum Vorschein und ein eindeutig weibliches Gesicht. Dann stand Der Captain, die Pilotin direkt vor J.B. Mc Bride und funkelte sie aus leuchtenden, grünen Augen an, deutete ein Verbeugung an und meinte galant: „Captain Iris Bellmonte, zu ihren Diensten, Richterin Mc Bride!“ Das sie dabei die Hand der Richterin umfasste und einen Handkuss andeutete, liess deren Verwirrung nur steigen und sie errötete.

CAPTAIN IRIS BELLMONTE

Got'cha! Mein erster Gedanke, als ich diese wundervolle Frau, mit den Kornblumenaugen und dem roten Haar zum erröten bringe.
Ich glaube, es wird zu einer ECHTEN Herausforderung werden, NICHT mit ihr zu flirten.
„CAPTAIN!“ Oh, nein! Mein Bordblondinchen, das hatte ich ja ganz vergessen. Genervt drehe ich mich um: „Da hängt eine Strickleiter, rauswerfen und aussteigen!“ Dann beobachte ich kritisch, wie Chanelle unbeholfen, von Lizzy runter klettert und murre leise: „Wehe, Blondie, du machst mir auch nur einen Kratzer in Lizzy!“ Hinter mir ertönt ein leises, helles Kichern. Gott, ich schmelze. Langsam wende ich mich der Richterin zu, nur um einen Blick, auf ihr Lächeln zu erhaschen.
Himmel, sie sieht aus wie... Ich unterbreche meine Gedankengang, haue mir Gedanklich eine rein; und erinnere mich daran, dass ich hier nur Urlaub mache.










ALTE BEKANNTE

MAINSTREET VON FORT KERIUM

Richterin J.B. Mc Bride, hatte nachdem Capt. Bellmonte ihr den Arm angeboten hatte, erst gezögert und sich dann eingehängt. Das, war etwas, was sie sich nicht mal von den hiesigen Gentleman gewohnt war.
„Judge Mc Bride, gibt es hier einen Saloon? Und wenn, kann man da auch Zimmer mieten?“ Das, hatte Capt. Bellmonte, sie am Raumhafen gefragt und J.B. hatte ihr angeboten, sie zu Handlebar zu begleiten. Und nun gaben sie den Einwohnern von Fort Kerium, was zu glotzen:
Richterin Mc Bride, die mit einem Lächeln und hoch erhobenen Kinn, am Arm, eines Spaceforce Captains hing, der nicht nur eindeutig weiblich war, sondern, die ganze Sache auch noch sichtlich genoss. Capt. Iris, funkelte J.B. von der Seite her, aus grünen, amüsiert blitzenden Augen an: „Wenn ihnen das Aufsehen unangenehm ist und sie es wünschen, Lady Judge, lasse ich ihren Arm frei!“
Richterin Mc. Bride, stutzte: Wie, hatte sie Captain Bellmonte da eben genannt?
Auf alle Fälle, verneinte sie augenblicklich: „Nein, nein, die sind sich hier ANDERES gewohnt...“
und dann deutete sie auf Handlebars Saloon, „Da, ist der Saloon, lassen sie uns rein gehen Captain Bellmonte.“

CAPTAIN IRIS BELLMONTE

Ich Idiot, ich flirte gerade, was das Zeug hält... Ich, sollte damit wirklich schnellstens aufhören.
Ich, habe URLAUB!
Dann sind wir auch schon am Saloon, den ich selbstverständlich VOR der Richterin betrete – es könnte ja sonst wer da drinnen auf sie warten – und halte ihr die Tür offen, in dem ich in der Lichtschranke stehen bleibe. Erst als J.B. Mc Bride in dem Saloon neben mir steht, trete ich aus der Schranke und lasse ihr den Vortritt. Zu meinem Glück, denn als sie an der bar den Saloonbesitzer grüsst, entgleiten mir sämtliche Gesichtszüge, für einen Moment. Ich, kenne ihn. Nur, hiess er da noch nicht Handlebar; und trug MEINE Handschellen.
Ich rufe in meinem Gedächtnis die Daten ab, die ich über ihn habe:
Name nicht auszusprechen, freiwillig gestellt, mir geholfen, Lizzy gerettet, habe vor Gericht, ein gutes Wort für ihn eingelegt, so wurden aus vier Jahren zwei, jetziger Name: Handlebar. Offensichtlich Saloonbesitzer auf New Texas.
Das alles dauert nur Sekunden, ich gehe nach vorne zum Tresen und das erste, was mir raus rutscht ist ein freundschaftliches: „Hi, Gor.. Grosser!“ ganz toll, wirklich Iris, ganz, ganz grosse Leistung.

HANDLEBARS SALOON

Handlebar, hörte die leicht rauchige Stimme und wusste augenblicklich, wer da hinter ihm stand. Langsam, wandte er sich um, sah blaues, schulterlanges Haar, glühende, grüne Augen und eine Captainsuniform, das erste was ihm dazu einfiel, war: „Hey Iris, wurdest du degradiert?“
Der Captain grinste schelmisch und spielte den Ball zurück: „Ja, weisst du, da war so ein Pirat, dem hab ich gegen den Befehl, geholfen...“ Dann schlug sie in Handlebars Hand ein, flankte danach über den Tresen und umarmte ihn freundschaftlich.
„Ihr kennt euch?“ J.B.s fragender Blick ruhte auf dem Captain und dem Rigelaner. Beide nickten. „Ist lange her,“ erklärte ihr Handlebar, „das, war noch, bevor ich Saloonbesitzer wurde. Du WEISST schon, J.B.!“ Die Richterin nickte. Ja, sie wusste schon: Handlebars Vergangenheit als Weltraumpirat. Mitten in ihre Gedankengänge, platzte Handlebars Stimme: „Commander, sorry, Captain Bellmonte, hat mich damals festgenommen.“


CAPTAIN IRIS BELLMONTE

Ich grinse schief und zucke mit den Schultern als die hübsche Richterin mich entgeistert anblickt und stelle richtig: „Handlebar, hat erstens, mir geholfen, zweitens Lizzy gerettet und drittens, sich selbst gestellt. Ich, war nur zufällig da.“ Ich nicke noch einmal bekräftigend und klettere dann über den Tresen zurück. „Weisst du, Captain Iris, da hat es eine Tür...“ rügt mich Handlebar.
Ich lache: „Danke, ich weiss! Vermietest du Zimmer?“
Handlebar grinst: „Schon, aber nicht an dich!“ Mir, fällt das Lächeln aus dem Gesicht, nur um gleich wieder zurück zukommen, als er weiterfährt: „Du, bist MEIN Gast.“
„Danke Handlebar. Das, ist aber ni...“ er fällt mir ins Wort: „DOCH, ist es!“
Ich nicke: „Danke, mein Freund!“
„Bitte!“
Dann höre ich wieder, diese hydraulische Zischen, der Saloontür und wende mich um. Ich sehe, wie zwei Männer, dicht nebeneinander, den Saloon betreten und sie „funkeln“, einer davon, scheint der hiesige Marshall zu sein, der andere hat den Hut zu weit ins Gesicht gezogen, als das ich ihn erkennen könnte. Ich wende mich wieder zu J.B. und Handlebar. Und erschrecke mich fürchterlich.
Meine hübsche Richterin, ist blass und ihr Blick sehr traurig geworden. Liebeskummer? Eindeutig, denn als sich der Marshall und der andere, der gerade seinen Hut nach hinten schiebt, an einen Tisch setzen, wendet sie sich ab. Ich räuspere mich und frage sanft: „Lady Judge, ich muss mein Gepäck holen. Würden sie mir die Ehre erweisen und mich begleiten?“ Ich biete ihr wieder meinen Arm an, sie hängt sich wortlos ein und dann verlassen wir den Saloon, nach dem wir Handlebar kurz zu nickten.

RAUMHAFEN FORT KERIUM

Captain Bellmonte, klettert mit einer eleganten Leichtigkeit, die jahrelanges Training voraussetzt, über den Flügel, des Jägers, Lizzy, in die Pilotenkanzel und fördert von dort einen grossen Seesack zu tage, welchen sie dann einfach auf den Boden plumpsen lässt.
J.B. Mc Bride, bewundert mit leuchtenden Augen das Raumschiff und geht dann den Seesack holen. In eben diesem Moment, landet der Captain neben ihr und sie zuckt erschrocken zusammen.
„Verzeihung, ich wollt sie nicht erschrecken, Lady Judge!“ Iris Stimme klingt rau und freundlich.
„Ist schon gut, Captain, war nicht ihre Schuld. Sagen sie, wie schnell ist ihre Lizzy denn?“
Ein leises Lachen, grüne Augen die aufblitzen und dann fragt Captain Iris Bellmonte: „Möchten sie mit mir fliegen, Lady Judge?“
Auf J.B.s Gesicht macht sich Unglauben breit: „Sie würden mich mitnehmen? Auf einen Flug?“
Iris lacht und bestätigt: „Heute Abend, um Sechs? Mein Reserveraumanzug müsste ihnen passen...“

















FLIEG MIT MIR

CAPTAIN IRIS BELLMONTE

Ich sitze hier bei Handlebar – ich muss mich wirklich an diesen Namen gewöhnen, wenigstens, kann ich den aussprechen. – am Tresen und nippe an einem, sogenannten Sweetwater. Es gibt davon scheinbar zwei Variationen, eine mit Alkohol und eine ohne. Das vor mir, ist eines ohne.
Mein Blick schweift wieder zu den beiden Männern am Tisch. Ich habe dem Lady Judge, meine Reserveuniform, vorhin, nach dem Auspacken, vorbei gebracht und als ich zurück kam, waren der Marshall und sein Freund, am essen. Die beiden, sind ein niedliches Paar. „Die sind ganz schön verliebt...“ Handlebar sieht mich mit einem undefinierbaren Blick an, nickt und füllt mein Glas wieder auf, „...Lass mich raten, Handlebar, Richterin Mc Bride, ist in den Marshall verliebt.“
Er nickt wieder. Ich seufze: „Mein armer Lady Judge...“ Handlebar starrt mich an, stemmt dann seine Hände, links und rechts, von meinem Teller auf die Bar und sieht mich durchdringend an und grummelt: „Alles, was sie braucht, ist ein wenig Ablenkung...“
Ich grinse ihn breit an: „Denkst du ein Flug mit Lizzy, ist genug Ablenkung?“
Er nickt und grinst zurück: „Ich denke schon... zumindest, ist es ein guter Anfang...“
Jetzt lache ich, piekse meine Gabel in mein Essen, das sich gerade davon machen will und stelle fest: „Weisst du, ich bin mir fast sicher, dass sie dabei NICHT quietschen wird...“

RAUMHAFEN FORT KERIUM, 18:00h ORTSZEIT

Richterin Mc Bride, steht in eine Captains-Uniform der Spaceforce gekleidet, auf dem Landefeld, direkt neben dem Jäger und beobachtet Captain Bellmonte bei der Inspektion der Triebwerke.
„Machen sie das vor jedem Flug,Captain Bellmonte?“
„Meistens, vor allem aber, wenn Chanelle die vorgängige Inspektion übernommen hat...“ der Captain, klingt zwar entschuldigend, aber, scheint das durchaus ernst zu meinen, dann, fügt er noch an: „Und bitte Lady Judge, hören sie endlich auf, mich mit Rang und Familiennamen an zureden. Ich habe Urlaub.“
Auf J.B.s Gesicht breitet sich ein Lächeln aus, als sie zackig und salutierend entgegnet: „Ja, Captain Iris, SIR!“
Iris, die gerade auf den Flügel sprang, bricht in Lachen aus, dreht sich dann um Salutiert, streckt der Richterin ihre Hand entgegen und fragt foppend: „Oder brauchen sie die Strickleiter, my Lady?“
J.B. Mc Bride kichert und fasst nach der Hand des Captains: „So weit, kommt 's noch...“ protestiert sie, während sie auf den Flügel klettert.

CAPTAIN IRIS

Ich habe sie zum Lachen gebracht, na ja, zum Kichern. Aber, das ist schon mal ein Anfang. Und wie elegant das bei ihr aussieht, wie sie da auf Lizzys Flügel klettert.
Ich bin mir sicher, sie wäre eine gute Pilotin. Ich zeige ihr, worauf sie treten kann um sich in die Kanzel zu hieven. Wieder, sieht es aus, als ob sie das schon öfter gemacht hätte, ich muss sie danach fragen, unbedingt. Ich steige wie immer ein: Abstossen auf dem Flügel, senkrecht nach oben und im Cockpit landen. Die Richterin hebt anerkennend ihre hübschen Brauen, über den Kornblumen-Augen.
Scheisse, DAS, war nicht als Angabe gedacht... Bravo Iris, bravo!
„Hier, bitte!“ Ich reiche ihr MEINEN Ersatz Helm und deute auf den Kopilotensitz. Sie begutachtet erst den Helm, dann setzt sie ihn sich wieder mit dieser Selbstverständlichkeit auf.
„Sie sind schon mal geflogen...“ ich frage sie nicht, ich stelle es fest. Sie wirkt mit einem Mal sehr verlegen, dann sagt sie: „Nur im Simulator, als Teenager...“
Ich kann mir ein Kichern und die Bemerkung, dass das dann ja noch nicht allzu lange her sei, nicht verkneifen. Dann setze ich mir meinen Helm auf und schalte die Triebwerke ein. J.B. Mc Bride schnallt sich an.
Ich grinse, frage, diesmal über Funk: „Dieses Modell?“ Sie nickt, ich nehme die Hände vom Steuerknüppel: „Na dann mal los, Lady Judge!“

ÜBER DEM RAUMHAFEN UND HÖHER

„Nicht so verkrampft, entspannen, Fliegen ist wie Tanzen, einfach der Melodie folgen...“
Captain Iris, versucht die Richterin zu beruhigen, die zwar einen beinahe perfekten Start hinlegte, aber jetzt nur mit Lizzy in der Luft hängt, 500m über dem Raumhafen, mitten in der Anflugschneise. „Aber MIT Musik ist Tanzen einfacher...“ J.B. Mc Bride, hört sich etwas zittrig an.
„DAS, ist das geringste Problem...bitte!“ Und schon dröhnt laute, mitreissende Musik über den Funk. „Und nun, Lady Judge, Nase hoch und los!“ Die Richterin tut, was der Captain sagt.
Dann sind sie in der sogenannten Freien-Zone und sie wird mutiger: Fliegt ein paar Kurven, testet die Geschwindigkeit aus und lässt den Jäger immer höher steigen – und lächelt dabei selig.
„So, Lady Judge, einen Looping bitte!“ kommandiert der Captain.
J.B. Mc Bride, grinst von einem Ohr zum anderen und führt den Befehl mit einem Jauchzen aus.

CAPTAIN IRIS

GOT'CHA!!
Sie Quietscht nicht – sie JAUCHZT!
DAS, nenn ich einen Erfolg. Ich tätschle Lizzy sanft und denke: Gutes Mädchen!
Dann frag ich nach dem dritten Looping und einem Korkenzieher, mal nach: „Wollten sie nicht wissen, wie SCHNELL Lizzy ist?“ Ich halte mich dabei schon mal fest. Bei mir, ist die Gravitationsaufhebung, immer nur auf halber Kraft und so, wie mein Lady Judge fliegt, ahne ich was nun kommt. Und in der Tat, sie drückt zwei Knöpfe, schaltet somit den Turbo zu und schon rasen wir durch die obersten Schichten der Atmosphäre.
Ich höre an dem leisen Piepsen im Funk, dass sie die Sichtunterstützung im Visier einschaltet. Gut mit gedacht. Ob ich Blondchen, wohl ersetzen kann?























ZURÜCK AUF DEM BODEN


HANDLEBARS SALOON 21:15h ORTSZEIT

Die Saloontür geht auf und zwei lachende, immer noch in ihren Raumanzügen steckende Frauen, betreten Handlebars Refugium. Richterin Mc Bride, hängt am Arm der blauhaarigen Iris und grinst verlegen. Handlebar, kann einige Wortfetzen aufschnappen: „... Sie haben alle erwischt... Schnellflug... Gut gemacht Pilotin!“
Handlebar, nimmt eine Flasche Starblazer aus dem Regal, giesst zwei Gläser voll und stellt sie vor die beiden Ladys hin, als diese den Tresen erreichen: „Hallo Ladys, wie war der Flug?“
Captain Iris grinst und zwinkert ihm zu: „Fantastisch, wenn der Lady Judge nicht schon Richter wäre, würde ich sie behalten...“
Richterin Mc Bride, errötet verlegen und setzt sich auf einen der Barhocker.

CAPTAIN IRIS

Ich greife mir einen der Starblazer, blicke einen Moment nachdenklich in die schwach leuchtende Flüssigkeit, reiche ihn dann der Richterin, – Diese Uniform, steht ihr wirklich, sie sieht einfach hinreissend aus – mit den Worten: „So, Lady Judge, lassen sie uns auf ihre, bestandene Flugprüfung anstossen!“
Sie nimmt das Glas aus meinen Fingern, ihre Fingerspitzen berühren dabei meine Haut und ich weiss, dass mir das Blut in die Wangen schiesst.
Dann, stossen wir an und ich kippe den Inhalt meines Glases in einem Zug hinunter. Wieso, muss immer mir... Ach egal.
Ich blicke in die Kornblumenaugen, die mich leicht besorgt mustern und erkundige mich: „Wie stehen die Chancen, dass ich eine Sonderflugerlaubniss, für die Dauer meines Urlaubes hier, bekomme?“ J.B. Mc Bride kichert albern, und entgegnet: „Da der hiesige Richter dafür zuständig ist... Ich werde sie ihnen morgen vorbei bringen.“
Ich grinse sie an und frage sie: „Fliegt denn der zuständige Richter wieder mit?“
Da, hängt sie plötzlich an mir, die Arme um meinen Nacken und ich schnappe erst mal nach Luft und trichtere mir ein: Nur eine FREUNDSCHAFTLICHE Umarmung. Drücke sie kurz aber fest und schiebe sie dann sanft zurück auf ihren Barhocker. MEIN Herz schlägt mir bis zum Hals.
Dann sage ich möglichst ruhig: „Ich nehme an, dass das ein JA war?“
Der Lady Judge nickt und ich komme nicht gegen mein seliges Lächeln an.
„Handlebar, noch zwei!“
Er stellt die beiden Starblazer mit einem breiten Grinsen und einem Augenzwinkern, für mich, vor uns hin.
Ich, verspüre den Drang ihm die Zunge raus zu strecken.

HANDLEBARS SALOON 22:30h

„.... was?... sie TRINKEN....“ „... und dazu noch STARBLAZER... und das als FRAU!“ Stimmengemurmel, füllt den Saloon. Handlebar reicht es, er sieht bereits das gefährliche Glitzern, in grünen Augen und wie sich die Pupillen wandeln. Er schlägt mit der Faust auf den Tresen, so, dass er die GESAMMTE Aufmerksamkeit der Gäste hat und stellt bestimmt fest: „Redet endlich über was anderes. Hier kann jeder trinken was er will. Besonders RICHTER und SPACEFORCE CAPTAINS!“ Dann schenkt er den beiden Ladys noch einen ein, mit den Worten: „DER, geht aufs Haus!“



ZUGESTÄNDNISSE

CAPTAIN IRIS 5:00h ORTSZEIT

Ich gähne, seufze und ziehe mir die Decke wieder hoch. Ich bin viel zu müde, zum aufstehen. Nur, leider bin ich seit gut einer Stunde wach. Ich denke über den gestrigen Tag, meinen ERSTEN Urlaubstag, nach.
Ich kam hier an und sah SIE, die Richterin, J.B. Mc Bride – Natürlich, hatte ich sie schon auf Fotos gesehen, als ich mich über New Texas informierte – und weg war mein Verstand. Ich kann es ja noch nicht mal leugnen; ich habe sie mit Lizzy fliegen lassen!
Nicht MITfliegen, SIE ist geflogen.
Und WIE sie geflogen ist: Wie ein alter Hase.
Und, sie war so glücklich dabei.
Und sie sieht toll aus in meiner Uniform.
Und, sie will wieder fliegen.
Und, ICH, will sie wieder fliegen sehen.
Ich setze mich auf und boxe in mein Kissen, ehe ich es an die nächste Wand knalle. „Iris, du bist ein Vollidiot!“
Also, nichts wie raus aus dem Bett, mein Trainingsanzug angezogen, heute mit den schweren Stiefeln, Turnschuhe, scheinen mir für den Boden, von New Texas nicht geeignet.
Als ich den Saloon, durch den Hinterausgang verlasse und los laufe, mit Joggen, halte ich mich heute nicht auf, überlege ich gerade, wie ich DREI Wochen hier aushalten soll, ohne meinem Lady Judge – ja, vor allem, MEIN! – eine waschechte Liebeserklärung abzugeben.
Oder, wahlweise, sie zu Tode zu erschrecken.
Denn, wenn Handlebar, gestern nicht eingeschritten, wäre, hätten diese Schwätzer im Saloon, ihr blaues Wunder erlebt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es fällt mir immer noch schwer, mein Temperament zu zügeln.
Ich knurre und laufe schneller.
Als sich mir ein Felsblock in den Weg stellt, stosse ich mich vom Boden ab und überspringe ihn. Zwei Meter, senkrecht in die Höhe...

