STOLEN TIME
Er schmeckt nach Karamellbonbons und Milchkaffee.
Er schmeckt genauso, wie die Farbe seiner Haut.
Meine Zunge gleitet noch einmal, ein allerletztes Mal, sehnsüchtig zwischen diese Lippen, die so über alle Massen sündig schmecken.
Meine Hand, streicht sachte – jede einzelne Haarsträhne, weich und rabenschwarz – ein aller letztes Mal, über seinen Kopf, durch sein seidiges Haar.
Wenn er wieder aufwacht, ist dieser kurze Augenblick, gestohlener Zeit, vorbei.
Ich will noch einmal, das wirklich aller letzte Mal für heute, diesen Geschmack auf meiner Zunge zergehen lassen:
Karamellbonbons und Milchkaffee.
Der sündige, selige, sehnsuchtsvolle Geschmack gestohlener Zeit.
Die Augen fest geschlossen halten, seinen Duft, Sand und Wind, tief in meine Lunge ziehen; dabei gleichmässig flach atmen.
Lange weiche Haare, – wie ich weiss – von der reinen Farbe, frisch gefallenen Schnees, die mich an der Wange kitzeln.
Unbeweglich still liegen, auf die nächste zärtliche Liebkosung, seiner schlanken, sehnigen Finger warten. Das zarte Kratzen seiner langen Krallen spüren.
Ihn schmecken, wenn er mir einen dieser seltsamen Küsse stiehlt.
Genüsslich, den Geschmack, von Wildheit und Wüste auf der Zunge zergehen lassen.
Hoffen, dass er sich noch einen stiehlt, wenn ich lange genug still liege.
Mir noch einen weiteren Augenblick Zeit stehlen, Ohnmacht vortäuschen.
Gestohlene Zeit, die schönste Zeit...
Samstag, 31. Oktober 2009
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Is mal wieder obersüß *g* und so typisch für die beiden ... :-)
AntwortenLöschenMariLuna
Das ist wundervoll - nur macht es mich etwas traurig.
AntwortenLöschenHoffe, dass sie irgendwie noch rausfinden, dass sie Beide das selbe wollen *leise seufzt und Daumen drückt*
-iria-