HANDLEBARS SALOON 7:30h ORTSZEIT

Handlebar steht hinter der Theke, poliert Gläser und denkt über den gestrigen Abend nach.
Er hatte Glück gehabt, hatte er es bemerkt. Grosses Glück. Obwohl, seine geschwätzigen Gäste, hatten wohl noch mehr Glück gehabt. Er lacht leise stellt das Glas zurück in die Ablage.
Was, konnte er Iris heute amüsantes zum Frühstück servieren?
Einen Teller Stoirniks?
Er lacht leise: „Wieso nicht? Mal sehen, ob sie die auch isst...“ Er hat dabei den begründeten Verdacht, dass sie die Viecher, auch noch mögen wird...

CAPTAIN IRIS 8:00h ORTSZEIT

Ich bin verschwitzt, ausgepowert und weiss der Herr, wie viele Kilometer gerannt, als wäre der Teufel persönlich hinter mir her. Zu dem, ist es heiss geworden, als die Sonnen aufgingen, dafür, fühle ich mich endlich besser, wacher und weiss, das ich mir heute keine Sorgen um mein Temperament zu machen brauche.
Ich betrete den Saloon durch den Vordereingang: „Handlebar?!“
„Küche!“ dröhnt seine Stimme zurück, dann fügt er an: „Frühstück?!“
Ohje, WAS serviert er mir heute? Egal ob tot oder lebendig, ich hoffe, es bleibt diesmal im Teller.
Ich hasse es vom Tisch zu essen.
„Gerne! Und Guten Morgen überhaupt!“ schreie ich also zurück.
„Morgen! Kaffee, steht hinterm Tresen!“ tönt es aus der Küche.
Ich SPRINGE, in genau dem Augenblick über den Tresen zurück, als Handlebar aus der Küche kommt.
„Du solltest die Tür nehmen Captain, wenn dich das jemand tun sieht...“
„... zu spät! War laufen...“
Der Rigelaner nickt verstehend und stellt mir grinsend einen Teller vor die Nase: Grüne Suppe mit weissen Würmchen – lebenden weissen Würmchen.
Ich setze mich an den Tresen und beginne zu essen.
Hoffentlich, kommt nicht ausgerechnet jetzt der Lady Judge... ist bestimmt nicht sehr appetitlich, zum zu sehen.
Na ja, wenigstens, bleiben sie im Teller.
Nach einer Weile, in der ich schweigend gegessen habe, fällt mir ein, dass ich mich ja noch bei Handlebar bedanken wollte, also tue ich es: „Danke, für gestern, Handlebar!“

HANDLEBARS SALOON 8:30h

Handlebar nickt als die blauhaarige Iris, sich bei ihm bedankt und entgegnet: „DAS, war nicht ganz uneigennützig: Ich wollte nicht meinen Saloon renovieren...“ dann blickt er fragend auf den leeren Teller vor dem Captain, „Und, hat 's geschmeckt?“
Der Captain nickt, trinkt den letzten Schluck Kaffee aus und erhebt sich: „Danke, war nicht schlecht. Aber sag mal: Essen die hier nur Zeugs, dass noch lebt?“
Handlebar, schüttelt grinsend den Kopf und entgegnet: „Ich bin nur neugierig, was DU alles isst...“
Iris, streckt ihm die Zunge raus, bringt schnell drei vier Meter Abstand zwischen sich und Handlebar, winkt ihm noch mal zu, dreht sich dann um und sagt grinsend: „Ich geh Duschen.Kann ich mir hier irgendwo ein Turbomuli leihen?“
„Ich hab eines, kannst du haben, bin eh zu schwer!“
„Danke...“ Und schon ist sie die Treppe hoch.































WIND &SAND

IRGENDWO IN DEN BADLANDS 14:00h ORTSZEIT

Auf einem Hochplateau, irgendwo im Nirgendwo, liegt neben einem Turbomuli, eine bewegungslose Gestalt.
Sie liegt auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt, die Augen geschlossen, die Atmung flach, ihr Hut hat ihr der heisse Wind, vom Kopf geweht. Der selbe Wind, der blaues Haar nun ungehindert zerzaust.

CAPTAIN IRIS

Es ist so schön hier, so ruhig, der Wind so warm und voller Gerüche und Geräuschen. Und dieser Sand, ist so weich. Ich liege bestimmt schon über eine Stunde hier und lasse mir die Sonne auf den Pelz scheinen. Der Wind hat irgendwann, vor einer kleinen Ewigkeit, meinen Hut davon geweht, ich hab nicht die geringste Lust ihm nun hinterher zu rennen, denn ich fühle mich grad viel zu schläfrig. Zu dem, hab ich Urlaub. Und, mein Funkgerät ist in mein Pilotenarmband integriert. – Ich neige, in diesem Zustand, dazu, meine Hüte, zu verlieren... nicht nur die...
Mein Funk piepst leise, aber eindringlich. Ich halte mir die Anzeige vor die Nase, drücke auf Annehmen und höre auch schon die süsse Stimme meiner Lady Judge: „Captain?“
Ich strecke mich genüsslich und schnurre mit tiefer Stimme: „Ja. Was kann ich für sie tun Lady Judge?“
Sie scheint einen Moment zu brauchen um DIESE Stimme mir zuzuordnen, denn ich kann nur ein paar tiefe Atemzüge hören, ehe sie weiter spricht: „Ich habe die Flugerlaubnis...“ Ich drehe mich auf den Bauch und schnurre: „Danke, my Lady. Sehen wir uns um Vier? Bei Lizzy?“ Ich habe mich eben entschieden, sie zum Abendessen einzuladen, nach dem Flug. Ich höre sie wieder tief Luft holen, ihre Stimme klingt leicht zittrig: „Gerne, bis dann Captain Iris!“ Ich entgegne sanft: „Bis dann, Lady Judge, ich freu' mich!“ Dann lege ich auf.
Noch eine Stunde, um den Wind und den Sand zu geniessen, ehe ich zurück muss. Ich gähne, rolle mich zusammen und bin auch schon wieder am dösen.

ZUR SELBEN ZEIT, BÜRO DER RICHTERIN

Sie kann es nicht wirklich glauben: DAS, soll Captain Iris Bellmontes Stimme sein?
Dieses tiefe, kehlige Schnurren?
Offensichtlich, denn sie benutzt deren gewohnte Wortwahl. Und sie hat auf der Frequenz gefunkt, die Handlebar ihr gegeben hat.
Nur leider, hat diese Stimme, die Richterin, etwas verunsichert und nun hofft sie, dass Captain Iris es nicht bemerkt hat.
Nun ja, sie wird es ja heute Nachmittag sehen, wenn sie sich treffen.
Ob sie wohl wieder fliegen darf?

CAPTAIN IRIS ZWISCHEN 15.00 – 16:00h ORTSZEIT

Gähn! Ich räkle mich noch einmal in eine andere Position, strecke mich nach einer Weile, schaue nach der Uhrzeit – Ufff, schon drei Uhr? Das, ging aber schnell... Ich rapple mich auf, schüttle mir den Sand ab, sammle meinen Hut wieder ein und strecke mich noch einmal mit einem herzlichen Gähnen und ordne dabei meine Kleidung.
Das Plätzchen hier, sollte ich mir merken... wirklich.
Dann steige ich auf das Turbomuli und mache mich auf den Rückweg zu Handlebars Saloon.
Erst eine gemütliche Dusche und dann zu meiner Lizzy – und natürlich dem Lady Judge.
Ach ja! Und, ich muss dran denken, Handlebar zu bitten, mir NICHTS lebendiges zu servieren, so lange Richterin J.B. Mc Bride in meiner Nähe ist.





ZWEITE WAHL

RAUMHAFEN 16:00h ORTSZEIT

Richterin Mc Bride, turnt in dem geborgten Raumanzug, neben und auf Lizzy herum. Sie war etwas zu früh, also, hat sie sich gedacht, dass sie ja schon mal die Inspektion vornehmen kann. Und genau das, tut sie gerade, noch dazu, akribisch.
Das sie seit gut fünf Minuten, von einem Paar leuchtend grüner Augen beobachtet wird, bemerkt sie dabei nicht. So vertieft, ist J.B. Mc Bride in ihre Arbeit. Eben, kontrolliert sie die Photozellen auf dem linken Flügel. Noch immer bemerkt sie Captain Iris nicht, die sich ihr nun lautlos nähert und dann neben dem Raumjäger stehen bleibt.

CAPTAIN IRIS

Ich komme pünktlich, knapp, aber pünktlich.
Und was sehe ich? Die hinreissende Lady Judge, die mit einer bestaunenswerten Eleganz, auf und um Lizzy herum turnt. Sie ist offensichtlich voll und ganz in ihrem Tun gefangen. Und ich muss sagen, was sie da tut, sieht nicht nur elegant aus, sie macht die Inspektion auch überaus gründlich. Hundertmal gründlicher als Chanelle.
Als sie die Photozellen unter die Lupe nimmt – wozu auch immer, es scheint ihr einfach Spass zu machen – trete ich zu ihr hin. Grüsse sie und meine arme Lady Judge, erschreckt sich fürchterlich und strauchelt. Als ich schon fürchte, dass sie mir vom Flügel kippt, fängt sie sich wieder und grinst etwas verlegen.
Ich beeile mich, eine Entschuldigung vor zu bringen: „Verzeihung, my Lady, es lag nicht in meiner Absicht sie zu erschrecken...“ sie hockt da oben auf dem Flügel, winkt lächelnd ab und sieht einfach nur zum anbeissen aus. Ich unterdrücke ein frustriertes Knurren. DAS, fehlte mir gerade noch.
Um diese Situation, die für mich so peinlich werden könnte, zu überspielen, frage ich also, immer noch zu ihr aufsehend: „Und, alles gecheckt? Alles in Butter?“
Als J.B. Mc Bride seelenruhig antwortet, starre ich sie einen Moment fassungslos, geschockt an, nur um dann gemeinsam mit ihr in schallendes Gelächter auszubrechen. Sie antwortet nämlich mit dem, unter Piloten durchaus üblichen, aber für Damen, alles andere als schicklichen: „Jap, alles in Butter. Alles flutschig!“
Ich grinse immer noch als ich mich zu ihr auf den Flügel ziehe und sage: „Ich wette, Mc Bride, Jurist, war nur ihre zweite Wahl...“
Mein Lady Judge, kurvt ihre Lippen zu einem Lächeln und ihre Kornblumenaugen, funkeln schelmisch, als sie sagt: „Die Wette gewinnen sie wohl, Captain Iris!“

IRGENWO IM WELTRAUMSEKTOR NEW TEXAS

J.B. Mc Bride kann es immer noch nicht ganz fassen: Sie darf nicht nur fliegen, sie sitzt auch noch im PILOTENSESSEL.
Und, Captain Iris, hat darauf bestanden, ihn an IHRE, Armlänge, Sitzposition und ihr Gewicht anzupassen. Und dazu meinte sie noch: „Dann ist er schon eingestellt fürs nächste Mal, Lady Judge!“
Da, wäre J.B. ihr beinahe noch mal um den Hals gefallen.
Das, tat sie hauptsächlich, nur deshalb nicht, weil sie bereits angeschnallt war.
Und nun, fliegt sie wieder, irgendwo zwischen diesen Asteroiden, um New Texas. Einen Slalom, wie es der Captain gewünscht hat. Immer enger, an den Felsbrocken vorbei und dichter, dazwischen hindurch, bis die Lücken, nur noch knapp breiter sind als Lizzy. Einer kommt ihr bedenklich nahe, Pilotin Mc Bride, stellt den Jäger vertikal, fliegt ihn fliessend in einen Looping, womit sie dem nächsten Gesteinsbrocken ausweicht und schiesst dann einen ab, dem sie nicht hätte ausweichen können. Und wie beim ersten Flug, dröhnt laute Musik aus dem Headset.
Als Captain Iris, sie nach zweieinhalb Stunden auffordert zur Landung an zu setzen, landet, die Richterin, Lizzy, als wäre es das normalste der Welt. Zwar waagerecht und mit Hilfe des Antigrav-Aggregat , aber sie landet ohne Hilfe, des Captains.
Die grinst sich eins und meint nur leise, nach gelungener Landung: „Got'cha!“

CAPTAIN IRIS

Sie ist wirklich gut, meine rothaarige Pilotin. Sie ist völlig selbstständig gelandet, was bei meinem – noch nicht ganz – alten Mädchen, gar nicht so einfach ist.
Ich habe sie tatsächlich zum Abendessen eingeladen. Und nun sitzt sie mir hier gegenüber und ich hoffe wirklich, dass sich Handlebar dran hält und mir nichts LEBENDES serviert. Zumindest, mit dem Salat, hat es schon mal gut geklappt – da, war noch nicht mal 'ne Schnecke drinn'...
Und der Wein, ist auch ganz hervorragend.
Meine Lady Judge und ich unterhalten uns gerade über die neue Flugrechtsverordnung, als Handlebar unseren Hauptgang, mit einem breiten Grinsen, serviert.
Ich starre auf meinen Teller, WAS, bitte schön, hat der Rigelaner sich DABEI nur gedacht. NICHTS!
Aber zurückgeben kann ich es auch nicht mehr, völlig unmöglich, denn der Geruch steigt mir schon in die Nase, streichelt meine plötzlich viel zu empfindlichen Sinne...
Ich höre J.B. Mc Bride Handlebar fragen: „Was ist das? Was neues?“
Handlebar will antworten, da schnurre ich auch schon, gegen meinen Willen: „Rrrosharr...“
Beide, Handlebar und die Richterin blicken mich, mit grossen Augen an. Wobei ich sagen muss, dass Handlebars Grinsen, plötzlich wie weggewischt scheint und sich in seinen Augen Erkenntnis, wahlweise auch Erinnerung, breit macht.
GUUUT... vielleicht hat er ja begriffen, was er da, beinahe, angerichtet hat.
Ich kann nur sagen, zum Glück, habe ich mein Temperament einigermassen unter Kontrolle.
Dann trifft die sanfte Stimme des Lady Judge auf meine Ohren: „Und, WAS ist Roshar?“
Ich schüttle den Kopf und antworte an Handlebars Stelle, der gerade zur Antwort ansetzen will: „Rrrosharr ist schon richtig, Lady Judge. Und, es ist Krann-Futter. Guten Appetit!“
Und – entgegen – jeder Höflichkeit, schaufle ich mir das Zeugs auch schon rein.
OH JA, guuuut, gemacht, wirklich: GUT gemacht Handlebar!
Da, wäre mir ja was lebendes, beinahe LIEBER gewesen.
Wenn ich den Idioten erwische, der Handlebar das Rezept gegeben hat...
Als ich erneut den Blick hebe, möglichst so, dass mir ein paar Haare vor die Augen fallen – man weiss ja nie – sehe ich, GOTT SEI DANK, dass mein Lady Judge, sich fast so hungrig, über ihren Teller hermacht wie ich.
Ich kann eben noch ein erleichtertes Aufatmen unterdrücken, als sie auch schon feststellt: „Das ist wirklich gut! Danke, für ihre Einladung Captain.“
Ich schnurre unwillkürlich zurück: „Ist mir ein Vergnügen, Lady Judge!“ Nach kurzem Nachdenken füge ich an: „Vielleicht, könnten sie mir dafür, ein wenig die Gegend zeigen?“
Sie nickt, ein breites Lächeln im Gesicht und ich strahle sie unwillkürlich glücklich an.

HANDLEBARS SALOON 20:30h ORTSZEIT

Handlebar steht hinter dem Tresen und ärgert sich über sich selbst. Wie, war er nur auf diese, wirklich dämliche, Idee gekommen Iris im BEISEIN der Richterin, Rrrosharr vorzusetzen?
Was, bitte, hatte ihn da geritten?
Zum Glück, vor allem zu seinem Glück, hat sich der Captain hervorragend unter Kontrolle.
Er hatte, wenn er ehrlich war schon immer mal dieses Rezept von Doc Slim ausprobieren wollen. Nur, er hätte es besser NICHT dem Captain serviert...
Als er den Ladys den Nachtisch serviert, murmelt er nur leise: „Geht aufs Haus...“ Blickt dabei dem Captain in die Augen und schüttelt leicht den Kopf, auf deren fragenden Blick hin. Sie, streicht sich die Haarsträhnen aus den Augen und sagt leise: „Danke Handlebar...“











UNRUHIGE NACHT

CAPTAIN IRIS

Es ist bereits dunkel, als sich die Richterin erhebt und nach Hause will. Sie setzt an, um sich von mir zu verabschieden.
Soweit, dass ich eine Lady, alleine in die dunkle Nacht lasse, kommt's noch!
Ich biete ihr also meinen Arm an nach dem wir unsere Hüte aufgesetzt haben.
Als sie sich einhängt, fällt es mir erst auf – ich bin grösser. Wenn auch nicht viel. Ich kann nur hoffen das Lady Judge Mc Bride, es nicht bemerkt.
Wir treten aus dem hell erleuchteten Saloon, auf die Strasse, in die Nacht. Ich blinzle, denn meine Sicht ist beinahe so gut wie am Tag. – Handlebar, WAS, hast du dir dabei nur gedacht?! –
Ich seufze lautlos, froh darüber, dass es stockdunkle Nacht ist und frage die Lady an meinem Arm, wo wir lang müssen. Und, ich kann nicht verhindern, dass meine Stimme nach wie vor, aus einem dunklen Keller zu kommen scheint. Und ich bete, dass J.B. Mc Bride, sich darüber, nicht zu viele Gedanken macht.
Wir legen den Weg zu ihrem Haus, dass, da sie bei ihrem Vater, dem Herausgeber der hiesigen Zeitung, wohnt, zu gleich auch der hiesige Verlag ist, schweigend zurück.

RICHTERIN J.B. MC BRIDES ZIMMER

Captain Iris, hat sich eben verabschiedet und sie haben sich für Übermorgen, zu einer Erkundungstour verabredet. J.B. steht am Fenster und blickt ihr hinter her. Seltsam, der Gang des Captains, scheint irgendwie anders, geschmeidiger. Und ihre Stimme, war vorhin wieder zu diesem Schnurren geworden. Wirklich seltsam.
Und, dass sie diesem, in der dunkelsten Ecke, falschparkierten Turbomuli ausgewichen war, den J.B. noch nicht einmal ERAHNEN konnte, war auch seltsam.
Und dann vergisst J.B. Mc Bride zu denken, als sie, im schwachen Schein eines erleuchteten Fensters sieht, wie Captain Iris, erst stehen bleibt, nur um dann aus dem Stand, auf das Vordach eines der Häuser zu springen.

CAPTAIN IRIS

Ich weiss, was mich gebissen hat, als ich auf dieses Vordach springe.
Na hoffentlich, hat mich DABEI niemand gesehen.
Ich laufe, springe, renne über die Dächer, die Nase im Wind, die Augen zu schmalen Schlitzen verengt.
Jage den Schatten hinterher und verschwinde in dieser roten Wüste, als die Häuser zu ende sind.
Oh ja, dieser Sand, ist wirklich grossartig, darauf zu laufen ist herrlich.

HANDLEBARS SALOON LANGE NACH MITTERNACHT

Der Rigelaner sorgt sich. Wo ist Captain Iris nur. Sie müsste schon längst wieder hier sein.
Der letzte Gast ist längst weg und er könnte eigentlich ins Bett, aber er wartet immer noch auf sie.
Das, mit diesem Krann-Gericht, war wirklich ein grosser Fehler gewesen.
Er dreht sich von der Theke weg, will das letzte Glas zurückstellen – und lässt es fallen, als hinter ihm eine
dunkle, schnurrende Stimme ertönt: „Kann ich ein Sweetwater haben, bitte. Ich bin durstig...“
Erleichtert, dreht er sich um, schenkt Iris ein Sweetwater ein und erkundigt sich: „Alles klar?“
Sie nickt und entgegnet: „Ja, jetzt wieder, musste nur vor mir selbst davon laufen...“ Und dabei schüttelt sie sich und roter Sand rieselt zu Boden.









WEIBLICHE NEUGIERDE

CAPTAIN IRIS

Heute, kein Date, mit der Lady Judge. Sie meinte gestern, sie müsse wohl auch mal wieder ihre Arbeit erledigen.
Somit, erster Punkt der Tages:
Training. Drei mal rund um Fort Kerium und den ganzen anderen Kram.
Und das, vor dem Frühstück... doofe Selbstdisziplin. Aber, was will ich denn anderes, bei den Genen.
Dann, zweiter Punkt des Tages:
Herausfinden, woher, besser noch, von WEM, Handlebar das Rrrosharr Rezept hat.
Danach dritter Punkt:
Diesem jemanden, einen Besuch abstatten.
Gut gelaunt verlasse ich mein Zimmer, nehme die beiden Treppen mit je einem Sprung, lande in der Hocke, auf allen Vieren, im leeren Saloon. Hm, scheint sogar für Handlebar noch zu früh zu sein.
Dann mache ich mich halt durch den Hintereingang davon. Wenn er mir schon den Code gibt.
Und los gehts! Heute, will ich vor Sonnenaufgang wieder hier sein... UNBEDINGT.

HANDLEBARS SALOON, KURZ VOR SONNENAUFGANG

Iris, schleicht durch die Hintertür herein, in die Küche, nimmt sich ein Flasche Milch, durchquert den, immer noch verlassenen Saloon, springt die Treppen nach oben und macht es sich dann in ihrem Bett gemütlich.
Handlebar, verlässt die Vorratskammer erst, als er sicher ist, dass Iris in ihrem Zimmer ist.
Ein Verhör, vor dem ersten Kaffee, ist nicht gerade was angenehmes.
Er seufzt leise. Wieso, versteckt sie sich?
Also, Handlebar, ist sich sicher, dass sie das zumindest vor J.B. nicht müsste.
Dann, fängt er an, das Frühstück, für sich und seine, momentan einzige Mieterin zu zubereiten.

FRÜHSTÜCKSTISCH DER MC BRIDEs

J.B. Mc Bride stellt die Kaffeekanne auf den Tisch, die Brötchen dazu und fragt sich, was sie geritten hat, hier einen auf „Lieb-Kind“ zu machen.
Dennoch, lächelt sie hinreissend, als ihre Stiefmutter in die Küche kommt.
Karen Mc Bride, sieht ihre Stieftochter, deren Lächeln und sagt: „Morgen J.B. WAS, willst du?“
J.B. lacht auf und grinst dann: „Informationen, über den Captain...“
Karen Mc Bride, setzt sich an den Tisch, sie weiss, dass ihre Stieftochter hartnäckig sein kann und es ist immer noch morgens in der Früh, also, fängt sie an zu reden, der weil J.B. ihnen beiden Kaffee eingiesst: „Ich, weiss nicht viel und, was ich weiss, ist kein Geheimnis und das meiste, stammt aus zweiter Hand...“
J.B. unterbricht: „Erzähl mir was du weisst, bitte!“
„Natürlich...“ Karen klingt etwas vorwurfsvoll, sie mag es nicht, unterbrochen zu werden. „Also, Captain Bellmonte, kam aus dem Nichts. Und hat zu Anfang eine Bilderbuch Karriere hingelegt...“
J.B. horcht auf: „Zu Anfang?“
„Ja, dann gab es diese Zwischenfälle: Sie hatte ihr Temperament nicht mehr unter Kontrolle, nach dem sie, an irgendwelchen Experimenten teil genommen hatte; heisst es zumindest. Das, ändert jedoch nichts daran, dass sie eine Ausnahme-Pilotin ist. Sie wurde vom normalen Dienst, in die Special Task Force versetzt, bekam immer mehr Sondereinsätze und stieg in den Rang eines Commander auf. Dann, kam dieser eine Einsatz: Sie verweigerte den Befehl. Man sagt, dass sie es ganz bewusst tat, um einem Piraten zu helfen. Sie wurde degradiert und ins HQ zurückversetzt – Schreibtischdienst.“
Hier, zuckt sie kurz mit den Schultern: „Der, wurde aber schnell wieder aufgehoben, als die Krann-Übergriffe zunahmen. Sie ist nicht ersetzbar, als Pilotin der Task. Wieso, sie nun hier ist, um den Keriumfrachter abzuholen, ist mir ein Rätsel. Ist nicht ihr Auftragsgebiet...“ Karen, macht eine kurze Pause, um von ihrem Kaffee zu trinken.
Nach der kurzen Pause schliesst ihre Erzählung ab: „ Das, ist alles was ich weiss. Von den FREI zugänglichen Akten... Die, hören da auf, wo sie in die Task wechselte.“
J.B. weiss nicht recht, was sie von den Informationen halten soll, wirklich viel haben sie ihr nicht gebracht. Daher, fragt sie: „Wie ALT ist sie...wenn ich mir das so anhöre...“
Karen hebt erneut die Schultern: „Weiss ich nicht, NIEMAND, weiss das. Sie scheint immer gleich auszusehen...und vor allem gleich fit, zu sein...!“ hier unterbricht J.B.: „Aber die Akten...“
„Da, steht nichts was das Alter anbetrifft drinn...“

HANDLEBARS SALOON, SELBE ZEIT

Handlebar starrt Iris in die grünen Augen und rückt über seinen Kaffee hinweg, mit der Tatsache raus, dass er das Rezept, von Doc Slim hat.
Es wäre nicht so, dass er nicht versuchen würde, ihr zu widerstehen. Nur er WEISS, was es bedeutet, sich mit ihr ANZULEGEN. Allem voran, wenn sie ihn SO ansieht, mit DIESEN Augen.
„Na dann,“ schnurrt Iris und erhebt sich, „Ich denke, ich werde dem netten Doc mal nen Besuch abstatten...“
„Sei nett...“ meint Handlebar nur.


Doppel R = Krann...*gg*

ARZTBESUCH

DOC SLIMS PRAXIS, 4h SPÄTER

Der Krann Arzt ist über eine Versuchsanordnung gebeugt und hochkonzentriert, als sich ihm mit einem mal, das Nackenfell sträubt. „Werr ist hierr?“ Seine Stimme ist nur ein dumpfes Grollen.
„Guten Tag Doktorr... Krriegerr?“ dunkel, rau und eindeutig Krann-Sprache.
Er fährt herum, sieht nur einen Schattenriss in der Labortüre stehen. Für eine Sekunde ist ihm , als sähe er einen pendelnden Krannschweif. Doch, als er genauer hinsieht, steht da nur ein Mensch, eine Frau.
Sie grüsst ihn noch einmal: „Guten Tag Doktor Slim!“ diesmal in der hier gebräuchlichen Sprache und er ist sich nicht mehr sicher, ob er sich die vorgängige Frage, nicht eingebildet hat.
Doktor Slim besinnt sich auf seine Manieren und grüsst zurück.

CAPTAIN IRIS

Oh je, ich habe ihn verwirrt, den guten Doc Slim. Er ist es sich offensichtlich nicht mehr gewohnt in Krann angesprochen zu werden.
Also, zurück zur „normalen“ Sprache.
Erleichtert, registriere ich, dass er mich grüsst.
Hm, dann, können wir ja jetzt reden.

DOC SLIMS PRAXIS, DESSEN BÜRO

Captain Iris Bellmonte, sitzt Doc Slim gegenüber und sie unterhalten sich, tauschen Kochrezepte aus.
„Die sind leckerrr...“ Iris ist gerade wieder in Krann-Dialekt gefallen und Doc Slim, blickt sie fragend an.
„Was?“ erneut grollend und dunkel.
Doc Slim stellt fest: „Sie sprrechen Krrann!“
Captain Iris Bellmonte, blickt ihn aus grünen, leuchtenden Augen an: „Ja und? Ich esse ja auch Rrrosharr!“
Doc Slim, versteht nicht ganz, was das eine, mit dem anderen zu tun hat, aber er grinst: „Na gut das ist ein Arrgument...“ wenn er grinst, sind seine Raubtierzähne zu sehen, „... aber, es errklärrt nicht, weshalb sie es auch korrekt betonen UND die richtige Aussprache haben. DAS geht nicht ohne gewisse anatomische Vorraussetzungen.“
Iris, zögert einen kurzen Augenblick, grinst dann, entblösst dabei eben so spitze Zähne wie Slim und krempelt den Ärmel ihres Hemdes hoch: „Blutunterrsuchung?“ schnurrt sie.

CAPTAIN IRIS

Der gute Doc Slim, starrt mich mit einem seltsamen Blick an, dann erhebt er sich, greift sich eine Spritze, setzt sie an. Ich bin ziemlich froh, dass er dabei seinen Blick nicht von meinem löst – denn normalerweise, lasse ich keinen, mit einem weissen Kittel, mehr an mich ran. Aber, ER ist ein Krann.
Und – er schnurrt. Mein Gott, ist das beruhigend! Ich habe keine Ahnung, wann ICH das letzte Mal
angeschnurrt wurde... Ich meine von einem intelligenten Wesen.
Und ehe ich's mich versehe, schnurre auch ich. – Tief aus meiner Brust, steigt der vibrierende Ton auf.
Und mein einziger Gedanke: Wie gerne, würde ich doch meine Lady Judge anschnurren...
Ich spinne!

DOC SLIMS LABOR EINE STUNDE SPÄTER

Als er vorhin, bei der Blutabnahme, das nervöse Blitzen in den grünen Augen, mit den elliptischen Pupillen bemerkte, hatte er unbewusst etwas getan, was er, seit er hier praktiziert, bei keinem Patienten mehr getan hatte: Er, Doc Slim, hatte geschnurrt.
Und seine Patientin, hatte zurück geschnurrt.
Jetzt, wo er die Ergebnisse der Blutuntersuchung vor sich hat, ist er nicht mehr wirklich überrascht. Nein, er ist viel eher schockiert.
„Und...“ die dunkle Stimme reisst ihn aus aus seinen Gedanken und er dreht sich um, stellt fest: „WAS, haben die mit ihnen gemacht?!“
Captain Iris, zuckt mit den Schultern, richtet sich zur vollen Grösse auf und entgegnet: „Mich verrbesserrt?!“ Dabei gibt sie ein leicht sarkastisches, dunkles Lachen von sich.
Der Krann Arzt mustert sie von oben nach unten und zurück und fragt dann mit weicher Stimme: „Können sie es kontrrollierren? Fühlen sie sich in dieserr Forrm wohl?“
„Manchmal...“ kommt die Antwort.

CAPTAIN IRIS

Seltsam, was Ärzte immer so alles wissen wollen: Woher? Wieso? Weshalb? Warum? Und, Wie lange?
Ich habe, glaube ich in den letzten paar Stunden mehr über mein Leben erzählt, als je zuvor. Und die Akte, die Doc Slim für mich anlegt, ist wie er gerade sagt, beinahe schon länger, als die von Tex Hex – hier stoppe ich meine Gedankliche Kartei, ich muss grad KEINE Details über den Ex-Desperado und Lebensgefährten des Marshalls haben. –
„Doc, können wirr das ein anderr Mal verrtiefen?“ Ich bin nämlich mittlerweile, einfach nur noch müde.
Und, ich will auf dieses Hochplateau, mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und mich in diesem feinen roten Sand räkeln.
Er nickt und wir verabschieden uns, wie alte Freunde.
„Hey,“ meine ich noch, „keine Kochrrezepte mehrr für Handlebarr!“
„Natürrlich...“ schnurrt er.


















ICH WEISS, WER DU BIST
aber
WER, BIST DU?

CAPTAIN IRIS

Wir sind Freundinnen.
Meine Lady Judge und ich. Mittlerweile kann man es getrost so nennen.
Wir verbringen jede freie Minute, die sie hat, zusammen. Wir fliegen, sehen uns die Gegend an, oder, wir sitzen so wie jetzt, in Handlebars Saloon. Es ist der sechste Tag meines Urlaubes.
Und meine Richterin, blickt mich schon seit einer geraumen Zeit einfach nur an, starrt mir in die Augen.
Ich würde gerne einfach ihre Hand packen und sanft über ihre Finger lecken. – HIMMEL . Ich denke schon wieder wie ein Krann! – Küssen wäre viel besser. Denn dazu scheinen ihre vollen, roten, bestimmt sehr weichen Lippen, wie gemacht.
Aber, wir sind nur FREUNDINNEN. Tja, ich gebe mich mit dem zufrieden, was ich bekomme... zumeist!

HANDLEBARS SALOON, EIN KLEINER TISCH IN EINER ECKE

Richterin J.B. Mc Brides Blick ruht auf Captain Iris, beziehungsweise auf deren Augen.
Diese elliptischen Pupillen – faszinierend, wie eine Katze.
Sie bemerkt, dass Iris' Fingernägel, lang und spitz, wie Krallen, über das Holz des Tisches kratzen, als ob sie etwas packen möchte. J.B. erschauert. Dann packt sie zu, schliesst ihre Hand fest um die von Iris, leise fragt sie: „Ich weiss wer du bist – meine Freundin. Aber, WER bist du?“

CAPTAIN IRIS

WAS?! Meine Lady Judge, hat grad meine Hand gepackt. Ich brauche einige Sekunden um es zu begreifen... DAS, fühlt sich toll an.
Und jetzt? Oh NEIN, sie fragt mich WER ich bin.
Was soll ich ihr sagen?
Die Wahrheit?
Ein gentechnisch verändertes, fehlgeschlagenes Experiment?
Ein Mensch, mit Krann-Genen, ein Krann, mit menschlichen Genen?
Ich fühle wie meine Hand sich verkrampft.
Soll ich ihr sagen, dass ich mich, auf Wunsch oder bei Auf- und Er-regung in eine überdimensionale, BLAUE KATZE verwandle?!
Nein, NIEMALS, im Leben nicht!
Ich reisse mich los, hechte über den Tresen, an Handlebar vorbei, durch die Hintertür, in die Nacht hinaus...
Und dann fühle ich diesen roten Sand, unter meinen Pfoten.

AM KLEINEN TISCH IN DER ECKE

J.B. zuckt zusammen als Iris sich los reisst, blickt ihr hinter her und traut ihren Augen nicht:
Was da an Handlebar vorbei zischt, in übermenschlicher Geschwindigkeit, hat einen langen, peitschenden Katzenschweif. J.B. Mc Bride, ist sich sicher, dass das ausser ihr und Handlebar niemand gesehen hat.
Sie springt auf, stürmt in die selbe Richtung wie Iris – und wird von Handlebars Hand aufgehalten, als sie gerade über den Tresen sprang: „Lass es. Du holst sie nicht ein... Nicht wenn sie in DIESER Gestalt unterwegs ist...“ grollt der Rigelaner.
J.B. nickt, setzt sich hinter der Theke, auf den Boden und seufzt: „Das wollt ich nicht... sie in Bedrängnis bringen... Ich mag sie doch so...“ Handlebar reicht ihr ein Sweetwater und sagt leise: „Keine Angst, sie mag dich auch... Sie hat nur Angst!“
„WOVOR?“ J.B.s Stimme klingt verwundert.
Handlebar hebt die Schultern: „Wieder jemanden, wegen der Wahrheit zu verlieren..“
„Wird sie nicht, nicht mich!“ Und dann hat J.B. eine Idee.
„Wo, willst du hin, J.B.?“ Handlebar ruft es ihr hinterher.
„Warten!“ tönt es zurück.

CAPTAIN IRIS

Ich renne,so schnell ich kann, springe und laufe durch die Nacht, über Felsen und Sand.
Und nach einer scheinbaren Ewigkeit, stehe ich vor Lizzy. Meine gute, alte Lady.
Ich öffne sie mit Hilfe meines Pilotenarmbandes, springe auf den Flügel und in die Kanzel.
Ihr Geruch, haut mich um, ehe ich sie sehe. Unverwechselbar und süss, meine Lady Judge.
Ich blicke zum Kopilotensitz und starre sie an.
Richterin J.B. Mc Bride, sitzt einfach nur da, im Halbdunkeln, mit einer Flasche Starblazer in der Hand, lässt ihre Blicke an mir hinauf und wieder hinunter gleiten: Von meinen spitzen Ohren, über die Schnauze, mit den Schnurrhaaren, über das blaue Fell,hinunter zu meinem peitschenden Katzenschweif; und wieder zurück zu meinen leuchtenden Augen.
Dann, hebt sie die Flasche an und meint: „Na, wieder beruhigt? Einen trinken?“
Ich kann nur fassungslos nicken – und, ein kleines Schnurren von mir geben.


STARBLAZER, SCHNURREN
und
SCHNURRHAARE

LIZZYS PILOTENKANZEL, GEGEN 2:00h ORTSZEIT UND BEI DER 2. FLASCHE STARBLAZER

J.B. Mc Bride lächelt, blickt zu Iris hinunter, die sich an J.B.s Beine gelehnt hat, die Augen geschlossen und leise schnurrend – sie kann das sogar, während des trinken. „Darf ich?“ J.B. Mc Bride, stellt die Frage sehr leise. Nur, sie möchte doch so gerne wissen, ob dieses blaue Fell, so weich ist, wie es aussieht.
Captain Iris, schlägt ihre Katzenaugen auf und blickt fragend zu J.B. auf. Die streckt langsam die Hand aus und wiederholt: „Darf ich?“

CAPTAIN IRIS

Ich nicke – WIE, könnte ich ihr, nach heute Abend, einen Wunsch abschlagen, meiner wunderhübschen Lady Judge? – und J.B. berührt mich sanft, so vorsichtig, als wäre ich aus Zucker. Streicht einmal über meinen Kopf, zwischen den Ohren durch. Ich schnurre unwillkürlich lauter. Ob sie weiss, was das für mich bedeutet? Wohl kaum.
Dann tut sie etwas unglaubliches: Sie beginnt mich an den Ohren zu kraulen. Mein Schnurren, steigert sich um noch eine Stufe.

SELBER ORT, SELBE ZEIT

Die Richterin, kurvt ihre Lippen zu einem glücklichen Lächeln und streichelt weiter, über dieses so flauschige, seidenweiche, blaue Fell.
Zwischen den spitzen Ohren durch. Krault danach diese sanft. Iris schnurrt lauter.
Dann wird die Richterin übermütig, fährt mit zwei Fingerspitzen über diese grossen, glänzenden, biegsamen Schnurrhaare und Iris, zieht hastig den Kopf ein, keucht ein ersticktes: „NICHT...“
J.B. murmelt die Hand zurückziehend: „Tschuldige... unangenehm?“
Iris, schüttelt schwach den Kopf: „Im Gegenteil,“ nach kurzem Zögern fügt sie an, tief dunkel: „aber, Schnurrhaare, sind etwas sehr...hm – intimes....“

CAPTAIN IRIS

Ich bin schon ganz benebelt, von dem Starblazer und diesen wundervollen Streicheleinheiten.
Doch, wo meine süsse Lady Judge, über meine Schnurrhaare streicht, stoppe ich sie.
Denn das ist schlicht, schon fast zu viel und ich habe sonst schon das Gefühl, sie auszunutzen...
Und wo sie mich fragt, sage ich ihr die Wahrheit: Das es etwas sehr intimes ist, beinahe, wie küssen.

IMMER NOCH, IN LIZZYS KANZEL

J.B, zieht ihre Finger zurück, überlegt: So, so, wie küssen?
Und schon streckt sie ihre Finger wieder aus, fährt sachte über den Rücken, der Katzennase, entlockt Iris ein weiteres, leises Schnurren, lässt sie sanft zur Seite der Schnauze gleiten, folgt den Lefzen, streicht mit nur einer Fingerspitze, nur den Hauch einer Berührung, über ein einzelnes Schurrhaar.
Iris erschauert und schnurrt noch ein bisschen lauter.
Dann, rollt sich der Captain, einfach auf dem Boden, vor J.B.s Füssen, ihren Rücken an deren Beine geschmiegt, den Schwanz um J.B. s Unterschenkel geschlungen zusammen und schläft.
Die Richterin, blickt auf den schlafenden Captain, klappt dann den Sessel nach hinten und tut es ihr gleich.




KATZEN, KATER
und
ANDERE PROBLEME

CAPTAIN IRIS, FRÜH MORGENS, LIZZYs PILOTENKANZEL

Ich versuche gar nicht erst die Augen zu öffnen, ich gebe es ja zu, erst habe ich nur so getan, als würde ich schlafen. DAS, mit meinen Schnurrhaaren, hat mich einfach überfordert. Besonders, diese leichte, zarte, bestimmt ganz bewusste Berührung, zum Schluss. Sozusagen, ein Gute-Nacht-Kuss... Wie schön.
Und als ich dann eingeschlafen bin, tja, da hat der Starblazer eingeschlagen.
Nun, hat die Katze einen Kater. Einen ganz gewaltigen noch dazu...
„Iris... Captain?“ meine Lady Judge, klingt ganz verwaschen, auch noch als sie weiter spricht: „Ich glaub' ich hab' nen Kater...“ Ich kann mich eines leisen Kichern nicht erwehren, als ich antworte: „Den hab ich auch... nen gewaltigen!“ Dann quäle ich meine Augen auf, blicke zu ihr hoch, grinse schief, richte mich auf und verwandle mich wieder in mein menschliches ich. Der Lady Judge, schaut mir gebannt dabei zu.

HANDLEBARS SALOON, ETWAS SPÄTER

J.B.s rote Haare, glänzen noch leicht feucht, von der Dusche, die Iris ihr angeboten hatte, als sie im Saloon ankamen. Die Richtern hatte sie dankbar angenommen und geduscht, während Captain Iris, Handlebar suchte, um ein Frühstück zu bestellen.
Captain Iris grinst und salutiert in J.B.s Richtung, als diese sich auf das Bett des Captains rollt und leise sagt: „Ab unter die Dusche, ich habe Hunger...“
Als der Captain einige Zeit später wieder aus dem Bad kommt, trägt sie eine Jeans, ein rotes Shirt, sie greift nach ihren Stiefeln, zieht sie über, richtet sich wieder auf und verbeugt sich in J.B.s Richtung: „Darf ich den Lady Judge zum Frühstück geleiten?“
Die Richterin kichert, errötet schwach, steht dann vom Bett auf und ergreift Iris' angebotenen Arm: „Es wäre mir ein Vergnügen, Captain!“

CAPTAIN IRIS

Ich komme einfach nicht dagegen an, ich kann es nicht lassen, mit ihr zu flirten. Wieso auch?
Sie hat es verdient, wie eine Lady behandelt zu werden. Sie IST immerhin eine Lady! Meine LADY Judge.
Und nun hält sie sich an meinem Arm fest und steigt neben mir die Treppe hinunter; unten im Saloon, hinten in einer Ecke, hat Handlebar unser Frühstück aufgedeckt und ich ziehe ihr den Stuhl zurecht.
„Lass das Captain...“ grummelt sie leise.
Ehrlich erstaunt, frage ich: „Was?“
Was sie entgegnet macht mich beinahe wütend, sie sagt nämlich in einem entschiedenen Ton: „Sei nicht so NETT zu mir, so zuvorkommend, Gentleman like... das ist sonst keiner zu mir.“
Ich komme nicht dagegen an, dass meine Stimme zu einem dunklen, grollenden Schnurren wird und meine Pupillen sich wandeln, als ich erwidere: „Dann sollte ich allen hier mal BENIMMUNTERRICHT erteilen. LADY Judge!“ Das ich dabei ihre Hand packe und einen Handkuss andeute, bestärkt meine Aussage noch.

AN DEM KLEINEN TISCH, NACH DEM HANDKUSS

J.B. Mc Bride kommt nicht dagegen an sie erschauert unter diesem, ehrlich aufgebrachten Schnurren, dennoch entgegnet sie: „Aber, sie sind doch AUCH eine Frau...“ Captain Bellmonte fällt ihr, immer noch, mit dieser schwarzen Samtstimme, ins Wort: „DAS, hindert mich NICHT daran, jemanden so zu behandeln, wie er, in Ihrem Falle Sie, es verdient hat! Und nun lassen sie uns essen LADY Judge. Guten Appetit!“ und schon schnappt sich Iris ein Brötchen.
Die Richterin, lächelt verlegen, mit leicht rot angehauchten Wangen: „Danke Captain,“ dann nimmt sie ihre Tasse mit Kaffee und fügt an: „Ihnen auch, einen guten Appetit.“
„Danke!“ kommt es zurückgeschnurrt, begleitet von einem funkelnden Blick, aus grünen Katzenaugen.

CAPTAIN IRIS

WAS genau, ist mit ihr nur los? Ein bisschen Freundlichkeit, hat doch jeder verdient. Ich bin ja sogar zu meinen Feinden nett. Und, sie IST was besonderes – was ganz besonderes. Also, werde ich sie auch so behandeln, Punkt.
Tja, als sie es anspricht, wird es mir wiedermal bewusst: Ich bin ein weibliches Wesen.
Und wir sind nur Freundinnen. Egal, was ich gerne hätte.
Aber, HEY! Sie IST immer NOCH meine Freundin, obwohl sie, nach dem ich ihr gestern ne Menge erklärte, weiss, WAS ich bin. – Und sie hat mich gestreichelt... Ich grinse in mich hinein: Noch, hab ich vierzehn Tage Zeit.
Ein erschrockenes Geräusch, dass meine Lady Judge von sich gibt, lässt mich aus meinen Gedanken auftauchen. Sie starrt hinter mich, ihre Kornblumenaugen weit aufgerissen, dann sagt sie leise: „Gleich, gibt es eine Szene,“ sie nickt Richtung Saloontür, „mein Vater...“
Ich schnurre, derweil ich aufstehe: „Um den kümmere ich mich...“ dann wende ich mich um, nehme Haltung an und – meine interne Kartei rattert, liefert mir genug Daten über Angus Mc Bride, um ihn für fünf Stunden zu beschäftigen. Noch so eine Nebenwirkung der Experimente. – strecke meine Hand Angus Mc Bride entgegen, der nun direkt vor mir schwebt: „Oh, Mister Mc Bride, ich bin hocherfreut, endlich ihre Bekanntschaft zu machen. Ich bin Captain Bellmonte!“ er ergreift, mit einem verwirrten Gesichtsausdruck meine Hand, ich fahre fort: „Ihre Tochter, hat schon so viel von ihnen erzählt!“ das das unter anderem auch diese „Verhöre“ die er immer anzettelt, wenn sie einmal, nach seinem Empfinden, zu spät nach Hause kommt, einschliesst, muss er ja nicht wissen.
Er entgegnet, meine Hand verwirrt schüttelnd: „Erfreut. Ich hoffe sie hat nur das Beste erzählt...“
„Oh ja,“ werfe ich ein, „ich bin ja so beeindruckt, dass sie die hiesige Zeitung ganz alleine machen. Nur mit ein paar wenigen freien Reportern.“ Gut, DAS bin ich wirklich, ich hätte die Geduld nie. Bevor er etwas erwidern kann spreche ich auch schon wieder weiter: „Und die Zeitung ist wirklich gut.“ Nun, lasse ich ihm doch mal Zeit was zu entgegnen: „Das freut mich. Ist ihnen meine Tochter eine Hilfe?“
Was, bitte ist das für eine dämliche, unanständige Frage? Ich sehe aus den Augenwinkeln, wie J.B. die Augen verdreht. Also antworte ich Angus: „Oh, sie ist unersetzbar. Als gestern, ein grösseres Problem, bei meinem Jäger auftauchte, war sie sofort zur Stelle. Es dauerte leider etwas länger und wir waren damit die ganze Nacht beschäftigt...“ SO, konnte man es auch sagen, „... Und ich entschuldige mich aufrichtig, ihnen ihre Tochter, so lange vorenthalten zu haben. Nur, sie ist wirklich unentbehrlich für mich.“

HANDLEBARS SALOON, ZU DESSEN UND J.B.s FREUDE

J.B. kann es nicht glauben: Ihr Vater ist nicht nur völlig überrumpelt, sondern auch beeindruckt und geschmeichelt. Sie kann es ihm ansehen. Und, jetzt wo Captain Iris die letzte Nacht erwähnt und anfügt, dass sie für sie unentbehrlich sei, LÄCHELT er doch tatsächlich, mit einem Anflug von Stolz.
Dann sagt Captain Iris, mit einer angedeuteten Verbeugung: „Möchten sie uns beim Frühstück gesellschaft leisten, Mister Mc Bride?“
Dessen Antwort besteht in einem Kopfschütteln und einer überaus freundlichen Verabschiedung, Iris und J.B. gegenüber, welche wohlgemerkt noch nicht mal was gesagt hatte bis dahin.
Als Angus den Saloon wieder verlassen hat, meint J.B. leise: „Danke Captain Iris...“
Diese strahlt sie an, zwinkert und lächelt: „Jederzeit wieder, Lady Judge, jeder Zeit wieder.“



FRISCHER FISCH, SONNENSCHEIN UND MELONE

CAPTAIN IRIS

Heute ist der siebte Tag, meiner Ferien, also folge dessen Samstag.
Das Frühstück, war noch ganz nett geworden, als Mister Mc Bride, wieder gegangen war.
Ich überlege, WAS, können wir heute anstellen? Fliegen liegt erst abends drinn, bei dem Kater...
Wobei mein Körper wesentlich schneller mit Alkohol und giftigen Substanzen klar kommt, als der eines normalen Menschen – hat aber auch den Nachteil, dass Schmerzmittel, so gut, wie gar nichts nutzen.
Ich lächle, habe eine Idee und spreche sie auch schon aus: „Lady Judge, wollen wir einen Ausritt machen? Wir könnten uns von Handlebar, einen Picknickkorb packen lassen...“ Sie blickt von ihrem Kaffee auf, – das Essen ist verzehrt, aber wir brauchen heute offensichtlich beide, eine Extraportion Kaffee – und strahlt mich an: „Das ist eine wunderbare Idee!“

HANDLEBARS SALLOON, HINTER DEM TRESEN

Handlebar sieht vom Tresen her zu den beiden Ladys herüber und grinst sich eines. Hat er's nicht gewusst? J.B. Mc Bride, ist nicht so leicht los zu werden... Insbesondere nicht, wenn sie jemanden mag.
Oh, da kommt Iris zu ihm geschlendert, lehnt sich auf den Tresen und ruft ihn zu sich.
Handlebar stellt das Glas, wo er poliert, unter einem amüsierten Blick, von Iris, zurück ins Gestell und fragt: „Was?“
Iris kichert: „Polierst du eigentlich nur Gläser, Handlebar?“
Der Rigelaner lacht laut auf: „Einer, muss es ja machen... Was kann ich für dich tun?“
Iris grinst: „Ich – wir, brauchen einen gut gefüllten Picknickkorb... geht das?“
„Natürlich, für meine beiden Lieblings-Ladys, doch immer gerne...“ schmunzelt Handlebar. „... steht in ner viertel Stunde bereit!“
„Danke!“ und schon ist Iris wieder auf dem Weg zu ihrer Lady Judge.

FRÜHER NACHMITTAG, AM UFER EINES TÜRKISFARBENEN SEES, IRGENDWO IN DER WÜSTE

Richterin J.B. Mc Bride seufzt leise, wohlig rollt sich auf der Decke, herum und sucht, mit ihrem Blick, nach Iris. Sie findet den Captain am Rand des Sees, in der Hocke. Sie scheint irgend etwas, dicht unter der Wasseroberfläche zu belauern, denn ihr Schweif zuckt leicht, die Ohren sind gespitzt, die Schnurrhaare vibrieren sachte und die Muskeln unter dem blauen, in der Sonne glänzenden Fell, sind angespannt.
Dann, schlägt sie blitzschnell zu, zieht die Hand aus dem See und hält triumphierend, einen grossen Fisch in die Sonne.
Die Richterin grinst, setzt sich auf und applaudiert.
Iris, wendet sich ihr zu und scheint verlegen zu grinsen, soweit das J.B. das beurteilen kann, hebt ihre Schultern und meint: „Abendessen... Hoffe sie mögen Fisch, my Lady!“
J.B. entgegnet kichernd: „Ja sehr, besonders frischen...“

CAPTAIN IRIS

Ich dachte, dass sie tief und fest schläft. Nur deshalb, habe ich mich verwandelt und der Versuchung nachgegeben, einen dieser grossen, so lecker aussehenden Fische zu angeln. – Natürlich, auf meine ganz eigene Art!
Das meine Lady Judge nicht nur, nicht schläft, sondern, mir offensichtlich auch noch zusah, wird klar als sie mir applaudiert.
Zu meinem Glück, sieht man unter dem Fell nicht, wie sehr ich erröte.
Ich erhebe mich wende mich von ihr weg, breche dem armen Fisch das Genick, nehme ihn aus und lege ihn auf ein grosses, grünes Blatt, das ich bereit gelegt habe. Leise schnurre ich ihm ein Danke zu.
„Captain! Melone?!“ Ich lächle als ich mich umwende und nicke meiner Lady Judge zu: „Gerne, dass ist eine gute Idee...“

IMMER NOCH AM UFER, IM SCHATTEN EINES GROSSEN BAUMES

Captain Iris, kommt zu J.B. herüber geschlendert, nach dem sie ihre Hände im klaren Wasser des Sees gewaschen hatte, setzt sich mit ausgestreckten Beinen dicht neben sie auf die Decke und erkundigt sich: „Zurückverwandeln?“
Die Richterin hebt fragend die Brauen: „Wieso? Bleib so, wie du dich wohl fühlst Captain...“ dann zögert sie kurz ehe sie fort fährt: „ ... WIE, fühlst du dich denn am wohlsten?“ Dass sie ins vertrauliche Du gefallen ist, bemerkt J.B. Mc Bride dabei noch nicht mal.
Captain Iris hebt ihre Schultern und schnurrt: „Mal so, mal so... kommt immer auf die Situation an!“ dann lacht sie leise, grollend, „Aber, ich gebe zu, ich habe eine Schwäche dafür, mir die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen!“

CAPTAIN IRIS

Ich glaube, ich verliebe mich mit jeder Minute, die wir zusammen verbringen mehr – ich weiss jetzt schon, dass ich fürchterlichen Liebeskummer haben werde, wenn dieser Urlaub zu ende ist.
Meine Lady Judge ist so unglaublich NETT zu mir, obwohl sie weiss, WAS ich bin.
Sie reicht mir ein grosses Stück Melone, süss und saftig; dabei lächelt sie mich auch noch so zauberhaft an, dass ich unwillkürlich, wieder zu schnurren anfange – sie anschnurre.
Und, sie lächelt noch etwas mehr. Dann sagt sie leise, fast unhörbar: – aber, wozu, hab ich denn Krann-Ohren? – „Ich mag es, wenn du schnurrst...“
Ich habe wirklich KEINE Ahnung, was ich dazu noch sagen soll.
Dann legt sie, ehe ich mich's versehe ihre Hand an meine Wange, dreht meinen Kopf etwas und drückt mir einen Kuss auf meine Katzennase.
Mein Schnurren wird zu einem Grollen und ich habe alle Mühe meine Melone nicht fallen zu lassen.
Und was macht mein Lady Judge?
Sie, wendet sich, als wäre nichts gewesen, ihrer Melone zu und beginnt zu essen.
WAS bitte war das? Habe ich mir das eben nur eingebildet?
Hilfe, ich bin völlig verwirrt.
„Schmeckt die Melone nicht?“
Melone? Was für ne Melone?
Ach so, ja, die in meiner Hand.
Verlegen fange ich an, die Melone zu verschlingen.




















ENTFÜHRUNG

J.B. MC BRIDEs ZIMMER, 22:00

Seit anderthalb Stunden ist sie zu Hause, hat sich in ihr Zimmer zurückgezogen, sich in ihr Bett gekuschelt und seit genau einer Stunde, ist ihr sterbenslangweilig.
Wieso, hat sie nicht die Einladung des Captains auf ein Sweetwater angenommen?
Klar: Weil dann ihr Vater, wirklich noch eine Szene veranstaltet hätte. Dabei, war sie nicht nur erwachsen, sondern auch volljährig und Richterin – so zu sagen, die hiesige Justiz.
J.B. Mc Bride seufzt leise: „Eine eigene Wohnung...“ dann gleitet ihr Blick zur Uhr: Halb Elf...toll. Und kein bisschen müde.
Ein leises, kaum hörbares Geräusch, direkt vor ihrem Fenster, lässt sie überrascht aufhorchen. Die Richterin, legt ihr Buch beiseite und überlegt, dass es sich anhörte, als ob etwas weiches, auf das Vordach davor, gefallen war.
„Nicht gefallen, GESPRUNGEN!“ Die Erleuchtung, trifft J.B. Mc Bride, eine halbe Sekunde, bevor es leise an ihren Fensterrahmen klopft.
Sie eilt hin und zieht die Vorhänge zur Seite: „Hallo Captain!“ grinst sie Iris entgegen.

CAPTAIN IRIS

Oh! Sie scheint sich wirklich zu freuen mich zu sehen.
Aber, BITTE, soll das ein Nachthemd oder ein Zelt sein? Ich grinse, schlucke eine dementsprechende Bemerkung – UND die Vorstellung, einer, in moosgrüne Seide gehüllte, J.B. – hinunter.
„Hallooo, Schönheit...“ schnurre ich gedehnt, „... ich bin gekommen, sie zu entführen...“ sie blinzelt mich irritiert an: „Entführen... wohin?“
„Tanzen!“ Schnurre ich zurück, immer noch vor ihrem Fenster kauernd.
Ihr Blick, gleitet über mich, als wolle sie sich an meiner Kleidung orientieren, dann nickt sie: „Fünf Minuten... Willst du reinkommen?“ REINKOMMEN? Ihr beim Umziehen zu sehen? Entschieden schüttle ich den Kopf: „Danke, ich warte hier...“
Sie nickt, lächelt und zieht mit den Worten: „Bis gleich!“ Die Vorhänge zu.
Und, ich hocke mich, den Rücken an ihr Fenster gelehnt, den Schwanz um meine Beine gewickelt hin.

IM ZIMMER

J.B. summt fröhlich vor sich hin. Wo auch immer der Captain mit ihr hin will, – Wieso ist sie sich nur so sicher, dass es in die Dingo Bar geht? Aber, sie sieht Iris, in Gedanken, bereits den Schuppen aufmischen – sie ist zu allen Schandtaten bereit. Also, anziehen. Passend zu Iris, die gerade in ihrer Krann-Gestalt, mit schwarzen Jeans, ihren üblichen Stiefeln, einem weissen, anliegenden Shirt und einer schwarzen Lederjacke, vor ihrem Fenster sitzt.
Die Richterin zögert einen Augenblick, dann zieht sie ihre alte Jacke, noch aus der Studienzeit, hervor.
Wie sie dieses Ding doch geliebt hatte, ach was, immer noch liebt...
Dann löscht sie das spärliche Licht, zieht die Vorhänge zurück und streckt den Kopf zum Fenster raus.
„Ich bin fertig, wir können!“

CAPTAIN IRIS

Sie streckt den Kopf Fenster raus und meint, dass wir los können. Also springe ich auf und halte ihr meine Hand hin. Dann steht sie vor mir, auf dem Vordach im spärlichen Mondlicht und mir verschlägt es glatt die Sprache: Wie war das mit moosgrün? Jetzt trägt sie genau diese Farbe und zwar in Form eines ärmellosen Oberteils mit Knopfleiste vorne, dazu, eine sehr Figur betonende Jeans und – eine der alten Pilotenjacken, der Spaceforce. Diese Dinger, erinnern mich immer an antike Fliegerjacken... Und sie steht ihr perfekt.
Sie lässt sich, ehe ich was unternehmen kann, am Rande des Vordachs, auf ihren sexy Hintern , fallen und rutscht dann über die Kante, – ich springe hinterher. So, wie sie unten landet, hat sie das, eben nicht zum ersten Mal gemacht.
„Dingo Bar?“ Fragt sie und ich nicke. Meine Lady Judge grinst breit: „War schon lange nicht mehr da...“ sie wedelt mit der Hand in der Luft, „Wie kommen wir hin?“
Ich grinse, ziehe sie um die Hausecke, zu meinem Turbomuli und schnurre: „Hiermit. Wenn es dir nichts ausmacht, Lady Judge, bei mir mit aufzusteigen...“
J.B. lacht: „Es ist mir eine Ehre!“
Ich sitze als erste auf, sie klettert hinter mich und legt ihre Arme um mich: „Kann los geh'n, Captain!“


SATURDAY NIGHTFEVER

CAPTAIN IRIS

Hm... DARAN, könnt ich mich gewöhnen: Die Arme meiner Lady Judge, fest um mich, ihren schlanken Körper, dicht an mich geschmiegt... Also, wenn ich ein männliches Wesen wär, hätte ich jetzt ein grosses Problem.
Eigentlich schade, sind wir gleich da und müssen von dem Turbomuli runter.
Dabei, hat sie gerade jetzt, damit angefangen, an mir rum zu schnuppern. – Dieses Gefühl... Ich mag das.


KURZ VOR DER ANKUNFT

J.B. vergräbt ihr Gesicht im Nackenfell des Captains und schnuppert. Iris riecht nach einem Gemisch aus einem herben Parfum, Sonne und ein bisschen Sand.
Dann sind sie da und die Richterin, lässt sich aus dem Sattel gleiten, wartet bis Captain Iris neben ihr steht.
Iris, schnappt sich die Hand des Lady Judge und schnurrt: „Sonst, hab ich Angst...“
J.B.s Antwort ist nur ein Kichern. Dann fragt sie: „Warst du schon mal hier, Captain?“
Iris entgegnet lachend: „Ja, zwei Mal, das erste mal, hat Slim mich mitgeschleppt – in Krann-Form...“
J.B. lächelt: „Aha, deshalb diese Form..“
Iris nickt, betritt die Bar und zieht J.B.,nach einem sichernden Blick, hinter sich her.

CAPTAIN IRIS

Was zu trinken, den Lady Judge neben mir und laute Rockmusik...
Ich drehe mich um, lehne mit dem Rücken an die Bar, nehme den Raum in Augenschein und seufze innerlich. Da, hinten in ner Ecke, sitzen der Marshall und sein Freund, samt Doc Slim und einigen andren Gestalten, die ich von alten Steckbriefen kenne.
Mein Blick huscht zu meinem Lady Judge und ich sehe, dass auch sie das Grüppchen erspäht hat. Ihr Blick bleibt einen Moment darauf ruhen, dann meint sie leise, wiedermal kann ich sie nur, dank Krann-Ohren verstehen: „Ich sollte mich bei Gelegenheit entschuldigen... Aber nicht jetzt.“ Ihr Blick trifft mich, sie zieht ihre Jacke aus, und lauter, gegen die Musik ankämpfend, lächelnd, fragt sie mich: „Ich würde gerne tanzen... Würdest du?“
Und dann hält sie mir ihre Hand hin.
Ich grinse sie breit an, mein ganzes Raubtiergebiss präsentierend, streife meine Jacke ebenfalls ab, werfe beide Jacken dem Barkeeper zu, ergreife ihre Hand und stelle fest:“Ist mir ein Vergnügen, Lady Judge!“
Fliegen, ist wie tanzen, tanzen ist wie fliegen – und beides, ist mit ihr noch viel schöner.
Und ich fürchte, bei der Show, die wir hier gerade bieten...

DINGO DANs DINGO BAR, KURZ VOR MITTERNACHT

Auf der – wie meistens am Samstag – improvisierten Tanzfläche, zieht ein ungleiches Paar, die Blicke auf sich.
Denn selbst hier, erregt ein BLAUER Krann, der auch noch mit der hiesigen Richterin tanzt Aufsehen.
Und die beiden, scheinen sichtlich Spass zu haben.
Als die Musik langsamer wird, schmiegt sich die Richterin einfach an Iris', in dieser Gestalt etwas breitere Brust, legt ihre Wange an das weiche Fell der Schulter und schliesst die Augen.

CAPTAIN IRIS

Ich seufze beinahe, als meine Lady Judge, sich an mich schmiegt, und ihren Kopf an meine Schulter legt.
Ich zögere einen kurzen Augenblick, ändere dann meinen Tanzgriff, so, dass sie nun in meinen Armen liegt und J.B. reagiert in dem sie ihre Arme um meinen Nacken legt. DAS ist schön, so schön.
ABER, was macht sie da?
Ihre Hand, streichelt, beinahe unfühlbar, über meinen Nacken. SCHNURR
„Lass das...Bitte...“ ich kann nicht verhindern, dass ich es dunkel schnurre, „...du weisst nicht, was du da anrichtest....“ dicht neben ihrem Ohr, füge ich noch an: „Meine Lady Judge.“ NEIN! WIE konnt' ich nur: MEINE...
Ihre Stimme braucht einen Moment, ehe sie zu mir durchdringt: „... wie war das...“ erst als sie mit ihrem Finger über eine der Vibrissen, an meiner Schnauze streicht, der ganzen Länge entlang bis hin zu ihrem Ende und ich erschauere, realisiere ich, was sie sagt: „Wie war das? Wie küssen?“ Und noch einmal wiederholt sie dieses feine, leichte, so wunderschöne Streicheln. Ich nicke schwach.

TANZFLÄCHE

Richterin Mc Bride grinst in sich hinein und wiederholt die Berührung ein drittes mal. Was sie hier tut, ist ihr schon klar, aber aufhören will sie auch nicht und Iris, scheint es nichts auszumachen – im Gegenteil.
Denn jetzt, schmiegt Captain Iris ihren Kopf schon fast gegen den der Richterin und schnurrt noch etwas mehr. Es ist ein sanftes Vibrieren, das J.B. durch und durch geht.
Und dann, schnauft Iris, gegen ihren Hals und J.B. seufzt leise.
„Geh ich richtig in der Annahme,“ raunt J.B. leise, „dass wir hier grad am Kuscheln sind?“

CAPTAIN IRIS

Alles, was ich auf diese Frage zustande bringe, ist ein schwaches Nicken, meine Wange, nach wie vor, dicht an ihrer, meine Nase, im roten weichen Haar meiner Lady Judge vergraben.
Sie muss verrückt sein. Und immer noch diese langsame Musik.
Dann mit einem mal wechselt die Musik wieder zu schnell und ich reisse mich – meinen weichen Knien zum Trotz – aus der Schwindel erregenden Umarmung, fasse J.B. Mc Brides Hand und ziehe sie mit mir zur Bar.

ZURÜCK IN FORT KERIUM

Richterin Mc Bride steht auf dem Sattel des Turbomulis, hat schon den Rand des Dachs umklammert, geht dann noch mal in die Knie, dreht mit ihren Händen Iris Kopf, die Schmiere steht, zu sich und drückt ihr einen kurzen Kuss auf die Krann-Nase, haucht ein: „Gute Nacht Captain...“ dann macht sie, dass sie in ihr Zimmer kommt.

CAPTAIN IRIS

Ich brauche ganze drei Minuten, um mich wieder bewegen zu können, dann schwinge ich mich auf mein Turbomuli und sorge dafür, dass auch ich in mein Bett komme. – Dabei, würd ich viel lieber in das des Lady Judge...













SUNDAYMORNING HANGOVER
oder zu deutsch
SONNTAGMORGEN KATZENJAMMER

HANDLEBARs SALOON 10:00h ORTSZEIT

Iris, sitzt an der Theke, den Kopf in die Hände gestützt, die blauen Haare, hängen ihr ins Gesicht und verdecken mehr schlecht als recht ihre Augenringe: „Handlebar, gib mir was zu essen... was LEBENDES bitte!“
Mit einem kritischen Blick, auf Iris, gibt der die Bestellung an die Küche weiter. Handlebar, hat heute früh bemerkt, dass ihm eine Flasche Starblazer fehlte; als er Iris vorhin sah, war ihm auch klar, wo die Flasche hingekommen war.
„War die Party nicht gut, Iris?“ Handlebars Tonlage, ist nahe an sehr besorgt.
Der Captain nickt: „Beinahe zu gut...“
Der Rigelaner blickt Iris fragend an.
„... nun ja,“ Iris' Essen kommt und Handlebar, stellt es vor sie hin, „wir haben getanzt und ge...sozusagen geknutscht. Wenn auch auf Krann-Art...“
„Und, was soll daran schlecht sein, Captain?“
„Ach Handlebar, was bitte, soll ich davon halten? Hält sie mich nur für ne überdimensionale Schmusekatze – oder, WEISS sie was sie tut? Und WENN sie's weiss; ist ihr dann bewusst, dass ich nur hier Urlaub mache? Und wenn...gesetzt den Fall,“ hier piekst Iris entschieden ihre Gabel in ihr Essen, das mal wieder die Flucht zu ergreifen droht, hebt es hoch und beisst genüsslich hinein, „Gesetzt den Fall, dass wir zusammen kommen...“ hier fügt sie noch mit vollen Mund nuschelnd an: „Ich werde drauf gehn, vor Liebeskummer, Sehnsucht, wenn ich hier wieder wech muss...“
Handlebar, seufzt tief, legt Captain Iris dann seine grosse Hand auf die Schulter und bestimmt: „Geniess es doch einfach, Captain!“

CAPTAIN IRIS

DAS, sagt sich so leicht, wenn man nicht in meiner Haut, beziehungsweise Fell steckt...
Hm, was auch immer mir Handlebar da serviert hat... Mir, schmeckts!
Noch schön warm, ein wenig zuckend und offensichtlich sowas wie ein grosses Insekt... BÖRKS! Ich, sollte mein Essen nicht analysieren... Nein, wirklich nicht!
Schmecken, tut es mir dennoch. HOFFENTLICH, kommt meine Lady Judge nicht ausgerechnet jetzt!
„Was ist das eigentlich, Handlebar?“ Frage ich den grünen Hünen neugierig.
Er grinst mich breit an und erkundigt sich ZU freundlich: „Erst essen, oder willst du's gleich wissen?“
Ich grinse zurück, beisse noch einmal in das Ding. Innen, ist dessen Konsistenz leicht cremig, mit knusperigen Einlagen...
Und schmecken, tut's nach – ja, nach was denn eigentlich?
„Nun komm schon. Sag es mir... Ich mag es ja so oder so...“
Handlebar grinst noch ein bisschen breiter: „Ist eine Art Made...“ er macht eine kurze Pause und ich komme ihm zuvor: „Ach, dann ist das Knusperzeugs, was, wo ein anderes Tierchen rein gelegt hat?“ Ich kenne so Essen, zur Genüge, von meinen Undercover Missionen und Verhandlungen, mit und bei den Krann...
Er blickt mich entgeistert an, nickt und ich stopfe mir noch nen Bissen in den Mund.

HANDLEBARs THEKE

Der Saloonbesitzer, schüttelt den Kopf. Er hat das DING, auch probiert, getreu seinem Vorsatz, nichts zu servieren, was er nicht gekostet hat. IHM hatte es nicht gemundet.
Und diese Frau da, Iris, stopft es regelrecht in sich hinein.
„Trefft ihr euch heute?“
Iris nickt: „Später, zum Fliegen...“
„In deinem Zustand?“
„ICH, flieg ja nich...“ der Captain grinst und schlingt das letzte Restchen des Dinges hinunter.
Handelbar nickt zustimmend und stellt ihr einen neuen Kaffee hin.



BACK TO THE FUTURE

RAUMHAFEN, SPÄTERER NACHMITTAG, VOR LIZZY

Richterin Mc Bride, steht neben dem Jäger. Sie, hat den Check bereits durchgeführt und abgeschlossen, eigentlich, ist alles startklar. Nur der Captain fehlt noch.
Als J.B. Iris auf sich zu kommen sieht, zuckt sie beinahe erschrocken zusammen. Der Captain sieht irgendwie, nicht gut aus. So geknickt. Sie geht nicht, sie schlurft und ihre blauen Haare hängen ihr wirr in die Augen. Dann hebt Iris ihren Blick und sie sieht J.B.. Iris strafft ihre Haltung und ein schüchternes Lächeln erscheint auf dem Gesicht des Captains, als sie bei der Richterin, anlangt: „Hi, Lady Judge...“
„...Captain, Iris, WAS ist los mit dir?“

CAPTAIN IRIS

Ich starre sie an, versinke für einen endlos langen Moment in ihren Kornblumen-Augen und entgegne: „Nichts, nichts... Bitte, lass uns fliegen...“ Die Lady Judge mustert mich noch einen Moment, dann springt sie auf den Flügel – bewundernswert, wie schnell sie das konnte.
Und binnen Sekunden ist sie in der Kanzel. Ich klettere ihr hinter her. Heute, mag ich nicht springen.
Ich kann ihr ja nicht mal wirklich unter die Augen treten, nach gestern...
Ich hab mich da, in doppeltem Sinne, gehen lassen.
Und dann startet sie Lizzy, ich fühle das sanfte Vibrieren, ein leises Schnurren... Ja, ich mag mein altes Mädchen. Ich lehne mich zurück, schliesse meine Augen und überlasse alles andere meiner Lady Judge.
Sie ist eine gute Pilotin.

LIZZYs KANZEL, IRGENDWO IM WELTRAUM, UM NEW TEXAS

Richterin Mc Bride, wirft einen Blick auf Iris, die immer noch, mit geschlossenen Augen, entspannt in ihrem Sitz – beinahe liegt. Sie sieht hübsch aus, der Captain.
„Schläfst du Captain?“
„Noch nicht...“ die Stimme von Iris, ist bereits wieder nahe an diesem Schnurren, wo J.B. so mag.
„Sag mal,“ die Stimme der Richterin, klingt interessiert und freundlich, „wieso, fliegst du eigentlich, ein so alt... ,spezielles, Jäger-Modell?“
Iris kichert leise, und meint dann: „Hab sie übernommen, von meinem Ausbilder, damals, war sie hochmodern. Ich meine, als ich an Bord kam, war meine Lizzy das!“
Die Richterin, parkt den Jäger in einem stationären Orbit und fragt weiter: „Und weshalb, wurde dir kein neueres Schiff zugeteilt?“
Iris grinst und schnurrt: „Weil Lizzy NICHT der Spaceforce gehört. Sie, ist meine Lady!“
Richterin Mc Bride blickt fassungslos zum Captain: „DEIN Jäger?“

CAPTAIN IRIS

„Ja,“ schnurre ich, „Lizzy, is mein Mädchen, MEINE LADY...“
Und dann, beginne ich zu erklären: „Hab sie, sozusagen, als Entschädigung, für die schief gelaufenen Experimente bekommen... UND, als man mich BAT, wieder in den Verein einzutreten, war MEINE Bedingung, dass ich sie behalten darf. Ein Krann, fällt weniger auf, in so 'nem Jäger. Zu dem, hat sie die neuste Bewaffnung. Die wird von der Spaceforce bezahlt...“ hier lache ich rau auf, „... Ich bin nicht schlecht im Geschäfte machen, weisst du Lady Judge!“
Sie lacht leise. Und dann klappt sie ihr Visier endlich hoch und fragt: „Und was hast du in der Zeit gemacht, wo du nicht im Verein warst?“

LIZZYs KANZEL

Die nächsten Worte Iris', jagen J.B. Mc Bride einen Schauer über den Rücken, denn sie sagt es mit einem Unterton, der nach purer Jagdfreude klingt: „Schurken gejagt! War Kopfgeldjäger!“
Dann lacht der Captain und fügt wehmütig an: „Ich mochte den Job... hier, könnt man auch davon leben, in dem Raumsektor, mein ich!“
J.B. grinst und entgegnet amüsiert: „So so, du würdest mir also gerne noch mehr Arbeit anschleppen?“
Dann, lachen beide Frauen.
„Las uns zurückfliegen und bei Handlebar essen!“ Schlägt J.B. dann vor. Iris nickt und legt sich wieder in ihrem Sessel zurück.


OH, SHUT UP CAPTAIN!

CAPTAIN IRIS

Ich hebe meinen Blick und – zack – falle ich in zwei dunkelblaue Seen...
Meine – wenn sie's denn wäre – Lady Judge sitzt mir gegenüber, in unserer üblichen Ecke, an unserem üblichen Tisch und löffelt ein Eis. Sieht lecker aus!
SIE – nicht das Eis! Ich muss lernen, mich besser zu kontrollieren. – Nur, in der Nähe des Lady Judge, fällt es mir so unendlich schwer...
Mein Eis schmilzt in seinem Becher, vor sich hin, derweil ich J.B. anstarre... und ICH dahin schmelze, als sie mich anlächelt. Ihre Stimme streift meine Sinne, Krann und die menschlichen, als sie mich leise fragt: „Ist was Captain? Du hast dein Eis ja nicht angerührt!“ leise Sorge scheint darin mit zu schwingen.
Ich schüttle abwesend den Kopf, bitte sie: „Fliegst du morgen wieder mit mir, Lady Judge?“
Sie blickt mich einen Augenblick verwirrt an und legt dann ihre Hand auf meine, die zwar nach wie vor, den Löffel umklammert hält aber, auf dem Tisch liegt. Der Löffel klirrt leise, als ich ihn loslasse und meine Finger zwischen ihre schiebe.

HANDLEBARs SALOON, LADYs TABLE

Richterin Mc Bride, verschlingt ihre Finger mit denen des Captains, blickt Iris dabei forschend an – und muss unwillkürlich grinsen, als sie deren verzückten Gesichtsausdruck sieht.
„Bringst du mich nach dem Kaffee nach Hause?“ J.B. Mc Brides Stimme klingt erstaunlich sanft.
Iris, hebt den Kopf ein wenig, sucht den Blick der Richterin und nickt.
Dann winkt sie mit der freien Hand, nach dem Saloonbesitzer.
Als Handelbar an den Tisch kommt, er hat bereits zwei Kaffees dabei, – er weiss, was seine beiden Ladys wünschen – fällt sein Blick auf deren Hände.
Er gestattet sich erst ein breites Lächeln, als er den Kaffee vor die zwei hingestellt hat und sich bereits Richtung Theke umgewandte. Dafür, war es um so breiter. Wurde ja auch langsam Zeit. SO schüchtern, kannte er Iris sonst nicht.

CAPTAIN IRIS

Mein Kaffee wird langsam kalt, weil ich ihn dermassen langsam trinke. Ich WILL ihre Hand nicht loslassen, – Am liebsten nie wieder – sie ist so warm und erstaunlich weich.
Himmel! Wann, bitte schön, hab' ich mich so furchtbar unwiderruflich, in sie verliebt?
Ich fürchte, dass ich es bereits vom ersten Moment an war.
„Captain... Iris!“ Die Stimme meiner Lady Judge unterbricht meine Grübelei.
„Verzeihung, Lady Judge! Ja?“ beeile ich mich zu sagen.
Sie lächelt mich an und stellt mit sanfter Stimme fest: „Dein Kaffee, wird kalt. UND, du kannst mich auch während du trinkst angucken...“
Ich werde schlagartig rot und nuschel: „Tschuldige Judge...“
J.B. lächelt mich an.

UNTERWEGS ZUM HEIM DER RICHTERIN, AUF UMWEGEN

Iris, hatte es zu J.B.s Amüsement, am Ende, doch noch geschafft ihren, mittlerweile kalt gewordenen Kaffee zu trinken. Wenn sie dabei auch ihr Gesicht verzogen hat und die Nase gerümpft.
Und nun haben sie, in stillem Einvernehmen, beschlossen, den Heimweg der Richterin zu einem langen Spaziergang auszudehnen.
Kurz, nach dem, sie den Saloon verlassen hatten, hat sich J.B. Mc Bride erneut die Hand des Captains geschnappt und dann waren sie los geschlendert.
Iris, ist dabei zusammengezuckt. J.B. hat es ganz genau gesehen.
Langsam, fragt sie sich, ob Iris wohl kein Interesse an ihr hat.

CAPTAIN IRIS

Seufz! Meine süsse Lady Judge hält meine Hand – nicht ich ihre. Mal was anderes. Sonst, bin ich doch immer die Forsche.
Leider, werden wir wohl mal zu ihrem Elternhaus müssen – wir spazieren jetzt schon beinahe zwei Stunden, durch Fort Kerium, langsam, wird es verdächtig, denn SO gross ist das Kaff nun wirklich nicht.
Wir stehen also in der Gasse, wo ich gestern – war das wirklich erst gestern? – meinen Turbomuli parkte.
Und immer noch hält sie meine Hand. Schön.
Jetzt, stellt sie sich vor mich, blickt mich mit ihren Kornblumenaugen forschend an und es sieht aus, als koste sie, das was nun kommt sehr viel Überwindung: „Captain, Iris...“
Meine Lady Judge, braucht eindeutig etwas Aufmunterung. Ehe ich mir bewusst werde, WAS ich da tue, streiche ich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schnurre halb: „Hm, Ja?“
Nun, blickt sie mich wie ein geprügeltes Katzenjunges an und rückt dann DAMIT raus:
„Magst du mich nicht? Ich meine: SO RICHTIG?“
ZACK! Der Tiefschlag sitzt.
Ich weiss mir nicht zu helfen, packe, irgend wie von meinen Gefühlen getrieben, ihre Hand, auch noch mit meiner anderen und stottere: „Ich... ich... DICH nicht Mögen? Viel mehr als das... ICH...“

IMMER NOCH IN DER GASSE

Iris stottert vor sich hin und J.B. wird das ganze zu blöd. Sie legt eine Hand an die Wange des Captains und raunt: „Ach halt einfach die Klappe, Captain...“ Dann rückt sie einen Schritt näher, streckt sich ein wenig und drückt Iris, einen Kuss auf. Einen richtigen Kuss.
Iris scheint einen Moment, wie vor Schock gelähmt, dann schlingt sie einfach ihre Arme um J.B. und erwidert den Kuss.
Und dann – reisst sie sich los und stürmt davon.
Die Richterin, blickt ihr einen Augenblick hinterher.
Und verschwindet dann grinsend in ihrem Haus.
Diese Katze, würde sie sich wohl einfangen müssen.



















MIT SÜSSEM, FÄNGT MAN KATZEN

CAPTAIN IRIS

Verdammt, verdammt, verdamm' mich einer!
Wobei, DAS haben diese, ach-so-lieben Wissenschaftler, – Genklempner – ja eigentlich schon getan...
Mir ist es ja egal, wenn ich mich bei so was, wie Wutanfällen, Fliegen, Training verwandle.
Aber doch nicht bei Sachen, wie Küssen, Knutschen – Sex!
Ohne Lippen küsst es sich so schlecht...
Krann, tun so was ja nicht – KÜSSEN – nicht Sex! Den, haben sie schon... Und er ist grossartig.
Wo, bin ich hier eigentlich?
Slims Praxis?!
Bin ich wirklich soweit gelaufen? Muss wohl.
Und weshalb genau, bin ich hier her gelaufen?
„Captain Irris? Was tun sie hierr?“
„Das, lieberr Doc, frrag ich mich auch...“ Slim, deutet mir an, ich solle rein kommen.
Ich nehme an und setze mich im Wartezimmer auf eines der beiden Sofas. Ich höre ihn etwas rumoren und dann bringt er mir nen Kaffee.

DOC SLIMS WARTEZIMMER

Slim, hat den Captain, in seine Praxis verfrachtet. Denn die gute Iris, macht auf ihn einen verstörten Eindruck: Ihre spitzen Ohren zucken nervös, die Schnurrhaare zittern und ihr Schweif peitscht wild hin und her.
Doc Slim, macht sich wirklich Sorgen, daher kocht er erst mal einen Kaffee für sie.
„Was ist passierrt?“ schnurrt er nun sanft, als er sich ihr gegenüber, auf die andere Couch setzt.
Iris blickt ihn, in ihrem Gesicht, das Krann-Pendant zu einem bescheuerten Grinsen, an und schnurrt kehlig: „J.B. Mc Brride, die Lady Judge, hat mich geküsst...“ dann wechselt ihr Ausdruck, zu verzweifelt: „... und ich Depp, rrenne davon...“ ihr Nackenfell sträubt sich, als sie verlegen anfügt: „Wenn ich erregt bin verrwandle ich mich manchmal...“
Doc Slim atmet auf... Also nur ein Missverständnis. Er zeigt alle seine Zähne, als er grinst: „WAS, Captain tust du dann hierr? Husch, zurrück zu deinem Judge...“ er macht eine scheuchende Geste mir der Hand, „sie WEISS, was du bist, WERR du bist! Und sie HAT dich GEKÜSST!“
Iris starrt ihn einen Augenblick verwirrt an, springt dann auf und hastet davon.

CAPTAIN IRIS

Slim, hat ja recht: Was soll dieses idiotische Benehmen meinerseits?
Mir ist ganz einfach eine Sicherung durchgebrannt.
DAS, schreit nach einer grossen Entschuldigung, bei meiner süssen Lady Judge!
Hm, ich befrage mein Pilotenarmband, nach der Zeit: Zweiundzwanzig Uhr dreissig.
Bis Dreiundzwanzig Uhr schaff ichs nach Fort Kerium. Nix wie los!
Und was sage ich ihr?
Die Wahrheit, wird wohl das beste sein. Wer weiss, vielleicht, gibt mir meine Lady Judge, dann noch einmal Bewährung...

FORT KERIUM, DACH DER VERANDA, VOR DEM ZIMMER J.B. MC BRIDEs

Der Captain, sitzt zusammen gekauert unter dem Fenster und traut sich nicht, sich bemerkbar zu machen, doch J.B. Mc Bride weiss längst schon, dass sie da draussen sitzt. Das rhythmische Wischen, des Krann-Schweifs, hat Iris verraten. Als sich nach weiteren drei Minuten, immer noch nichts tut, schleicht sich J.B. Mc Bride zu ihrem Fenster, beugt sich so lautlos, wie es ihr möglich ist, etwas hinaus und haucht der abwesenden Iris, in eines ihrer Krann-Ohren: „Würdest du nicht lieber rein kommen, Captain?“
Iris, zuckt erschrocken zusammen und fährt herum: „Was?!“


CAPTAIN IRIS

Ich falle beinahe vom Dach, als J.B. mir in mein Ohr haucht. Erstens, weil sie mich wirklich erschreckt hat und zweitens, weil sie mich, doch tatsächlich rein bittet.
Ich fahre herum und starre sie erst ungläubig, dann verlegen an. Leise sage ich: „Bitte verzeih mir ich wollte dich nicht einfach so stehen lassen...“ mein Blick sucht den ihren und im Halbdunkel, der Nacht, sehe ich einen weichen Glanz in ihre Augen treten, als ich fort fahre: „ Ich habe mich vor mir selbst erschrocken... die Verwandlung...und der letzte Mensch, mit dem ich... er fand es...“ Sie legt eine Hand an meine Wange und streichelt mit den Fingern ihrer anderen, sanft über eines meiner Schnurrhaare und murmelt: „Wie küssen...“ sie wiederholt ihre sanfte Berührung an einer anderen Vibrisse,ich schliesse die Augen und schnurre leise. „Wie tun Kranns das?“ Ihre Stimme zittert schwach und sie haucht in mein Ohr: „Ich meine... inniger?“ Ich erschauere und greife ihre Hand, die immer noch an meiner pelzigen Wange liegt, führe sie an meine Schnauze, öffne meine Augen halb, versinke in ihren kornblumenblauen und lasse meine raue Krann-Zunge um einen ihrer Finger gleiten.
Meine Lady Judge, gibt ein leises süsses Geräusch von sich und spreizt ihre Finger etwas.
Ich lecke über den nächsten, ihrer schlanken Finger. Dann reisse ich mich mühsam los und schnurre tief und kehlig: „Gilt das Angebot noch, darf ich rein kommen, Lady Judge?“




KISSES AN' WHISKERS

LADY JUDGE MC BRIDEs ZIMMER

Iris fragt, ob das Angebot noch gelte, J.B. nickt und tritt vom Fenster zurück: „Bitte...“
Der Captain klettert durch das Fenster, dreht sich kurz um und schliesst es. Dann wendet sich die Krann, langsam ihrer Richterin zu, mustert sie im halbdunkel des Zimmers und schnurrt, tief dunkel: „DAS, ist eindeutig KEIN Zelt...“ J.B. errötet schwach und senkt den Kopf, beinahe verlegen, „... Du bist...“ Iris, legt ihre Hand sanft unter J.B.s Kinn und hebt es an, ihre reflektierenden Augen versinken in denen der Richterin, „... so wundervoll, Lady Judge.“ Und dann schmiegt der Captain ihre Wange an die der Richterin, zieht sie in eine sanfte, aber feste Umarmung und J.B. schmiegt sich an Iris, vergräbt ihre Finger tief in dem weichen Fell, an Brust und Nacken und reibt dann ihre Wange gegen die des Captains.

CAPTAIN IRIS

Dieser Anblick, dieses Gefühl. Kein Zelt. Ein sie sanft umfliessendes, seidenzartes, dunkelblaues Nichts.
Es lässt ihre schöne weisse Haut noch mehr leuchten und raubt mir ganz neben bei den Rest meines Verstandes. Und ich schnurr Blödsinn und Komplimente. Dann liegt sie mit einem mal in meinen Armen, ihre Wange an meiner ihre Hände in meinem Fell und als sie ihre Wange gegen meine reibt, gegen meine Schnurrhaare, steigt mein Schnurren zu einem dunklen Grollen an.

IRGENDWO, NEBEN DEM BETT

J.B. erschauert, dieses grollende Schnurren, geht von Iris aus, direkt durch ihren Körper und wird zu einem Glühen in ihrem Magen. Sie schmiegt sich dichter an Iris, zögert einen winzigen Augenblick, ehe ihre Hand von deren Brustfell löst, nur um mit den Fingern erneut, über Iris Schnurrhaare zu streichen.
Etwas streicht in eben dem Augenblick an ihrem Bein entlang. J.B. blickt verwirrt nach unten und seufzt dann leise als der Krann-Schweif erneut über ihren Unterschenkel streicht; und sie lehnt sich fester in die Umarmung und gegen den Captain.

CAPTAIN IRIS

Meine Lady Judge lehnt sich fest gegen mich, ihre Hände machen mich verrückt, streicheln meine Schnurrhaare und kraulen meinen Nacken. Seit Ewigkeiten, hat das niemand mehr getan. Mich so intim berührt.
Ich habe es nicht mehr zu gelassen.
Und dann, kommt sie: Ein rothaariger Wildfang, mit Kornblumen-Augen.
Mein Herz springt ihr entgegen, ich schiebe meinen Arm unter ihre Knie, den anderen um ihre Taille, hebe sie hoch und lege sie sanft auf ihr Bett.
Sie schlingt ihren Arm wieder um meinen Nacken, zieht mich halb zu sich auf das Bett und schickt mir einen seltsamen Blick zu; legt dann ihre Lippen auf eine meine Lefzen und – ich grolle, tief aus meiner Brust.
Bei allen Kriegsgöttern! KÜSST sie mich gerade?!
Ich fühle wie meine Verwandlung sich selbstständig macht; und dann liegen meine Lippen auf ihren und wir küssen uns. Langsam, sanft, zärtlich... ich will sie nie mehr hergeben müssen. Bitte!

J.B.s BETT, JETZT UND SPÄTER

Iris, hat sich in ihr menschliches Ich verwandelt und sie küssen sich. Als sie nach Luft ringend, atemlos, dicht aneinander geschmiegt aus dem innigen Kuss auftauchen, raunt der Captain in J.B.s Ohr: „Ich weiss nicht, ob und wie lange...“
„Halt die Klappe!“ J.B. klingt etwas verwaschen, sehr ernst und sanft, „Küss mich einfach... und wenn du Krann bist: Mach halt was anderes...“ dann zieht die Richterin Iris, in einen weiteren, sehnsüchtigen Kuss.
Und als nach einem weiteren endlosen Kuss, eine Krann bei ihr im Bett liegt, krault J.B.s Hand in deren Nacken einfach weiter und ihre Zunge gleitet neugierig an den scharfen Raubtierzähnen entlang.
Iris' Schnurren hängt wie eine weiche Decke über ihnen.


WILDKATZEN

ZIMMER UND BETT DER RICHTERIN, MORGENS 6:00h ORTSZEIT

Sie gähnt und streckt sich genüsslich und stupst dabei an etwas weiches, flauschiges. Ein strahlendes Lächeln breitet sich auf dem Gesicht der Richterin aus, als sie sich herumdreht und sich an die Krann kuschelt: „Du bist noch da...“
Iris lächelt, wobei sie ein paar ihrer weissen Fänge entblösst und raunt: „Natürlich, bin ich noch hier. Genau hier, gehöre ich doch hin, Lady Judge.“ J.B. Mc Bride richtet sich auf den Ellbogen auf und fragt leise: „Wirklich?“
„Ja! Das heisst: Wenn du das möchtest, J.B....“ Iris' Stimme klingt leicht unsicher.
Die angesprochene nickt mit einem Lächeln: „Das möchte ich wirklich gerne...“

CAPTAIN IRIS

„Aber?“ vollende ich ihren Satz sanft. Sie lächelt verlegen, streicht über eine meiner Vibrissen und erklärt mir: „Wenn mein Vater dich erwischt, ist die Hölle los...“ Dann seufzt sie tief und ich lecke erst mal zärtlich über ihren Hals und schnurre: „Schon gut...Lady Judge...“
Meine schöne Richterin seufzt: „Ich brauch eine eigene Wohnung... dringend!“
„Hm...“ mach ich und lasse meinen Schweif über ihren Oberschenkel streichen, „... Erst mal, haben wir ja noch mein Zimmer im Saloon...“
„Ist das eine Einladung?“
Ich grinse und Nicke: „Oh ja, und was für eine... my Lady!“
Ihre Antwort ist ein leises Kichern und sie krabbelt dabei auf mich, ich ziehe sie fest in meine Arme.
Eine halbe Stunde später, betrete ich äusserst gut gelaunt und in menschlicher Gestalt, Handlebars Refugium.

HANDLEBARs SALOON 7:30h ORTSZEIT

Handlebar beobachtet mit einem breiten Grinsen, wie Iris ihren dritten Teller Rrrosharr verschlingt. Sie sind beide noch alleine im Saloon, was wohl auch dazu beiträgt, dass sie das tut.
„Na, hattest wohl eine angenehme Nacht Captain?“ Die Stimme des Rigelaners klingt äusserst interessiert und sein Grinsen, ist so breit, wie selten.
Iris, streckt ihm die Zunge raus und isst dann seelenruhig weiter.

CAPTAIN IRIS

Ich grinse in mich rein: Was der Rigelaner, wieder alles wissen will...
Ob ich eine Bemerkung fallen lasse?
Oh ja! Genau!
„So viel ist sicher: Ich, bin nicht die einzige Wildkatze hier...“ ohne von meinem Teller aufzublicken, tief geschnurrt.
Ich kann hören wie er beinahe das Glas, das er eben poliert fallen lässt und grinse mir einen.
Dann hat er sich auch schon wieder im Griff und feixt: „Ach, daher die Kratzer an deinem Arm?“
Ich hebe endlich den Blick, zumal mein Teller eh leer ist und betrachte mir meinen Arm: Da sind tatsächlich einige Kratzer.
Got'cha!
DAS, gefällt mir... sogar mehr als sehr!


SONNENBAD

CAPTAIN IRIS

Jetzt ist früher Nachmittag – und ich bin im siebten Himmel gelandet.
So ziemlich gleich nach dem Frühstück, begann meine Reise dahin:
Ich hatte eben den letzten Bissen geschluckt, als die Saloontür zischte und Handlebars Augen, beim Blick dahin, immer grösser wurden. Ich, konnte natürlich, meine Neugierde nicht zügeln und drehte mich um – und fiel beinahe von meinem Barhocker. Aber eben nur beinahe. Dafür, stolperte ich dann äusserst unelegant, als ich auf meine Lady Judge zu eilte – fiel ihr geradewegs in die Arme.
Was, trug sie auch nur Jeans und Top, samt der Pilotenjacke von neulich?
Und, als wär's das normalste der Welt, drückte sie mir, kaum hatte sie mich aufgefangen, einen Kuss auf die Wange, schob mich ein wenig von sich weg, hob den Fresskorb wieder hoch und befand: „Ich war so frech, mir für heute Frei zu nehmen! Fliegen?“
Natürlich, stimmte ich ihr zu.
Und jetzt, nach einem langen, ausgiebigen Flug, dösen wir in Lizzys Schatten, auf meinem geliebten Hochplateau, friedlich vor uns hin.

HOCHPLATEAU, LIZZYs SCHATTEN

J.B. Mc Bride, kuschelt sich noch ein wenig dichter an ihr grosses, flauschiges Kissen, namens Iris. Dann vergräbt sie ihre Hand im dichten Brustfell der Krann und krault sanft. Ein glückliches Lächeln erscheint auf dem Gesicht der Richterin, als Iris ein zufriedenes Schnurren von sich gibt und leise fordertet: „Bitte nicht aufhören...Lady Judge...“
Natürlich, tut ihr J.B. den Gefallen. Und erst, nach einer Weile fragt sie leise: „Was, wollen wir heute noch so anstellen, Captain?“
Der Arm der um ihre Schultern liegt, fasst sie ein wenig fester und Iris schnurrt dunkel: „Hm, ich weiss, was ICH noch tun werde: Die schönste Frau New Texas, zu einem Abendessen einladen, sie danach auf mein Zimmer bitten und ihr meine Briefmarkensammlung zeigen...“

CAPTAIN IRIS

Meine Lady Judge lacht verlegen und bekommt tatsächlich rote Wangen – sie ist so hübsch!
Ich grinse und winde mich so unter ihr hervor, dass sie nun halb unter mir, auf der weichen Decke liegt. Noch während ich mich über sie beuge, verwandle ich mich zurück und dann – ja, dann küsse ich sie.
Sehr sanft und sehr schüchtern. Ich bin ja so verliebt in sie.



SELBER ZEITPUNKT, SELBER ORT

J.B. schmilzt dahin, einfach so. Wie, kann eine FRAU, nur so küssen?
Aber, muss Iris immer so schüchtern sein?
J.B. Mc Bride, entschliesst sich, für etwas mehr Nähe zu sorgen – Iris, mag ja eine Frau sein, aber auf gewisse Dinge reagiert sie eindeutig, wie ein Mann. DAS, hat die Richterin letzte Nacht zu genüge herausgefunden!
Und ihre Rechnung geht auf: Als sie sich ganz unter Iris schiebt, ihr eine Hand in den Nacken legt und die andere, ohne grosse Umstände auf den – wie J.B. findet – süssen Hintern des Captains, wird deren Kuss nicht nur tiefer und fordernder, sondern sorgt ganz neben bei auch dafür, dass J.B.s Hirn, kurzzeitig die Flucht ergreift.

CAPATIN IRIS

Oh, es fühlt sich so gut an, sie zu küssen. Sie schmeckt so köstlich – süss, wie Zuckerwatte.
Und sie ist so weich, anschmiegsam und – gerade sehr Leidenschaftlich.
Ehm... WAS, tut sie da? Was, tut ihre Hand mit meinem Hintern?
Ich beschliesse, nicht drüber nachzudenken – ginge sowieso nicht: mein Verstand, hat nämlich so eben seine Koffer gepackt – und mich stattdessen in den Kuss zu stürzen.
Als ich den Kuss löse, da wir wohl oder übel atmen müssen, bemerke ich, dass ich mich neben ihrem Kopf, auf einen Ellenbogen stütze und meine andere Hand sich unter ihr Top geschlichen hat.
Unsre Blicke treffen sich und schon wieder, sind wir in einen leidenschaftlichen Kuss verstrickt.
Und mein Verstand, schlägt, ziemlich laut, die Tür hinter sich zu...


BRIEFMARKEN ODER EBEN AUCH NICHT

J.B. MC BRIDEs ELTERNHAUS, GEGEN 19:00h ORTSZEIT

„Es ist mir egal, was sich schickt und was nicht!“ Die Richterin war ausser sich, um genau zu sein kochte sie vor Wut, „Ich. Bin. Volljährig. Richterin! UND, sie ist meine Freundin. Ende der Diskussion!“ bestimmt, ohne schreien, ohne toben, richtig erwachsen eben.
Und sie rauschte aus der Tür, zog diese, sich mühsam beherrschend, ruhig hinter sich zu.
Dann atmete sie erst einmal tief durch.
Drinnen starrte ein verärgerter Angus Mc Bride auf die Tür. Was, fiel seiner Tochter eigentlich ein: Zog in den Saloon, nur um mit ihrer neuen Besten-Freundin zu übernachten, wie ein Teenager. Konnten die das nicht hier? Hier, in seinem Haus, wo er sie kontrollieren konnte?

CAPTAIN IRIS

Ich liege auf meinem Bett, als es ziemlich laut an meine Tür klopft.
Aufspringen, Tür aufreissen, meine zornbebende Lady Judge in die Arme ziehen, Türe zuschlagen, ihre Tasche in ne Ecke werfen – alles, beinahe in einer Bewegung.
J.B. schmiegt sich an mich, krallt ihre Hände in mein Uniformshirt und presst dann ihre Lippen auf meine, schiebt mir, ihre Zunge in den Mund und küsst mich verzehrend. Und – natürlich, verwandle ich mich.
Man sollte meinen, dass sie da von meiner Schnauze ablassen würde, aber nein: Sie drängt sich nur fester gegen mich, leckt über meine Raubtierzähne, stupst an meine raue Krann-Zunge und stöhnt im selben Augenblick, heiser auf.
Ich gebe es ungern zu, aber ich bin etwas überfordert und mittlerweile auch willenlos. So, lasse ich mich von ihr auf mein Bett dirigieren; und schon sitzt sie auf meinem Schoss.
Wer auch immer, sie so in Rage gebracht hat, er darf es meinetwegen, gerne wieder tun...

IRIS' ZIMMER, GEGEN 20:00h ORTSZEIT

Der Captain, liegt unter J.B. windet sich, krallt sich fest und erwidert den atemlosen Kuss, indem sie J.B.s Zunge mit ihren spitzen, scharfen Zähnen einfängt. Als die Richterin ihr Knie zwischen Iris' Beinen platziert, vergräbt diese ihre Hand in den roten Haaren der Richterin und zieht sie sanft von ihrer Schnauze weg, schnurrt dabei grollend, mühsam ein Keuchen unterdrückend: „Ich will dich nicht beissen...zumindest nicht in deine talentierte Zunge...“
J.B. gibt ein unwilliges Knurren von sich, reisst ihren Kopf nach unten und schlägt ihre Zähne in Iris Hals, so fest, dass sie sogar durch das Fell dringen.

CAPTAIN IRIS

Ooookay, sie beisst mich. In meinen Hals. Und, sie knurrt.
„Meeehrr!“ höre ich mich fordern. In reinstem Krann.
Ich kralle mich in ihren Arm, den sie neben meinem Kopf abstützt und presse mich gegen ihr Bein. Meine andere Hand, rutscht über ihren Rücken, schiebt sich in ihre Jeans, entlockt ihr ein heiseres Stöhnen.
Womit, frage ich mich, habe ich nur so viel Glück verdient?
Ich drehe den Kopf, lasse meine raue Zunge über ihren Hals, ihr Ohr, ihre Halskuhle gleiten, stemme uns hoch, sorge dafür, dass sie unter mir liegt, lasse meine Zunge über ihre Schlüsselbeine gleiten und meine Lady Judge, hebt sich mir entgegen.

SELBER MOMENT, SELBE ZEIT

Iris, leckt über J.B.s Haut, knöpft ihr Top auf, lässt ihre Zunge weiter wandern und entlockt ihrer Lady Judge leise Seufzer, lässt sie erschauern.
Die Richterin, vergräbt ihre Hand in Iris' Nacken, krallt die Hand in das blaue Fell und zerrt daran, als die Krann ihre Zunge über ihren Bauch gleiten lässt.
Dann macht sich Iris an der Hose der Richterin zu schaffen, J.B. hebt sich ein wenig an und schon liegt die Jeans neben dem Bett.

CAPTAIN IRIS

Sie sollte einen Button tragen: Achtung Suchtgefahr!
Sie schmeckt wirklich köstlich. Ich liebe sie, ich liebe ihren Geruch und ich bin süchtig nach ihrem Geschmack. Das, bin ich schon seit letzter Nacht.
Meine Zunge macht sich eindeutig selbständig, genauso wie meine Hände und mein Schweif.
Meine Lady Judge hat die Augen geschlossen, den Kopf in den Nacken gelegt und stöhnt leise.
Und dann krallt sie sich an mir fest, schlägt ihre Zähne in meinen Unterarm, den ich neben ihrem Kopf abstütze, um einen Schrei zu dämpfen. Ich schiebe mich wieder nach oben, ertrinke in ihren verschleierten Kornblumenaugen. Sie schlingt ihre Arme um mich und ich bekomme endlich eine Rückverwandlung hin. Augenblicklich küsst sie mich.
Wann, bin ich eigentlich im gestorben und im Himmel gelandet?

EINE HALBE MINUTE SPÄTER

„Ich liebe dich...“ dunkel in J.B.s Ohr geschnurrt.
Die Richterin erschauert, lächelt und schmiegt sich dichter in die Arme des Captains, dann gurrt sie zurück: „Nein, ich, liebe dich!“












FEIERABEND


CAPTAIN IRIS

Fünf Tage. Ganze, verdammte, herrliche, wundervolle, unbezahlbare fünf Tage. Fünf Tage Himmel.
Genau so, fühle ich mich, als ich J.B. Mc Bride, MEINE Lady Judge heute, Freitagabend, in ihrem Büro abhole. Sie in meine Arme schliesse, hoch hebe und herum wirble, nur um sie dann dicht an mir nach unten gleiten zu lassen und ihr einen zärtlichen Kuss auf die Nase zu hauchen.
Keine von uns hat die Worte, seit Montag wiederholt und das werden wir auch nicht...
Ich hab nur Urlaub...
Und doch, waren und sind sie wahr.
Ich liebe sie.

ZWEI MINUTEN SPÄTER, IMMER NOCH IM BÜRO

J.B. Mc Bride schmiegt sich an ihren Captain, legt ihr die Arme um die Taille und seufzt leise in den sanften Kuss den sie gerade austauschen.
Sie blicken sich in die Augen und lächeln, ein glückliches sanftes Lächeln. Iris, streicht der Richterin durch die roten Haare, lässt sie sanft durch ihre Finger gleiten und flüstert dann andächtig: „Willst du morgen mit mir tanzen gehn, schöne Lady?“
J.B. errötet leicht, noch immer ist sie es nicht gewohnt Komplimente zu bekommen und so zuvorkommend behandelt zu werden; und nickt begeistert: „Oh ja! In die Dingo Bar!“

CAPTAIN IRIS

Süss! Meine Lady Judge wird wieder einmal rot. Ob sie weiss wie unglaublich hübsch sie dann aussieht?
Und sie freut sich über meine Bitte. Ich kann nicht anders: Ich ziehe sie wieder an mich, küsse sie verlangend und – es klopft?!
Wer auch immer das ist: Meine Lady Judge, Richterin J.B. Mc Bride, hat Feierabend!
Ich ziehe sie fester an mich, küsse sie noch einmal tief und entlasse sie dann widerstrebend aus meinen Armen.

SELBE ZEIT, SELBER ORT

J.B. klammert sich sofort wieder an den Captain, senkt ihre Lippen auf deren und murmelt dabei: „Erstens, ist abgeschlossen. Zweitens hab ich Wochenende..“
Iris grinst, überwindet die letzten Millimeter und küsst ihre Lady Judge. Als sie sich lösen, meint Iris nur: „Ob er freiwillig geht?“
„Wer?“
„Na Deringer!“
Die Richterin, starrt Iris verwirrt an: „Woher, weisst du das?“
Der Captain zuckt mit den Schultern: „Krann-Ohren, seine Schritte...“ dann widmet sie sich wieder den Lippen der Lady Judge.

CAPTAIN IRIS

Nur mit halbem Ohr, lausche ich dem wiederholten Klopfen – einmal rüttelt der Bürgermeister sogar am Türknauf – denn meine geliebte Richterin hat so eben entdeckt, dass meine Hose, hinten auch einen Reissverschluss hat. Hmmm, schnurrrr....
Und wo ich das nächste Mal, klar denke, weiss sie auch, WOZU, der Reissverschluss da ist.
Nämlich für meinen Krann-Schweif.
Ein kurzes konzentriertes Lauschen: „Der Störenfried, ist weg...“ schnurre ich, verwandle mich zurück und helfe meiner Schönheit dabei, zurück in ihren Kampfanzug zu kommen.


LET'S DANCE AGAIN

SAMSTAG ABEND, KURZ NACH EINBRUCH DER DUNKELHEIT

Richterin Mc Bride, schmiegt sich dichter an Iris' Rücken, vergräbt ihre Nase tief in deren blauen Fell atmet tief ein und seufzt dann traurig. Wieso, musste der Captain nur wieder weg? Konnte sie nicht hier bleiben?
Ihr Griff um Iris' Hüfte verstärkte sich und J.B. schmiegte sich fester an.
Den Captain geniessen, so lange sie konnte – und wenn es irgendwo im nirgendwo, auf einem Turbomuli ist.

CAPTAIN IRIS

Also, ich glaube, ich fliege noch ne Extra-Schleife...
Mein Schweif ringelt sich gerade um den Unterschenkel meiner Lady Judge, die mich beschnuppert.
Ob ihr bewusst ist, wie viele Krann-Verhaltensweisen sie an den Tag legt?
Beissen, schnuppern, kratzen, knurren und manchmal, schnurrt sie sogar...
Ich liebe es wenn sie all diese Dinge tut. Nicht, weil es Krann-Dinge sind, sondern, weil sie es unbewusst tut.
Es ist so neu und ein so wundervolles Gefühl, so geliebt zu werden, wie man ist.
„HEY!“
„Jaaaa?!“ grolle ich gegen den Fahrtwind an.
„Da WAR die Bar!“ Meine wunderschöne anschmiegsame Richterin klingt verwirrt.
Ich grolle nur: „Extrarunde...“ und schon schmiegt sie sich noch dichter an mich...

DINGO DANs DINGO BAR, NACH DER EXTRARUNDE

Richterin Mc. Bride springt vom Turbomuli und federt sich gekonnt ab.
Iris, landet nur einen Augenblick später neben ihr, deutet eine Verbeugung an, bietet J.B. ihren Arm an und gemeinsam, betreten sie die Bar.
Als einige Köpfe herum rucken, lässt die Richterin kurz Iris' Arm los, nur um ihr dann den ihren um die Taille zu legen und sich an ihre Seite zu schmiegen.

CAPTAIN IRIS

WAS, macht sie? Oh, bei allen Göttern, gleich schnurre ich hier los...
Dann hat sie nicht nur einen blauen Krann im Arm – nein, dann hat sie einen sich räkelnden, schnurrenden, blauen Krann im Arm!
Und zudem, grinse ich so verdammt breit, dass man mein GANZES Gebiss sieht...
NICHT guuuut... Wirklich nicht gut.
Ich schiele zu ihr runter und traue meinen Augen nicht:
Sie grinst.
Genau wie ich, von einem Ohr zum anderen. Und dann rutscht ihre Hand soweit hinunter, dass sie genau auf meinem Schweifansatz zu liegen kommt.
Ich lege ihr meinen Arm um die Schultern, die Fingerspitzen auf ihrem Schlüsselbein und funkle einen der Starrer mit zurückgelegten Ohren an: Er soll gefälligst aufhören, sie mit den Augen auszuziehen; egal wie heiss sie in dem kurzen Jeansrock und der dunkelgrünen Kurzarmbluse aussieht. MEINE Lady Judge!

EINIGE ZEIT UND EINEN STARBLAZER SPÄTER

Iris und ihr Lady Judge tanzen zu einem langsamen Stück, eng umschlungen, alles um sich vergessend. Da legt sich eine Hand auf Iris' Schulter, Iris legt die Ohren flach an den Kopf und faucht die hinter ihr stehende Person wütend an.
Respektvoll, aber nicht ängstlich, weicht Doc Slim einen Schritt zurück und knurrt seinerseits: „Ich större ungerrn, aberr derr Marrshall...“ er deutet über die Schulter, „... err macht sich Sorrgen!“
Iris ist stehen geblieben, nach wie vor J.B. im Arm, nun nickt sie: „Wirr kommen.“
„Hm, Iris, was ist?“
„Nichts, schlimmes... Der Marshall macht sich Sorgen um dich, Lady Judge..“ schnurrt Iris.
J.B. grinst sarkastisch und meint: „Da, kommt er aber reichlich spät mit...“

CAPTAIN IRIS

Na gut, wenns denn sein soll: Gehn wir ein paar Leute erschrecken!
Bevor ich aber auf den Tisch zugehen kann, wo die kleine Gruppe sitzt, hält mich J.B. am Arm zurück, zieht mich zu sich hinunter und flüstert in mein Ohr: „Ich hab mich mit ihm ausgesprochen... letzte Woche! Nur damit...“
Hmmmm, sie ist mir so nah... Ich ziehe sie in den Arm, versenke meine Nase an ihrem Hals und lecke kurz über ihre weiche Haut... köstlich. Sie kichert: „Hey, die gucken alle her...“
„Soll ich aufhören?“
„Nein... bitte...“ Also, lecke ich noch mal an ihrem Hals, spüre die Blicke der Menge auf uns und als ich mich von ihr löse, um erneut auf den Tisch zu zu steuern, steht der Marshall hinter mir.
Na gut, wenn ers denn so haben will...


HALLO!

AM RANDE DER TANZFLÄCHE

Marshall Brave Starr, steht da und starrt den Krann an, der starrt zurück – ohne zu zwinkern, ohne auch nur einen Muskel zu bewegen, ausser dem Schweif; der, streicht, Zufall oder Absicht, über den nackten Unterschenkel der Richterin, zwischen Rocksaum und Stiefellette.
„Kann ich ihnen behilflich sein, Marshall Brave Starr?“ Verwirrt blickt Brave Starr den Krann an.
„Ich wüsste nur gerne wer sie sind...“

CAPTAIN IRIS

Wie? Ich blicke den Marshall etwas verwirrt an und er scheint zu meinen, ich hätte ihn nicht verstanden, denn er wiederholt: „Wer sind sie Mister?“
Wie Bitte?!
Bevor ich auch nur einen Pieps von mir geben kann, bricht meine Lady Judge in Gelächter aus und prustet: „Mister!...Mister?!“ Dann stubst sie den Marshall vor die Brust und befindet: „Seit wann bitte, Brave Starr, kannst du nicht mehr Männlein und Weiblein auseinander halten?“
Und dann packt sie mich, versucht, mich zurück auf die Tanzfläche zu ziehen.
Ich rühre mich nicht, nur meine Schnurrhaare zittern.
Ich bin perplex: Zugegeben, ich HABE, als Krann nicht gerade eine EINDEUTIG weibliche Figur... aber BITTE, welcher Mann, hat denn Brüste?
Ich entscheide mich, der belämmerten Miene des Marshalls zum Trotz, zu schmollen und fauche ihn an:
„Ich bin Captain IRIS Bellmonte!“ und füge mit einem verächtlichen Unterton an: „Miss Marshall.“
Jetzt darf er schmollen...
Und ich lasse mich von J.B. mitziehen.
Erst als ich und meine Lady, uns wieder im Takt der Musik zusammen bewegen – den Marshall haben wir stehen lassen, wo er stand – wird mir bewusst, dass ich ihm meinen RICHTIGEN Namen genannt habe. Ob das gut war? Zumindest intelligent, war es nich...

AM RANDE DER TANZFLÄCHE, EINE MINUTE SPÄTER

„Was, haben sie denn zu dem Captain gesagt, das der so ausser sich war?“ Slim ist an den immer noch wie versteinert dastehenden Marshall herangetreten. Der, wendet sich zu Doc Slim und knurrt ungläubig: „Sieee, sie, haben mich verschaukelt...“ dann legt er Tex Hex, der ebenfalls herangetreten ist, den Arm um die Hüfte und befindet: „Komm, lass uns auch ein wenig Spass haben... Bevor mir Captain Iris den Kopf abbeisst...“

Gleich zu Anfang: Die Idee ist schon seit ner Woche da... also, bevor MariLuna ihre fantastischen Tanzkapitel hochlud...

Dennoch werde ich ihr jetzt einfach mal für ihre Treue, Mühe und die viele Arbeit danken:
DANKE @--;--- *Röschen für dich*
und dir liebe -iria- geb ich lieber gleich nen reales. Denn auch dir möchte ich hier endlich mal richtig danken! DANKE!

GET OUT OF MY WAY

CAPTAIN IRIS

Mein Kopf ist leer... Sidekick, Highstep, Turnover, Touch, Turn an Backroll... und meine Lady Judge liegt wieder in meinen Armen... Ich zähle nicht einmal mehr die Takte...
Mein Kopf ist leer, meine Nase nimmt nur noch ihren Geruch wahr... Kick, Kick, ein Sidestep und wieder eine schnelle Drehung... ich versinke in ihren Augen. Ich muss sie nicht mal mehr in die nächste Drehung schicken... Perfekte, vollkommene Harmonie... Ich ziehe sie wieder an mich, stemme sie hoch: „Iris, ich kann kein Rock n' roll...“ lachend, fröhlich etwas ausser Atem. Ich lasse sie oben und grinse: „Du tanzt ihn gerade Lady...“
Und wir sind nicht die einzigen: Aus den Augenwinkeln, sehe ich wie der Marshall, seinen Freund ebenfalls, zum schnellen vier viertel Takt herumwirbelt...
Verboten oder nicht... Ich lasse meine Richterin dicht am mir nach unten gleiten, ihre Arme um meinen Nacken, meine Hände auf ihren Hüften und kommandiere: „Let's twist...“ und schon, Stirn an Stirn, geht 's los...
Sie. Ist. So. Verdammt. Sexy... Und unglaublich gut...

DINGO DANs DINGO BAR, SELBE ZEIT

Alle starren.
Das da, auf der Tanzfläche, was genau tun die beiden Paare da?
Tanzen, ohne jeden Zweifel, aber WIE?
Das sieht nicht nur verboten gut aus, das IST eigentlich verboten...
Aber, da einer der Tänzer der Marshall ist, macht sich Dingo Dan, nicht all zu grosse Sorgen und geniesst das Schauspiel. Oder, den Wettkampf. Denn eines ist klar:
Die Paare tanzen nicht MIT sondern gegeneinander.
Und bis jetzt, liegen eindeutig die Richterin und ihr Krann in Führung.
Zumindest wenn es nach Dingo Dan geht. Denn diese Hebefigur, war echt heiss...

CAPTAIN IRIS

Versuchen die Herren, WIRKLICH, gegen mich und meine Richterin an zu tanzen?
Ich grinse, senke meine Schnauze neben das Ohr meiner Lady Judge und raune: „Ich hab noch eine Rechnung, mit Miss Marshall offen....“
Sie unterbricht mich besorgt: „WAS, Captain hast du vor?“
Ich Grinse: „Tanzpartner tauschen?“
Meine süsse, schlaue J.B. versteht sofort, nickt und antwortet: „Tex scheint auch ein guter Tänzer zu sein...“
Ich lecke sachte über ihren Hals, wirble sie dann einmal herum und schnappe mir nahtlos die Hand des Marshalls, der seinen Freund kurz losgelassen hat...

TANZFLÄCHE, DINGO DANs DINGO BAR

Der Marshall, starrt ungläubig auf die Krann. Und dann wird er auch schon von ihr in den nächsten Tanzschritt geschickt. Das, darf doch nicht wahr sein!
Aus den Augenwinkeln, sieht er Tex mit der Richterin tanzen...
Und, dann wechselt die Musik!
NEIN! Alles nur kein Paso Doble!
Ein kurzer Rundblick: Alle stehen um die Tanzfläche rum und starren...
Mist!
Und Tex nimmt Haltung an, ebenso, wie J.B.
Und dann schnurrt Iris ihn sarkastisch an: „Darf ich bitten MISS Marshall?“
Das vorhin, hat sie ihm wohl wirklich übel genommen. Also:
Strafe, muss sein. Haltung annehmen, warten und dann...

CAPTAIN IRIS

Got'cha!
Der Blick in die Menge, hat den armen Kerl überzeugt!
Bei den Göttern, kann ich gemein sein... lach!
So so, er versucht die Führungsposition ein zu nehmen...
Schlechte Nachricht für dich Junge: „Falsche Stellung...“ knurre ich und reisse meine Arme hoch, stehe da, wie der Torero vor dem Stier – die Mimik meines Gegenüber, zeigt mir: Er hat verstanden.
Gewillt, ist er dennoch nicht...
Ich umrunde ihn, dann packe ich zu, lege ihm meine Rechte ins Kreuz, packe mit der Linken, seine Rechte und schicke ihn in den nächsten Schritt...
Wir tanzen einige Takte, die eindeutig ich führe. Gut, das, dürfte genügen...
Vielleicht noch ein netter Hinweis...
Als ich ihn zu mir heran ziehe, knurre ich ihm ins Ohr: „Bleib mir aus dem Weg, Junge!“
Und dann bin ich so lieb und schicke ihn mit einer fliessenden Bewegung, zurück zu seinem Partner und hole mir meine Lady Judge zurück.
Denn nur vor ihr, falle ich auf die Knie.


Anmerkung: Der Paso Doble gilt als die getanzte Interpretation, des Stierkampfes.


AFTER MATCH

DINGO DANs DINGO BAR NACH DER „SCHOW“

Brave Starr und Tex, sitzen wieder bei Doc Slim am Tisch und der Marshall beobachtet die Richterin und Captain Iris, die etwas hinten im dunkleren Teil der Bar, in einer der Nischen sitzen. Iris den Arm um die Schultern von J.B. gelegt, den Schweif um ihre Wade gewickelt, Wange an Wange geschmiegt und die Richterin streicht sanft immer wieder, über Iris' Schnurrhaare.
Leise, sich räuspernd, erkundigt sich der Marshall: „Was machen die da?“
„Knutschen...“ grinst Doc Slim, nach einem kurzen Blick über die Schultern, „sogar recht heftig für Krannverhältnisse.“
Tex Hex, blickt ihn fragend an: „Nur weil sie ihre Vibrissen streichelt?“
Dingo Dans Stimme, von neben dem Tisch: „Schnurrhaare streicheln könnt man mit küssen vergleichen...“ ein bellendes Lachen, „... aber, so wie die Richterin ihre Wange an Iris' reibt, is das schon eher nen wilder Zungenkuss!“

CAPTAIN IRIS

Ich bin verloren, klare Gedanken – keine Chance!
Meine Lady Judge, hält mit einer Hand ihren Drink, mit der anderen streichelt sie, einzelne oder mehrere meiner Schnurrhaare und ihre Wange liegt dicht an meiner... Schnurr, schnurr, schnurr.
Und meinen Schweif um ihren Schenkel legen, sanft streichen.
Ich kralle mich mit einer Hand an meinem Sweetwater fest, kein Alkohol. Ich will sie ja sicher nach Hause, das heisst, in den Saloon bringen. –Und in mein Bett!
Da gurrt meine rothaarige Wildkatze: „Können wir gehen, Captain?“
Ich nicke und stimme begeistert, mit einem lauten, tiefen Schnurren zu.

DINGO BAR, MARSHALLs TABLE

„Die gehen. Arm in Arm!“
„Brave Starr, gleich werde ich eifersüchtig! Nun lass doch der armen Richterin ihren Spass...“
„Aber, das ist eine Krann!“
Tex Hex, versetzt seinem Marshall einen Stoss zwischen die Rippen: „Erstens, ist sie alt genug. Zweitens, seit wann, bist DU so intolerant? Drittens, wenn du noch länger den Weibern hinterher starrst, schläfst du heute auf der Couch...“ grinsend fügt der Ex-Desperado an: „Alleine, versteht sich!“
Murrend, unter einem amüsierten Blick von Doc Slim, stimmt Brave Starr zu: „Ach, du hast ja recht...“ er zieht Tex sanft an dessen Schnauzer zu sich, „... tut mir leid!“ Dann küsst er seinen Freund.

CAPTAIN IRIS

Ich hab meine Lady Judge von meinem Turbomuli gehoben und trage sie nun die Treppe hoch – sie, streichelt wieder meine Vibrissen, vergräbt ihre andere Hand in meinem Nackenfell und flüstert leise: „Danke!“
„Wofür?“ dunkel geschnurrt.
„Dafür, das DU nach New Texas kamst.“
Himmel, wie oft, will sie noch dafür sorgen, dass ich mich noch mehr in sie verliebe?
Ich stelle sie sanft auf den Boden, verwandle mich zurück, ziehe sie an mich und küsse sie.
Als wir uns trennen, fasst sie meine Hand und zieht mich in unser Zimmer...



MONTAG, DIENSTAG, WITTWOCH...

MAINSTREET FORT KERIUN, MONTAG, HIGH NOON

Die Richterin, blickt von ihrem Büro, auf die Mainstreet hinunter und den Captain, der genau gegenüber an einem der Pfosten des Bürgersteiges lehnt. Lederjacke, leuchtend rotes T-Shirt – das, hebt sich bestimmt toll von ihrem kuschelweichen, seidigen Fell ab, wenn sie als Krann unterwegs ist – schwarze Jeans, Nietengürtel; und, war das wirklich ein Halsband?
J.B. kneift die Augen zusammen und grinst. „Tatsächlich...“ murmelt sie leise, greift sich ihren Hut und stürmt dann die Treppe runter und, nach einem kurzen Kontrollblick, über die Mainstreet.

CAPTAIN IRIS

Ich komm mir vor wie Romeo. Starre zu ihrem Fenster hoch und warte.
Ich war natürlich zu früh, denn ich kann es kaum erwarten sie wieder zu sehen, mit ihr im Arm, am Arm, durch Fort Kerium zu spazieren, die Stadt zu erkunden. Oder, ganz einfach, so wie heute, sie, MEINE Lady Judge zu Handlebar zum Lunch einzuladen.
Die Tür des Gerichts fliegt auf und nur ein paar Sekunden später, halte ich meine rothaarige Wildkatze mit den Kornblumenaugen in den Armen.
Ich drücke ihr einen scheuen Kuss auf die Wange.
Und lasse sie auch schon nach wenigen Augenblicken los.
Nicht gut, wenn man sie hier vor dem Gericht mit mir kuscheln sieht... Ihr Ruf...

HANDLEBARS SALOON, ÜBLICHER TISCH, WENIG SPÄTER

„Wann, musst du wieder?“ Iris' fragt die Richterin, mit einem deprimierten Unterton in der Stimme.
J.B. Mc Bride, hebt den Kopf, fasst nach der Hand des Captains und lächelt und antwortet mit weicher Stimme: „Gar nicht!“ Verwirrt blickt Iris sie an.
„Gar nicht, diese Woche. Ich habe mir endlich auch mal Urlaub gegönnt...“ Iris strahlt, die Richterin spricht weiter: „Der Marshall hält mir den Rücken frei.“ Sie zuckt mit den Schultern, „Er hat was von wegen: Sie es als kleine Entschuldigung, gestammelt und mir dann zugesichert, alle Verbrecher erst mal bei sich in den Zellen zu verwahren. Untersuchungshaft.“
„Du hast wirklich meinetwegen Urlaub genommen?“ Iris schnurrt es ungläubig.

CAPTAIN IRIS

Sie schüttelt den Kopf und entgegnet mir mit einem Augenaufschlag, wie er sündiger nicht sein könnte: „Nicht für dich, für MICH...“
Ich erröte und sie zieht – hier, mitten im Saloon – meine Hand an ihre Lippen und haucht mir erst einen Kuss auf die Fingerspitzen, nur um dann ganz, ganz kurz, mit ihrer sanften, rosa Zunge darüber zu lecken.
Ich erschauere und werde tief rot.
„Lady Judge...“ dunkel, gedehnt, schnurrend.
Ich starre sie an, versinke in ihren blauen, leuchtenden Kornblumenaugen.
„Hm, Captain?“
„Fliegen wir zusammen?“ SCHNURR!

MITTWOCH, FRÜHER MORGEN, SALOON, ZIMMER DES CAPTAINS

Leises Lachen, ein Kichern und dann ein Seufzen.
„Du hast den Beruf verfehlt...“ erneut ein tiefes Seufzen, „Lady Judge, Pilot oder Masseurin...“
Wieder ein Kichern, dann, ernst: „Aber, ich mag meinen Job, besonders hier...“ J.B. Mc Bride, haucht einen Kuss in Iris Nacken und versenkt dann erneut ihre Finger in deren Schultermuskeln, knetet kräftig.
„rrrrrrrrr“
„Ich liebe es, wenn du schnurrst...“ die Richterin beugte sich zu Iris' Ohr, „... und ich liebe auch dein weiches Fell!“

CAPTAIN IRIS

Und ich, ich, liebe sie!
Ich verwandle mich unter ihr, und sie sagt nur, dass sie mein Fell liebt...
Und fährt mit der Massage fort.
Ich rolle mich unter ihr herum, platziere eine Hand auf ihrem sehr empfindlichen Oberschenkel, lange nach ihrem Nacken, ziehe sie zu mir herunter und mache meine Verwandlung rückgängig: „Küss mich Judge...“ raune ich flehend und meine Schönheit, erfüllt mir den Wunsch. Bey Bey Verstand!

SALOON, LADYs TABLE, DONNERSTAG MITTAG

Handlebar grinst: Liebe, scheint hungrig zu machen. Seine beiden Lieblingsladys, verschlingen bereits die dritte Portion, seines heutigen Tagesgerichtes. Er beschliesst ihnen die Nachspeise zu spendieren.
Die beiden sind so vertieft in ihr Gespräch, dass sie ihn erst bemerken, als er ihre leeren Teller abräumt.
Der Rigelaner grinst seine Ladys an: „Darf ich euch beiden schönen, die Nachspeise spendieren?“
Die Richterin und der Captain erröten synchron und bedanken sich verlegen.

CAPTAIN IRIS

Hm, draussen ist es dunkel – Mitternacht vorbei, das heisst es ist Freitag – und meine Richterin, schläft in dem etwas zu schmalen Bett und ich sitze daneben, streichle ihre Haare – und will sie nicht wieder hergeben.
Vorhin, als wir... Ich betrachte die Bissstelle an meinem Handgelenk und lecke dann darüber.
„Iris...“ Wann, ist sie aufgewacht? „Iriiis, komm wieder her. Mir is kalt ohne meinen Kuschel-Captain...“ ihre feine, sanfte Hand tastet nach meiner, ergreift sie und ich lasse mich liebend gerne von ihr ins Bett, zu ihr unter die Decke ziehen.
Sobald ich unter der Decke stecke, kuschelt sich meine Lady Judge dicht an mich, legt ihren Arm um mich, ihre Hand in mein Kreuz und dann küsst sie mich wieder. Ganz sanft, sehr vorsichtig - und ich schmelze dahin. Wieder ein mal. Vielleicht das letzte Mal, für eine lange Zeit.


FREITAG

HANDLEBARs SALOON, CAPTAIN IRIS' ZIMMER, FREITAG FRÜH MORGENS

„...schläfst du noch...“ sanft streichelt J.B. über Iris' Kopf und Ohren, „...meine Kuschel-Katze?“
Ein leises Schnurren. Keine sehr aufschlussreiche Antwort, Iris schnurrt auch wenn sie schläft, dass der Schweif sich allerdings sanft um die Taille der Richterin schlingt hingegen schon.
Der Captain ist eindeutig wach.
„Darf ich dich was fragen, Iris?“ neugierig, vorsichtig.
„Hmhm, alles... Schönheit.“
J.B. krault sanft Iris' rechtes Ohr: „Nicht böse sein. Aber, ich bin so neugierig...“
Iris unterbricht: „Ich kann nicht böse auf dich sein... NIE!“
Die Richterin kichert, haucht einen Kuss auf die Krann-Nase des Captains und stellt dann ihre Frage: „Iris, wie alt, bist du?“
Iris, schnurrt etwas lauter, weil J.B. ihre Schnurrhaare streichelt und entgegnet dann: „Du sagst mir deinen vollen Namen; ich dir mein Alter...“
Die Lady Judge nickt entschieden, flüstert etwas in Iris' Ohr, diese flüstert ihrerseits in J.B.s Ohr, beide kichern. Dann, beide zugleich: „DARÜBER, reden wir nie mehr, klar!“
Gemeinsames Lachen, ein Kuss und dann ein Seufzer.

CAPTAIN IRIS

Sie ist toll. Meine Lady Judge, ist einfach fantastisch: Nicht mal mein Alter scheint sie zu stören. Hi hi, zum Glück! So als Pseudo-Krann und in meinem Alter...
Nun ja, diese Genveränderung, hatte zumindest den Vorteil, dass sie meinen Alterungsprozzes stark verlangsamt.
„Captain?“
„Was ist, Lady Judge?“ Ich bin doch so schläfrig.
Ihre Stimme klingt so, so sanft und irgendwie verloren: „Captain, Iris, fliegst du mit mir?“ Ehe ich zum erwidern komme, fügt sie an: „Ich meine: DU sollst fliegen! Bitte.“
Ich grinse breit, wuschle durch ihr Haar und küsse sie: „DAS, wird aber ein Höllenritt werden, meine Lady Judge!“

RAUMHAFEN FORT KERIUM, 14:00h ORTSZEIT

Die Richterin, grinst, beugt sich noch einmal aus dem Pilotensitz hinüber zu Iris – sie haben während des Flugs gewechselt – und küsst sie sanft: „Schon heute...“
Der Captain nickt: „Ja, leider...“ sie deutet auf den Frachter, der mittlerweile eingetroffen ist, „... der, ist auch schon da. Wird der heute beladen?“
„Ja,“ nickt die Lady Judge, „aber, es reicht, wenn Brave Starr sich darum kümmert, seit Tex Hex, keinen Grund mehr hat, hier an zu tanzen, um so zu tun, als ob...“ Sie bricht mit einem Lachen ab und deutet hinüber zu Frachter. Iris, steigt in das Lachen mit ein, als sie sieht, wie da gerade Der Marshall ankommt und seinem Ex-Desperado, noch einen Kuss aufdrückt, ehe er den Laderaum inspizieren geht.
Iris, folgt dem Beispiel das Marshalls und zieht ihre Lady zu sich, um sie in einen sanften Kuss zu verwickeln.

CAPTAIN IRIS

Unser letzter Tag, Abend, Nacht...
Ich hasse Abschiede!
Wirklich, von ganzem Herzen.
Wir bringen das Heute hinter uns – in der Nacht!
Aber erst, geniessen wir noch unseren Tag...
Essen, Ausflug, Kuscheln... Sex.
Seufz, ich liebe sie.

FREITAGNACHT & SAMSTAG

NACHT VON FREITAG AUF SAMSTAG, LADYs ROOM

Die Richterin von New Texas, kuschelt sich dicht an ihren Captain, ihre Iris und flüstert leise: „Ich werde dich vermissen, sehr sogar.“
Iris streichelt ihr durch das rote Haar und raunt: „Und ich, werde dich vermissen, Lady Judge!“ sie haucht J.B. einen sanften Kuss auf, „Aber, ich freue mich darauf, nach Hause zu kommen...“ hier zuckt die Richterin, kurz zusammen. Was, hat sie denn erwartet? Das Captain Iris HIER bleiben würde? Bei IHR?
Nein, natürlich, hat sie das NICHT erwartet. Aber es sich sehr gewünscht. Leise, etwas zögernd, fragt sie Iris: „Wartet im H.Q. Wer auf dich?“
Ein schwaches Nicken und ein kleines Lächeln, lassen J.B.s Herz schmerzen. Aber Iris, die es offenbar bemerkt, entgegnet: „Smith und Wesson, warten da auf mich... Die vermissen mich bestimmt.“
„Smith und Wesson?“ Fragend mit einem Grinsen – diese Namen: Typisch Iris.

CAPTAIN IRIS

Ich grinse, zurück und erkläre: „Meine „Haustiere“, ich vermisse sie ziemlich und deshalb freu ich mich darauf nach Hause zu kommen. Sie werden dann wieder mehr Auslauf bekommen.“ Und dann beende ich jegliche Fragestunde mit einem verzehrenden Kuss.
Als ich gut eine Stunde später, so halbwegs wieder klar denke, liegt J.B. halb auf mir, ich hab Fell und sie sieht mich mit halbgeöffneten Augen an: „DAS, war – hm – INTERESSANT...“
Ich grinse anzüglich und wedele mit meinem Schweif: „DER, ist nicht nur zum Wedeln da...“
Beide lachen wir leise, ehe wir uns wieder aufeinander und ins Vergnügen stürzen.

FLUGSICHERHEIT, NEW TEXAS, 16:00h ORTSZEIT

Richterin J.B. Mc Bride, sieht wehmütig zu, wie Lizzy vom Boden abhebt, einmal eine elegante Schlaufe um den Frachter fliegt und dann über diesem Position bezieht, die Waffensysteme hochfährt und dann, nehmen beide Raumer Fahrt auf.
Kurz, bevor die Schiffe in den Hyperraum übergehen, knistert der Funk: „Captain Iris an Flugsicherheit: Lady Judge, bist du da?“ Kein Bild nur Ton.
J.B. weiss auch wieso, sie hört es sofort an der tieferen Stimme des Captains, sie drückt eine Taste am Funk und meint dann: „Flugsicherheit an Captain Iris. Ja, bin da, Captain!“
Iris' Stimme ertönt wieder: „He, Schönheit! Handlebar, hat was für dich...“ dann knistert es, klickt und nur noch statisches Rauschen ist zu hören.
Lizzy ist in den Hypperraum über getreten.

HANDLEBARs SALOON, 17:00h ORTSZEIT

Handlebar grinst, als die Richterin atemlos zur Tür herein stürzt, langt unter den Tresen und holt den dicken Umschlag, den Iris ihm gab, unter dem Tresen hervor, legt ihn vor sich hin: „Hey Judge!“
Ausser Atem, bleibt J.B. vor ihm stehen und keucht: „Ha... Ha...“ sie holt tief Luft, „...Handlebar, du hast was für mich? Ehm, hallo!“
Handlebar nickt, schiebt ihr den Umschlag zu und schenkt ein Sweetwater ein, wo er vor J.B. hinstellt: „Bitte...“
Dann beobachtet er die Richterin. Er gehört zu den eingeweihten, genau wie Doc Slim.
Handlebar sieht, wie J.B. Mc Bride den Umschlag aufreisst, hineinguckt, blass wird und dann setzt sie sich hin, kippt das Sweetwater runter und grinst dann selten dämlich:
„Iris, du bist eine böse Katze...“

RICHTERIN J.B. MC BRIDE

DAS, kann doch nicht wahr sein!
Ich halte es aber in Händen.
Da, steht mein Name – und ihrer.
Auf der Besitzurkunde.
Und ein kleiner Zettel:

Ich sagte doch:

Ich FREUE mich, nach Hause zu kommen...
zu DIR.
Iris

Ich setze mich, kippe das Sweetwater runter und denke an den Spaziergang, vom Mittwoch:
„Da,“ sagte ich und deutete auf das kleine, weisse, schmucke Haus, mit dem grossen Garten und dem eigenen Brunnen, „Da, würd ich gerne wohnen...“ schmiegte mich an sie und fuhr fort: „Mit dir!“



es folgt:
Ein Epilog.




Gleich vorne weg:
Hab mir das halt so ausgedacht und so bleibt es!
Aber, gebe frei raus zu: Hab mich von MariLuna inspirieren lassen.
Und für alle: Dieses Fest, gibt's auch in der Serie...Fuzz hängt da Laternen auf und Brave Starr wirft sie...*kicher*

EPILOG

ZWEI MONATE NACH IRIS' ABREISE


IRIS BELLMONTE

Musik, Tanz, alles was Rang und Namen hat und sämtliche Desperados der Gegend.
Da, hab ich mir ja nen wunderbaren Tag zu meiner Rückkehr ausgesucht.
Nun, liess sich nicht ändern: Der einzige Keriumfrachter, in dessen Laderaum, Smith und Wesson Platz fanden, war halt erst heute hier gelandet.
Lizzy hab ich mit der Erlaubnis des Marshalls und ohne Wissen von J.B. bei Doc Slim geparkt.
Meine Lady Judge, weiss, dass ich wiederkomme, aber nicht wann.
Sollte Schluss und endlich ne Überraschung werden.
Ich grinse, zwinkere meinem Spiegelbild zu, streichle Wesson und tätschle Smith und führe sie dann aus dem Laderaum.
„So, Jungs, lasst uns ne Party sprengen...“ ich schwinge mich auf Smith und Wesson, gleitet an unsere Seite.
Unser grosser Auftritt.

FORT KERIUM, GRÜNDUNGSFEIER, MAINSTREET

Dingo Dan erstarrt mitten im Schritt, Skuzz und Thunderstick ebenso, Handlebar folgt ihren Blicken und grinst.
Was für ein Auftritt.
Ein grosses silbernes Pferd, kommt langsam die Mainstreet hinauf geschritten, an seiner Seite schreitet ein sechsbeiniges leopardenartiges Wesen, es hat die Grösse einer ausgewachsenen Affenkatze. Und Handlebar, würde diese beiden Tiere immer und überall erkennen, er kennt sie noch, von früher: Smith und Wesson.
Mittlerweile glotzen alle: Brave Bürger, die Gauner, der Marshall und Tex Hex, der hinter Brave Starr in Deckung gegangen ist.
Und die Richterin J.B. Mc Bride.
J.B. braucht KEINE zehn Sekunden um die Gestalt in schwarzen Jeans, dem Lasercolt an der Hüfte, rotem Hemd, roten Hut und einem ebenso roten Duster zu erkennen, die da an geritten kommt.
Ihr Captain ist zurück.
Sie ist nicht nur zurück, sie trägt Zivil.
J.B. strahlt und steht auf, winkt.

IRIS

Die armen Schurken... Ich lache innerlich, nach aussen verzieh ich keine Mine.
Ich hab nicht gewusst, das ich noch immer so einen Ruf geniesse.
Aber eben: Einmal Headhunter, immer Headhunter!
Und dann, seh ich meine Lady Judge, sie strahlt mir entgegen und winkt.
DAS, ist das Zeichen worauf ich gewartet habe:
Ich schiebe meinen Hut aus dem Gesicht, gebe Smith die Sporen und jage im Galopp auf sie zu, verwandle mich, als ich sicher bin, die gesamte Aufmerksamkeit, der Anwesenden zu haben – ich will mich nie mehr verstecken – bringe Smith vor ihr zum stehen und ziehe sie, nach einem kleinen Nicken ihrerseits, zu mir in den Sattel, verwandle mich zurück und schon, klebt sie an meinen Lippen.
Wie gesagt:

WAS FÜR EIN AUFTRITT!

GOT'CHA!


Ehm ja:

ENDE

1 Kommentar:

  1. Mögen die beiden immer glcklich werden, denn sie passen echt gut zueinander. Wenn du das mal irgendwie fortsetzt, bin ich mir sicher, daß die Werkatze und die Judge nicht nur in ihrem kleinen Häuschen bleiben, sondern auch ganz NT aufmischen, das Temperament dazu haben sie *g*
    Got'cha!
    bye,
    MariLuna

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